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SOPs in der Urologie (eBook)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Auflage
Thieme (Verlag)
978-3-13-201411-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

SOPs in der Urologie -
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Dieses Nachschlagewerk liefert Ihnen standardisierte Arbeitsabläufe (sog. SOPs) für alle wichtigen Situationen in der Urologie. Neben der Orientierung bietet es Anregungen, SOPs auf die klinikeigenen Bedürfnisse anzupassen oder neue SOPs zu entwickeln. Adäquat diagnostizieren und individuell therapieren: - Instruktive Schritt-für-Schritt-Anleitungen - Handeln Sie problem- und zielorientiert - auch bei Komplikationen - Implementierung von Standards auf evidenzbasiertem höchsten Niveau - Wichtige Hinweise und mögliche Gefahren erkennen Sie sofort durch Hervorhebungen Finden Sie genau das, was Sie suchen. Erlangen Sie mehr Sicherheit in den Arbeitsabläufen.

Axel Heidenreich David Pfister
Innentitel 4
Impressum 5
Vorwort 6
Anschriften 7
Abkürzungsverzeichnis 9
Inhaltsverzeichnis 10
1 Diagnostik in der Urologie 15
Sonografie 15
Sonografie der Niere 15
Sonografie der Harnblase 16
Sonografie der Prostata/transrektaler Ultraschall der Prostata (TRUS) 17
Sonografie der Harnröhre 17
Radiologie 18
AUG – Ausscheidungsurografie 18
UCG – Urethrografie (retrograd) 19
Zystografie 19
Endoskopie 21
Urethrozystoskopie 21
Retrograde Ureteropyelografie 22
Diagnostische Ureterorenoskopie 23
Funktionelle Urologie: Urodynamik 24
Allgemeines 24
Uroflowmetrie 25
Flow-EMG 25
Beckenboden-EMG 25
Zystomanometrie 25
Interventionelle Maßnahmen 30
Prostatabiopsie (transrektal) 30
Suprapubische Blasenpunktion, Einlage eines suprapubischen Dauerkatheters 31
Transurethrale Einlage eines Ureterkatheters (Doppel-J-Katheter) 32
Perkutane Nephrostomie 34
Computertomografie und Magnetresonanztomografie 35
Allgemeines 35
Diagnostik bei speziellen Erkrankungen 41
Nuklearmedizinische Diagnostik 45
Dynamische Nierenszintigrafie 45
Statische Nierenszintigrafie mit DMSA 46
Skelettszintigrafie in der Uroonkologie 47
FDG-PET/CT 47
Cholin-PET/CT 48
2 Operative Urologie 51
Endourologie 51
Harnröhrenschlitzung 51
TURP – Transurethrale Resektion der Prostata 51
Urolift 52
TURB – Transurethrale Resektion der Harnblase 53
URS – Ureterorenoskopie (mit Steinentfernung/-zertrümmerung) 53
PCNL – Perkutane Nephrolitholapaxie 54
ESWL – Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie 55
Roboterassistierte Operationsverfahren, Laparoskopie 55
Roboterassistierte laparoskopisch transperitoneale radikale Prostatektomie 55
Radikale Nephrektomie, Tumorenukleation 57
Nierenbeckenplastik 59
Pelvine Lymphadenektomie (LAD) 61
Rekonstruktive Urologie 62
Ureter 62
Nierenbeckenplastik 64
Harnröhrenplastik beim Mann 64
Artifizielle Sphinkterimplantation bei Mann und Frau 65
Uro-Onkologie 66
Nierentumorenukleation 66
Radikale Nephrektomie 68
Radikale Nephroureterektomie 69
Radikale retropubische Prostatektomie und pelvine Lymphadenektomie 71
Radikale Zystektomie, pelvine Lymphadenektomie und Harnableitung 72
Ablatio testis, Hodentumorenukleation 76
RPLA – Retroperitoneale Lymphadenektomie 77
Kinderurologie 80
Vesikoureteraler Reflux 80
Maldescensus testis 82
Hypospadie 83
Nierenbeckenabgangsstenose 84
Enuresis 85
3 Medikamentöse Urologie 91
Medikamentöse Tumortherapie 91
Konventionelle Therapien 91
Salvage-Chemotherapien beim Hodentumor 92
Nierenzellkarzinom 92
Urothelkarzinom 96
Prostatakarzinom 97
Paravasate 98
Antibiotikatherapie 101
Einteilung 101
Eingeschränkte Anwendung 101
Antibiotikagruppen mit jeweiligem Wirkspektrum 101
Urologische Infektionen mit jeweiliger Therapieempfehlung 102
Therapie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) 104
Definition 104
Lower Urinary Tract Symptoms (LUTS) 104
Prätherapeutische Diagnostik 104
Medikamentöse Therapie 105
Phytopharmaka 105
?1-Rezeptoren-Blocker 106
5?-Reduktase-Hemmer 107
Muskarinrezeptorantagonisten 107
Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (Tadalafil) 107
Kombinationstherapien 108
Risikoadaptiertes medikamentöses BPS-Management 108
Therapie der Harninkontinenz 108
Definition 108
Prätherapeutische Diagnostik 110
Konservative Therapie 110
Anhang: Entscheidungsbäume des konservativen Managements der weiblichen und männlichen nicht neurogenen Harninkontinenz 114
4 Notfälle in der Urologie 117
Nierenkolik 117
Akuter Harnverhalt 118
Hodentorsion 120
Paraphimose 120
Priapismus 121
Urologisches Trauma 122
Nierentrauma 122
Uretertrauma 122
Blasenruptur 123
Urethraverletzung 123
Penisfraktur 124
Hodentrauma 124
Sachverzeichnis 125

