Regionale Leistungs- und Krankenhausplanung (eBook)
XVIII, 273 Seiten
Deutscher Universitätsverlag
978-3-8350-9351-5 (ISBN)
Dr. Axel Focke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen.
Dr. Axel Focke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen.
Geleitwort 6
Inhaltsverzeichnis 8
Abbildungsverzeichnis 11
Tabellenverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 15
Symbolverzeichnis 17
1 Problemstellung 19
1.1 Gesundheitsausgaben 19
1.2 „Mehr Markt" versus „mehr Staat" 23
1.3 Versorgungssicherung versus Beitragssatzstabilität 25
1.4 Gang der Arbeit 30
2 Regionale Gesundheitsplanung 39
2.1 Inanspruchnahme von Gesundheitseinrichtungen 39
2.2 Einzugsgebiet, Erreichbarkeit und Verfügbarkeit 55
3 Krankenhausplanung 59
3.1 Begriffliche Abgrenzung 59
3.2 Krankenhausplanung im Wandel der Zeit 61
3.3 Die Entwicklung der Krankenhausplanung 61
3.4 Vorgehensweise bei der Krankenhausplanung 81
3.5 Krankenhausplanung in Deutschland 121
4 Zwischenfazit 147
5 Daten und Darstellungsmöglichkeiten 153
6 Ameisen 169
6.1 Einleitung 170
6.2 Ameisenalgorithmen 171
6.3 Ameisenalgorithmen zum Steuern von Patienten 203
7 Modellbeschreibung 231
7.1 Mathematisches Modell 232
7.2 Herleiten der Inputgröße 232
8 Simulationsergebnisse 243
8.1 Vorbemerkungen 243
8.2 Der Realität am nächsten 246
8.3 Krankenhausschließung 250
8.4 Patientenbewegung 258
8.5 Virtuelle Standorte 259
8.6 Vorbeifahren 262
8.7 Durchschnittsentfernung je Diagnosegruppe 263
8.7.1 Zusammenfassung der Auswertungsergebnisse 267
9 Resümee und Ausblick 269
Literaturverzeichnis 275
Verzeichnis der Internetquellen 287
8 Simulationsergebnisse (S. 225-226)
Ein Ziel der Berechnungen war es, zu zeigen, wie sich verändernde Gewichtungen der Haupteinflussfaktoren für die Krankenhauswahl auf die Patientenpfade und damit die Belegungen der Krankenhäuser auswirken. Dabei wurde mit Hilfe des vorgestellten Ameisenalgorithmus Einfluss auf die Kriteriengewichtung bei der Krankenhauswahl einzelner Patienten genommen, dies jedoch zunächst im Rahmen der vorgegebenen Layouts der Krankenhäuser. So wurden die Standorte der Krankenhäuser, die Große und die räumliche Verteilung der jeweiligen Abteilungen in den ersten Simulationsverlaufen nicht verändert.
Dass dies im Programm durch geeignete Parametersetzung problemlos möglich ist, wird im Weiteren exemplarisch anhand einer Krankenhausschließung gezeigt. Von besonderem Interesse war in diesem Zusammenhang, inwieweit die Krankenhäuser noch einen Spielraum haben, Patienten in andere Krankenhäuser zu „verschieben", ohne dass dabei insgesamt Patienten abgelehnt wurden. Der Nachweis eines entsprechenden Spielraums bildet schließlich überhaupt erst die Grundlage für mögliche Veränderungen innerhalb der vorgegeben Layouts. Die durchgeführten Auswertungen anhand eines Beispielmonats als Untersuchungszeitraum zeigen, dass dies tatsachlich in starkem Ausmaß möglich ist. Gleichwohl wurden im vorliegenden Modell keine Patienten gegenüber den zugrunde liegenden Rohdaten zeitlich verschoben oder gar ganz abgelehnt.
