Die schwarzen Steine Glänzen
Irland, Reiseskizzen
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Authentisches aus mehreren Irlandreisen. Der Besuch einer mystischen Klosteranlage aus dem
5. bis 12. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, auf der Spitze der nur 80 Meter aus dem tosenden Atlantik ragenden Felsinsel Skellig Michael – eines der letzten großen Abenteuer in Europa.
Pubatmosphäre mit Irish folk live. Ungewöhnliche Geschehnisse, Begegnungen – Engel on the road. Made in Ireland. "Bed and breakfast""Die Mönchsinsel""Kein guter Tag""More Guinness""Ein besonderes Mädchen""So, wie jemand es tut, wenn er friert".
(...) Ich beruhige mich mit einem Schokoriegel. Ich bin nun völlig eingehüllt in den dichten Nebel. Mein Ehrgeiz zieht mich weiter. Ich schalte ab, schaue nur noch vor mich auf die Stufen. Nun habe ich eine Anhöhe erreicht. Der Wind bläst mir von der anderen Seite entgegen. Ich denke an den Text im Reiseführer: "Eines der letzten Abenteuer in Europa...". Ich habe das Bedürfnis zu kriechen, mich an die Stufen zu klammern. Der Wind zerrt an mir. Er kommt von allen Seiten.
Ich glaube, ich schaffe das nicht. Ich schaue vorsichtig gebückt über die oberste Stufe eines Absatzes. Vor mir nur noch grauer Nebel, nur noch "Nichts". Ich ahne die Höhe, höre tief unten das Grollen der Brandung und spüre die Urgewalt des Meeres bebend unter meinen Füßen.
Das Wasser ist nicht mehr zu sehen. Ich erkenne einen schmalen Pfad, nur einige Fuß breit,
entlang einer steil aufragenden Felswand. Rechts davon nichts, einfach nichts. Der Wind ist jetzt so stark, dass ich glaube, er bläst mich hinunter, wenn ich mich erhebe. Ich bleibe auf der
drittletzten Stufe sitzen. Ich kann nicht weiter.
(...) Sie ist etwa fünfundreißig und genau mein Typ. Eine Vision am Abend oder Wirklichkeit?
Es liegt an mir, dies herauszufinden. Sie bleibt stehen, studiert die Speisekarte eines Restaurants. Na also, denke ich, das passt, das hatte ich auch vor. Ich bleibe ebenfalls stehen, studiere die gleiche Karte. Ich bin jetzt ganz dicht hinter ihr, habe ja ein Alibi dafür – die Speisekarte. Das gelockte Haar nur wenige Zentimeter von meinem Kopf entfernt. Ich atme ihren Duft, kein Parfüm – sie. Dieses Profil..., diese Haare..., der schlanke Hals..., die Schultern... Ich kann mich kaum mehr zurückhalten.
(...) Kurz vor Mitternacht möchte ich noch ein Guinness. Ich wundere mich. Der Chef steht locker vor der Theke, selbst ein Glas in der Hand. "Sorry", er lächelt und schüttelt den Kopf, zeigt auf die Uhr. Es ist zu spät. Ich habe die Sperrstunde verpasst. Naja, ich kann auch so genießen. Etwa eine halbe Stunde später werden noch einmal die Gläser gefüllt, so auch meins. Der Wirt ist gut drauf. War ein guter Abend, auch für ihn. Um eins verabschiede ich mich. Der Wirt ist dankbar für jeden, der freiwillig geht. Er schließt mir auf mit einem dicken "Thanks". Ich war ein guter Gast.
(...) Dazu dieser besondere Abend an der Nordküste. Eine Landschaft, so groß und rein, wie ich noch keine gesehen hatte. Jungfräulich kam sie mir vor. Immer wieder haben wir angehalten, im Gras gesessen, hoch über der schäumenden Brandung – und geschwärmt. Ja, das konnte Isabell mindestens ebenso gut wie ich. Wenn wir schwiegen, dann nur, um uns mit allen unseren Sinnen dem hinzugeben, was uns umgab. Dann schwirrten unsere Gedanken mit dem Schwarm der
großen weißen Möven, die sich vom blauen Glitzergleiß des Meeres, getragen von einer
frischen Brise, hinaufschwangen zu der in sanftem Bogen zum Klippenrand abfallenden grünen Wiese, auf der wir saßen, um über unseren Köpfen laut kreischend Runden zu drehen.
(...) Die Frau starrt vor sich hin. Sie sitzt auf der Holzbank wie versteinert, den Kragen der
Windjacke hochgeschlagen, den Kopf darin versenkt, die Arme fest an den Körper gepresst,
die Hände tief in den Taschen... Der Musikant beginnt auf seiner Gitarre zu spielen.
Er singt dazu. Ich spüre, er gibt sein Bestes. Ich gehe nach dem zweiten Song. ...
Mehr Info: www.wimmer-autor.de
5. bis 12. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, auf der Spitze der nur 80 Meter aus dem tosenden Atlantik ragenden Felsinsel Skellig Michael – eines der letzten großen Abenteuer in Europa.
Pubatmosphäre mit Irish folk live. Ungewöhnliche Geschehnisse, Begegnungen – Engel on the road. Made in Ireland. "Bed and breakfast""Die Mönchsinsel""Kein guter Tag""More Guinness""Ein besonderes Mädchen""So, wie jemand es tut, wenn er friert".
(...) Ich beruhige mich mit einem Schokoriegel. Ich bin nun völlig eingehüllt in den dichten Nebel. Mein Ehrgeiz zieht mich weiter. Ich schalte ab, schaue nur noch vor mich auf die Stufen. Nun habe ich eine Anhöhe erreicht. Der Wind bläst mir von der anderen Seite entgegen. Ich denke an den Text im Reiseführer: "Eines der letzten Abenteuer in Europa...". Ich habe das Bedürfnis zu kriechen, mich an die Stufen zu klammern. Der Wind zerrt an mir. Er kommt von allen Seiten.
Ich glaube, ich schaffe das nicht. Ich schaue vorsichtig gebückt über die oberste Stufe eines Absatzes. Vor mir nur noch grauer Nebel, nur noch "Nichts". Ich ahne die Höhe, höre tief unten das Grollen der Brandung und spüre die Urgewalt des Meeres bebend unter meinen Füßen.
Das Wasser ist nicht mehr zu sehen. Ich erkenne einen schmalen Pfad, nur einige Fuß breit,
entlang einer steil aufragenden Felswand. Rechts davon nichts, einfach nichts. Der Wind ist jetzt so stark, dass ich glaube, er bläst mich hinunter, wenn ich mich erhebe. Ich bleibe auf der
drittletzten Stufe sitzen. Ich kann nicht weiter.
(...) Sie ist etwa fünfundreißig und genau mein Typ. Eine Vision am Abend oder Wirklichkeit?
Es liegt an mir, dies herauszufinden. Sie bleibt stehen, studiert die Speisekarte eines Restaurants. Na also, denke ich, das passt, das hatte ich auch vor. Ich bleibe ebenfalls stehen, studiere die gleiche Karte. Ich bin jetzt ganz dicht hinter ihr, habe ja ein Alibi dafür – die Speisekarte. Das gelockte Haar nur wenige Zentimeter von meinem Kopf entfernt. Ich atme ihren Duft, kein Parfüm – sie. Dieses Profil..., diese Haare..., der schlanke Hals..., die Schultern... Ich kann mich kaum mehr zurückhalten.
(...) Kurz vor Mitternacht möchte ich noch ein Guinness. Ich wundere mich. Der Chef steht locker vor der Theke, selbst ein Glas in der Hand. "Sorry", er lächelt und schüttelt den Kopf, zeigt auf die Uhr. Es ist zu spät. Ich habe die Sperrstunde verpasst. Naja, ich kann auch so genießen. Etwa eine halbe Stunde später werden noch einmal die Gläser gefüllt, so auch meins. Der Wirt ist gut drauf. War ein guter Abend, auch für ihn. Um eins verabschiede ich mich. Der Wirt ist dankbar für jeden, der freiwillig geht. Er schließt mir auf mit einem dicken "Thanks". Ich war ein guter Gast.
(...) Dazu dieser besondere Abend an der Nordküste. Eine Landschaft, so groß und rein, wie ich noch keine gesehen hatte. Jungfräulich kam sie mir vor. Immer wieder haben wir angehalten, im Gras gesessen, hoch über der schäumenden Brandung – und geschwärmt. Ja, das konnte Isabell mindestens ebenso gut wie ich. Wenn wir schwiegen, dann nur, um uns mit allen unseren Sinnen dem hinzugeben, was uns umgab. Dann schwirrten unsere Gedanken mit dem Schwarm der
großen weißen Möven, die sich vom blauen Glitzergleiß des Meeres, getragen von einer
frischen Brise, hinaufschwangen zu der in sanftem Bogen zum Klippenrand abfallenden grünen Wiese, auf der wir saßen, um über unseren Köpfen laut kreischend Runden zu drehen.
(...) Die Frau starrt vor sich hin. Sie sitzt auf der Holzbank wie versteinert, den Kragen der
Windjacke hochgeschlagen, den Kopf darin versenkt, die Arme fest an den Körper gepresst,
die Hände tief in den Taschen... Der Musikant beginnt auf seiner Gitarre zu spielen.
Er singt dazu. Ich spüre, er gibt sein Bestes. Ich gehe nach dem zweiten Song. ...
Mehr Info: www.wimmer-autor.de
| Maße | 110 x 180 mm |
|---|---|
| Gewicht | 128 g |
| Einbandart | gebunden |
| Schlagworte | Irland /Reisebeschreibungen |
| ISBN-10 | 3-932533-01-1 / 3932533011 |
| ISBN-13 | 978-3-932533-01-3 / 9783932533013 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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