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Autismus und Schule (eBook)

Inklusive Unterrichtsorganisation, Nachteilsausgleich und Wissenserwerb
eBook Download: PDF
2024
349 Seiten
Springer Berlin Heidelberg (Verlag)
978-3-662-67956-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Autismus und Schule - Sabrina Haider, Elisabeth Jencio-Stricker, Angelika Schwanda
Systemvoraussetzungen
29,99 inkl. MwSt
(CHF 29,30)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Die Grundlage für die Chancengleichheit in der Bildung von Schüler*innen mit einer Diagnose aus dem Autismus Spektrum wird durch das Wissen über ihr merkmalsbezogenes Wahrnehmen, Denken und Lernen und dessen Bedeutung für Bildungsprozesse geschaffen. Besonders im schulischen Feld stellen Wechselwirkungen der Lern- und Leistungsbedingungen mit diesen neurodivergenten Voraussetzungen oft noch Hindernisse für den Wissens- und Kompetenzerwerb dieser Kinder und Jugendlichen im zielgleichen Unterricht dar.

Dieser Band 'Autismus und Schule - Inklusive Unterrichtsorganisation, Nachteilsausgleich und Wissenserwerb' zeigt Ihnen, als Lehrperson und allen, die im schulischen Feld arbeiten, eine Perspektive des chancengerechten Zugangs zu Wissen sowie den Erwerb von Bildungsinhalten und Kompetenzen für autistische Schüler*innen auf.

Lernen Sie den Einsatz chancengleicher, strukturierter und systematisierter Mittel und Methoden kennen und erweitern Sie, auf Grundlage einer praxisgeleiteten Theorie, Ihren Handlungsspielraum mit Differenzierungsmöglichkeiten und dem Setzen von Nachteilsausgleich in den verschiedenen Dimensionen des Unterrichts.

Folgen Sie einer neurodiversen und schüler*innenzentrierten Betrachtungsweise des Lern- und Leistungsbegriffs und finden und fördern Sie die Stärken und Kompetenzen Ihrer autistischen Schüler*innen. 

Schaffen Sie damit die Basis für ein chancengleiches und lebenslanges Lernen!



Sabrina Haider arbeitet als Hochschullehrerin an der Pädagogischen Hochschule Wien und war bis vor kurzem als Pädagogische Expertin des Kompetenzzentrums für Schüler*innen im Autismus Spektrum im schulischen Bildungssystem Wien tätig. Als Sonderschullehrerin in einer Integrativen Kooperativen Mittelschule und durch ihre langjährige Arbeit als Mentorin und Expertin hat sie eine vielseitige, mehr als 20-jährige Erfahrung in der Unterrichtspraxis, der pädagogischen Begleitung von Schüler*innen im Autismus Spektrum und deren Lehrer*innen-Teams sowie in der pädagnostischen Begutachtung und Vernetzungsarbeit mit Erziehungsberechtigten und außerschulischen Stellen. Sie ist ausgebildete Praxislehrerin für die pädagogisch-praktischen Studien, war Lehrende im Lehrgang Freizeitpädagogik der Pädagogischen Hochschule Wien und ist in der in der Lehrer*innen-Fortbildung der Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems in den Bereichen Diversität, Inklusion und Autismus tätig. Sie ist Mutter einer Tochter und lebt mit ihrem Ehepartner in Wien. 

Elisabeth Jencio-Stricker arbeitet als Diversitätsmanagerin im Fachbereich für Inklusion, Diversität und Sonderpädagogik (FIDS) der Bildungsdirektion Wien und ist verantwortlich für das Kompetenzzentrum für Schüler*innen im Autismus Spektrum und die Koordination inklusiv-pädagogischer Maßnahmen für autistische Schüler*innen im gesamten Pflichtschulbereich Wien. Sie ist in der Beratung inner- und außerschulischer Stellen bezüglich der pädagogischen und schulorganisatorischen Möglichkeiten und Maßnahmen für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum tätig und hat als Sonderpädagogin und ehemalige Schulleiterin eines Zentrums für Inklusion und Sonderpädagogik seit mehr als 30 Jahren Erfahrungen in der Vernetzungsarbeit mit Erziehungsberechtigten und außerschulischen Stellen für Diagnostik und Therapie. Zusätzlich ist sie in der Lehrer*innen-Fortbildung der Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems in den Bereichen Diversität, Inklusion und Autismus tätig und hat eine Ausbildung zur Mediatorin. Sie ist Mutter von vier Kindern und lebt mit ihrem Ehepartner in der Nähe von Wien.