Das heißt, dass in allen Simulationsergebnissen die simulierten Patienten zu dem Zeitpunkt und mit der Verweildauer behandelt werden konnten, mit der sie auch in der realen Ausgangssituation im Untersuchungszeitraum behandelt wurden. Es ist ausdrücklich nicht das Ziel dieser Arbeit, die Veränderungen normativ zu bewerten. Vielmehr sollten die Möglichkeiten von simulierten Patientenverschiebungen und damit der möglicherweise vorhandene Spielraum im Krankenhaussystem nachgewiesen werden. Ob die Ausnutzung dieser Spielraume wiederum politisch wünschenswert oder ethisch vertretbar ist, kann nur im Rahmen eingehender Diskussionen ausgewiesener Fachleute vor Ort entschieden werden. Das vorliegende Modell kann jedoch dazu beitragen, durch Simulationen mit geeigneten Parameterwerten auch die negativen Folgen solcher Entscheidungen besser abschatzen zu können.
8.1 Vorbemerkungen
Bevor auf die Auswertungen aus den Ameisenlaufen eingegangen werden kann, wird noch einmal von den Ameisenalgorithmen und der formalen Vorgehensweise abgehoben und ein direkter Bezug zum vorliegenden Problem hergestellt, der für das Verständnis der weiteren Auswertungen unerlässlich scheint. Eine Einordnung und Bewertung der verschiedenen Varianten, die mit Hilfe der Ameisen simuliert wurden, ist nur möglich, wenn eine geeignete Referenzgröße zur Verfügung steht. Dabei ist noch einmal deutlich herauszustellen, dass die wahren Gewichtungen, die hinter jedem einzelnen Patientenpfad der Realität - also der Ausgangsdaten - stehen, nicht bekannt sind.
Zwar kann man in einer ersten Näherung sehen, welche Gewichtungen der Ausgangslosung am nächsten kommen, jedoch können die wahren Gewichtungen nicht endgültig aus den vorhandenen Daten herausgezogen werden. Eine Referenzlosung zum Vergleich der gerechneten Varianten erscheint jedoch in Anbetracht der vielen vorhandenen Ergebnisse notwendig. Es wäre nun aus verschiedenen Gründen denkbar, hierfür die Alternative 25-25-25-25 zu wählen.
Dies ist die Alternative, die die Kriterien Entfernung, Eignung, Auslastung und Gewinn je zu 25 % und damit gleich gewichtet. Hierdurch wäre zumindest sichergestellt, dass jede weitere betrachtete Alternative, auf die konkret Bezug genommen wird, wie auch die Referenzalternative das Ergebnis jeweils eines Ameisenlaufes und somit die Unterschiede zwischen den einzelnen Variantenergebnissen direkt durch die veränderten Parameterwerte erklärbar waren. Darüber hinaus wäre damit zu rechnen, dass die Alternative 25-25-25-25 in unterschiedlicher Hinsicht „die Mitte" darstellt, wodurch die davon abweichenden Ergebnisse der anderen Alternativen als Ausschlage in die eine oder andere Richtung leichter identifiziert werden konnten.
| Erscheint lt. Verlag | 1.2.2008 |
|---|---|
| Vorwort | Prof. Dr. Jürgen Wasem |
| Zusatzinfo | XVIII, 273 S. |
| Verlagsort | Wiesbaden |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie |
| Wirtschaft ► Betriebswirtschaft / Management ► Unternehmensführung / Management | |
| Schlagworte | ant colony optimization • Geoinformationssystem • Geoinformationssystem (GIS) • Gesundheitswesen • Krankenhaus • Krankenhäuser • Krankenhausplanung • Operations Research • Verteilungsverhandlungen |
| ISBN-10 | 3-8350-9351-7 / 3835093517 |
| ISBN-13 | 978-3-8350-9351-5 / 9783835093515 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: PDF (Portable Document Format)
Mit einem festen Seitenlayout eignet sich die PDF besonders für Fachbücher mit Spalten, Tabellen und Abbildungen. Eine PDF kann auf fast allen Geräten angezeigt werden, ist aber für kleine Displays (Smartphone, eReader) nur eingeschränkt geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. den Adobe Reader oder Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür einen PDF-Viewer - z.B. die kostenlose Adobe Digital Editions-App.
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich