Tulpen-Kultur in Vergangenheit und Gegenwart
e-enterprise (Verlag)
978-3-945059-04-3 (ISBN)
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Es erzählt auch, dass nicht alle Blütenträume wahr werden. Insbesondere geht es auf einen europäischen 5-jährigen Versuch zum Auswildern von Tulpen ein. Es zeigt die Vielfalt der Tulpen, aber auch ihre Schwierigkeiten und Unberechenbarkeiten.
Dr. Heike Heklau ist Biologin und Dr. Volkmar Seyfang lehrte viele Jahre Freilandpflanzenkunde u.ä. Themen. Er betreute den o.g. Versuch in Deutschland. Beide sind große Tulpenliebhaber und haben nun ihr erstes gemeinsames Buch über die Tulpe verfasst.
Auch für Nicht-Tulpen-Liebhaber.
Über die Autoren Dr. Heike Heklau, geb. 1964, studierte von 1982-1987 in Berlin und Halle Biologie und promovierte 1990 in Halle über die Morphologie und Anatomie von ausgewählten Chenopodiaceae (Gänsefußgewächsen). Von 1989-2001 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Botanischen Garten der Universität Halle tätig und seit 2002 ist sie in gleicher Funktion am Institutsbereich Geobotanik der Universität Halle. Prof. Dr. Volkmar Seyfang studierte 1967-1973 Landespflege (heute Landschaftsarchitektur) an der Universität Hannover. Er arbeitete am Institut für Grünplanung und Landschaftsarchitektur der Ballungsräume an der Universität Hannover und wurde 1979 promoviert. Er arbeitete in verschiedenen Bereichen und Abteilungen der Landschaftsplanung in Hannover. 1984 wurde er zum Professor für Freilandpflanzenkunde und Pflanzenverwen- dung an die Gesamthochschule Paderborn, Abteilung Höxter (heute Hochschule OWL) berufen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Staudenverwendung im öffentlichen Grün, Dauerverhalten von Geophyten, Staudensichtung, Allergien u.v.a.m. Er baute den Botanischen Gartens Höxter auf.
Einleitung - Zur Botanik der Gattung Tulipa - Die ersten Tulpen in deutschen Gärten des 16. Jahrhunderts - Der Hortus Eystettensis - Der niederländische Tulpenwahn im 17. Jahrhundert - Tulpen im fünfjährigen Dauerversuch - Zuchttulpen - Wildarten - Ausblick - Literatur - Über die Autoren
Einleitung Nach trüben und kalten Wintertagen bezaubern uns die Tulpen u.a. Frühjahrsblüher mit ihren leuchtenden Blüten. Sie sind als Boten des Frühlings beliebt und geschätzt. Wen stört es da, dass diese in Gärtnereien vorgetrieben sind, quasi industriell hergestellt? Heike Heklau beschreibt ihre Geschichte, ihre botanischen Eigenschaften und ihr Verwilderungsverhalten. Sie geht auf 450 Jahre Tulpen-Kultur ein und hat manche vergessene Episode herausgefunden. Die ersten Tulpen hielten nachweislich im 16. Jahrhundert Einzug in deutsche Gärten. In den Niederlanden wurden Tulpenzwiebeln in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu Objekten von Spekulation und Geldwucher, so dass der Handel mit Tulpenzwiebeln vorübergehend zusammenbrach. Heute sind die Niederlande der weltweit stärkste Produzent von Tulpenzwiebeln, über 1200 Tulpensorten werden kultiviert. Das International Flower Bulb Centre (Internationale Blumenzwiebelzentrum) in Hillegom (Holland) hatte Zwiebeln und Knollen zur Verfügung gestellt, um das Dauerverhalten von verschiedenen Geophyten in Europa zu testen.
Zur Botanik der Gattung Tulipa Die Gattung Tulipa umfasst zwischen 100 [Mabberley, 2008] und 150 Arten [Heywood et al., 2007], die in Nordafrika, Mittel- und Zentralasien, im östlichen Mediterrangebiet (Ägäis, Türkei) und in Südosteuropa verbreitet sind. Häufig besiedeln Tulipa-Arten trockene, besonnte, felsige Standorte in den Hochgebirgen, u.a. im östlichen Balkangebirge, im Kaukasus, Pamir, Tienschan und Altai. Zudem sind die Tulipa-Arten in den Steppen Ost-Europas sowie in Steppen, Halbwüsten und Wüsten Mittelasiens verbreitet [Komarov, 1935]. In den Heimatgebieten der Tulipa-Arten, insbesondere in den Gebirgen, ist der Boden im Winter mit Schnee bedeckt. Der Frühling ist kurz und feucht, während Sommer und Herbst heiß und trocken sind. Die Tulipa-Arten gehören zu den Liliaceae (Liliengewächsen). Es handelt es sich um frühjahrsgrüne bis frühsommergrüne, mehrjährige Geophyten, die mit einer Zwiebel im Boden überdauern. Die Blüten bestehen aus einer einfachen, becherförmigen, relativ großen Blütenhülle (Perigon), die aus 3 inneren und 3 äußeren Blütenblättern, den Tepalen, aufgebaut ist. An der Basis jedes Blütenblattes befindet sich ein Nektarium (Nektardrüse), das zuckerhaltigen Saft abscheidet und damit Insekten als Bestäuber anlockt. Die sechs Staubblätter stehen ebenfalls in 2 Kreisen, 3 weiter innen sowie 3.
| Erscheint lt. Verlag | 10.3.2014 |
|---|---|
| Illustrationen | Sabine Bauer |
| Verlagsort | Leipzig |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 180 x 180 mm |
| Gewicht | 300 g |
| Einbandart | Paperback |
| Themenwelt | Naturwissenschaften ► Biologie ► Botanik |
| Schlagworte | dauerversuch • Kulturgeschichte • Tulpenkultur |
| ISBN-10 | 3-945059-04-6 / 3945059046 |
| ISBN-13 | 978-3-945059-04-3 / 9783945059043 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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