Angelika Schwanda arbeitet als Pädagogische Expertin des Kompetenzzentrums für Schüler*innen im Autismus Spektrum im schulischen Bildungssystem Wien und blickt auf 30 Jahre Berufserfahrung im Elementar- und Sonderpädagogischen Bereich zurück. Sie war als Sonderschullehrerin in einer integrativen Volksschule tätig und hat durch ihre langjährige Arbeit als Mentorin und Expertin vielseitige Erfahrung in der pädagogischen Unterrichtspraxis, der pädagogischen Begleitung von Schüler*innen im Autismus Spektrum sowie deren Lehrer*innen-Teams und der pädagnostischen Begutachtung und Vernetzungsarbeit mit Erziehungsberechtigten und außerschulischen Stellen. Sie ist spezialisiert im Bereich der Unterstützten Kommunikation für Kinder und Jugendliche im Autismus Spektrum und tätig in der Fortbildung der Pädagogischen Hochschulen Wien und Wien/Krems in den Bereichen Diversität, Inklusion und Autismus. Sie ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter und lebt mit ihrem Ehepartner in Wien.

Vorwort 5
Danksagung 8
Inhaltsverzeichnis 9
Über die Autorinnen 11
1: Die Unterrichtsorganisation 12
1.1 Die unterrichtsorganisatorischen Faktoren 14
1.2 Gliederung und Phasierung des Unterrichts 18
1.2.1 Der Aufbau und Verlauf von Unterrichtseinheiten 21
1.2.1.1 Ritualisierter Beginn und Schlussroutinen 23
1.2.1.2 Einstieg in Themen, Erarbeitung und Weiterführung 26
1.2.1.3 Übungs- und Anwendungsphasen 27
1.2.1.4 Unterrichtssicherung: Darstellung und Sicherung von Ergebnissen und Lernreflexion 28
1.2.1.5 Stundenabschluss, Schlussphase 28
1.2.2 Die Dauer der Phasen 29
1.2.3 Wechsel und Übergänge 33
1.3 Lehr-, Lern- und Aneignungsformen 36
1.3.1 Lehrer*innnzentrierte Lehr- und Lernformen 39
1.3.1.1 Zuhören 41
1.3.1.2 Direkte Instruktion 44
1.3.1.3 Zuschauen, Beobachten und Betrachten 45
1.3.1.4 Zuhören und Zuschauen 46
1.3.1.5 Mitlesen 48
1.3.2 Schüler*innenorientierte Lehr- und Lernformen 49
1.3.2.1 Verbal-kommunikative Unterrichtsform 50
1.3.2.2 Verwendung von Unterrichtsmitteln durch Schüler*innen 52
1.3.3 Schüler*innenzentrierte Lern- und Aneignungsformen 53
1.3.3.1 Der Grad der Selbstständigkeit 55
1.3.3.2 Der Aufbau von Freiheitsgraden 60
1.3.3.3 Sensorische Bedingungen für den Arbeitsprozess 63
1.4 Sozialformen 68
1.4.1 Das Bilden sozialer Organisationsformen 69
1.4.2 Einzelarbeit 70
1.4.3 Schüler*innen-Lehrer*innen-Arbeit (1:1) 73
1.4.4 Tandem-Arbeit im Schüler*innen-Expert*innen-Modell 75
1.4.5 Partnerarbeit 77
1.4.6 Gruppenarbeit 79
1.4.7 Klassenunterricht 81
1.4.8 Der Sitzkreis als besondere Form der Interaktion 81
1.5 Arbeitsformen 87
1.5.1 Arbeitsplanung, -organisation und Steuerung des Arbeitsprozesses 87
1.5.2 Spezifische Arbeitsformen 98
1.5.2.1 Lernen an Stationen 98
1.5.2.2 Lerntheke 106
1.5.2.3 Freies Arbeiten und forschend-entdeckendes Lernen 107
1.5.2.4 Busy-Bag und gezielte Beschäftigung 109
