Psychoanalyse und Psychiatrie (eBook)
XV, 409 Seiten
Springer Berlin (Verlag)
978-3-540-30021-2 (ISBN)
Wie hat sich die Psychoanalyse in den letzten Jahren entwickelt? Hält sie Schritt mit den modernen Entwicklungen in der Psychiatrie? Welche Rolle spielen Psychoanalytiker in psychiatrischen Institutionen? Hier werden die Veränderungen in der Psychiatrie dargestellt - ganz besonders auch mit den neuesten neurobiologischen Entwicklungen - und diese mit der Psychoanalyse in Beziehung gesetzt.
- Renommierte Meinungsbildner in einem Band
- Psychoanalyse zwischen gestern und morgen
Geleitwort 5
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Autorenverzeichnis 14
Einleitung 16
Historische Aspekte 36
Psychodynamik vor Freud 37
Die Leidenschaften 40
Rückblick 44
Kulturhistorische Perspektive 45
Wie das psychodynamische Denken ins Burghölzli Einzug hielt 47
Entstehung des Burghölzlis 48
Auswirkungen des psychodynamischen Denkens auf die klinische Tätigkeit und Forschung am Burghölzli 51
Ein.uss des Burghölzlis auf bedeutende psychodynamische Forscher und Kliniker 52
Freud und Bleuler 55
Beginn der Rezeption Freuds und der Psychoanalyse durch Eugen Bleuler 56
Zeit um und nach 1913 62
Freud und die österreichische Psychiatrie seiner Zeit 67
Geschichte der psychiatrischen Institutionen in Wien 68
Österreichische Psychiatrie im Vormärz und in den Zeiten des Aufstiegs des Bürgertums 69
Meynert und Freud 71
Krafft-Ebing und Freud 75
Wagner-Jauregg und Freud 78
Über die Ideologieanfälligkeit psychiatrischer Theorien oder warum es zwischen Emil Kraepelin und der Psychoanalyse keinen Dialog gab 84
Über die Heterogenität psychiatrischer Theorie und Praxis 85
Psychiatrische Theorien prägen das psychiatrische Handeln – das Beispiel Emil Kraepelins 86
Psychiatrische Krankheitsmodelle und die zukünftige Rolle der Psychopathologie 93
Resümee 98
Modelle seelischer Krankheit 101
Entwicklung des Hysteriekonzeptes 102
Hysteriebegriff und -diagnose 103
Hintergründe des Aufstiegs und des Untergangs des Hysteriebegriffes in der Psychiatrie 104
Problematik der Beziehung zwischen Psychiatrie und Psychoanalyse 107
Psychoanalytisches Hysteriekonzept 109
Konzept des hysterischen Modus 111
Neuer Integrationsversuch zwischen psychiatrischer und psychoanalytischer Betrachtung der Hysterie 112
Zwangsneurose 114
Historische Einführung 115
Klassisches Konzept 116
»Der gehemmte Rebell« 118
Strukturierung durch Abwehrmechanismen 119
Zwanghafte Chrarakterneurose 119
Zwang in strukturellen Ich- Störungen, insbesondere Psychosen 119
Melancholie, Depression und aff ektive Störungen 125
Terminologie depressiver Erkrankungen 126
Psychoanalytische Depressionsmodelle 127
Begegnungen von klinischer Psychiatrie und Psychoanalyse in der Auseinandersetzung mit depressiven Erkrankungen 151
Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung psychoanalytischer und psychiatrischer Depressionsmodelle 159
Thesen zum Verhältnis von Psychoanalyse und Psychiatrie in der Depressionsbehandlung und Depressionsforschung 161
Schizophrenie 168
Die beiden Pole: objektive Beschreibung und Einfühlung in das Subjektive 169
Defektmodell versus Kon . iktmodell? 169
Psychoanalyse und Psychodynamik 173
Familientheorien 174
