Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Nachwuchsförderung im Sport (eBook)

Ein Beitrag zur Analyse und Entwicklung der Nachwuchsförderung in der Schweiz aus systemtheoretischer Sicht

(Autor)

eBook Download: PDF
2008 | 2008
XXI, 358 Seiten
Deutscher Universitätsverlag
978-3-8350-5541-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Nachwuchsförderung im Sport - Frank Heinzmann
Systemvoraussetzungen
53,94 inkl. MwSt
(CHF 52,70)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Frank Heinzmann analysiert die Nachwuchsförderung in der Schweiz aus systemtheoretischer Perspektive. Die Überprüfung erfolgt durch ein Modell, das ein kybernetisches Design verwendet. 22 Variablen mit unterschiedlicher Wirkungsweise werden als systemrelevant und zentral eingestuft.

Dr. Frank Heinzmann promovierte bei Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki am Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich. Er leitet das Amt für Bildung und Sport der Stadt Thun.

Dr. Frank Heinzmann promovierte bei Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki am Institut für Strategie und Unternehmensökonomik der Universität Zürich. Er leitet das Amt für Bildung und Sport der Stadt Thun.

Vorwort 6
Executive Summary 8
Inhaltsübersicht 10
Inhaltsverzeichnis 12
Abbildungsverzeichnis 16
Tabellenverzeichnis 19
Abkürzungsverzeichnis 21
Teil I Einleitung und Grundlagen 22
1 Einleitung 23
1.1 Ausgangslage und Problemstellung 23
1.2 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands 30
1.3 Forschungshypothesen 33
1.4 Zielsetzung der Arbeit 34
1.5 Forschungsmethode 36
1.6 Aufbau der Arbeit 38
2 Grundlagen zum Sport 40
2.1 Begriff und Abgrenzung 40
2.1.1 Sportbegriff 40
2.1.2 Sportmerkmale 42
2.1.3 Sportmotive 43
2.1.4 Sportfunktionen 47
2.2 Sport in der Schweiz 49
2.2.1 Aktivität und Förderung 50
2.2.2 Institutionen 54
2.2.3 Zentrale Aspekte 55
2.3 Nachwuchssport 56
2.3.1 Begriff und Ziele 56
2.3.2 Strukturen und Akteure 57
2.3.3 Bedeutung und Probleme 59
2.3.4 Fazit Nachwuchssport 61
3 Ökonomische Ansätze zur Analyse der Nachwuchsförderung 62
3.1 Einführung 62
3.2 Neue Institutionenökonomik 63
3.2.1 Property-Rights-Theorie 64
3.2.1.1 Externe Effekte 65
3.2.1.2 Verdünnung von Verfügungsrechten 66
3.2.2 Transaktionskostentheorie 67
3.2.2.1 Arten von Transaktionskosten 68
3.2.2.2 Einflussgrössen auf Transaktionskosten 69
3.2.3 Prinzipal-Agent-Theorie 72
3.2.3.1 Probleme der Prinzipal-Agent-Beziehungen 73
3.2.3.2 Lösungsansätze für den Agency-Konflikt 75
3.2.4 Übersicht Neue Institutionenökonomik 76
3.3 Nachwuchsförderung in der Neuen Institutionenökonomik 78
3.3.1 Akteure und Ansätze 78
3.3.2 Grenzen der Neuen Institutionenökonomik 81
4 Systemtheoretische Grundlagen 84
4.1 Historische Entwicklung 84
4.2 Systembegriff 88
4.3 Systemeigenschaften 91
4.4 Systemarten 94
4.4.1 Natürliche Systeme 95
4.4.2 Technische Systeme 95
4.4.3 Soziale Systeme 96
4.4.4 Psychische Systeme 97
4.5 Systemmethoden 98
4.5.1 Positivistische quantitative Methode 99
4.5.2 Hermeneutisch qualitative Methode 101
4.5.3 Positivismus versus Hermeneutik 103
4.5.4 Integrative Systemmethoden 105
4.5.4.1 Ansatz Gomez/Probst 106
4.5.4.2 Ansatz Vester 108
4.5.4.3 Hauptunterschiede zwischen Gomez/Probst und Vester 110
4.5.5 Zusammenfassung Systemmethoden 111
Teil II Modell und Anwendung 114
5 Modell 115
5.1 Einführung und Modellierungsprozess 115
5.2 Modellaufbau und Methodenwahl 117
5.2.1 Systembeschreibung 118
5.2.1.1 Anspruchsgruppen beschreiben 118
5.2.1.2 Variablensatz definieren 120
5.2.2 Systemmodellierung 121
5.2.2.1 Wirkungsgefüge aufbauen 121
5.2.2.2 Variablenbeziehungen bestimmen 122
