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Faktizität und Geltung - Jürgen Habermas

Faktizität und Geltung

Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaats
Buch
667 Seiten
1992 | 2. Erstausgabe
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-58126-1 (ISBN)
CHF 66,90 inkl. MwSt
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"In den ersten beiden Kapiteln verfolgt Habermas das doppelte Ziel zu erklären, warum die Theorie des kommunikativen Handelns der Kategorie des Rechts einen zentralen Stellenwert einräumt und warum sie ihrerseits für eine Diskurstheorie des Rechts einen geeigneten Kontext bildet. Dabei geht es um die Herausarbeitung eines rekonstruktiven Ansatzes, der beide Perspektiven in sich aufnimmt: die der soziologischen Rechtstheorie und die der philosophischen Gerechtigkeitstheorie. Im dritten und vierten Kapitel wird der normative Gehalt des Systems der Rechte und der Idee des Rechtsstaates unter diskurstheoretischen Gesichtspunkten rekonstruiert. In Anknüpfung an vernunftrechtliche Fragestellungen wird gezeigt, wie sich das alte Versprechen einer gesellschaftlichen Selbstorganisation freier und gleicher Bürger unter Bedingungen komplexer Gesellschaften auf neue Weise begreifen läßt. Und im Anschluß daran wird der Diskursbegriff des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates im Kontext der zeitgenössischen Diskussionen überprüft und ausgearbeitet. Das fünfte Kapitel behandelt allgemein das Rationalitätsproblem der Rechtssprechung, das sechste das Legitimitätsproblem der Verfassungsrechtssprechung. Das siebte Kapitel entfaltet das Modell deliberativer Politik in Auseinandersetzung mit sozialwissenschaftlichen Demokratietheorien, die sich auf einen empiristischen Machtbegriff stützen. Als »Anhang« enthält der Band noch Vorstudien und Ergänzungen: Tanner-Lectures unter dem Titel »Recht und Moral«; ferner »Volkssouveränität als Verfahren« sowie »Staatsbürgerschaft und nationale Identität«."

Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001) und den Kyoto-Preis (2004).

Aus dem Inhalt:1. Recht als Kategorie der gesellschaftlichen Vermittlung zwischen Faktizität und Geltung2. Soziologische Rechts- und philosophische Gerechtigkeitskonzepte3. Zur Rekonstruktion des Rechts (1): Das System der Rechte4. Zur Rekonstruktion des Rechts (2): Die Prinzipien des Rechtsstaats5. Unbestimmtheit des Rechts und Rationalität der Rechtssprechung6. Justiz und Gesetzgebung. Zur Rolle und Legitimität der Verfassungsrechtsprechung7. Deliberative Politik - ein Verfahrensbegriff der Demokratie8. Zur Rolle von Zivilgesellschaft und politischer Öffentlichkeit9. Paradigmen des RechtsVorstudien und Ergänzungen1. Recht und Moral (Tanner Lectures 1986)2. Volkssouveränität als Verfahren (1988)3. Staatsbürgerschaft und nationale Identität (1990)

Erscheint lt. Verlag 1.11.1992
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 135 x 205 mm
Gewicht 672 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Philosophie Philosophie der Neuzeit
Recht / Steuern Allgemeines / Lexika
Schlagworte 20. Jahrhundert • Diskurs • Diskurstheorie • Ethik • Faktizität • Geltung • Handlungstheorie • Jürgen Habermas • Philosophie • Politische Philosophie • Recht • Rechtsphilosophie • Rechtsstaat • Rechtstheorie • Sozialphilosophie • Staat • Staatsphilosophie
ISBN-10 3-518-58126-0 / 3518581260
ISBN-13 978-3-518-58126-1 / 9783518581261
Zustand Neuware
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