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Atash, Durst nach Leben, DVD-Video

97 Min.

Tawfik Abu Wael (Autor)

2007
absolut (Hersteller)
402-130888838-7 (EAN)
CHF 24,95 inkl. MwSt
zur Neuauflage
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Die palästinensische Familie Shukri lebt in einer verlassenen Betonsiedlung. Schuld an ihrer Isolation ist der »sexuelle Fehltritt« der inzwischen fast 30-jährigen Tochter Gamila, den diese vor zehn Jahren beging. Über das Geschehene wird nicht gesprochen, trotzdem lastet Gamilas Schuld auf der gesamtenFamilie...Von großer stilistischer Klarheit, poetisch, ruhig! (Neues Deutschland)

Der erste palästinensische Film, der nicht den israelisch-palästinensischen Konflikt zum Thema hat, sondern die Strukturen innerhalb der traditionellen palästinensischen Familie. Landschaftsaufnahmen von poetischer Weite kontrastiert Regisseur Tawfik Abu Wael mit der klaustrophobischen Enge der Familie und erinnert bisweilen an Vorbilder von Bertolucci bis Bergmann. (Kino.de)

In kargen, wohldurchdachten Bildern und mit beeindruckenden Darstellern fokussiert der israelische Palästinenser Tawfik Abu Wael in seinem preisgekrönten Spielfilmdebüt (u.a. FIPRESCI-Award 2004) eine wuchtige arabische Filmsaga vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts, ohne diesen jedoch explizit in Szene zu setzen. (Blickpunkt Film)
Eine Familie lebt im Nirgendwo, nicht weit vom Dorf. Vater und Sohn verkaufen die Kohle, die die Familie produziert, ins Dorf, Mutter und Töchter verlassen den Ort nie. Ihr Geheimnis schweißt die Familie zusammen und zerstört sie zugleich. Gamila, die Tochter, hat die Familie ruiniert. Nach den gesellschaftlichen Regeln der patriarchalen ländlichen Gesellschaft, in der sie lebt, hängt die Ehre der Familie vom Verhalten der Tochter ab: Sie muss sich den Regeln dieser Gesellschaft unterordnen. Ihr Vater; hin- und hergerissen zwischen der gesellschaftlich-moralischen Pflicht sie zu töten und seiner Liebe zu ihr erfindet einen dritten Weg: Er zieht mit der Familie ins Nirgendwo. Während der Vater eine Wasserleitung baut, die er vor einer mysteriösen Gefahr verteidigt, entwickelt seine Familie Durst nach Wasser, Essen, Freiheit, Sex, Erotik, Liebe, Begierde ... Durst nach Leben. Für ein westliches Publikum ist der Vater zunächst eine engstirnige und brutale Figur, die erst nach und nach ihre Dimensionen entfaltet. Für das arabische Publikum erschließt sich die Vielschichtigkeit der Rolle des Vaters sofort. ATASH lebt von der Spannung zwischen wundervollen Bildern und gewalttätigen Beziehungen, Klaustrophobie und der Weite von Cinemascope, Ausweglosigkeit und Freiheit. Vom Lärm des Schweigens. Regisseur Tawfik Abu Wael über ATASH (Durst): »Durst nach Freiheit, Befreiung, Liebe und Erotik. Durst nach Ästhetik, Klassik, Sophokles, Shakespeare und Dostojewski. Durst nach der kinematographischen Poesie von Bertolucci, Bergman & Tarkowski. Durst nach einem neuen Bewusstsein