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Sexualisierte Gewalt gegen Jungen: Prävention und Intervention (eBook)

Ein Handbuch für die Praxis
eBook Download: PDF
2013
X, 332 Seiten
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Verlag)
978-3-658-04071-0 (ISBN)

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Sexualisierte Gewalt gegen Jungen: Prävention und Intervention -
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Spätestens seit der großen Aufdeckungswelle von Missbrauchsfällen in (kirchlichen und reformpädagogischen) Einrichtungen im Jahre 2010 ist für eine größere Öffentlichkeit deutlich geworden, dass auch männliche Kinder und Jugendliche in großer Zahl von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Besonders beunruhigend war in diesem Zusammenhang die Einsicht, dass die meisten Betroffenen über viele Jahrzehnte Stillschweigen behielten über das, was ihnen angetan worden war. Und auch die psycho-soziale Arbeit und politisch Verantwortliche haben lange Zeit über die männlichen Betroffenen hinweggeschaut. Nicht zuletzt im Rahmen des Runden Tisches, den die Bundesregierung zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle einberufen hat, ist der Ruf nach geeigneten - d. h. auch geschlechtssensiblen - Hilfen für die Opfer sexualisierter Gewalt laut geworden. Mit diesem Buch wird erstmals ein Überblick über das Spektrum an Hilfen für männliche Betroffene gegeben. Dazu werden geschlechtssensible Konzepte für präventives Handeln vorgestellt und Einblicke in die Arbeit im deutschsprachigen Ausland gegeben. Das Buch führt zu der überraschenden Einsicht, dass - fast im Verborgenen - eine sehr professionelle, differenzierte und entwicklungsfähige Präventions- und Hilfekultur entstanden ist, die auf eine vielfältige Methodik und eine große Menge praktischer Handlungsideen verweisen kann.



Dr. Peter Mosser ist Diplompsychologe und Mitarbeiter einer Beratungsstelle für männliche Opfer sexualisierter Gewalt (kibs) in München.

Hans-Joachim Lenz hat ein Büro für Beratung, Bildung und Forschung (Forsche Männer & Frauen) in Ebringen bei Freiburg im Breisgau.

Dr. Peter Mosser ist Diplompsychologe und Mitarbeiter einer Beratungsstelle für männliche Opfer sexualisierter Gewalt (kibs) in München. Hans-Joachim Lenz hat ein Büro für Beratung, Bildung und Forschung (Forsche Männer & Frauen) in Ebringen bei Freiburg im Breisgau.

