Wissensintegration und Handeln in Gruppen (eBook)
XXI, 309 Seiten
Deutscher Universitätsverlag
978-3-8350-9146-7 (ISBN)
Dr. Natalja Menold promovierte bei Prof. Dr. Uwe Kleinbeck an der Fakultät Humanwissenschaften und Theologie der Universität Dortmund. Ihre aktuellen Forschungsinteressen liegen im Bereich der computerunterstützten Kooperation sowie der Kognition und Motivation auf der Gruppenebene
Dr. Natalja Menold promovierte bei Prof. Dr. Uwe Kleinbeck an der Fakultät Humanwissenschaften und Theologie der Universität Dortmund. Ihre aktuellen Forschungsinteressen liegen im Bereich der computerunterstützten Kooperation sowie der Kognition und Motivation auf der Gruppenebene
Geleitwort 6
Danksagung 8
Inhaltsverzeichnis 10
Abbildungsverzeichnis 14
Tabellenverzeichnis 16
Tafelnverzeichnis 20
Begriffliche Abkürzungen 22
1. Einleitung 23
2. Theoretische Grundlagen 31
2.1 Funktionen und Charakteristika der Gruppenaufgabe „Entwicklung soziotechnischer Systeme" 33
2.2 Wissensintegration 38
2.3 Zusammenhänge zwischen der Wissensintegration und dem Handeln in Gruppen 77
2.4 Wirkung auf die Wissensintegration durch Personen-/Gruppenfaktoren 87
2.5 Metaplan-Moderation und STWT als Maßnahmen zur Unterstützung der Wissensintegration und des Handelns in Gruppen 89
2.6 Fragestellung 103
3. Überblick über das empirische Vorgehen 105
4. Experimentelle Felduntersuchung mit Studierenden 109
4.1 Operationalisierung der Variablen 110
4.2 Operationale Hypothesen 145
4.3 Methode 151
4.4 Ergebnisse 169
4.5 Diskussion 197
5. Fallstudie im Speditionsunternehmen 209
5.1 Fragestellung 210
5.2 Methode 211
5.3 Ergebnisse 219
5.4 Diskussion der Ergebnisse 238
5.5 Verbesserungsmöglichkeiten des STWT zur Förderung der Wissensintegration 242
6. Gesamtdiskussion und Ausblick 245
6.1 Beantwortung der Fragestellung der Arbeit 245
6.2 Wissenschaltlicher Beitrag der Arbeit 249
6.3 Diskussion des methodischen Vorgehens 251
6.4 Ausblick 253
Zusammenfassung 257
Literatur 259
Anhang 283
Anhang 1: Moderationsabläufe in der empirischen Felduntersuchung 283
Anhang 2: Instruktion für die Moderatoren in der experimentellen Felduntersuchung 291
Anhang 3: Instruktionen für die Teilnehmer der experimentellen Felduntersuchung 292
Anhang 4: Unterlagen zu Verfahren in der experimentellen Felduntersuchung 297
Anhang 5: Ratingskalen zur Erhebung des Meta-Wissens 310
Anhang 6: Ablauf des STWT-Workshops in der Fallstudie 311
Anhang 7: Unterlagen zu Verfahren in der Fallstudie 313
Anahng 8: Beschreibung der Wissensstrukturen der Gruppe auf der Objekt-Ebene in der Fallstudie 322
Anahng 9: Beschreibung der Wissensstrukturen der Gruppe auf der Meta-Ebene in der Fallstudie 327
2. Theoretische Grundlagen (S.9)
Unterstützung oder Forderung von Gruppen zielt auf die Mobilisierung der Gruppenressourcen, um die Gruppeneffektivität zu erhöhen. Die Forderung der Wissensintegration und des koordinierten Handelns bei der Entwicklung sozio-technischer Systeme bezweckt letztendlich auch eine Maximierung der Gruppeneffektivität, die sich in der Gruppenleistung und in den von der Gruppe angesteuerten Veränderungen niederschlägt. Verschiedene Faktoren, die als Charakteristika oder Konstituenten der Wissensintegration verstanden werden können, sind zunehmend in verschiedenen Rahmenmodellen der Gruppeneffektivität zu finden (bei Gebert, 2004, Scholl 2003, Tannenbaum, Beard &, Salas, 1992).
