Die Knochen-Fibel: Über Knochen, Muskeln, Gelenke, Osteoporose, Muskelrheuma, Arthrose. Ein kleines orthopädisches Lehrbuch für den Laien (eBook)
174 Seiten
W. Zuckschwerdt Verlag
978-3-88603-850-3 (ISBN)
Inhalt 6
Vorwort zur ersten Auflage 10
Geschichte der Orthopädie 12
A. Allgemeine Orthopädie 16
1. Knochen 18
1.1 Stabilität des Körpers 18
1.2 Knöcherne Schutzhüllen 19
1.3 Knochen als Ansatz für Muskeln 19
1.4 Knochen als Blutbildungsstätte 19
1.5 Kalziumspeicher 20
1.6 Längenwachstum bei Kindern 20
1.7 Das Leben der Knochen 22
1.8 Röntgen 24
2. Knochenentkalkung (Osteoporose) 26
2.1 Osteoporose = Modekrankheit? 26
2.2 Häufigkeit der Osteoporose 26
2.3 Wie entsteht Osteoporose? 27
2.4 Vitamin D und Knochenfestigkeit 29
2.5 Kalziumaufnahme 30
2.6 Nahrungsphosphor und -kalzium 30
2.7 Knochenentkalkung als Folge anderer Grundkrankheiten 31
2.8 Feststellung der Knochenschwundkrankheit Osteoporose 32
2.9 Beschwerden bei der Osteoporose 34
2.10 Behandlung der Osteoporose 35
3. Gelenke 39
3.1 Halbgelenke 39
3.2 Echte Gelenke 39
3.3 Gelenkknorpel 39
3.4 Ernährung des Gelenkknorpels 40
3.5 Gelenkbänder und -muskeln 40
4. Gelenkverschleiß (Arthrose) 42
4.1 Häufigkeit von Gelenkverschleiß 42
4.2 Ursachen des Gelenkverschleißes 42
4.2.1 Instabile Gelenkführung 42
4.2.2 Achsfehlstellungen von Gelenken 43
4.2.3 Gelenkverschleiß bei Stoffwechselstörungen oder nach Infektionen 45
4.2.4 Vererbter Gelenkverschleiß (primäre Arthrose) 47
4.3 Behandlung des Gelenkverschleißes 48
4.4 »Alternativmedizin« und Gelenkverschleiß 50
5. Muskeln 53
5.1 Muskelerkrankungen 54
5.2 Muskeltraining 57
5.3 Seniorensport 57
6. Rheuma 61
6.1 Rheumaformen 61
6.1.1 Entzündliches Rheuma 61
6.1.2 Weichteilrheuma 65
6.1.3 Abnutzungsrheuma 69
6.2 Gicht 69
B. Spezielle Orthopädie 72
1. Wirbelsäule – die Körperachse 74
1.1 Anatomie des Wirbels 74
1.2 Krümmung der Wirbelsäule 75
1.3 Bandscheiben 76
1.4 Wirbelsäule als »Schutzröhre« für das Rückenmark 77
1.5 Aufgaben der Wirbelsäule 77
2. Halswirbelsäule (HWS) 78
2.1 Anatomie der Halswirbelsäule 78
2.2 Nerveneinengungen im Bereich der Halswirbelsäule 79
2.3 Knochenspangen an den Wirbeln 79
2.4 Bandscheibenvorfälle im Halsbereich 80
2.5 Verkrampfung der Nackenmuskeln 81
2.6 Schwindelattacken durch eingeengte Nackenblutadern 83
2.7 Nervenengstellen im Bereich von oberem Brustkorb, Schulter, Arm und Hand 84
2. 8 Nackenkopfschmerz bei schiefer Kieferstellung (Costen-Syndrom) 84
2.9 Akute Nackensteife (Hals-Hexenschuss) 85
3. Brustwirbelsäule 87
3.1 Brustkorb 87
3.2 Rundrücken 87
3.3 Gesunde Sitzhaltung 90
3.4 Schulsport und Haltungsschaden 91
4. Lendenwirbelsäule 93
4.1 Anatomischer Aufbau 93
4.2 Bandscheiben 94
4.3 Verschleiß der Wirbelgelenke 94
4.4 Hexenschuss 95
4.5 Bandscheibenvorfall 95
4.6 Rückenmuskelschmerzen 97
4.7 Rückenschmerzursachen 99
4.8 Allgemeine Behandlungsempfehlung 99
4.9 Richtiges Schlafen 100
5. Schultergelenk 102
5.1 Anatomie 102
5.2 Schultergelenkentzündung 103
5.3 Schulterverrenkungen und -zerrungen 105
5.4 Behandlung 107
6. Ellenbogengelenk 108
6.1 Kindliche Ellenbogenverrenkung 108
6.2 Schleimbeutelentzündung 109
6.3 »Tennisarm« 110
6.4 »Golferarm« 110
7. Hand 112
7.1 Fingerverstauchungen 112
7.2 »Skidaumen« 112
7.3 Daumensattelgelenksarthrose 113
7.4 Fingergelenkentzündungen 113
7.5 Sehnenscheidenentzündung 114
7.6 Hand-Tunnellähmung 115
7.7 Verschleiß und Deformierung der Fingergelenke 116
8. Hüftgelenk 118
8.1 Anatomie 118
8.2 Hüftbeschwerden 119
8.3 Spezielle Hüftkrankheiten 120
9. Kniegelenk 131
9.1 Anatomie 131
9.2 Knieverletzungen 132
9.3 Behandlung von Knieverletzungen 132
9.4 Kniescheibenschmerz 133
9.5 »Gelenkmaus« 135
9.6 Achsfehler der Kniegelenke 135
9.7 Knieverschleiß 137
9.8 Gelenkprothesen (das »künstliche« Knie) 140
9.9 Was kann der Patient selbst tun? 140
10. Fuß 142
10.1 Fußerkrankungen 142
10.2 Fußfehler 143
10.3 Fußschäden 147
C. Schlussbetrachtung 156
D. Literatur 160
E. Stichwortverzeichnis 170
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B3 Brustwirbelsäule (S. 72-73)
Die Brustwirbelsäule stellt den mittleren Abschnitt der Wirbelsäule dar. Sie besteht aus 12 einzelnen Wirbeln mit den dazwischen gelagerten Bandscheiben. Rechts und links ist an jedem Brustwirbel je eine Rippe gelenkig befestigt, die bogenförmig nach vorn verlaufen und dort am Brustbein zusammentreffen. Die auf diese Weise nahezu fassförmig angeordneten 24 Rippen (auf jeder Seite 12) umschließen schützend die lebenswichtigen Organe wie z.B. das Herz, Lunge, Leber etc.
B 3.1 Brustkorb
Wegen der typischen Form des »Rippenfasses« spricht man auch vom Brustkorb und meint damit die umhüllenden und schützenden Eigenschaften der Rippen. Am oberen Brustkorb befinden sich auf beiden Seiten (rechts und links) das Schlüsselbein und das Schulterblatt, deren seitlichen Enden an der knöchernen Formgebung der Schultergelenke beteiligt sind. Der Brustkorb erfüllt so auch tragende Funktionen.
Zwischen den Rippen verlaufen die aus der Brustwirbelsäule heraustretenden Nervenfasern nach vorn. Im Falle von Verrenkungen der Brustwirbel z.B. nach »Verheben « oder verdrilltem Aufstehen aus tiefem Sitz (Auto) kann ein solcher Nerv abgeklemmt werden. Der Patient klagt über zum Teil heftige Schmerzen im Bereich der Brust, sodass zunächst eine Erkrankung des Herzens (z.B. Infarkt) vermutet wird. Wenn der Hausarzt mit einem EKG einen Herzinfarkt ausschließen konnte, sollte der Orthopäde nach Röntgenuntersuchung eine Einrenkung des verrenkten Wirbels versuchen. In den meisten Fällen stellt sich sofortige Beschwerdefreiheit ein.
B 3.2 Rundrücken
Die Form der Brustwirbelsäule mit einer seichten Ausbiegung nach hinten im Sinne eines angedeuteten Rundrückens (Kyphose) bildet sich schon recht bald im frühen Säuglingsalter aus. Diese Ausbiegung nach hinten (Kyphose) besteht das ganze Leben hindurch und kann im höheren Alter aus verschiedenen Gründen zunehmen. So verstärkt sich der Rundrücken insbesondere bei älteren Menschen mit zunehmender Schwäche der Rumpfmuskeln oder auch bei länger bestehender Osteoporose. Aber auch bei manchen Jugendlichen wird eine vermehrte Rundrückenbildung beobachtet.
In diesem Zusammenhang muss die sog. »Haltungsschwäche« von der »Scheuermann- Erkrankung« unterschieden werden.
1. Haltungsschwäche
Die aufrechte Körperhaltung ist ein Merkmal der hoch entwickelten Lebewesen, wobei nur der Mensch in der Lage ist, sich längere Zeit in der Senkrechten zu halten. Menschenaffen z.B. können sich zwar auch in den »Zweibeinerstand«aufrichten, fallen jedoch nach kurzer Zeit in den »Vierbeinerstand« zurück, weil ihre Hüft- und Kniegelenke nicht wie beim Menschen gestreckt sind. Tiere benötigen für den aufrechten Stand aus diesem Grunde sehr viel mehr Muskelkraft als wir Menschen. Im menschlichen Körper sind nach dem 1. Lebensjahr die Hüft- und Kniegelenke gestreckt, sodass die Haltearbeit im aufrechten Stand von (gestrafften) Haltebändern übernommen wird.Auch die Last des Rumpfes und der Arme wird vorwiegend durch sog. »Haltebänder« abgefangen. Für den aufrechten Stand benötigen wir deshalb nur sehr geringen Muskeleinsatz (92).
Da wir Menschen nicht alle die gleiche Körperform und auch unterschiedliche Beschaffenheit der Körpergewebe haben, ist das äußere Erscheinungsbild der Menschen recht unterschiedlich. So gibt es Menschen mit sehr straffen, festen Sehnen und Bändern und wiederum andere mit sehr schlaffen, nachgiebigen Bandstrukturen (Marfan-Syndrom). Dazwischen kennen wir eine Fülle von mehr oder weniger ausgeprägten Übergangsbildern der sog. Bindegewebsschwäche. Die Straffheit oder eben Nachgiebigkeit des Bindegewebes ist an der Erscheinungsform (Konstitutionstyp) des Menschen mitbeteiligt.
| Erscheint lt. Verlag | 1.1.2004 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Medizin / Pharmazie ► Allgemeines / Lexika |
| ISBN-10 | 3-88603-850-5 / 3886038505 |
| ISBN-13 | 978-3-88603-850-3 / 9783886038503 |
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