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Bindung und Jugend (eBook)

Karl Heinz Brisch (Herausgeber)

eBook Download: PDF
2014 | 1. Auflage 2013
296 Seiten
Klett-Cotta (Verlag)
978-3-608-20198-7 (ISBN)

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Bindung und Jugend -
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In der Jugendzeit wird die Bindung an Gruppen mit Gleichaltrigen zu einem bedeutungsvollen Bindungssystem, das den Jugendlichen Schutz und Sicherheit vermittelt und die Entwicklung fördern kann. Es kann auf der anderen Seite aber auch eine Quelle von Angst sein, die Autonomie und Individualität verhindert. Die Autorinnen und Autoren des Bandes behandeln folgende psychische Probleme bei den wegen desorganisierten kindlichen Bindungserfahrungen besonders gefährdeten Jugendlichen: - Depression - Suizidalität - Ängste - Gewalt - Drogenmissbrauch - sexuelle Schwierigkeiten - Essstörungen - Dissoziation. Mit Beiträgen von Ulrike Amann, Katja Bonnländer, Roger Kobak, Christiane Lutz, Marlene Moretti, Andrea Perry, Raija-Leena Punamäki, Sabine Walper, Sandra Wieland, Simon Wilkinson, Peter Zimmermann und Karl Heinz Brisch. In der Jugendzeit sind sichere frühkindliche Bindungserfahrungen von besonderer Bedeutung, da Jugendliche sich verstärkt auf den Weg der Ablösung von ihrer Bindungsperson hin zur Autonomie machen müssen. Dieser Weg macht auch Angst und aktiviert die Bindungsbedürfnisse. Manche Jugendliche können sich gar nicht ablösen, andere suchen eine forcierte Ablösung. Die Bindung an Gruppen mit Gleichaltrigen wird zu einem bedeutungsvollen Bindungssystem, das den Jugendlichen Schutz und Sicherheit vermittelt und die Entwicklung fördern kann. Die pathologische Gruppenbindung kann aber auch eine Quelle von Angst sein, die Autonomie und Individualität verhindert. Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen und desorganisierter Bindung aus ihrer Kindheit sind besonders gefährdet, psychische Probleme zu entwickeln, wie Depression, Suizidalität, Panik, Gewalt, Drogen, sexuelle Schwierigkeiten, Essstörungen, Borderline-Symptome. Die Beiträge der Konferenz zeigen anhand von Studien und klinischer sowie pädagogischer Arbeit, wie psychopathologische Entwicklungen dieser Jugendlichen verstanden und wie sie behandelt werden können sowie welche Möglichkeiten zur Prävention bestehen. Dieses Buch richtet sich an: - Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen - Kinderärzte, -psychiater, -psychologInnen - SozialarbeiterInnen, Pädagogen, Jugendhilfemitarbeiter Karl Heinz Brisch ist Veranstalter der Internationalen Bindungskonferenz, die jährlich in München stattfindet. >>www.bindungskonferenz-muenchen.de

Karl Heinz Brisch, Univ.-Prof., Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie; Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen; Ausbildung in spezieller Psychotraumatologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er war bis 2020 Vorstand des weltweit ersten Lehrstuhls für Early Life Care und leitete das gleichnamige Forschungsinstitut an der PMU in Salzburg. Seine klinische Tätigkeit und sein Forschungsschwerpunkt umfassen den Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen. Brisch leitete über viele Jahre die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München und entwickelte dort das MOSES®-Therapiemodell zur erfolgreichen Intensiv-Psychotherapie von früh traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Er entwickelte die Präventionsprogramme »SAFE® - Sichere Ausbildung für Eltern« und »B.A.S.E® - Babywatching«, die inzwischen in vielen Ländern Europas, aber etwa auch in Australien, Neuseeland und Russland Verbreitung gefunden haben.  Brisch ist Gründungsmitglied der »Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit« (GAIMH e. V. - German-Speaking Association for Infant Mental Health) und war dort viele Jahre lang im Vorstand. Die GAIMH ist eine Tochtergesellschaft der WAIMH - World Association for Infant Mental Health. Bis 2022 organisierte er die jährlich stattfindende renommierte Internationale Bindungskonferenz (www.bindungskonferenz.de) so wie von 2018 bis 2021 die Internationale Early Life Care Konferenz in Salzburg (www.earlylifecare.at). Brisch verbreitet die Inhalte und Ergebnisse der Bindungs- und Traumaforschung und -psychotherapie auch durch viele Publikationen, Vorträge und die Teilnahme an zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen (www.khbrisch.de).

