Den Schmerz überwinden, der zwischen uns steht
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Übersetzt von Michael Dillo Wie wir unsere Beziehungen mit uns selbst und anderen verbessern können und wie wir zum Verständnis und zur Lösung unserer Konflikte gelangen ... darum geht es in diesem Booklet. Wir erfahren, welche Fähigkeiten nötig sind, um alte Verletzungen zu heilen und zufriedenstellende Beziehungen zu entwickeln und lernen die Schritte kennen, die uns in die Lage versetzen, in konfliktbelasteten Beziehungen Versöhnung zu stiften oder Heilung zu bewirken - sei es bei der Arbeit, zu Hause, in der Schule oder im sonstigen Lebensumfeld. Dabei wird besonders deutlich, welche Energie von Empathie ausgeht. Sie ist das Mitgefühl und die im Herzen fühlbare Präsenz, die erforderlich ist, damit eine Heilung stattfinden kann.
Marshall B. Rosenberg (1934-2015) war international bekannt als Konfliktmediator und Gründer des Center for Nonviolent Communication in den USA. Die von ihm entwickelte Methode der Gewaltfreien Kommunikation hat sich als machtvolles Werkzeug herausgestellt, um Differenzen auf persönlichem, beruflichem und politischem Gebiet friedlich zu lösen.
Aus dem Inhalt Rollenspiel: Verbitterung heilen Die ersten beiden Schritte des Heilungsprozesses: "Was ist jetzt gerade lebendig in uns" und "Sich empathisch verbinden" Der Unterschied zwischen Empathie und Sympathie Angesichts starker Gefühle präsent bleiben Die Schritte der Empathie Empathie erwidern Trauern in der GFK Blockaden lösen Unterscheiden zwischen prozessorientiertem und mechanischem Handeln Langsamer werden und sich Zeit nehmen Empathie für diejenigen, die uns verletzen können Mit deinem eigenen Ärger umgehen Lernen, mit "schwierigen" Menschen umzugehen
Sympathie, Empathie - lasst uns über den Unterschied klarwerden. Nehmen wir an, ich empfinde ein starkes Gefühl in mir: Wenn ich mir nur einfach dieses Gefühls bewusst bin, dann ist das Sympathie, nicht Empathie. Wenn ich also in der Rolle des Bruders einfach gesagt hätte: "Junge, Junge, ich fühle mich verdammt traurig, wenn ich höre, was du sagst", dann wäre das Sympathie gewesen und nicht Empathie. Versucht euch an eine Situation zu erinnern, in der ihr unter einem körperlichen Schmerz gelitten habt - vielleicht Kopfschmerzen oder Zahnschmerzen. Dann habt ihr euch möglicherweise in ein gutes Buch vertieft. Was geschah mit dem Schmerz? Ihr habt ihn gar nicht mehr bewusst wahrgenommen. Er war aber natürlich immer noch vorhanden. Was ich damit meine ist, dass sich die äußeren physischen Bedingungen nicht verändert haben, aber ihr wart gewissermaßen gerade nicht zu Hause. Ihr wart auf Besuch: das ist Empathie. Ihr wart gerade zu Besuch bei diesem Buch. Empathisch zu reagieren bedeutet, ganz bei der anderen Person zu sein. Das bedeutet nicht, dass wir ihre Gefühle fühlen. Wir sind aber bei ihr, während sie ihre Gefühle fühlt. Nun, wenn ich meine Aufmerksamkeit für eine Sekunde von der anderen Person abwende, kann ich vielleicht bemerken, dass ich selbst starke Gefühle habe. Wenn das so ist, dann versuche ich nicht, meine Gefühle zu unterdrücken. Ich sage mir: "Geh zurück zu der anderen Person." Meine eigenen Gefühle sagen mir, dass ich nicht bei der anderen Person bin. Ich bin wieder zu Hause. Also sage ich mir: "Geh zurück zu der anderen Person." Wenn mein eigener Schmerz zu groß ist, kann ich in diesem Moment keine Empathie geben. Dann kann ich mir sagen: "Wenn ich einige der Dinge höre, die du mir gesagt hast, verspüre ich im Augenblick einen so großen Schmerz, dass ich nicht in der Lage bin, weiter zuzuhören. Könnten wir mir ein wenig Zeit geben, damit ich mich damit auseinandersetzen kann? Anschließend werde ich zurückkehren. Dann kann ich dir auch wieder zuhören." Es ist wichtig, Empathie und Sympathie nicht zu vermischen. Wenn die Person mir gegenüber starke Schmerzen empfindet und ich dann sage: "Oh ja, ich verstehe gut, wie du dich fühlst, und ich fühle mich deswegen auch sehr traurig", dann ziehe ich die Energie des Gesprächs von der Person ab und lenke ihre Aufmerksamkeit zu mir herüber.
| Erscheint lt. Verlag | 15.3.2005 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Gewaltfreie Kommunikation, Die Ideen & ihre Anwendung |
| Übersetzer | Michael Dillo |
| Verlagsort | Paderborn |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 140 x 215 mm |
| Gewicht | 100 g |
| Einbandart | kartoniert |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie ► Medizinische Fachgebiete ► Psychiatrie / Psychotherapie |
| Schlagworte | Empathie • Gewaltfreie Kommunikation • Hardcover, Softcover / Psychologie/Angewandte Psychologie • HC/Psychologie/Angewandte Psychologie • Kommunikation • Konfliktlösung • Konfliktlösung; Ratgeber • verletztende Kommunikation • Versöhnung • Versöhnung; Ratgeber |
| ISBN-10 | 3-87387-576-4 / 3873875764 |
| ISBN-13 | 978-3-87387-576-0 / 9783873875760 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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