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Individualdatenschutz im europäischen Datenschutzrecht

Eine theoriegeleitete Analyse

(Autor)

Buch | Softcover
XV, 118 Seiten
2015
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Verlag)
978-3-86226-194-9 (ISBN)
CHF 34,95 inkl. MwSt
Wie personenbezogene Informationen geschützt werden sollen, gehört seit Jahren zu den kontrovers diskutierten Themen der politischen Debatte: Hat das Individuum einen subjektiven Anspruch auf Schutz seiner personenbezogenen Informationen? Inwieweit muss der Staat den Schutzanspruch gegebenenfalls rechtlich sichern und wie soll das Datenschutzrecht der Zukunft aussehen?

Vor diesem Hintergrund werden in dem Buch vier Anforderungsprofile für die Ausgestaltung des Datenschutzrechts entwickelt. Die Grundlage hierfür bilden vier normative politische Theorien, die für die Begründung politischer Maßnahmen in demokratischen Systemen besonders relevant sind: Liberalismus, Libertarismus, Kommunitarismus und Sphärentheorie. Diese Theorien, die auf unterschiedlichen Annahmen über das ideale Verhältnis von Individuum und Gesellschaft beruhen, führen zunächst zu allgemeinen Aussagen darüber, wie der jeweilige soziale Idealzustand erreicht werden kann.
Das Buch stellt die wesentlichen Argumente dar, welche sich aus der Sicht dieser Theorien speziell für oder gegen den rechtlichen Schutz von personenbezogenen Informationen führen lassen. Aus den Argumenten werden anschließend die jeweiligen Anforderungen an die Ausgestaltung des Datenschutzrechts abgeleitet.
Mithilfe dieser Anforderungsprofile wird in einem zweiten Schritt die Entwicklung des europäischen Datenschutzrechts von der ersten Datenschutzrichtlinie bis zum jüngsten Entwurf der Kommission für eine grundlegende Reform des EU-Datenschutzrechts analysiert. Die regulativen Inhalte aller wesentlichen europäischen Rechtssetzungsakte zum Datenschutz werden daraufhin untersucht, ob und wie sie personenbezogene Informationen schützen. Durch den Abgleich mit den theoretischen Anforderungsprofilen zeigt sich, welchen theoretischen Vorgaben die europäischen Normierungen entsprechen. Indem die Arbeit die Veränderungen im Zeitablauf nachzeichnet, werden zudem Trends und Brüche in der Entwicklung deseuropäischen Datenschutzrechts sichtbar.
Das Buch macht auf diese Weise die normativ-theoretischen Hintergründe des europäischen Datenschutzrechts transparent und ermöglicht damit eine entsprechende Einordnung aktueller und kommender Vorschläge in der Debatte um die Zukunft des Datenschutzes.

Markus Oermann studierte Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Derzeit promoviert er an der Graduate School Media and Communication Hamburg. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Hans-Bredow-Instituts, Hamburg sowie des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft, Berlin.

Erscheint lt. Verlag 5.3.2015
Reihe/Serie Reihe Politikwissenschaft
Zusatzinfo XV, 118 S.
Verlagsort Herbolzheim
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 189 g
Themenwelt Recht / Steuern EU / Internationales Recht
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Schlagworte Datenschutz • Datenschutz, Datenschutzrecht, politische Theorie, EU, informationelle Selbstbestimmung, Helen Nissenbaum • Datenschutzrecht • Datenschutzrecht (DatSchR) • EU • Europäische Union (EU) • Helen Nissenbaum • informationelle Selbstbestimmung • politische Theorie, • Politische Theorie
ISBN-10 3-86226-194-8 / 3862261948
ISBN-13 978-3-86226-194-9 / 9783862261949
Zustand Neuware
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