Inhalt 5
Vorwort 7
Einleitung 11
I. Gesellschaftspolitische Hintergründe 13
Wenn der Domspatz weiblich wäre … Über den Zusammenhang der Verdeckung sexualisierter Gewalt an Männern und kulturellen Geschlec 14
Abstract 14
Schlagwörter: 14
Gedankenexperimente 14
1. Eindrückliche Erlebnisse 15
2. Die kulturelle Verdeckung der männlichen Verletzbarkeit 17
3. „Belastbare Erkenntnisse“ – ja wo bleiben sie denn? 18
4. Odenwaldschule, Canisiuskolleg: Fässer ohne Boden? 21
5. Öffentliche Aufmerksamkeit – die Politik muss reagieren 23
6. Die Unabhängige Beauftragte – wo bleibt „Gender im Mainstream“? 25
7. Eine kritische Bilanz des Runden Tisches 27
8. Beschneiden ohne Einwilligung50 30
9. Meine Kritik der Beschneidung: Ein Ausdruck patriarchalen Denkens 33
10. Gewalt gegen Männer und ihre kulturelle Verdeckung 34
11. Fazit: Interessengeleitete Ausblendungen 35
Literaturverzeichnis 36
Methode 37
II. Prävention 40
Auftritt vor Ort – Prävention von sexueller Gewalt an Jungen1 im öffentlichen Raum 41
Abstract 41
Schlagwörter: 41
1. Einleitung 42
2. Risiken für Jungen 43
3. Täter und Täterinnen, Täterstrategien und Auswege 46
4. Auftritt vor Ort. Methoden in der Präventionsarbeit mit Jungen 51
5. Prävention in Schulen und Einrichtungen 53
6. Beratung, Clearing, weiterführende Hilfen 59
7. Vernetzung 60
8. Digitale Medien und sexuelle Gewalt 61
9. Strukturelle Prävention 62
Literatur 63
Methoden 64
Jungen Erlaubnisse erteilen – Sekundärprävention sexualisierter Gewalt mit multimedialer Unterstützung 69
Abstract 69
Schlagwörter: 69
Jungen werden durch Jungenarbeit erreicht 70
Sexualisierte Gewalt kann Bestandteil jungenspezifischerLebenswelten sein 73
Prävention soll sexuelle Gewalt und ihre möglichen Auswirkungen verhindern 74
Jungenarbeit und Prophylaxe sexueller Gewalt haben ähnliche Ziele 77
Prophylaxe verlangt nach Klarheit in Bezug auf Ressourcen, Zielgruppe und thematische Inhalte 78
In jeder Zielgruppe sind potentielle Opfer und Täter 79
Prophylaxe verlangt nach einer Auswahl von Themen und Inhalten 79
Sexualpädagogik ersetzt keine Prophylaxe sexuellen Missbrauchs und umgekehrt 81
Es ist schwer zu wissen, wann man(n) sich Hilfe holen darf. 82
Es soll schon klar sein, worüber geredet wird 84
Jungen brauchen Erlaubnisse, Entlastung von Zwängen und Entlassung aus Zwängen 84
Pädagogische Ziele mit den entsprechenden Themen lassen sich durch viele verschiedene Methoden erreichen 85
Multimedial-gestützte Methoden machen Jungen Spaß und mehr 87
Jungen brauchen Sicherheit, Orientierung und Verbindlichkeit, die Halt bietet 89
Literatur 92
Methoden 94
Präventive Haltung und Arbeit in der schulischen Prävention zum Thema sexualisierte Gewalt 98
Abstract 98
Schlagwörter: 98
Geschlechtsspezifische Aspekte männlicher Betroffener 99
Männlicher Kursleiter oder weibliche Kursleiterin? 100
Präventive Haltung 101
Vertrauensbasis zu Jungen 103
Nähe und Distanz 106
Wie motiviere ich Jungen? 106
Qualitätsprinzipien in der Prävention 108
Zusammenfassung 110
Literatur 111
Methode 112
III. Intervention 114
Gruppenarbeit mit männlichen Opfern von (sexualisierter) Gewalt: Projekt mit 8–10-jährigen Jungen bei Neue Wege in Bochum 115
Abstract 115
Schlagwörter: 115
1. Einleitung 115
2. Vorüberlegungen 116
2.1 Setting 116
2.2 Auswahl der Jungen 117
2.3 Zeitlicher Rahmen 118
2.4 Einzel- und Gruppentherapie 118
2.5 Einbeziehen von Angehörigen und Betreuern 119
2.6 Struktur der Gruppenstunden 119
