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Psychosomatik und Kleinkindforschung - Wolfgang E. Milch, Hans-Jürgen Wirth

Psychosomatik und Kleinkindforschung

Buch | Softcover
344 Seiten
2002
Psychosozial-Verlag
978-3-89806-213-8 (ISBN)
CHF 47,60 inkl. MwSt
Pathogene Einflüsse der frühesten Lebenszeit werden von vielen als ein wesentlicher Faktor angesehen, der in dem späteren Auftreten psychosomatischer Erkrankungen einen wesentlichen Anteil hat.
Pathogene Einflüsse der frühesten Lebenszeit, insbesondere der frühen Mutter-Kind-Beziehung, werden von vielen psychoanalytischen Autoren als ein wesentlicher Faktor angesehen, der in dem späteren Auftreten psychosomatischer Erkrankungen einen wesentlichen Anteil hat. Einer dieser Autoren ist Hans Müller-Braunschweig, der mit seinen Gedanken zum Einfluss der frühen Mutter-Kind-Beziehung auf die Disposition zu psychosomatischen Erkrankungen schon vor ca. dreißig Jahren einen Einfluss auf die weitere Entwicklung nahm. Er nahm an, dass der averbale "Dialog" (René Spitz) zwischen Mutter und Kind eine Grundlage für die weitere psychische Entwicklung, auf der sich u.a. die Objektbeziehungen, die Realitätsprüfung und die Möglichkeit einer befriedigenden narzisstischen Regulation aufbauen. Er bezog dabei ausgesprochen experimentell ausgerichtete Untersuchungen, die in einem nicht psychoanalytischen Bezugsrahmen entstanden waren, in seine Reflektionen mit ein.

Inzwischen hat die Säuglings- und Kleinkindforschung eine Fülle empirisch begründeter Ergebnisse geliefert, die eine mangelnde psychophysische Belastbarkeit im späteren Leben und eine Anfälligkeit für psychosomatische Symptome erklären können. Interaktionsprozesse und der affektive Austausch zwischen Bezugsperson und Kind ermöglichen in den ersten Lebensmonaten die Grundregulation und führen zu Repräsentanzen von Interaktionen, die die Basis für die spätere Bindungsqualität des Kindes bilden. Diese mutuelle Regulation des Mutter-Kind-Paares stellt die Grundlage für die selbstregulativen Fähigkeit des späteren Erwachsenen dar, in unterschiedlichem Ausmaß, auf verschiedenen Ebenen, sprachlich-symbolisch oder körperlich-psychosomatisch. Auf dem Hintergrund der aktuellen Ergebnisse werden in diesem Buch die Arbeiten Hans Müller-Braunschweigs in ihren Bezügen aufgenommen und die wichtigsten neuen Ergebnisse aus der Säuglings- und Kleinkindforschung und ihre Relevanz für das Verständnis der Entstehung psychosomatischer Erkrankungen diskutiert.

Mit Beiträgen von: Hans Müller-Braunschweig, Angela von Arnim, Dieter Beckmann, Burkhard Brosig, Elmar Brähler, Uwe Gieler, Jürgen Hardt, Hans-Peter Hartmann, Günter Heisterkamp, Wolfgang Milch, Michael Putzke, Ursula Volz, Hans-Jürgen Wirth

Wolfgang E. Milch ist in privater Praxis in Gießen tätig. Er ist Psychoanalytiker (DPV) und Mitglied des "International Council for Psychoanalytic Self Psychology". Er ist geschäftsführender Herausgeber des International Journal of Psychoanalytic Self Psychology und veröffentlichte Beiträge zu psychoanalytischer Selbstpsychologie, Narzissmus, Behandlung suizidaler Patienten und psychoanalytischer Psychosomatik. Stand: Mär 2012 Hans Müller-Braunschweig ist Psychoanalytiker, 1970 bis 1984 Leiter des Psychoanalytischen Instituts Gießen, Lehranalytiker der DPV, Selbsterfahrung in verschiedenen körperorientierten Therapien. Hans-Jürgen Wirth ist Psychoanalytiker, Psychologischer Psychotherapeut, arbeitet als Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT) und psychoanalytischer Paar-, Familien- und Sozialtherapeut (BvPPF) in eigener Praxis in Gießen. Studium der Psychologie und Soziologie in Gießen. 1976 1992 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent am "Zentrum für Psychosomatische Medizin" der Universität Gießen als Mitarbeiter von Horst-Eberhard Richter. 1985 Promotion zum Dr. rer. soc. am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. 1997 Habilitation am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. 1997 2004 Privatdozent, 2004-2009 außerplanmäßiger Professor für das Fachgebiet "Psychoanalyse mit dem besonderen Schwerpunkt der Prävention, Psychotherapie und psychoanalytischen Sozialpsychologie" an der Universität Bremen, ab 2010 außerplanmäßiger Professor für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Universität Frankfurt/Main. Er ist Gründer und Verleger des Psychosozial-Verlages.

Reihe/Serie psychosozial
Co-Autor Hans Müller-Braunschweig, Elmar Brähler, Hans-Peter Hartmann, Dieter Beckmann, Burkhard Brosig, Uwe Gieler, Michael Putzke, Ursula Volz-Boers, Günter Heisterkamp, Jürgen Hardt
Verlagsort Gießen
Sprache deutsch
Maße 148 x 210 mm
Gewicht 518 g
Themenwelt Geisteswissenschaften Psychologie Psychoanalyse / Tiefenpsychologie
Medizin / Pharmazie
Schlagworte Kleinkind • Kleinkindforschung • Psychosomatik
ISBN-10 3-89806-213-9 / 3898062139
ISBN-13 978-3-89806-213-8 / 9783898062138
Zustand Neuware
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