Eine Reise durch den Körper (eBook)
264 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-2334-6 (ISBN)
Brigitte Nada-Elisa (geb. 1957) ist Mentorin, Autorin und Gründerin des Instituts Besser Leben. Sie lehrt Mentaltraining nach Tepperwein und ihre Kausal Mastery. Sie begleitet Menschen in bewusste Selbstführung und mentale Freiheit. Mit 67 Jahren steht sie für gelebte Transformation und zeigt, dass Alter keine Grenze, sondern eine Einladung ist, das Leben neu zu gestalten.
Kapitel 8 Anatomie & Physiologie – einfach erklärt
Der Gastrointestinaltrakt – unsere innere Energiequelle
Der Verdauungstrakt ist weit mehr als nur ein „Schlauch“ zur Nahrungsverarbeitung. Er ist ein hochintelligentes System, das unsere Lebensenergie aus den Bausteinen der Nahrung herausfiltert und dem Körper zur Verfügung stellt.
Verdauung und Resorption
- • Verdauung bedeutet die mechanische und chemische Zerkleinerung der Nahrung.
- • Resorption heißt, dass diese Nahrungsbausteine über die Darmwand ins Blut aufgenommen und bis in die Zellen transportiert werden.
- • Zellen sind die kleinsten Einheiten unseres Körpers – hier entscheidet sich, ob Energie gespeichert, produziert oder verbraucht wird.
Impulsfrage: Wie bewusst gehst du mit deiner Nahrungsaufnahme um – isst du, um satt zu werden, oder um deine Zellen optimal zu versorgen?
Die Hauptaufgaben des Verdauungstrakts:
- •Kontrolle und Auswahl der Nahrung über Geschmack und Geruch
- •Mechanische Zerkleinerung und Durchmischung mit Enzymen
- •Weitertransport durch Peristaltik (muskelgesteuerte Darmbewegung)
- •Aufnahme (Resorption) der Nährstoffe ins Blut
- •Ausscheiden unverdaulicher Reste
Schon hier zeigt sich: Verdauung ist ein Kreislauf zwischen Aufnehmen, Verarbeiten und Loslassen.
Mundhöhle – der Beginn der Verdauung
Die Mundhöhle besteht aus Zähnen, Gaumen, Zunge, Wangen und dem Mundboden. Hier beginnt die Verdauung, nicht erst im Magen.
Die Zunge
Ein Muskelorgan, überzogen mit Schleimhaut und Papillen, die für Tast- und Geschmacksempfindungen sorgen.
- •Vorderer Teil: beweglich, wichtig für Sprache und Essen.
- •Hinterer Teil: Zungengrund, Übergang in den Rachen.
Das Zungenbändchen fixiert die Zunge am Mundboden.
Mentale Brücke: Unsere Zunge ist nicht nur für den Geschmack zuständig, sie prägt auch unsere Sprache. Wie achtsam gehst du mit deinen Worten um, die ebenso „verdaut“ werden wie Speisen?
Die Zähne
- •32 bleibende Zähne (Milchgebiss: 20)
- •Bestehen aus harten Substanzen (Dentin, Schmelz, Zement) und weichen Anteilen (Pulpa, Wurzelhaut)
- •In den Kieferhöhlen federnd aufgehängt
Die Zähne sind unsere „Werkzeuge“, die Nahrung mechanisch zerkleinern und so die Grundlage für eine gesunde Verdauung schaffen.
Der Rachen (Pharynx)
Ein Muskelschlauch, der Speise- und Luftwege kreuzt. Er ist der Übergang von der Mundhöhle zur Speiseröhre.
Speicheldrüsen – das flüssige Gold der Verdauung
Drei große paarige Speicheldrüsen produzieren täglich ca. 1,5 Liter Speichel:
1. Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) – seröser, dünnflüssiger Speichel, etwa 25 %.
2. Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) – Mischung aus serös und mukös, ca. 70 %.
3. Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) – zäher, schleimiger Speichel, etwa 5 %.
Aufgaben des Speichels:
- •Gleitfähigkeit des Bissens erhöhen
- •Nahrung vorreinigen und antibakteriell wirken
- •Enzym Amylase spaltet Kohlenhydrate in Zuckerbausteine
Impulsfrage: Wie oft kaust du dein Essen wirklich gründlich, oder schluckst du es hastig hinunter? Dein Speichel ist der erste Schlüssel für eine gute Verdauung.
