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Sanktion, Norm, Vertrauen.

Zur Bedeutung des Strafschmerzes in der Gegenwart.

(Autor)

Buch | Softcover
290 Seiten
2018
Duncker & Humblot (Verlag)
978-3-428-15328-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Sanktion, Norm, Vertrauen. - Markus Abraham
CHF 125,85 inkl. MwSt
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Die Überlegung, dass ein Strafrecht ohne Strafschmerz möglich, nötig und wünschenswert ist, erscheint kontraintuitiv. Ziel der Arbeit ist es, diese Idee in einer konstruktiven Weise und im Angesicht der beachtlichen Gegengründe zu denken und so weit auszuführen, dass die Grundzüge eines alternativen Modells erkennbar werden.
Ist Strafe ohne Schmerzzufügung vorstellbar? Möglicherweise ist eine solche Strafpraxis sogar wünschenswert. Zwar stehen dagegen sowohl alltägliche Intuitionen wie auch elaborierte Rechtfertigungsversuche. Diese Intuitionen und Rechtfertigungen enthalten Richtiges, doch können sie die Notwendigkeit des Strafschmerzes nicht überzeugend begründen. Zu entwickeln ist daher, wie eine Transformation der gegenwärtigen Sanktionspraxis aussehen kann. Ein geeigneter Fluchtpunkt, so die vorgetragene Überlegung, liegt in der unserer Lebensform zugrunde liegenden Praxis des Gewährens und Entziehens von Vertrauen.

Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Promotionspreis der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg zur Förderung herausragenden wissenschaftlichen Nachwuchses 2018.

Markus Abraham studied Law at the University of Passau. He works as postdoctoral fellow at the chair of criminal law and philosophy of law (Prof. Dr. Jochen Bung) at the University of Hamburg.

Markus Abraham studierte Rechtswissenschaften an der Universität Passau. Er ist Habilitand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Strafrecht und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Jochen Bung) an der Universität Hamburg.

A. Einleitung

Spiegelfechtereien – Gang der Bearbeitung – Intuitive Begründungen für die Schmerzzufügung

B. Straftheoretische Begründungsvorschläge

Intrinsische Begründungen: Der Strafschmerz ist im Unrecht – Strafschmerz im aufgeklärten Eigeninteresse (Norbert Hoerster) – Klugheitsgrund und Opfersolidarisierung (Tatjana Hörnle) – Schmerz für die Wirklichkeit der Norm (Günther Jakobs) – Die Pflicht zur Mitwirkung am gemeinsamen Projekt der Freiheit (Michael Pawlik) – Der Schmerz, der richtig stellt (Jean Hampton) – Strafschmerz als Einlösung der Notwehrpflicht (Victor Tadros) – Der Strafschmerz als Reue (Antony Duff)

C. Strafen ohne Schmerzzufügung

Konventionalität des Strafschmerzes und Bindung der Worte – Sanktionalität und Normativität (Robert Brandom) – Was es heißt, normativer Kontoführer zu sein – Inklusion durch Gründe – Elektroschock – Stellung des Verletzten in der Straftheorie – Praktische Entwicklungschancen – Schlussbetrachtung

Literatur- und Stichwortverzeichnis

»Das Buch ist gründlich recherchiert, umfasst ein breites Literaturverzeichnis sowie einen umfangreichen Anmerkungsapparat. Es ist gut lesbar und lädt den Leser vortrefflich ein, seine (vielleicht mehr oder minder reflektierte) Position zum Strafschmerz zu hinterfragen und überzeugt letztlich in seiner kritischen Argumentation. Dass es als straftheoretische Abhandlung nicht auf das deutsche Strafrecht begrenzt ist, versteht sich von selbst. Gerade vor dem Hintergrund, dass in Österreich die Idee der Notwendigkeit fühlbarer Reaktionen - nicht zuletzt mit Blick auf die Anwendung des Strafrechts auf junge Menschen - beliebter ist denn je, ist die besprochene Monographie besonders zu empfehlen.« Prof. Dr. Alois Birklbauer, in: Journal für Strafrecht, 1/2020

»Die Dissertation ist für all diejenigen von Interesse, die sich mit theoretischen Aspekten der 'Strafe' auseinandersetzen. Sie gibt Denkanstöße in eine Richtung, die unsere Einstellung zu Sinn und Zweck der Strafe künftig revidieren oder modifizieren könnte - bis hin zu der Vorstellung, sich ganz vom Bedürfnis der Zufügung von 'Strafschmerz' zu verabschieden.« Prof. Dr. Anja Schiemann, in: Kriminalpolitische Zeitschrift, 1/2020

»Dazu hat er mit dem vorliegenden Buch einen gedankenreichen und hoffentlich weiteres Nachdenken anregenden Entwurf vorgelegt, der eindrucksvoll demonstriert, wie selbstverständlich gängige Straftheorien davon ausgehen, dass Strafe nur als nachhaltig spürbares Übel denkbar ist. Obwohl es ihm gerade nicht um eine Abschaffung, sondern letztlich um eine Humanisierung von Strafe geht, wäre eine Auseinandersetzung mit parallelen Argumentationen abolitionistischer Herkunft möglicherweise ebenso lohnenswert wie mit der international einflussreicheren Bewegung unter der Überschrift restorative justice.« Prof. Dr. Axel Dessecker, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 7/2019

»Das Buch ist gründlich recherchiert, umfasst ein breites Literaturverzeichnis sowie einen umfangreichen Anmerkungsapparat. Es ist gut lesbar und lädt den Leser vortrefflich ein, seine (vielleicht mehr oder minder reflektierte) Position zum Strafschmerz zu hinterfragen und überzeugt letztlich in seiner kritischen Argumentation. Dass es als straftheoretische Abhandlung nicht auf das deutsche Strafrecht begrenzt ist, versteht sich von selbst. Gerade vor dem Hintergrund, dass in Österreich die Idee der Notwendigkeit fühlbarer Reaktionen – nicht zuletzt mit Blick auf die Anwendung des Strafrechts auf junge Menschen – beliebter ist denn je, ist die besprochene Monographie besonders zu empfehlen.« Prof. Dr. Alois Birklbauer, in: Journal für Strafrecht, 1/2020

»Die Dissertation ist für all diejenigen von Interesse, die sich mit theoretischen Aspekten der ›Strafe‹ auseinandersetzen. Sie gibt Denkanstöße in eine Richtung, die unsere Einstellung zu Sinn und Zweck der Strafe künftig revidieren oder modifizieren könnte – bis hin zu der Vorstellung, sich ganz vom Bedürfnis der Zufügung von ›Strafschmerz‹ zu verabschieden.« Prof. Dr. Anja Schiemann, in: Kriminalpolitische Zeitschrift, 1/2020

»Dazu hat er mit dem vorliegenden Buch einen gedankenreichen und hoffentlich weiteres Nachdenken anregenden Entwurf vorgelegt, der eindrucksvoll demonstriert, wie selbstverständlich gängige Straftheorien davon ausgehen, dass Strafe nur als nachhaltig spürbares Übel denkbar ist. Obwohl es ihm gerade nicht um eine Abschaffung, sondern letztlich um eine Humanisierung von Strafe geht, wäre eine Auseinandersetzung mit parallelen Argumentationen abolitionistischer Herkunft möglicherweise ebenso lohnenswert wie mit der international einflussreicheren Bewegung unter der Überschrift restorative justice.« Prof. Dr. Axel Dessecker, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 7/2019

Erscheinungsdatum
Reihe/Serie Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge ; 283
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 157 x 233 mm
Gewicht 400 g
Themenwelt Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Recht / Steuern Strafrecht
Schlagworte Norm • Sanktion • Vertrauen
ISBN-10 3-428-15328-6 / 3428153286
ISBN-13 978-3-428-15328-2 / 9783428153282
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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