Ernst Wilhelm Baader (1892-1962) und die Arbeitsmedizin im Nationalsozialismus
Seiten
2013
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-64327-3 (ISBN)
Peter Lang Gmbh, Internationaler Verlag Der Wissenschaften
978-3-631-64327-3 (ISBN)
Der Arbeits- und Gewerbemediziner E.W. Baader (1892-1962) schloss sich als Arzt, Dozent und Sanitätsoffizier auf verschiedenen Handlungsfeldern der NS-Ideologie an (gesundheitliche Überwachung des KZ Breendonk; Menschenversuche). Umfassende Archivstudien werfen ein neues Licht auf Baader, die prägende Kraft der deutschen Arbeitsmedizin nach 1945.
Arbeit, Leistung und Gesundheit wurden im Nationalsozialismus ideologisch gefasst. E.W. Baader (1892-1962) setzte sich für eine fachliche Expansion und politische Aufwertung der Arbeitsmedizin ein. Er profitierte davon, dass renommierte Fachkollegen jüdischer Herkunft vertrieben wurden. Indem er seine klinisch-kasuistische Sichtweise gesundheitspolitisch und universitär zu verankern suchte, schloss er sich auf verschiedenen Handlungsfeldern der NS-Ideologie an, war in den Kriegsjahren als Sanitätsoffizier auch für die gesundheitlichen Verhältnisse in dem belgischen KZ Breendonk zuständig und ließ Menschenversuche an Zwangsarbeitern in Berlin durchführen. Die Studie wertet umfangreiches Archivmaterial aus und gelangt zu einer differenzierten Sicht auf Baader, der in den frühen Jahren der Bundesrepublik die prägende Kraft und das internationale Gesicht der deutschen Arbeitsmedizin werden sollte.
Arbeit, Leistung und Gesundheit wurden im Nationalsozialismus ideologisch gefasst. E.W. Baader (1892-1962) setzte sich für eine fachliche Expansion und politische Aufwertung der Arbeitsmedizin ein. Er profitierte davon, dass renommierte Fachkollegen jüdischer Herkunft vertrieben wurden. Indem er seine klinisch-kasuistische Sichtweise gesundheitspolitisch und universitär zu verankern suchte, schloss er sich auf verschiedenen Handlungsfeldern der NS-Ideologie an, war in den Kriegsjahren als Sanitätsoffizier auch für die gesundheitlichen Verhältnisse in dem belgischen KZ Breendonk zuständig und ließ Menschenversuche an Zwangsarbeitern in Berlin durchführen. Die Studie wertet umfangreiches Archivmaterial aus und gelangt zu einer differenzierten Sicht auf Baader, der in den frühen Jahren der Bundesrepublik die prägende Kraft und das internationale Gesicht der deutschen Arbeitsmedizin werden sollte.
Karl-Heinz Leven, Medizinhistoriker, ist Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen-Nürnberg; Philipp Rauh ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter.
Inhalt: Arbeits- und Leistungsmedizin in Kaiserreich und Weimarer Republik - NS-Leistungsgedanke - E.W. Baaders Herkunft und Ausbildung - 1933/34: Universitätsinstitut für Berufskrankheiten - Parteigenosse - Baader und der staatliche Rassismus - Beratender Internist des Heeres - "Hölle von Breendonk" - Humanexperimente - Nach 1945: Entnazifizierung - Honorarprofessor - Arbeitsmedizinischer Entwicklungshelfer - Kritisches Resümee.
| Erscheint lt. Verlag | 27.6.2013 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Medizingeschichte im Kontext ; 18 |
| Mitarbeit |
Herausgeber (Serie): Karl-Heinz Leven |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 148 x 210 mm |
| Gewicht | 440 g |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Geschichte ► Regional- / Ländergeschichte |
| Medizin / Pharmazie ► Allgemeines / Lexika | |
| Schlagworte | 1892 • 1962 • Arbeitsmedizin • Baader • Deutsche • Ernst • Gewerbemedizin • Heinz • Karl • Konzentrationslager • KZ Breendonk • Leven • Menschenversuche • Nationalsozialismus • Philipp • rauh • Simulantenjagd • Vergangenheitsbewältigung • Wilhelm • Zwangsarbeiter |
| ISBN-10 | 3-631-64327-6 / 3631643276 |
| ISBN-13 | 978-3-631-64327-3 / 9783631643273 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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