1.5.2.5 Szenische Arbeitsformen und Simulationsspiele 110
1.5.3 Hochstrukturierte Formen der Arbeitsplanung und -organisation 110
1.5.3.1 Das „Fertig-Prinzip“ 112
1.5.3.2 Check-in-/Check-out-Systeme 113
1.5.3.3 123-Kisten auf Farborientierungsniveau 115
1.5.3.4 123-Mappe© (. Abb. 1.70) 116
1.5.3.5 Die 123-Mappe© – niedriges Organisationsniveau 117
1.5.3.6 123-Hausübungsplan© 118
1.5.3.7 Arbeitsmappe, Klettmappe, Multi-Klettmappe 119
1.5.3.8 Tablett-Aufgaben 120
1.5.3.9 Dosenaufgaben 121
1.5.3.10 Schachtel- oder Kistenaufgaben 122
1.5.3.11 Sortierschablonen 123
1.5.3.12 Sortierkisten und -schachteln 124
1.5.3.13 Aufgabenpläne 125
1.5.3.14 Der Arbeitsturm 126
1.5.3.15 Das Aufgabenregal, das Ladenregal 127
1.5.3.16 Das Multi-Regal-System 128
1.5.3.17 Hochstrukturierte Materialorganisation 129
1.6 Arbeitsmethoden und -techniken 130
1.6.1 Methodenkompetenzen 131
1.6.2 Der Aufbau von Methodenkompetenzen 137
1.6.3 Methodische Wechsel 142
1.6.4 Methoden sozialer Kooperationsformen 143
1.6.5 Grafomotorische und grafische Arbeitsmethoden und -techniken 146
1.6.5.1 Grafomotorische Anwendungen und Schreibprozesse 147
1.6.5.2 Abschreibprozesse 157
1.6.5.3 Zeichnen und Malen 159
1.6.6 Lesen 162
1.7 Lehr- und Lernmittel 163
1.7.1 Die Multimodalität der Unterrichtsmittel 163
1.7.2 Die implizite Anforderung von Lehr- und Lernmitteln 165
1.7.3 Strukturierung und Systematisierung von Lehr- und Lernmitteln 166
1.7.3.1 Die Tafel, das Whiteboard 169
1.7.3.2 Schulhefte 170
1.7.3.3 Das Arbeitsblatt 172
1.7.3.4 Das Schulbuch 173
1.7.3.5 Multimedia-Einsatz, Videos 174
1.7.3.6 E-Learning und digitale Medien 174
Literatur 177
2: Der Nachteilsausgleich 179
2.1 Der Nachteilsausgleich 180
2.2 Gesetzliche Grundlagen 185
2.3 Das Eruieren eines Nachteilsausgleichs 187
2.3.1 Das merkmalsspezifische Wirkungsfeld des Nachteilsausgleichs 188
2.3.2 Kompensationsebenen des Nachteilsausgleichs 190
2.3.3 Das Einbeziehen der Schüler*innen in den Nachteilsausgleich 191
2.3.4 ICF-basierte Analyse der Aktivität und Teilhabe für einen individuellen Nachteilsausgleich 192
2.4 Der Nachteilsausgleich in der Leistungsphase 201
2.4.1 Aktivität und Teilhabe in der Mitarbeit 203
2.4.1.1 Die Mitarbeitsbereiche und ihre Leistungsanforderungen 203
2.4.1.2 Differenzierung und Nachteilsausgleich in der Mitarbeit 207
2.4.2 Fachbezogene Anwendungsmöglichkeiten des Nachteilsausgleichs 214
2.4.2.1 Nachteilsausgleich: Produktives Schreiben 214
2.4.2.2 Nachteilsausgleich: Lesen 216
2.4.2.3 Nachteilsausgleich: Rechnen und Mathematik 220
2.4.2.4 Nachteilsausgleich: Grafisches Gestalten 221
2.4.3 Schriftliche Leistungsüberprüfungen und die besonderen Formen der Leistungsfeststellung 225
2.4.3.1 Die Auswahl der Prüfungsformen 226
2.4.3.2 Die Anpassung der äußeren Faktoren 227
2.4.3.3 Die Gestaltung von Prüfungsinstrumenten 230