5.2.3 Systemanalyse 126
5.2.3.1 Regelkreise analysieren 126
5.2.3.2 Einflussmatrix festhalten 128
5.2.3.3 Rollenverteilung vornehmen 130
5.2.4 Systemsimulation 134
5.2.4.1 Teilszenarien entwickeln 134
5.2.4.2 Simulationen durchführen 135
5.3 Zusammenfassendes Analyseraster 139
6 Untersuchungsdesign 140
6.1 Methodische Grundlagen 140
6.2 Computergestützte Arbeitshilfe 143
6.3 Auswahl der Interviewpartner 145
6.4 Aufbau und Durchführung des Forschungsprozesses 146
7 Anwendung in der Nachwuchsförderung 150
7.1 Einleitende Bemerkungen 150
7.2 Systembeschreibung 151
7.2.1 Anspruchsgruppen des Systems zur Nachwuchsförderung 151
7.2.1.1 Personenbezogenes Umfeld eines Nachwuchsathleten 151
7.2.1.2 Institutionenbezogenes Umfeld eines Nachwuchsathleten 161
7.2.1.2.1 Öffentlich-rechtlicher Bereich 161
7.2.1.2.2 Privatrechtlicher Bereich 166
7.2.1.2.3 Koordinationsinstanzen 174
7.2.2 Systemrelevanter Variablensatz 180
7.3 Systemmodellierung 193
7.3.1 Wirkungsgefüge und Variablenbeziehungen 193
7.3.1.1 Zentraler Kreislauf des Wirkungsgefüges 194
7.3.1.2 Erweiterung des Wirkungsgefüges um Förderbereich 1 197
7.3.1.3 Erweiterung des Wirkungsgefüges um Förderbereich 2 199
7.3.1.4 Erweiterung des Wirkungsgefüges um Förderbereich 3 202
7.3.1.5 Erweiterung des Wirkungsgefüges um Förderbereich 4 204
7.3.1.6 Erweiterung des Wirkungsgefüges um Förderbereich 5 207
7.3.1.7 Erweiterung des Wirkungsgefüges um Förderbereich 6 208
7.3.1.8 Erweiterung des Wirkungsgefüges um ergänzende Aspekte 212
7.3.1.9 Zusammenfassung Wirkungsgefüge 216
7.4 Systemanalyse 216
7.4.1 Regelkreisanalyse 216
7.4.2 Einflussmatrix 224
7.4.3 Rollenverteilung 227
7.5 Systemsimulation 239
7.5.1 Exemplarisches Teilszenario und Simulationen 239
7.5.2 Kerngefüge und Problembereiche des Teilszenarios 243
7.5.3 Aufbau und Interpretation des Teilszenarios 245
7.5.4 Simulationen und Policy-Tests 248
7.5.4.1 Simulation 1: Fussballverband versus Fussballvereine 249
7.5.4.1.1 Simulation ohne Intervention 250
7.5.4.1.2 Policy-Test durch Intervention 253
7.5.4.1.3 Zusammenfassung der Ergebnisse im Fussball 256
7.5.4.2 Simulation 2: Handballverband versus Handballvereine 257
7.5.4.2.1 Simulation ohne Intervention 257
7.5.4.2.2 Policy-Test durch Intervention 261
7.5.4.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse im Handball 267
7.6 Zusammenfassung und Beurteilung der Ergebnisse 268
Teil III Schlussbetrachtung 278
8 Zusammenfassung und Ausblick 279
8.1 Zusammenfassung 279
8.2 Schlussfolgerung 283
8.3 Methodische Aspekte 285
8.4 Ausblick 291
Literaturverzeichnis 295
Anhang 315
Anhang A: Verzeichnis Experten 315
Anhang B: Abbildungen vergrössert 317
Anhang C: Tabellenfunktionen 334
Anhang D: Ergebnisse Athletenbefragung 346

7 Anwendung in der Nachwuchsförderung (S. 129-130)

„Ausdauer ist wirkungsvoller als Gewalt, und viele Dinge, die sich nicht bewältigen lassen, so lange sie gebündelt sind, lassen sich lösen, wenn sie Stück für Stück in Angriff genommen werden." Plutarch (50 - 125 n. Chr.)

7.1 Einleitende Bemerkungen

Komplexe Systeme unterscheiden sich von einfachen durch ihre Dynamik, welche sich primär durch die zeitliche Abhängigkeit und die Intensität zwischen den Elementen charakterisiert. Komplexe Systeme sind somit weit mehr als das blosse Nebeneinander zusammenhängender Teile, denn jedes Element eines Systems steht zu jeder Zeit mit anderen Elementen in Wechselwirkung. Ohne diese Beziehungen zu erkennen, wird man ein System nie verstehen und in der Folge auch nie gestalten können.516 Bei der Vernetzung eines Systems ist deshalb entscheidend, welches Element mit welchem anderen wie verbunden ist.