Zusammenführung von biologisch- somatischen Grundlagen und Psychodynamik 175
Zusammenfassende Überlegungen zur Defekt- und Kon . iktinteraktion 178
Zur Symptombildung und Behandlung 180
Das Konzept der Parakonstruktion 181
Der psychoanalytische Begriff der Abwehr unter kritischer Sicht bei der Schizophrenie 183
Psychodynamische Aspekte der schizoaff ektiven Psychosen 189
»Lauernde« Fragmentierung des Selbst 190
Schizoaffektive Symptomoszillation 191
Psychotisches und gesundes Selbst 192
Schizoaffektives Dilemma 195
Zusammenfassende und ergänzende Anmerkungen 196
Vom Grenzfall zur Persönlichkeitsdiagnose 200
Geschichte des Borderlinebegriffes 201
Die Borderlinepersönlichkeitsstörung im DSM- IV- TR und im ICD- 10 202
Borderlinepersönlichkeitsstörung und Trauma 203
Psychotherapie der Borderlinepersönlichkeitsstörung 204
Zusammenfassung 207
Diagnostische Probleme 209
Braucht die internationale klassifizierende Diagnostik noch die Psychodynamik – und wozu? 210
Die Marginalisierung der psychodynamischen Diagnostik und ihre Folgen 211
Psychiatrische Diagnostik in den gegenwärtigen Klassi . kationssystemen 212
Potenziale psychodynamischer Diagnostik in der Psychiatrie 215
Zusammenfassung 223
Therapeutische Praxis und psychiatrische Institution 226
Die zusammengesetzte Berufsidentität des Psychoanalytikers in der Psychiatrie 227
Grenzmanagement des Psychoanalytikers 228
Eine Identität, mehrere Zugehörigkeiten 230
Psychoanalytische und gruppenanalytische Diskurse zur Identität in der Postmoderne 232
Psychoanalyse und Psychiatrie – zwei Kulturen, zwei Zugehörigkeiten 235
Risiken und Chancen zusammengesetzter Berufsidentität 238
Schluss: » Komplexitätsmanagement« durch Gruppenanalyse 240
Wandel therapeutischer Institutionen: Wandel therapeutischen Handelns 243
Gründung einer psychotherapeutischpsychiatrischen Klinik 244
Klinikkonzept und - funktion 244
Ausblick 250
Psychotherapie in der Psychiatrie 252
Geschichte des Verhältnisses von Psychiatrie und Psychotherapie 253
Gegenwärtiges Verhältnis von Psychiatrie und Psychotherapie 254
Therapeutische Beziehungen 257
Anwendungsbereiche von Psychotherapie in der Psychiatrie 259
Zukünftiges Verhältnis von Psychiatrie und Psychotherapie 264
Psychodynamische Aspekte in der stationären Behandlung psychotischer Patienten 267
Struktur schizophrener Psychosen 268
Aspekte einer psychoanalytisch konzipierten Behandlung schizophrener Psychosen im stationären Rahmen 271
Therapeutischer Rahmen, Triangulierung und Integration 274
Neuere Entwicklungen 278
Neurobiologie und Psychoanalyse: Kompatibilität! 279
Können Psychoanalyse und Neurowissenschaften verknüpft werden? 280
Was ist eine Erste-Person- Neurowissenschaft? 281
Warum ist eine Erste- Person- Neurowissenschaft notwendig? 283
Was sind die neuronalen Korrelate der sensomotorischen Regression? 284
Welchen Beitrag kann eine Erste- Person- Neurowissenschaft für die Erforschung von psychodynamischen Mechanismen leisten? 286
Was ist das neuronale Korrelat von psychodynamischen Mechanismen? 287
Erste-Person- Neurowissenschaft kann Psychoanalyse und Neurowissenschaften verknüpfen! 288
Psychoanalyse und Neurowissenschaft: Inkompatibilität! 292
These: Der epistemologische Bruch 293