1 Diagnostik in der Urologie


1.1 Sonografie


Caroline Kauffmann

Die Sonografie gehört zur Primärdiagnostik aller urologischen Erkrankungen und sollte gemeinsam mit Urin- und Labordiagnostik regelhaft bei jeder neuen Patientenvorstellung erfolgen.

1.1.1 Sonografie der Niere


Indikationsstellung Mit der Sonografie können z.B. Tumore oder Zysten dargestellt, die Harnabflussverhältnisse und der Durchblutungsstatus beurteilt und Steine begutachtet werden.

Durchführung Zur sonografischen Untersuchung der Niere wird ein Sektorschallkopf mit 3,5–5MHz verwendet. Die Untersuchung wird in der Regel in Rückenlage und Inspirationsstellung durchgeführt, bei eingeschränkten Schallbedingungen (z.B. Adipositas) kann eine Schräglagerung um etwa 30° hilfreich sein. Jede Niere muss im Längs- und Querdurchschnitt beurteilt werden.

Normalbefund Der Untersuchungsbefund (? Abb. 1.1) umfasst normalerweise folgende Werte bzw. Beurteilungen:

Organgröße 11–15cm×4–7cm×3–5cm (L×B×T)

Parenchymdicke 13–18mm

Parenchym-Pyelon-Index Das Verhältnis zwischen Parenchymdicke dorsal, zentralem Reflexband und Parenchymdicke beträgt im Querschnitt 1:1:1, im Alter durch zunehmende Organatrophie eher 1:2:1.

Organform Bohnenförmig mit glatter, lateraler, konvexer Organgrenze.

Parenchymmuster Meist homogen hypoechogen, Markpyramiden oft etwas echoärmer als das übrige Nierenparenchym; das Nierenbeckenkelchsystem mit parapelvinem Fettgewebe ist echoreich.

Nierensonografie: Normalbefund.

Abb. 1.1 

Doppler-Sonografie Zur Beurteilung der renalen Gefäßversorgung kann zusätzlich eine dopplersonografische Untersuchung erfolgen. Indikationen hierfür sind:

  • V.a. renalen Hypertonus

  • V.a. Nierenarterienstenose

  • V.a. Niereninfarkt

  • Funktionsbeurteilung nach Nierentransplantation

Gradeinteilung Sonografisch kann die Harntraktdilatation (? Abb. 1.2) in 4 Grade eingeteilt werden:

Ektasie Grad I

  • echofreie Erweiterung des Nierenbeckens ohne Erweiterung der Nierenkelche

  • deutlicher Sinusreflex und keine Zeichen der Parenchymatrophie

Ektasie Grad II

  • echofreie Erweiterung des Nierenbeckens, der Kelchhälse und Nierenkelche

  • abgeschwächter Sinusreflex

  • keine Zeichen der Parenchymatrophie (erhaltene Papillenspitzen und spitzer Fornixwinkel)

Ektasie Grad III

  • massive echofreie Erweiterung des Nierenbeckens und der Nierenkelche

  • fehlender oder marginaler Sinusreflex

  • Zeichen der Organatrophie (flache Papillen und stumpfer Fornixwinkel)

Ektasie Grad IV

  • massive echofreie Erweiterung des Nierenbeckenkelchsystems mit aufgehobenen Grenzen zwischen Kelchen und Pyelon

  • nahezu komplette Atrophie des Nierenparenchyms (hydronephrotische Sackniere)

 

Harnstau Grad I–IV.