Betrachten wir z. B. das Modell von Tannenbaum et al. (1992) - dargestellt in Abbildung 1. Es zählt zu Input-Prozess-Output-Modellen der Gruppeneffektivität (IPO-Modelle, z. B. Gist, Loke &, Taylor, 1987, Gladstein, 1984, Hackman, 1983). In den IPO-Modellen werden verschiedene Charakteristika der Individuen, der Gruppe oder der Aufgabe als Inputvariablen verstanden, die die Gruppenprozesse (z. B. Kommunikation, Kooperation, Koordination) beeinflussen. Als Output dient die Gruppeneffektivität, die bei Tannenbaum et al. (1992) Gruppenleistung, individuelle Veränderungen und Veränderungen auf der Gruppenebene umfasst.
Die Gruppenprozesse vermitteln zwischen den Inputvariablen und den Outputvariablen (vgl. Abbildung 1). Im IPO-Modell von Tannenbaum et al. (1992) gehören geteilte mentale Modelle {SMM) zu den Teamressourcen als eine Inputvariable, sie sind ein Charakteristikum des teamrelevanten Wissens, das die Teamkompetenzen ausmacht (Cannon-Bowers, Tannenbaum, Salas &, Volpe, 1995). Die Wirkung gemeinsamer mentaler Modelle auf die Gruppenleistung, vermittelt durch die Prozesse Kommunikation, Koordination, Kooperation und Nutzung von Ressourcen wurde im Rahmen des IPO-Ansatzes bereits belegt (Marks, Burke, Sabella &, Zaccaro, 2002, Mathieu et al., 2000, 2005, Stout, Cannon-Bowers, Salas &, Milanovich, 1999). Zugleich wurde gezeigt, dass geteilte mentale Modelle das gemeinsame Handeln unterstützen (vgl. Salas et al., 2004).
Die IPO-Modelle verdeutlichen, wie komplex die Funktionsweise von Gruppen ist, indem sie zahlreiche Einflussgrößen der Gruppeneffektivität benennen und strukturieren. Sie erlauben jedoch keine Aussagen über das Zusammenspiel von Variablen (vgl. Scholl, 2003). Das betrifft auch das IPO-Modell von Tannenbaum et al. (1992). Im Kontext der Unterstützung der Wissensintegration und des Handelns in Gruppen interessiert jedoch, wie sich bestimmte Inputvariablen gegenseitig beeinflussen, welche bestimmte Inputvariablen sich auf welche bestimmte Prozesse auswirken usw. Beispielsweise ist es wichtig zu wissen, welche weiteren Gruppencharakteristika und Charakteristika der Individuen eine Wirkung auf die geteilten mentalen Modelle ausüben.
Dies ist im Rahmen der Evaluation einer Maßnahme, die sich auf die Wissensintegration auswirkt, notwendig, um plausible rivalisierende Erklärungen ausschließen bzw. kontrollieren zu können. Aus diesem Modell ist auch nicht ableitbar, wie die Wissensintegration (als Schaffung von SMM) in einer Gruppe erfolgt und wie sie charakterisiert werden kann, sowie welche Zusammenhänge die Wissensintegration mit dem Handeln in Gruppen aufweist.
Offen bleibt auch die Frage, auf welchen Wegen eine konkrete Maßnahme eine Wirkung auf die Wissensintegration und das Handeln in Gruppen ausübt. Um diese Fragen auf der theoretischen Ebene beantworten zu können, müssen weitere Modelle und entsprechende Forschungsergebnisse herangezogen werden.
| Erscheint lt. Verlag | 24.10.2007 |
|---|---|
| Vorwort | Prof. Dr. Uwe Kleinbeck |
| Zusatzinfo | XXI, 309 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Wissensintegration als eine Voraussetzung des Handelns in Gruppen und ihre Förderung im Kontext der computerunterstützten Kooperation |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Psychologie |
| Medizin / Pharmazie ► Medizinische Fachgebiete ► Psychiatrie / Psychotherapie | |
| Sozialwissenschaften ► Pädagogik | |
| Sozialwissenschaften ► Politik / Verwaltung | |
| Sozialwissenschaften ► Soziologie | |
| Schlagworte | Computerunterstütztes Collaboratives Lernen • Learning and Instruction • Motivation • Motivation und Handeln • Organisation • sozio-technische Systeme • Teams und Arbeitsgruppen • Wissensintegration • Wissensmanagement |
| ISBN-10 | 3-8350-9146-8 / 3835091468 |
| ISBN-13 | 978-3-8350-9146-7 / 9783835091467 |
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