Vom Getreideacker zum Gewerbegebiet: Die Auswirkungen des Flächenverbrauchs auf die Landwirtschaft in Deutschland (eBook)
39 Seiten
Bachelor + Master Publishing (Verlag)
978-3-86341-503-7 (ISBN)
Christoph Reimers, geboren 1986, hat an der Universität Hohenheim Agrarwissenschaften studiert. Kombiniert mit seiner herkunftsbedingten landwirtschaftlichen Prägung und Erfahrung ist er somit firm in Theorie und Praxis. Zu der vorliegenden Abhandlung bewegte ihn seine Sensibilität für Umweltthemen und sein Interesse an der bäuerlichen Landwirtschaft.
Christoph Reimers, geboren 1986, hat an der Universität Hohenheim Agrarwissenschaften studiert. Kombiniert mit seiner herkunftsbedingten landwirtschaftlichen Prägung und Erfahrung ist er somit firm in Theorie und Praxis. Zu der vorliegenden Abhandlung bewegte ihn seine Sensibilität für Umweltthemen und sein Interesse an der bäuerlichen Landwirtschaft.
Vom Getreideacker zum Gewerbegebiet Die Auswirkungen des Flächenverbrauchs auf die Landwirtschaft in Deutschland 1
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 5
1 Einleitung und Grundlagen 7
1.1 Einleitung 7
1.2 Die Ressource Boden 7
1.3 Flächenverbrauch 8
2 Der Flächenverbrauch in Deutschland 9
2.1 Fläche nach Art der tatsächlichen Nutzung 9
2.2 Ursachen des Flächenverbrauchs 12
2.3 Symptome des Flächenverbrauchs 14
2.3.1 Direkter Flächenbedarf 14
2.3.2 Strukturelle Veränderungen 14
2.3.3 Indirekter Flächenbedarf 15
3 Auswirkungen des Flächenverbrauchs auf die Landwirtschaft 16
3.1 Die Landwirtschaft in Deutschland 16
3.2 Auswirkungen des direkten Flächenverbrauchs 17
3.3 Auswirkungen der strukturellen Veränderungen 20
3.4 Auswirkungen des indirekten Flächenbedarfs 21
3.5 Landwirtschaft in Verdichtungsräumen 23
4 Tendenzen und Lösungsansätze 26
4.1 Prognose des zukünftigen Flächenverbrauchs 26
4.2 Zukünftige Herausforderungen an die Landwirtschaft 27
4.3 Flächenhaushaltspolitik: Politische Zielsetzung und Reformvorschläge 30
5 Fazit 33
6 Literaturverzeichnis 35
Textprobe: Kapitel 3.3, Auswirkungen der strukturellen Veränderungen: Die Ausdehnung der Siedlungs- und Verkehrsfläche bewirkt einen Rückgang der Artenvielfalt im gesamten Naturhaushalt. Ein Ökosystem als Baustein des Naturhaushaltes zeichnet sich durch das Beziehungsgefüge der in ihm lebenden Organismen zu ihrer belebten und unbelebten Umwelt aus. Maßgeblich werden die Prozesse dabei durch die Diversität der Arten bestimmt. Da das Netz aus ökologischen Interaktionen in artenreichen Lebensräumen stärker verflochten ist, wirkt sich eine hohe Biodiversität positiv auf die Stabilität eines Ökosystems aus. Störungen können besser abgefangen und ausgeglichen werden. Ein hohes Artenreichtum ist daher ein entscheidendes Kriterium für ein natürliches Ökosystem in seiner Bestrebung nach dauerhaftem Bestehen. Agrarökosysteme sind stellen eine besondere Form des Ökosystems dar. Sie sind vom Menschen geformt und dienen der Produktion von Kulturpflanzen auf dafür geeigneten Standorten. Daher handelt es sich um ein Nutzökosystem, in das der Mensch eingreift, um den Ertrag für seine Zwecke zu maximieren. Im Gegensatz zu natürlichen Ökosystemen existieren Agrarökosysteme meist nur für eine bestimmte Dauer, bevor sie durch menschliche Eingriffe umgestaltet werden. Die diversitätsinduzierte Stabilität verliert in einem Agrarökosystem gegenüber eines natürlichen Ökosystems daher an Relevanz. Trotzdem muss ein Agrarökosystem in der Lage sein, sich den annährend jährlich ändernden Anbaubedingungen anzupassen. Eine ausreichend hohe Artenvielfalt ist daher unabdingbar. Das Agrarökosystem steht in vielfältigen Austauschprozessen mit seiner angrenzenden Umwelt. Es setzt sich neben den angebauten Kulturpflanzen weiterhin aus Wildpflanzen und -Tieren zusammen. Diese erfüllen eine Reihe wichtiger Funktionen wie die Stimulation von Wachstumsprozessen und das Bestäuben der Blütenstände. Zudem wirken Tiere und Insekten als Nützlinge einem unerwünscht hohen Schädlingsdruck entgegen. Entscheidend für die Biodiversität eines Agrarökosystems sind daher vor allem auch die Diversität und die Strukturen angrenzender Lebensräume. Eine allgemeine Abnahme der Biodiversität im Naturhaushalt kann sich über die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen den Ökosystemen auch auf die Biodiversität in Agrarökosystemen auswirken. Es ist jedoch zu beachten, dass der Artenrückgang durch die Landwirtschaft selbst stärker verursacht wird als durch die Ausdehnung der Siedlungs- und Verkehrsfläche. Traditionelle Formen der vorindustriellen Landwirtschaft waren eine wichtige Vorraussetzung für die Entstehung der diversen europäischen Kulturlandschaft. Der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablierte intensive Ackerbau führte unter dem gezielten Einsatz industrieller Produkte wie Mineraldünger, chemischem Pflanzenschutz und Agrartechnik bei gleichzeitiger Veränderung der Flur zu einem deutlichen Rückgang der Artenvielfalt im Naturhaushalt. Dennoch ist der Artenverlust durch den wachsenden Flächenverbrauch als ein Faktor im Wirkungsgefüge zu berücksichtigen. Wesentlich direkter und eindeutiger ist die Landwirtschaft durch die strukturellen Veränderungen und Erweiterungen des Wegenetzes betroffen. Fahrverbote für den landwirtschaftlichen Verkehr, Lastbeschränkungen oder Hindernisse zur Verkehrsberuhigung können dabei zu wirtschaftlichen Nachteilen für landwirtschaftliche Betriebe durch erschwerte Mobilität führen.
| Erscheint lt. Verlag | 1.7.2011 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Naturwissenschaften ► Biologie |
| Technik | |
| Weitere Fachgebiete ► Land- / Forstwirtschaft / Fischerei | |
| Schlagworte | Autobahn • Flächenmanagement • Flächennutzung • Flächenverbrauch • Gewerbegebiet • Landwirtschaft • Siedlung |
| ISBN-10 | 3-86341-503-5 / 3863415035 |
| ISBN-13 | 978-3-86341-503-7 / 9783863415037 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
Größe: 1,1 MB
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: PDF (Portable Document Format)
Mit einem festen Seitenlayout eignet sich die PDF besonders für Fachbücher mit Spalten, Tabellen und Abbildungen. Eine PDF kann auf fast allen Geräten angezeigt werden, ist aber für kleine Displays (Smartphone, eReader) nur eingeschränkt geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. den Adobe Reader oder Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. die kostenlose Adobe Digital Editions-App.
Zusätzliches Feature: Online Lesen
Dieses eBook können Sie zusätzlich zum Download auch online im Webbrowser lesen.
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich