Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Aus den Briefwechseln von Martin Hartmann mit Albert v. Le Coq und Albert Grünwedel  aus den Jahren 1902-1912 -  Aysima Mirsultan,  Michael Knüppel

Aus den Briefwechseln von Martin Hartmann mit Albert v. Le Coq und Albert Grünwedel aus den Jahren 1902-1912 (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
144 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-8022-6 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
8,49 inkl. MwSt
(CHF 8,25)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Der Orientalist Martin Hartmann (1851-1918) gehörte zu den bedeutendsten Vertretern seines Faches in seiner Generation und darf als einer der Begründer der gegenwartsbezogenen Orientalistik gelten. Da eines seiner Hauptinteressengebiete Turkestan war, stand er auch in Kontakt mit Teilnehmern der preußischen / deutschen Turfanexpeditionen - hier A. v. Le Coq und A. Grünwedel. Im Band werden die Reste der Korrespondenzen, die er mit diesen unterhielt, als Edition gegeben, wobei der Korrespondenzzeitraum die Jahre 1902-1912 umfaßt.

Aysima Mirsultan ist Turkologin mit Arbeitsschwerpunkt Zentralasien und in der Orient-Abteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, tätig.

3. Die Korrespondenzen


Dokument 1

Sign.: Yi 116 I L 64

Entwurf eines Briefes M. Hartmanns an A. v. Le Coq. In der Blattmitte horizontal gefaltet.

recto: 27 Z.n.

verso: 15 Z.n.

recto

[ms.] Charlottenburg d. 4. August 1902 |

Schillerstrasse 7 |

[hs.] No[.] |

ad Kurdisch No. 755 |

& Arab. No. 6816.27 |

[ms.] Lieber Herr von Lecoq! |

Auf die heut eingeganfenen drei Briefe, zwei vom 22. und einer vom 25. | Juli antworte ich sofort, da ich fürchte, ich komme sonst nicht dazu, | denn in ca 14 Tagen soll’s fortgehen nach Turkistan. |

Ihre Nachrichten haben mich sehr interessiert, und ich gratu- |- liere zu den schönen Erwerbungen. Es ist sicher im Orient überall noch | viel zu finden, und auch ich hoffe manche gute Erwerbung zu machen. | Leider fehlt mir Ihr Brief vom 21., auf den Sie Bezug nehmen. Er muss | verloren gegangen sein. So weiss ich nichts von Jusuf Efendi28 und nichts | Näheres von den Baba-Kurden. Dass Sie von den gekauften Sachen in der | ersten halben Stunde nichts verstanden, darf Sie nicht murlos machen. | Neulich las ich mit unserm besten Iranisten das Stück in Luri (?)-| Sprache, von dem ich Ihnen einen Teil schicke (aus dem, | gedruckt Kospoli) und auch er verstand nur wenig davon. Viel- | -leicht können Sie etwas über den Text sagen: in welche Gegend mag er | gehören? – Die griechische Inschrift übersetze ich: O Gott, dich prei- | -sen wir, du bist im Rate der Heiligen gross und fürchterlich für alle | ringsum. |

Nun noch eine Bitte: ich war auf Lisan elhal29 (des Chalil | Serkis) abonniert, liess es mir aber von etwa Mitte 1899 ab nicht mehr | schicken, sondern wollte die für mich deponierten Nummern auf ein Mal | kommen lassen. Nun reklamiert Chalil Serkis 2 L. Stlg als Abonnement ||