Abb. 1.2 

(Aus: Jocham D, Miller K. Praxis der Urologie, Band I. 3. Aufl. Thieme: Stuttgart; 2007)

Abb. 1.2a Grad I.

Abb. 1.2b Grad II.

Abb. 1.2c Grad III.

Abb. 1.2d Grad IV.

1.1.2 Sonografie der Harnblase


Durchführung Ebenso wie bei der Sonografie der Niere wird ein Sektorschallkopf mit 3,5–5MHz verwendet. Die Erstuntersuchung sollte bei voller Harnblase erfolgen. Am Ende der Untersuchung wird nach Miktion die Restharnmenge bestimmt.

Normalbefund

Blasenwanddicke Hierfür sollte die Blase mit >50% der Harnblasenkapazität gefüllt sein. Bei Erwachsenen beträgt die normale maximale Wanddicke etwa 7mm; sie ist ein Parameter für die Beurteilung der Ausprägung der subvesikalen Obstruktion und die Entscheidung einer operativen vs. einer medikamentösen Therapie.

Prostata Bei gefüllter Blase lässt sich häufig auch die Prostata, insbesondere bei einem vergrößerten Organ, transabdominell darstellen (? Abb. 1.3) und nach der Formel   berechnen.

Restharnbestimmung Das Volumen des Restharns lässt sich nach folgender Formel berechnen:  

Im Normalfall sollte nach der Miktion kein Restharn vorhanden sein, bei Erwachsenen sind Restharnmengen >100ml pathologisch.

Sonografie der Harnblase.

Abb. 1.3 Gefüllte Blase mit ausgeprägtem Prostatamittellappen am Blasenboden.

1.1.3 Sonografie der Prostata/transrektaler Ultraschall der Prostata (TRUS)


Durchführung Die transrektale Ultraschalluntersuchung der Prostata erfolgt mit einem speziellen Schallkopf bei einer Frequenz von etwa 7,5MHz. Die meisten modernen Geräte bestehen aus 2 fest montierten Transduktoren, so dass simultan in 2 Ebenen (horizontal und sagittal) gemessen werden kann. Die Untersuchung erfolgt am besten in Seitenlage mit angezogenen Beinen oder in Steinschnittlage.

Normalbefund

Echomuster

  • zentrale und periphere Zone meist homogen von mittlerer Echogenität

  • Übergangszone oft durch echoarme Grenze abgrenzbar

  • Verkalkungen stellen sich echoreich dar

Organgröße Für die Berechnung des Prostatavolumens (? Abb. 1.4) erfolgt die Bestimmung der Prostatalänge in der Sagittalebene, der Breite und Höhe in der Transversalebene. Das Volumen berechnet sich nach folgender Formel:  

Alternativ kann man auch näherungsweise das Volumen nur aus der Transversalebene nach folgender Formel bestimmen:  

Berechnung des Prostatavolumens.

Abb. 1.4 

1.1.4 Sonografie der Harnröhre


Indikationsstellung

  • Harnröhrenstrikturen bzw. -stenosen lassen sich gut darstellen und die Ausdehnung des Befundes kann gut vermessen werden.

  • Aufgrund der Beteiligung oder der fehlenden Beteiligung des Corpus spongiosum kann eine die Entscheidung für eine endourologische oder offen-rekonstruktive Korrektur einer Urethrastriktur getroffen werden.

Durchführung Die Harnröhre lässt sich am besten bei gefülltem Zustand mit einem Linearschallkopf von 7,5–10MHz beurteilen. Hierfür wird die Harnröhre zunächst mit NaCl entsprechend der Vorgehensweise beim ? retrograden Urethrogramm retrograd gefüllt und dann die gesamte Länge sowohl im Quer- als auch im Längsschnitt beurteilt.

1.2 Radiologie


Caroline Kauffmann

1.2.1 AUG – Ausscheidungsurografie


Synonym Intravenöse Pyelografie (IVP)

Indikationsstellung Heutzutage besteht nur noch in sehr selektionierten Fällen die Indikation zur AUG:

  • Makrohämaturie (wenn ein primärer Blasentumor bereits zystoskopisch ausgeschlossen wurde)

  • Urothelkarzinome (Aussage über Lage, Größe und operative Zugänglichkeit)

  • rezidivierende...

Erscheint lt. Verlag 15.7.2015
Verlagsort Stuttgart
Sprache deutsch
Themenwelt Medizin / Pharmazie Medizinische Fachgebiete Urologie
Schlagworte Gutachter • SOP • Urologie • Weiterbildung
ISBN-10 3-13-201411-7 / 3132014117
ISBN-13 978-3-13-201411-4 / 9783132014114
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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