Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Schizophasie in Linguistischer Deutung - H. Flegel

Schizophasie in Linguistischer Deutung

(Autor)

Buch | Softcover
VIII, 171 Seiten
1965
Springer Berlin (Verlag)
978-3-540-03367-7 (ISBN)
CHF 76,95 inkl. MwSt
Wie kann man von Schizophasischen verwertbare Mitteilungen erhalten? Der sprachliche Rapport ist ja fast aufgehoben. Unsere Vpn. sollten zunachst ihre eigenen XuBerungen selbst kommentieren. Dazu wurden sie mit ihren Redephonogrammen konfrontiert. Sie lieBen sich aber auf keinerlei Deutung ein. Von einigen augenschein lichen Sinnresten abgesehen, beschrankte sich der Zugang zu den Spracheigentumlich keiten aufs Formale. Auch bei dessen Analyse gerat man immer wieder in Bedeutungs abhangigkeit. Hangt doch, was das Formale besagt, groEenteils yom Sinn ab, wie z. B. die Wortgattung. Konnen Testaufgaben erkennbare Sinndirektiven schaffen? Die Kranken gingen darauf nur mehr oder weniger vage ein. Ihre Rede wirkt kodifiziert trotz aller thematischen Bindungsversuche. Dazu wurden auBer bestimmten Testver fahren auch personlich bedeutsame Themen herangezogen. Die Sinnausbeute blieb sparlich. So wurden morphologische, lexikalische, syntaktische und stilistische Ph1inomene zur Sinninterpretation nutzbar gemacht. Der vorwiegend linguistische Aspekt ist es, was Gegenstand und Einheit der Stu die am Beispiel von drei Schizophasiefallen schafft. Die Falle dienen mehr kontinuierlicher Exemplifikation als typisierender Gliederung.

I. Sprachwissenschaftliches.- II. Aus dem sprachpathologischen Schrifttum in der Psychiatrie.- Fall Rudolf W. - (Bedeutung).- I. Verständliche Äußerungen.- II. Wahndenken.- III. Grammatisches - Stil.- Fall Heinz N. - (Struktur).- Schiefe oder konträre Darstellung.- Unterschiedlicher Informationsgehalt.- Einbettung der Sinnwörter.- Wort-(Begriffs-)konstanten in den Bereichen einer fraglichen Wortbedeutung.- Stichwörter in den Bereichen einer fraglichen Wortbedeutung.- Spontan- und Rezeptivbegriff (Sekundärbegriff).- Situations- und Erfahrungsmotiv.- Häufung von Sinnwörtern.- Gedanke und Satzkonstruktion.- Bedeutsamkeitsunterschiede - Phrasen und Phrasenfragmente - Scheu vor Begriffen.- Außersprachliche Sprechanregung.- Sprachimpulse über Sinnestäuschungen?.- Sprachgewohnheiten - Pleonasmus.- Wiederholungen - Entwurf.- Themenzusammenhänge.- Gegensatzanknüpfungen.- Perseveration.- Antizipation.- Metathese.- Kontamination - Nachwirkung.- Reihenanknüpfung.- Fremdanknüpfung.- Grammatik.- Ungewöhnliche Sachaspekte.- Gedankenzuordnung.- Disparate Kombinationen.- "Begriffsverschiebung".- Zusammenfassung.- Fall Waldemar G. - (Ausdruck).- Verständliche Äußerungen.- Verbaler Stil.- Gebärdensprache.- Tätigkeitswort - Täternamen.- Die Sinnfrage.- Zusammenfassung.- Ergebnisse - Diskussion - Zusammenfassung.- Differentialtypologie?.- Ergebnisse - Diskussion.- Zusammenfassung.- Einige Leitsätze.- Tabelle: Unterschiedliche Redeeigenheiten nach Pathotypen der Literatur.- Erläuterungen zum Sprachpathogramm.- Tabelle: Unterschiedliche kasuistische Redeeigenheiten.- Textprobe zu Rudolf W..- Textprobe zu Heinz N..- Textprobe zu Waldemar G..- Literatur.- Namenverzeichnis.

Erscheint lt. Verlag 1.1.1965
Reihe/Serie Monographien aus dem Gesamtgebiete der Neurologie und Psychiatrie
Zusatzinfo VIII, 171 S.
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 170 x 244 mm
Gewicht 330 g
Themenwelt Medizin / Pharmazie Allgemeines / Lexika
Schlagworte Aufmerksamkeit • Denken • Psychiatrie • Psychologie • Sinnestäuschung • Täter • Untersuchung • Wahrnehmung • Zwang
ISBN-10 3-540-03367-X / 354003367X
ISBN-13 978-3-540-03367-7 / 9783540033677
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
Mehr entdecken
aus dem Bereich
medizinischer Grundwortschatz und Fachwörterlexikon für Pflegeberufe

von Karin Deschka; Marc Deschka

Buch | Softcover (2022)
Börm Bruckmeier Verlag
CHF 26,60