Beziehungen sind nicht nur als positiv oder negativ oder als stark oder schwach zu bewerten. Beziehungen können auch je nach Dauer ihren Charakter ändern. Ursache und Wirkung lassen sich oft nicht unterscheiden, da die meisten Systemteile direkt oder indirekt auch wieder auf sich selbst zurückwirken. Ursache und Wirkung verschmelzen, Zusammenhänge treten in den Vordergrund. Betrachtet man die Dinge nur einseitig, werden wichtige Wechselwirkungen durch den zu engen Horizont nicht erkannt.

Wenn man dagegen die wichtigsten Elemente eines Systems kennt und weiss, was wie mit wem zusammenhängt, kann man viel über ein System erfahren, dass man sonst nicht erfahren hätte. In den folgenden Kapiteln wird mittels des systemtheoretischen Denkens die Nachwuchsförderung in der Schweiz analysiert. Der mit Hilfe der Experten erarbeitete Ergebnisteil basiert auf den vier Aspekten des in Kapitel 5 erörterten Modells.517 Vor diesem Hintergrund zeigt Kapitel 7.2 die Ergebnisse zur Systembeschreibung, Kapitel 7.3 zur Systemmodellierung, Kapitel 7.4 zur Systemanalyse und Kapitel 7.5 zur Systemsimulation. In Kapitel 7.6 werden die wichtigsten Ergebnisse und deren Beurteilung zusammenfassend dargestellt.

7.2 Systembeschreibung

7.2.1 Anspruchsgruppen des Systems zur Nachwuchsförderung

Das Ziel dieses Kapitels ist die Beschreibung der verschiedenen Anspruchsgruppen – auch Stakeholder genannt – die im System zur Nachwuchsförderung Schweiz involviert sind. Konkret bedeutet dies, dass diese Akteure durch ihr Verhalten massgeblich das System beeinflussen, vom System aber auch beeinflusst werden.518 Ausgehend vom Strukturbild zur Nachwuchsförderung in der Schweiz (siehe Abbildung 1), werden zwei Bereiche unterschieden: erstens das personenbezogene und zweitens das institutionenbezogene Umfeld (öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Bereich). Nachfolgend werden aber nicht nur alle Anspruchsgruppen und deren verschiedene Rollen in der Nachwuchsförderung beschrieben, sondern auch die von ihnen zu leistenden Beiträge und die wahrzunehmende Verantwortung.

7.2.1.1 Personenbezogenes Umfeld eines Nachwuchsathleten

Das personenbezogene Umfeld, mit dem die Nachwuchsathleten in direkten Kontakt treten – und in dessen Zentrum sie sich befinden – besteht hauptsächlich aus drei Wirkungsfeldern: soziales Netz, Sport und Ausbildung. Diese drei Wirkungsfelder repräsentieren meist miteinander konkurrierende Ansprüche gegenüber den Nachwuchsathleten und stellen diese oftmals vor die Situation, zwischen Sport, Ausbildung und Freizeit entscheiden zu müssen. Um dieser Spannung entgegenzuwirken, ist ein Gleichgewichtszustand anzustreben, innerhalb dessen der sportliche Nachwuchs den Anforderungen aller drei Bereiche gerecht werden kann. Dies setzt allerdings eine funktionierende Koordination und Kommunikation aller beteiligten Parteien voraus.

Erscheint lt. Verlag 1.4.2008
Zusatzinfo XXI, 358 S.
Verlagsort Wiesbaden
Sprache deutsch
Themenwelt Medizin / Pharmazie
Sozialwissenschaften Politik / Verwaltung
Sozialwissenschaften Soziologie
Wirtschaft Betriebswirtschaft / Management Unternehmensführung / Management
Schlagworte Entwicklung • Kybernetisches Modell • Schulabschluss • Sport • Sportverbände • Systemtheorie • Vernetzes Denken
ISBN-10 3-8350-5541-0 / 3835055410
ISBN-13 978-3-8350-5541-4 / 9783835055414
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
PDFPDF (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: PDF (Portable Document Format)
Mit einem festen Seiten­layout eignet sich die PDF besonders für Fach­bücher mit Spalten, Tabellen und Abbild­ungen. Eine PDF kann auf fast allen Geräten ange­zeigt werden, ist aber für kleine Displays (Smart­phone, eReader) nur einge­schränkt geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. den Adobe Reader oder Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. die kostenlose Adobe Digital Editions-App.

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich