Von der »Kultur« zur »Rasse« – vom Objekt zum Körper?
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Wie verlaufen die Argumentationsmuster in Völkerkundemuseen und den Wissenschaften der Völkerkunde sowie der Anthropologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts? Das Buch versucht, dieser Frage an zwei Fallbeispielen nachzugehen, indem der theoretische Diskurs der Sammlungs-, Ausstellungs-, Lehr- und Forschungspraxis gegenübergestellt wird.
Der identifizierte Wandel von einem "Kultur"- hin zu einem "Rasse"-Begriff sowie der Perspektivenwechsel von Objekten hin zu Körpern wird dabei in einem breiten kolonialen Kontext interpretiert - über ein tradiertes Epochenverständnis hinaus. Dadurch werden Kontinuitäten und Brüche präziser erkennbar als bislang üblich.
Anja Laukötter (Prof. Dr.) lehrt Kulturgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
"Die Untersuchung leistet vor allem einen Beitrag zur historischen Aufarbeitung der eigenen Wissenschaftsdisziplin, und damit sind nicht nur Historiker, sondern auch Volkskundler und Ethnologen angesprochen. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der interdisziplinäre Ansatz überzeugt und die Studie ein Gewinn für die kulturwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft ist." Fabian Schwanzar, Rheinisch-westfälische Zeitschrift für Volkskunde, 54 (2009) Besprochen in: EAZ, 4 (2007), Ulrich van der Heyden www.freiburg-postkolonial.de, 8 (2008), Christoph Seidler
»Anja Laukötters akribisch recherchierte und gut lesbare Studie füllt [...] nicht nur für Wissenschaftshistoriker eine Forschungs- und für an der eigenen Fachgeschichte interessierte Ethnologen eine Wissenslücke. Das Ringen der beiden Protagonisten erzählt nicht nur eine Geschichte über die Konjunkturen völkerkundlicher Deutungsangebote, sondern lässt ebenso das Ausmaß an Verunsicherung und notwendiger Selbstvergewisserung erkennen, das die Weltkriegsniederlage und der Verlust der Kolonien in den Kreisen der deutschen akademischen Elite hervorgerufen haben.«
»[Das] vorliegende Forschungsergebnis [ist] beeindruckend genug und macht den Fortschritt in unserem Wissen über zwei führende Völkerkundemuseen zur Hochzeit des Kolonialismus deutlich.«
»Die Untersuchung leistet vor allem einen Beitrag zur historischen Aufarbeitung der eigenen Wissenschaftsdisziplin, und damit sind nicht nur Historiker, sondern auch Volkskundler und Ethnologen angesprochen.Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der interdisziplinäre Ansatz überzeugt und die Studie ein Gewinn für die kulturwissenschaftlich orientierte Geschichtswissenschaft ist.«
Besprochen in:EAZ, 4 (2007), Ulrich van der Heyden www.freiburg-postkolonial.de, 8 (2008), Christoph Seidler
| Erscheint lt. Verlag | 27.10.2007 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Science Studies |
| Verlagsort | Bielefeld |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 225 mm |
| Gewicht | 540 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Hilfswissenschaften |
| Naturwissenschaften | |
| Sozialwissenschaften ► Ethnologie | |
| Schlagworte | Anthropologie • Anthropometrie • Cultural History • Ethnologie • Ethnology • Geschichtswissenschaft • History • History of Science • Kulturgeschichte • museology • Museum • Museumswissenschaft • Racism • Rassismus • Repräsentationen • Sammlungsgeschichte • Science • Völkerkundemuseum • Wissenschaft • Wissenschaftsgeschichte |
| ISBN-10 | 3-89942-792-0 / 3899427920 |
| ISBN-13 | 978-3-89942-792-9 / 9783899427929 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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