verso

von 15. März 1899 bis 15. März 1902. 1901, und ich bin bereit, ihm die | 50 Francs zu zahlen, obwohl ich unter uns glaube, er hat das Abonnement | für 1899-1900 bekommen. Ich muss aber die Gewissheit haben, dass er | alle Nummern von dem Tag ab, wo er aufgehört hat, die Zeitung für mich | zu expedieren, bis zum 15. März 1901 aufbewahrt hat. Sobald ich sein | Blatt bis zum 15. März 189 1901 vollständig in Händen habe, erhält er | sein Geld. Macht es Ihnen keine Mühe, oder ist Ihnen aller nicht drin- | -gende Verkehr mit den verschmitzten Beirutinern (Serkis ist mir bisher | immer anständig erschienen) nicht unangenehm, so haben Sie wohl die Gü- | -te bei Serkis nachzufragen, ob er alle rückständigen Nummern für | mich aufbewahrt hat, und ihm zu sagen, er solle sie mir schicken. Mei- | -ne Reise verzögert die Erledigung in nichts, denn mein Schwager Dr. | Harder besorgt alles für mich. Schreiben Sie gleich, so bitte hierher, | sonst vom 1. September ab nach Taschkent (Russisch Turkistan) poste | restante, wo ich zwischen 5. und 15. September einzutreffen hoffe. ||

Dokument 2

Sign.: Yi 116 I L 65

Postkarte A. v. Le Coqs an Martin Hartmann.

recto: 10 Z.n.

verso: 17 Z.n.

recto

/zwei Poststempel: 1. „Hermsdorf Mark 25.08.04 [...]“ u. 2. „Muenchen 24. Aug b1 – 2N“/

[dr.] Bayern – Baviere |

Postkarte |

Weltpostverein |

Carte postale |

Union postale universelle |

[hs.] Hochwohlgeboren |

Herrn Professor Dr. Martin Hartmann |

zu |

Hermsdorf |

in der Mark ||

verso

[hs.] 16/4/03 |

Hochgeehrter Herr Professor |

Soeben constituirt sich | eine Zusammenkunft die heute Abend | in der Societa cooperativa di Milano | stattfinden soll. Es kommen Herr Dr | Müller, Dr Frankfurter30 von Siam |[...], wir würden uns sehr | freuen[,] wenn Sie auch kom- | -men könnten. |

Mit ergebenstem Gruss. |

Ihr |

A. v. Lecoq |

Taubenstrasse |

zwischen Friedrich- |

und Charlottenstr. |

Ch[.] 687 (?) ||

/im unteren rechten Bereich findet sich der Vermerk: „ م لاسلاوFWK Müller 密勒尔持“/

Dokument 3

Sign.: Yi 116 I L 66

Entwurf eines Briefes von Martin Hartmann an A. v. Le Coq. In der

Blattmitte horizontal gefaltet.

recto: 11 Z.n.

verso: vacant.

recto

[ms.] Charlottenburg d. 5. Oktober 1903. |

Schillerstrasse 7. |

[hs.] Kurd Nr 77231 |

[ms.] Sehr geehrter Herr von Lecoq! |

Anbei der erste Satz meiner Einführung zum kurdischen Diwan.32 Ich | xhoffe, Sie sind im wesentlichen damit einverstanden. Sollten Sie Ver- | -besserungen oder Nachträge zu machen haben, so werde ich für Mitteilung | verbunden sein. Wenn ich recht verstanden, bildet das nubar einen Teil | Ihrer kurdischen Texte, und wenn Ihnen die Erwähnung nicht unangenehm | ist, do bitte ich freundlichst den Titel Ihrs Buches auf Seite 1 aus- | -zufüllen. Passt es Ihnen, wenn ich mir die Korrektur Donnerstag Nach- | -mittag abhole? ||

Dokument 4

Sign.: Yi 116 I G 311

Entwurf eines Briefes von Martin Hartmann an Albert Grünwedel. In der Blattmitte horizontal gefaltet.

recto: 25 Z.n.

verso: vacant.

recto

[ms.] Charlottenburg d. 28. November 1903. |

Schillerstrasse 7. |

[hs.] Zu Heft Buddh[.] – Turk[.] Ms[.] |

No 4!33 |

Sehr egehrter Herr Doktor! |

Anbei ein Versuch den Inhalt von Seite 30,6 bis 46,18 über- |- sichtlich darzustellen. Es ist das das Stück, das ich bis jetzt | am genauesten durchgearbeitet habe. Es war mir ein Bedürfnis, | mir selbst einmal über die Gliederung klar zu werden, und ich den- | -ke, diese Paragraphierung wird Ihnen vielleicht die Auffindung der | Teile im Kangur34 erleichtern. |

