Biologie für Mediziner für Dummies (eBook)
566 Seiten
Wiley-VCH (Verlag)
978-3-527-83624-6 (ISBN)
Was die Menschenwelt im Innersten zusammenhält - und darüber hinaus
Die Biologieveranstaltung steht an und Sie sind noch auf der Suche nach begleitender Lektüre? Dann ist dieses Buch das richtige für Sie. Der Autor beginnt im Kleinen und erklärt Ihnen den Aufbau einer eukaryotischen Zelle, den Zellzyklus, den Zelltod und die Zellkommunikation. Danach erläutert er die Grundlagen von Genetik und Humangenetik und führt Sie in die medizinische Mikrobiologie sowie die Parasitologie ein. Dabei orientiert er sich am Gegenstandskatalog des IMPP, ohne sich in ein starres Korsett zwängen zu lassen. So ist dieses Buch Ihr freundlicher, lehrreicher Begleiter durch ein spannendes Fach.
Sie erfahren
- Wie Struktur und Funktion von Zellen zusammenhängen
- Was es mit den Organellen auf sich hat
- Was hinter Mutationen steckt
- Was es über Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten zu wissen gibt
Prof. Ralph Lucius studierte Biologie und Medizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Dort lehrt er seit über 30 Jahren am Anatomischen Institut unter anderem Biologie für Mediziner.
Biologie für Mediziner für Dummies
Schummelseite
AUFBAU DER ZELLE
| Zellorganell/Zellstruktur | Aufbau | Aufgaben | Spezielles |
|---|
| Zellkern | Doppelmembran mit Kernporen und Kernlamina, Erbsubstanz DNA in Form des Chromatins/der Chromosomen Nukleolus | Träger der Erbsubstanz, »Kommandozentrale« Aufbau der Ribosomen, »Ribosomenfabrik« | Kernim- und -export (»Importine, Exportine«) |
| Endoplasmatisches Retikulum (ER) Raues ER Glattes ER | Netzförmiges System membranumhüllter Schläuche, Röhren und Säckchen An der Außenseite mit Ribosomen Keine Ribosomen | Transportsystem für Proteine und andere Stoffe in der Zelle, Bildungsort neuer Membranteile Proteinbiosynthese und -faltung, überwiegend Proteine für die »Exportindustrie« Lipid-, Steroidsynthese | Sonderform: sarkoplasmatisches Retikulum in der Muskulatur (Kalziumspeicher) |
| Golgi-Apparat | Stapel flacher, membranumgrenzter Reaktionsräume (Dictyosomen), in der Peripherie Golgi-Vesikel | Zentrale Verteilerstation (Sortierung, Verpackung und Modifizierung von Proteinen), Abgabe in Golgi-Vesikeln | Aufnahme (Cis-)Seite und Abgabe (Trans-)Seite, Mannose-6-Phosphat-Markierung für lysosomale Proteine |
| Mitochondrien | Doppelmembran: Innere und äußere Membran, dazwischen intermembranöser Raum, innen Matrixraum | »Kraftwerke« der Zelle, u. a. ATP-Synthese | Endosymbionten-theorie, Porine in der äußeren Membran, eigene DNA (mtDNA)!, teilungsfähig |
| Lysosomen | Membranumgrenzte, unregelmäßig geformte Vesikel mit Verdauungsenzymen (»Saure Hydrolasen«) | Abbau von aufgenommenen Biomolekülen, Abbau von zelleigenen Bestandteilen (Autophagie) | pH von 4,5 - 5 im Inneren, Lysosomale Speichererkrankungen bei Enzymdefekten, Telolysosomen |
| Peroxisomen | Meist rundlich-kugelige, membranumgrenzte kleine Organellen | Abbau zellulärer Metabolite (z.B. Fettsäuren, Ethanol) durch Oxidasen und Katalasen | Leitenzym: Katalase Besonders zahlreich in Leberzellen |
| Zytoskelett: Mikrofilamente Intermediärfila-mente Mikrotubuli | Dreidimensionales Netzwerk aus Proteinfilamenten oder Röhren | Stabilisierung der Zellform, Zellbewegung (Aktin), Transportschienen für Organellen und Aufbau der Mitosespindel (Mikrotubuli) | Tumordiagnostik (Intermediärfilamente) Zellteilungsgifte |
| Ribosomen | Ohne Membran, aus zwei Untereinheiten aus RNA und Proteinen, an das rER perlschnurartig gebunden als Polyribosomen Als freie Ribosomen in kleinen Gruppen im Zytoplasma | Proteinbiosynthese am rER überwiegend für den Export Synthese zelleigener Proteine | Eukaryoten: 80S-Ribobomen (aus 60S + 40S Untereinheiten) Prokaryoten: 70S-Ribosomen (aus 50S + 30S Untereinheiten) |