Karl Heinz Brisch, Univ.-Prof., Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie; Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen; Ausbildung in spezieller Psychotraumatologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er war bis 2020 Vorstand des weltweit ersten Lehrstuhls für Early Life Care und leitete das gleichnamige Forschungsinstitut an der PMU in Salzburg. Seine klinische Tätigkeit und sein Forschungsschwerpunkt umfassen den Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen. Brisch leitete über viele Jahre die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München und entwickelte dort das MOSES®-Therapiemodell zur erfolgreichen Intensiv-Psychotherapie von früh traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Er entwickelte die Präventionsprogramme »SAFE® – Sichere Ausbildung für Eltern« und »B.A.S.E® – Babywatching«, die inzwischen in vielen Ländern Europas, aber etwa auch in Australien, Neuseeland und Russland Verbreitung gefunden haben.  Brisch ist Gründungsmitglied der »Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit« (GAIMH e. V. – German-Speaking Association for Infant Mental Health) und war dort viele Jahre lang im Vorstand. Die GAIMH ist eine Tochtergesellschaft der WAIMH – World Association for Infant Mental Health. Bis 2022 organisierte er die jährlich stattfindende renommierte Internationale Bindungskonferenz (www.bindungskonferenz.de) so wie von 2018 bis 2021 die Internationale Early Life Care Konferenz in Salzburg (www.earlylifecare.at). Brisch verbreitet die Inhalte und Ergebnisse der Bindungs- und Traumaforschung und -psychotherapie auch durch viele Publikationen, Vorträge und die Teilnahme an zahlreichen Radio- und Fernsehsendungen (www.khbrisch.de).

Bindung und Jugend 1
Inhalt 6
Vorwort 8
Einleitung 10
Bindung und Autonomie im Jugendalter 13
Einleitung: Bindung und Autonomie - ein Gegensatz oder zwei assoziierte Entwicklungsthematiken? 13
Bindung und Autonomie im Jugendalter 16
Bindungsmuster im Jugendalter 20
Bindung und Interaktionsverhalten im Jugendalter 27
Bindung, Persönlichkeit und Psychopathologie bei Jugendlichen 29
Zusammenfassung 30
Bindung und Individuation von Jugendlichen aus Trennungsfamilien 37
Einleitung 37
Bindung, Autonomie und Individuation im Jugendalter 38
Jugendliche in Trennungsfamilien 45
Die Individuation Jugendlicher aus Trennungsfamilien 49
Fazit und Ausblick 55
Ein bindungstheoretischer Ansatz zur Behandlung des krankhaften Aufschiebeverhaltens (Prokrastination) von Studenten 63
Einleitung 63
Aufschiebeverhalten - eine allgemeine Beschreibung des Phänomens 64
Warum Prokrastination gerade in der Adoleszenz ein solches Problem ist und warum das Umfeld von College oder Universität die Dinge verschlimmern kann 69
Warum Heranwachsende die Dinge aufschieben 71
Das Modell der Aktionsspirale 76
Wie zeigen sich Bindungsmuster im schulischen/universitären Kontext? 81
Wie wir helfen können 87
Die bindungsbasierte Behandlung Jugendlicher in Fällen von Bindungsverletzung und Empathie-versagung 94
Wechselseitige Bindung und Kommunikation zwischen Eltern und ihrem heranwachsenden Kind 95
Der symptomatische Zyklus, Bindungsverletzungen und Empathieversagungen 98
Stufen der Veränderung - Aktivierung, Re.. exion, Revision/Wiederherstellung 102
Zusammenfassung 109
Substanzmissbrauch im Jugendalter und Bindungserfahrungen: Wissenschaftliche Ergebnisse und Erfahrungen aus der Praxis der Jugend-Suchtstationen clean.kick und clean.kids 113
Ausgangslage 114
Forschungsstand 115
Bindungsrepräsentationen suchtmittelabhängiger Jugendlicher und ihrer Eltern 119
Relevanz der Ergebnisse 125
Behandlung von Substanzen konsumierenden Jugendlichen 127
Fazit 135
"Connect": Ein evidenzbasiertes Bindungsprogramm für Eltern gefährdeter Teenager 140
Einführung 140
Warum stehen Adoleszenz und Bindung im Fokus? 141
"Connect": Die Festigung der Komponenten der Bindungssicherheit 143
Ein bindungsbasiertes Modell der Veränderung 148
Ist das "Connect"-Programm erfolgreich? 149
Abschließende Überlegungen 152
Gefährdete Bindung - Adoption und die Krisenzeit der Pubertät 158
Adoption und das Trauma, abgegeben worden zu sein 158
Bindung und Pubertät 163
Jugendliche Adoptierte in der Therapie 166
Heranwachsende mit desorganisiertem Bindungsmuster verstehen und behandeln - ein Klassifizierungssystem 172
Desorganisierte Bindung bei Kleinkindern 173
Desorganisierte Bindung bei älteren Kindern 175
Frühe desorganisierte Bindung und ihre Folgewirkungen in der Adoleszenz 177
Desorganisierte Bindung und die Gefahr der Dissoziation 178
Dissoziationsmodelle 180
Grade der Dissoziation 182
Klassifizierung innerhalb des desorganisierten Bindungsmusters 184
Einordnung Heranwachsender mit desorganisiertem Bindungsmuster 186
Die Behandlung Heranwachsender mit desorganisiertem Bindungsmuster 189
Fazit 201
Bindungsstil und Traumabewältigung: Zur Frage der Intervention in Fällen junger Kriegsteilnehmer 206
Trauma und psychische Gesundheit 207
Bedrohung aktiviert das Bindungsmuster 208
Trauma und emotionale Steuerung 210
Kognitive Traumabewältigung 215
Trauma und Erinnerungsvermögen 218
Trauma und soziale Beziehungen 221
Schlussfolgerungen für die Traumatherapie 224
Titanic, Arafat und der goldene Fluss. Kulturelle Aspekte in der kunsttherapeutischen Arbeit mit einer palästinensischen Patientin 233
Allgemeine Rahmenbedingungen des Projekts "Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche mit schweren chronischen Erkrankungen" 233
Die Klientin, ihre Lebensbedingungen und das Setting 234
Grundlegende Gedanken 234
Die Behandlung 236
Milieutherapie auf der Station für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Oslo: Eine bindungstheoretische Perspektive 256
Bindungsstrategien 257
Die Station 258
Etwas Neues lernen 261
Die theoretische Perspektive des DMM 264
Die Aufgabe der leitenden Milieutherapeutin 268
Wie lange soll der stationäre Aufenthalt dauern? 270
Verantwortung 272
Was geschieht, wenn Milieutherapeuten allmählich ihre Strategien ändern? 273
"Gnothi seautón" - "erkenne dich selbst"! 274
Bindungsgestörte Jugendliche in Gruppen von Gleichaltrigen: Diagnostik und Therapie 277
Einleitung 277
Aufgaben der Adoleszenz 277
Jugendzeit und Entwicklung des Gehirns 278
Versuche der Stressregulation 279
Psychische Dekompensation 280
Erweiterung der emotionalen Sicherheit von der dyadischen zur Gruppenbindung 280
Bindung, Individuation und Autonomie 281
Typen von Gruppen und Gruppenbindungen 282
Diagnostik 286
Gruppentherapie mit Jugendlichen 287
Zusammenfassung und Ausblick 290
Adressen der Autorinnen und Autoren 296

Erscheint lt. Verlag 27.2.2014
Verlagsort Stuttgart
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Psychologie Allgemeine Psychologie
Medizin / Pharmazie Medizinische Fachgebiete Psychiatrie / Psychotherapie
Schlagworte Adoption und Pflegekinder • Aggression • Ängste • Bindung • Bindungsaufbau • Bindungsbasierte Beratung und Therapie • Bindungserfahrung • Bindungsforschung • Bindungspsychotherapie • Bindungssystem • Depression • desorganisierte Bindung • Dissoziation • Drogenmissbrauch • Entwicklungspsychologie • Erzieher • Erziehung • Essstörungen • Gewalt • Gruppenbindung • Kindergarten • Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie • Kinder- und Jugendpsychiatrie • Kita • Kleinkind • Krankenschwester • Paarbeziehung • Pädagogik • Pädiatrie • Peer Group • Prävention • Psychologie • Psychologische Beratung • Psychotherapie • Schlafstörungen • Seelsorge • sexuelle Schwierigkeiten • Sozialarbeit • Suizidalität • Übersteigertes Bindungsverhalten • Wachstumsverzögerungen • Wutanfälle
ISBN-10 3-608-20198-X / 360820198X
ISBN-13 978-3-608-20198-7 / 9783608201987
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