Natürlich ist vieles problematisch. Aber il faut commencer | par le commencement. Mit der Zeit wird wohl alles sicherer. |

Ich lege jetzt das Manuskript beiseite und warte, bis Sie | mir die Zeit zur erneuten Konferenz bestimmen. In der nächsten | Woche bin ich Mittwoch und Sonnabend frei. |

Mit den besten Grüssen |

[hs.] Ihr MH

/die nachstehenden sieben Z.n wurden von M. Hartmann auf dem unteren Seitenrand notiert:/

Das Hauptproblem wird sein: stammen die indischen | Formeln aus d[em] Original-Text [...], oder besser | unser Text T der [...] Verkürzung | des [...]-Textes? Es wird das erstere der Fall | sein. Was ich nicht verstehe, [...] die Tocharer | aus vaǧra: རྡོ་རྗེ། dórġe | unser Text hat aber | ᠪᠠᠵᠷ! ||

Dokument 5

Sign.: Yi 116 I G 312

Brief von Albert Grünwedel an M. Hartmann. In der Blattmitte horizontal gefaltet.

recto: 14 Z.n.

verso: vacant.

recto

/als „Briefkopf“ ein Prägestempel mit der Aufschrift „Königliche Museen Berlin“/

[hs.] Berlin, 9. Januar 1904. |

Hochverehrter Herr Professor! |

Da ich in den nächsten Tagen die Turfan-Sammlung | der Sachverständigen-Kommission vorlegen muss, | bitte ich Sie dringend, das Ihnen von Herrn | Lecoq übergebene uigurische Manuscript – nicht | aber das moderne Schriftstück, welches das | Abschiedsgedicht auf mich enthält – so bald als | möglich wieder zu bringen. Ich muss es den | Herren mit vorlegen. |

Mit der vorzüglichsten |

Hochachtung |

Ihr ergebener |

Albert Grünwedel. ||

Abb. 1: Brief A. Grünwedels an M. Hartmann.

Dokument 6

Sign.: Yi 116 I L 67

Brief A. v. Le Coqs an Martin Hartmann. Ein Blatt zu vier Seiten gefaltet mit einer weiteren horizontalen Knickfalte.

Seite 1: 20 Z.n.

Seite 2: 22 Z.n.

Seite 3: 14 Z.n.

Seite 4: vacant.

Seite 1

/im oberen Bereich die Notizen „Turkistan No. 3352“ u. „Eing. 8/2/04“35/

[hs.] Oriental Institute |

Woking 6/2/04 |

Lieber Herr Professor |

Der Ankauf der Graeco- | -buddhistischen Sculpturen | des Dr Leitner36 resp. die Ver- | -packung etc. hat mich bis | heute hier festgehalten + | ich werde kaum vor Montag | Woking verlassen können. |

Frau Dr Leitner hat | eine wundervolle Sammlung | von MS, von denen ich mir | erlaube Ihnen einen Cata- | -log zu senden (Die Turki | MS sind bereits alle an die | Bibliothèque nationale ver- | -kauft, No 5 zu £ 25.-.-) |

Sie bat mich ihr die | zu verlangenden Preise für ||

Seite 2

einige MS.[,] die Prof. Mentel (?)| in Genf zu kaufen wünscht[,] | anzugeben + ich wäre Ihnen | sehr dankbar, wenn Sie | die Güte haben wollten | die Dame direct, oder mir | c/o Holborn Viaduct Hotel | London, schreiben zu wollen | ob Sie die angesetzten Preise | für etwa angemessen erachten. |

No 12 ist reparirt, aber sonst | ein sehr schönes MS.; No 7 | in prächtigem Kaschmir papier | maché-lack Band, in grosser | herrlicher Nasah Schrift, folio. |

No 72 sehr interessant. |

Ein Koran, ziemlich | wurmstichig, nicht sehr...

Erscheint lt. Verlag 15.9.2025
Sprache deutsch
ISBN-10 3-6951-8022-6 / 3695180226
ISBN-13 978-3-6951-8022-6 / 9783695180226
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)
Größe: 1,9 MB

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.