2.4.3.4 Kompensation von Vorwissen durch chancenausgleichende Mittel 234
2.5 Der Nachteilsausgleichs in der Bewertung und Beurteilung von Leistungen 236
2.5.1 Die Graduierung von Noten über ihre sprachliche Ausformulierung 237
2.5.2 Eigenständigkeit und Selbstständigkeit unter dem Bewertungsaspekt 238
2.5.3 Die Gewichtung bei der Beurteilung 240
Literatur 244
3: Der Wissenserwerb 246
3.1 Die Wissensdimensionen der Lehr- und Lerninhalte 247
3.1.1 Der Aufbau von Wissen und Kompetenzen 251
3.1.2 Das Lernen auf spezifischen Anforderungsniveaus 253
3.1.3 Der Einsatz von Operatoren 260
3.1.4 Die Inhalte der Anforderungen 262
3.1.5 Die Menge der Anforderungen 264
3.1.6 Die Mittel der Anforderungen 265
3.1.7 Die Systematisierung von Mitteln und Methoden 268
3.1.8 Die Gleichförmigkeit von Inhalten, Methoden und Mittel 272
3.1.9 Der Grad der Eigenständigkeit in der Anwendung 275
3.1.10 Der Nachteilsausgleich in der Wissensdimension 278
3.2 Der Erwerb von Sachwissen und Fachmethoden 280
3.2.1 Die Aufnahme neuer Informationen 280
3.2.1.1 Neue Fakten erfassen und verstehen 283
3.2.1.2 Induktive und deduktive Methoden im Unterricht 287
3.2.1.3 Umsetzungsbeispiele für strukturiertes und systematisches Erfassen und Verstehen neuer Fakten 289
3.2.2 Neue Fachmethoden erfassen und verstehen 294
3.2.2.1 Anwendungsbeispiele für strukturierte und systematische Darstellung von Fachmethoden 299
3.2.3 Das Verständnis des Kontextes 302
3.2.3.1 An das Vorwissen anknüpfen 304
3.2.3.2 Umsetzungsbeispiele für den strukturierten Aufbau und die systematische Erweiterung des Kontextes 307
3.3 Die Anwendung von Wissen und Fachmethoden 311
3.3.1 Das Reproduzieren und Präsentieren von Sachwissen 314
3.3.2 Die Anwendung von Fachmethoden und -techniken 316
3.3.2.1 Anwendungsbeispiele für strukturierte Darstellung für die Anwendung von Fachmethoden 318
3.3.3 Die Anwendung im Transfer 322
3.3.3.1 Der laterale Lerntransfer 322
3.3.3.2 Umsetzungsbeispiele für Mittel und Methoden zum eigenständigen lateralen Transfer 326
3.3.3.3 Der vertikale Lerntransfer 332
3.3.3.4 Umsetzungsbeispiele für Mittel und Methoden zum eigenständigen vertikalen Transfer 336
3.4 Das metakognitive Wissen 340
3.4.1 Die Planung und Reflexion der Lernprozesse 344
3.4.2 Umsetzungsbeispiele für die Planung und Reflexion 347
Literatur 356

Erscheint lt. Verlag 16.2.2024
Zusatzinfo XI, 349 S. 196 Abb., 194 Abb. in Farbe.
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften
Medizin / Pharmazie Medizinische Fachgebiete Psychiatrie / Psychotherapie
Sozialwissenschaften Pädagogik
Schlagworte Autismus • Inklusion • Inklusive Unterrichtsorganisation • Neurodiversität • Schulpsychologie • Sonderpädagogik
ISBN-10 3-662-67956-6 / 3662679566
ISBN-13 978-3-662-67956-2 / 9783662679562
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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