3. Die Gruppentherapie 120
3.1 Regeln 122
3.2 Gewalt 123
3.3 Spielen 128
3.4 Essen 129
3.5 Einbeziehen von Angehörigen und Betreuern in den Therapieprozess 130
3.6 Auswertung und Ende der Gruppenstunden 130
4. Auswertung und Schlussfolgerungen 130
4.1 Bedingungen für eine kontinuierliche Weiterführung der Arbeit 134
4.2 Das Ende der Gruppe ist nicht das Ende der Therapie 134
4.3 Was wir uns wünschen 134
Methode 135
Empört euch – engagiert euch! Traumapädagogik und Traumabegleitung bei sexueller Gewalt an Jungen 138
Abstract 138
Schlagwörter: 138
1. Einleitung 138
2. Auf die Haltung kommt es an 140
3. Was ist ein Psychotrauma? 142
4. Psychoedukation 145
4.1 Zielgruppen einer traumabezogenen Psychoedukation 145
4.2 Informationen zur Entstehung einer PTBS sowie zu Risiko- und Schutzfaktoren 146
4.3 Beratung und Einbeziehung des sozialen Umfelds 148
4.4 Die Rolle der Peergroups und erweiterter Bezugsgruppen 149
4.5 Formen der PTBS 150
5. Diagnostik 152
6. Die traumazentrierte Fachberatung (TFB) – Praxisteil 153
6.1 Ziele der TFB sind: 153
6.2 Welche Forderungen kann ich an Menschen mit einer PTBS stellen? 154
7. Kurzer praktischer Leitfaden für professionelle Helfer 155
7.1 Grundsätzliches 155
7.2 Tipps im Umgang mit Polizei und Justiz 157
7.3 Die Hauptursache aller Probleme sind Lösungen (Bloch, 1998: 52). 158
7.4 Grundsätzliche Entlastungen bieten 160
8. Psychotherapeutische Methoden 160
9. Fazit 161
Information zur Weiterbildung 165
Literatur 165
Methoden 165
Die Angst vor der Retraumatisierung des Klienten 170
Abstract 170
Schlagwörter: 170
1. Erkenntnisse über neurophysiologische Zusammenhänge und Funktion-sweisen: 172
2. Die unterschiedlichen Wünsche des/der KlientIn: 172
3. Die unterschiedlichen Wünsche und/oder Überzeugungen derTherapeuten beziehungsweise Beraters: 173
Methode 175
„Ich war doch schon immer der Fußabtreter für alle …“ – Mehrfachbetroffenheit männlicher Opfer sexualisierter Gewalt 178
Abstract 178
Schlagwörter: 178
Verschiedene Gewaltformen – Unterschiede und Gemeinsamkeiten 181
Öffentliche Bewertungen und Umgangsweisen im Hilfesystem 184
Wie schlimm ist welcher sexuelle Missbrauch? Wie schlimm ist welche Gewalt? 187
„Das Schlimmste war, dass die Kumpel mich dann gedisst haben.“ Mobbinggewaltwiderfahrnisse von sexuell traumatisierten Jungen 190
Die manchmal krummen Pfade der Aufdeckung von Gewaltwiderfahrnissen und Zugangswege zu Hilfen 193
Sexuell traumatisierte Jungen brauchen ein spezialisiertes Beratungsangebot – aber welches? 197
Schluss 200
Literatur 201
Methode 203
Grenzverletzende Kinder und Jugendliche – verletzte Menschen mit verletzten Grenzen?! Traumapädagogische Arbeit mit sexuell übergriffigen Kindern und Jugendlichen 205
Abstract 205
Schlagwörter: 205
Ben – ein Fallbeispiel 205
„Da war ich wie ein Roboter, den ich beobachtet habe…“ 212
Fazit 216
„Ich nehme mir etwas Ungekonntes gewaltvoll, weil ich es gekonnt nichtkann…“ – Sexuell übergriffige Kinder und Jugendliche 216
Grenzverletzende Menschen sind verletzte Menschen mit verletzten Grenzen 220
Möglichkeiten traumapädagogischen Handelns mit sexuell übergriffigenKindern und Jugendlichen 222
Kinder verarbeiten Traumata unterschiedlich 225
Traumapädagogische Grundhaltungen 226
„Jedes Ich ist viele Teile.“ 231
Ben: „Da war ich wie ein Roboter – da muss man mal etwas machen!“ 235
Wo liegen die Besonderheiten in der Haltung für die Arbeit mittraumatisierten sexuell übergriffigen Kindern und Jugendlichen? 238