Freuds Konzept des Unbewussten und das Konzept der psychischen Lokalität 293
Vieldeutigkeit 297
Kommentar zu dem Beitrag von Peter Schneider: Anatomisch- und psychischorientierte Lokalisation – vertikale und horizontale Lokalisation 298
Die Bedeutung der Affekte für die Psychotherapie 300
Emotionen sind zentral für die Beziehungsregulierung 301
Emotion und Gesichtsausdruck 301
Basisemotionen und strukturelle Emotionen 302
Ein Modell über die Entstehung, Phänomenologie und Funktion von Emotionen 303
Klinische Emotions- und Interaktionsforschung 306
Vignette 308
Interaktive Beziehungsmuster 309
Konsequenzen für das Verständnis psychotherapeutischer Veränderungsprozesse 311
Das Unbewusste 314
Der interdisziplinäre Dialog mit der » cognitive neuroscience « und psychoanalytische Konzeptforschung 315
Die Frage nach der » narrativen « versus einer » historischen « Wahrheit 316
Konzeptforschung am Beispiel der » Medea- Phantasie « 318
»Embodied-Erinnern« 321
Wirklichkeit und Konstruktion 327
Trauma 334
Einführung 335
Zur Geschichte 335
Neuere Forschungsergebnisse 337
Klinische Aspekte 339
Zukünftige Forschung und Praxis 341
Die gegenwärtige Bedeutung von Symboltheorien für die psychoanalytische Praxis und Forschung 344
Annäherung an den Symbolbegriff 345
Kulturgeschichtlicher Hintergrund des Symbolbegriffs 346
Freuds Symbolverständnis 347
Die sprach- und sozialwissenschaftliche Revision des Symbolverständnisses Freuds 348
Symbolisierung in verschiedenen psychoanalytischen Schulrichtungen 349
Der interdisziplinär erweiterte Symbolbegriff 350
Synopsis: Symbolsysteme, symbolische Modi 351
Symbolisierung in Praxis und Forschung 353
Zusammenfassung 355
Traumforschung 358
Klinische Traumforschung 359
Experimentelle Traumforschung 361
Neurophysiologische Forschungen 364
Zusammenfassung 367
Entstehung und Behandlung psychischer Störungen aus der Sicht integrativer Hirnfunktionsmodelle 372
Über integrative Zugänge zum menschlichen Erleben und Verhalten 374
Das Zustand-Wechsel- Modell der Hirnfunktionen 374
Die Ontogenese menschlichen Verhaltens und Erlebens: die biopsychosoziale Einheit des Menschen 376
Die biopsychosoziale Entwicklung: der Beitrag der Veranlagung 377
Die psychosoziale Entwicklung: der Beitrag der erfahrungsabhängigen Plastizität des Hirns 379
Die biopsychosoziale Entwicklung: die Rolle der Bezugspersonen 382
Ausblick 389
Zukünftige Entwicklungen aus psychoanalytischer Sicht 390
Die jüngste Entwicklung 391
Kritik am aktuellen Zustand der Psychiatrie und der Psychoanalyse 392
Was bleibt 394
Sachverzeichnis 398
| Erscheint lt. Verlag | 16.1.2006 |
|---|---|
| Zusatzinfo | XV, 409 S. |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Geisteswissenschaften ► Psychologie ► Psychoanalyse / Tiefenpsychologie |
| Medizin / Pharmazie ► Medizinische Fachgebiete ► Psychiatrie / Psychotherapie | |
| Schlagworte | Affekt • Affektive Störung • Das Unbewusste • Depression • Freud • Hysterie • Melancholie • Neurobiologie • Psychiatrie • Psychoanalyse • Psychodynamik • Psychosen • Psychotherapie • Schizophrenie • Zwang |
| ISBN-10 | 3-540-30021-X / 354030021X |
| ISBN-13 | 978-3-540-30021-2 / 9783540300212 |
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