Die Speiseröhre – unser stiller Transportweg
Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein ca. 22–25 cm langer Muskelschlauch. Sie verläuft hinter der Luftröhre und vor der Wirbelsäule.
Ihre Hauptaufgabe: den Nahrungsbissen vom Rachen in den Magen transportieren – und zwar nicht durch Schwerkraft, sondern durch Peristaltik: wellenförmige Muskelbewegungen, die den Bissen aktiv weiterschieben.
Impulsfrage: Wusstest du, dass du sogar im Kopfstand essen könntest? Die Peristaltik arbeitet unabhängig von der Schwerkraft.
Der Magen – unser Durchmischer und Wächter
Der Magen liegt im Oberbauch, links unterhalb des Zwerchfells, zwischen Leber und Milz. Er ist ein Muskelschlauch und dient als Sammel- und Vorverdauungsorgan.
Aufbau des Magens
- • Kardia – Eingang aus der Speiseröhre
- • Fundus – Magenkuppel, meist mit Gas gefüllt
- • Corpus – Hauptteil des Magens
- • Antrum – Erweiterung vor dem Ausgang
- • Pylorus – Ausgang in den Dünndarm
- • Kurvaturen – große (außen) und kleine (innen) Krümmung
Aufgaben
- •Speichern und portioniertes Weitergeben der Nahrung
- •Mechanische Zerkleinerung (durch Muskelbewegungen, ähnlich einer Waschmaschine)
- •Durchmischen mit Magensaft
- •Abtöten von Keimen und Bakterien
Besonderheit: Flüssigkeiten und wasserreiches Obst passieren den Magen sehr schnell (ca. 30 Minuten), während Fleisch mehrere Stunden benötigt.
Impulsfrage: Wie bewusst kombinierst du deine Mahlzeiten? Manche Speisen liegen „leicht“, andere „beschweren“ uns stundenlang.
Magensaft – die chemische Kraft des Magens
Der Magen produziert täglich 2–3 Liter Magensaft.
Bestandteile und Aufgaben:
- •Salzsäure (HCl):
- ◦ Abtöten von Bakterien und Parasiten
- ◦ Aufspaltung von Eiweißen (Denaturierung)
- ◦ Schaffung des sauren Milieus (pH ca. 1)
- •Mucin (Schleim):
- ◦ Schutzschicht, die verhindert, dass der Magen sich selbst „verdaut“.
- •Intrinsic Factor:
- ◦ Notwendig zur Aufnahme von Vitamin B12 – wichtig für Blutbildung und Nervensystem.
- ◦ Mit zunehmendem Alter wird weniger davon gebildet → Risiko für B12-Mangel.
Funktion
Der Magen wirkt wie ein „Labor“: Nahrung wird nicht nur zerkleinert, sondern chemisch vorbereitet, um im Dünndarm optimal aufgenommen zu werden.
Mentale Brücke: Der Magen erinnert uns daran, dass auch wir „verdauen“ , nicht nur Nahrung, sondern auch Erlebnisse, Emotionen und Gedanken. Nur wenn wir sie Schritt für Schritt zerkleinern, können wir sie integrieren.
Vitamin B12 und Folsäure – zwei stille Helden
- •Vitamin B12 (Cobalamin):
- ◦ Vorkommen: Leber, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier
- ◦ Wichtig für Nerven, Blutbildung, Gedächtnis
- ◦ Mangel: Blutarmut, neurologische Störungen, Erschöpfung
- •Folsäure (Vitamin B9):
- ◦ Instabilstes Vitamin, sehr empfindlich bei Erhitzung
- ◦ Wichtig für Zellteilung, Schwangerschaft, Herz-Kreislauf-Schutz
- ◦ Mangel: Infektanfälligkeit, Missbildungen, Erschöpfung
Impulsfrage: Achte ich bei meiner Ernährung mehr auf Kalorien – oder auf die unsichtbaren Vitalstoffe, die meine Zellen wirklich brauchen?
Der Dünndarm – Zentrum der Nährstoffaufnahme
Der Dünndarm ist etwa 5 Meter lang und in drei Abschnitte gegliedert:
- • Zwölffingerdarm (Duodenum)
- • Leerdarm...
| Erscheint lt. Verlag | 12.1.2026 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie ► Naturheilkunde |
| ISBN-10 | 3-6951-2334-6 / 3695123346 |
| ISBN-13 | 978-3-6951-2334-6 / 9783695123346 |
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