Zusammenfassung und Fazit 240
Und Ben? 241
Literatur 242
Methoden 245
Grundelemente einer Methodik für die psychosoziale Arbeit mit sexuell misshandelten Jungen 256
Abstract 256
Schlagwörter: 256
I. Direkte Interventionen 258
1. Bewegliche Kontaktgestaltung 259
2. Freiheitsgrade der Gestaltbarkeit 261
3. Reflexion von Elementen einer Missbrauchsbeziehung 262
4. Vermeidung überfordernder Fragen 263
5. Variable Settings 264
6. Lebensweltorientierte, nachgehende Arbeit 265
7. Beziehungsarbeit unter Berücksichtigung der „optimalen Distanz“ –das Prinzip der Reziprozität 266
8. Ressourcenorientierung 268
9. Handlungsorientierung 269
10. Entwicklung einer gemeinsamen Sprache: Die „Besprechbarkeit des Unaussprechlichen“ 270
11. Im Spannungsfeld zwischen Vergegenwärtigung und Verarbeitung:Von „small stories“ zum „life narrative“ 271
12. Retraumatisierung vs Komplizenschaft mit der Verleugnung 273
13. Techniken der inneren Distanzierung – allgemeine Bemerkungen 275
14. Techniken der inneren Distanzierung – Psychoedukation 275
15. Techniken der inneren Distanzierung – Präsentation von Vergleichsschablonen 277
16. Techniken der inneren Distanzierung – Zirkuläres Fragen 278
17. Konstruktion und Utilisierung konkreter Aufträge 278
18. Abgleichen von Geschwindigkeiten – permanente Auftragsklärung 279
19. Abkehr von der normativen Zielvorstellung der Notwendigkeit einer langfristigen, kontinuierlichen Gesprächspsychotherapie 281
II. Indirekte Interventionen 259
20. Netzwerkorientierung 282
21. Hilfesysteme und Klientensysteme 284
22. Inhaltliche Aspekte indirekter Arbeit 286
23. Nebenschauplätze mit Sogwirkung 288
24. Arbeit mit Eltern 289
Fazit 292
Literatur 293
Methoden 293
IV. Ausland 297
Prozessbegleitung für männliche Betroffene von sexuellerGewalt in Österreich Geschichte und Stand der Unterstützung von männlichenGewaltopfern in Strafverfahren 298
Abstract 298
Schlagwörter: 298
Prozessbegleitung in Österreich – von den Anfängen 298
Prozessbegleitung – Wie funktioniert das? 300
Prozessbegleitung – Situationsüberblick in Österreich 304
Prozessbegleitung für männliche Betroffene: Buben, Burschen und Männer 307
Anfragen von männlichen Betroffenen als Spiegel männlicher Verarbeitungswege 309
Zusammenfassung 312
Literatur 313
Methoden 313
Männliche Opfer von Sexualdelikten zwischen psychologischrechtlicher Beratung und ihrer Tabuisierung 318
Abstract 318
Schlagwörter: 318
Einleitung 318
Auftrag und Arbeit der Opferhilfe Sankt Gallen 319
Auf der Suche nach der Dunkelziffer: Statistische Betrachtungen zur sexualisierten Gewalt an männlichen Opfern 321
Widerstände gegen eine Aufdeckung sexualisierter Gewalt an männlichen Opfern 323
Opferhilfe in der Praxis 324
Fazit und Ausblick 327
Literatur 328
Methode 328
Autorenverzeichnis 330

Erscheint lt. Verlag 31.12.2013
Zusatzinfo X, 332 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Geisteswissenschaften Psychologie
Medizin / Pharmazie Medizinische Fachgebiete Psychiatrie / Psychotherapie
Sozialwissenschaften Pädagogik
Schlagworte      • Intervention • männliche Opfer • Prävention • Prävention; Praxisansätze; Trauma;     • Praxisansätze • Sexueller Missbrauch • Sexueller Missbrauch; männliche Opfer; Intervention; • Trauma
ISBN-10 3-658-04071-8 / 3658040718
ISBN-13 978-3-658-04071-0 / 9783658040710
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