| Plasma-, Zellmembran | Phospholipid-Doppelschicht, darin eingelagert Proteine mit unterschiedlichen Funktionen, Cholesterin | Barriere (selektive Permeabilität, Abgrenzung zum Extrazellularraum), Ionenpumpen, Kanal- und Transportproteine, Rezeptorfunktion | »fluid mosaic model« Fusionsmöglichkeiten (Endo-, Exozytose) |
| Zytoplasma | Besteht zu 80 – 85 % aus Wasser, zu 10 – 15 % aus Proteinen, zu 2 – 4 % aus Lipiden, wenig Kohlenhydraten (ca. 1 %), etwas DNA (0,4 %), RNA 0,7 % sowie kleinen organischen und anorganischen Molekülen | Grundsubstanz der Zelle, Reaktionsraum für verschiedene Stoffwechselprozesse, Transportfunktion | pH-Wert ca. 7,4 Konsistenz wechselnd zwischen Gel- und Sol-Zustand |
MIKROBIOLOGIE
Tabellarische Zusammenfassung der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Mikroorganismen (ohne Parasiten)
| Merkmal/Eigenschaft | Viren | Bakterien | Pilze | Spezielles |
|---|
| Größe | 20 – 150, selten bis 400 nm | Meist 1 – 10 μm | Einzellige Hefen 5 – 10 μm, Schimmelpilze u. a. bis zu einigen Zentimetern | Viren lichtmikroskopisch nicht erkennbar |
| Genom | DNA oder RNA | DNA (meist zirkulär), Plasmide | DNA |
| Besitz von Zellorganellen | nein | nein | Ja (Eukaryoten!) |
| Vermehrung | Innerhalb einer Wirtszelle (obligat intrazellulär) | Durch Zweiteilung | Überwiegend ungeschlechtlich über Sporen, durch Sprossung, selten geschlechtlich |
| Zellhülle/Abgrenzung | Manchmal Lipidhülle, Proteinhülle als Kapsid | Zellwand (Mureinsacculus aus Proteoglycanen) | Zellwand aus Cellulose, Chitin, Glucanen u. a. | Bakterien ohne Zellwand: Mykoplasmen, Ureoplasmen |
| Zellkern | nein | Kernäquivalent Nukleoid | Ja |
| Ribosomen | nein | 70S | 80S (Eukaryoten) |
| Organisationsform | subzellulär | Einzeller | Ein- und Vielzeller |
EINTEILUNG NACH DEM GRAM-FÄRBEVERHALTEN UND DER BAKTERIENFORM
| Gram + | Gram – |
|---|
| Kokken | Stäbchen | Diplokokken | Stäbchen |
| Staphylokokken, Katalase + | Clostridien | Neisseria | Enterobakterien (E. coli, Klebsiellen, Salmonellen, Shigellen, Yersinien u. a.) |
| Streptokokken, Katalase - | Listerien | Kokkoide Stäbchen (Pasteurellen, Haemophilus, Brucellen, Bordetellen) |
| Corynebakterien | Weitere Stäbchen (Vibrionen, Helicobacter, Pseudomonaden, Campylobacter u. a.) |
| Bacillus |
| Actinomyces |
| Nocardia |
ATYPISCHES GRAM-FÄRBEVERHALTEN:
Intrazellulär: Rickettsien, Chlamydien
Spirochäten: Treponema, Borrelien, Leptospira
Zellwandlose Bakterien: Mykoplasmen
PARASITOLOGIE
Parasitische Protozoen (einzellige Parasiten)
| Merkmal | Besonderheiten |
|---|
| Größe | 1 – 150 μm |
| Genom | DNA, weil Eukaryota |
| Organellen | Vorhanden | Teilweise spezielle Organellen, die anderen Eukaryoten fehlen, aber auch sekundärer Verlust von Organellen |
| Ernährung | Heterotroph (Aufnahme von Nährstoffen durch die Zellmembran) |
| Lebensform | Frei lebend, im Blut, im Gewebe, intrazellulär | Dauerstadien (Zysten, Oozysten) |
| Infektionswege | Vielfältig: über kontaminierte Nahrung/Wasser, Insektenstiche, Geschlechtsverkehr | Circa 40 Arten sind humanpathogen (z. B. Malaria, Chagas-Krankheit, Toxoplasmose, Schlafkrankheit, Amöbenruhr) |
| Diagnose | Mikroskopisch durch Blut-, Stuhl-, Vaginalsekret oder Gewebeuntersuchung (Giemsa-Färbung) Immunologische und molekulargenetische Untersuchungen | Schnell, günstig Aufwendig und teuer |
| Therapie Prävention | Häufig Metronidazol oder Tinidazol Hygiene,... |
| Erscheint lt. Verlag | 19.2.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Für Dummies |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie |
| Naturwissenschaften ► Biologie | |
| Schlagworte | Bakteriologie • Biowissenschaften • Humanbiologie • IMPP • Klinische Mikrobiologie • Lehrbuch • Medizin • Medizinische Mikrobiologie • Medizinstudium • Mikrobiologie • Parasitologie • Physikum • Virologie • Zellbiologie |
| ISBN-10 | 3-527-83624-1 / 3527836241 |
| ISBN-13 | 978-3-527-83624-6 / 9783527836246 |
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