GRÜNE VOLKSWIRTSCHAFT (eBook)
188 Seiten
tredition (Verlag)
978-3-347-39668-5 (ISBN)
Klaus Hellmuth Richardt wurde am 30.3.1951 in Offenbach am Main geboren. Er interessierte sich schon früh für Technik und absolvierte ein Maschinenbaustudium an der Universität Fridericiana zu Karlsruhe, das er 1978 mit einem Diplom abschloss. Durch seine 38-jährige Tätigkeit in Entwicklung, Konzeption, Vertrieb, Realisierung, Inbetriebnahme, Betrieb und Modernisierung von Wasserkraft- und thermischen Kraftwerken (Nuklear-, Kohle-, Öl-, Müllheiz-, Gas-, Kombi- und Solarkraftwerke) auf der ganzen Welt erwarb er einen einzigartigen Überblick über die Möglichkeiten der Energieerzeugung sowie deren Chancen und Risiken. Sein interkulturelles Einfühlungsvermögen ermöglichte es ihm, die Dinge nicht nur 'durch die deutsche Brille' zu betrachten, sondern auch andere Ansichten zu respektieren, kritisch zu hinterfragen und danach im Dialog die für alle Seiten beste Lösung zu realisieren. Er fürchtet eine Ideologisierung der Technik, die jetzt schon dazu führt, dass in Deutschland saubere Diesel (Euro IV) und thermische Kraftwerke (Kohle und Kernkraft) abgeschafft werden, um die Welt von weniger als 3% der Luftschadstoffe zu befreien. Hier möchte er Wege aufzeigen, wie man durch alternative Konzepte weniger Schadstoffe erzeugt und volkswirtschaftliche Schäden verhindert.
Klaus Hellmuth Richardt wurde am 30.3.1951 in Offenbach am Main geboren. Er interessierte sich schon früh für Technik und absolvierte ein Maschinenbaustudium an der Universität Fridericiana zu Karlsruhe, das er 1978 mit einem Diplom abschloss. Durch seine 38-jährige Tätigkeit in Entwicklung, Konzeption, Vertrieb, Realisierung, Inbetriebnahme, Betrieb und Modernisierung von Wasserkraft- und thermischen Kraftwerken (Nuklear-, Kohle-, Öl-, Müllheiz-, Gas-, Kombi- und Solarkraftwerke) auf der ganzen Welt erwarb er einen einzigartigen Überblick über die Möglichkeiten der Energieerzeugung sowie deren Chancen und Risiken. Sein interkulturelles Einfühlungsvermögen ermöglichte es ihm, die Dinge nicht nur 'durch die deutsche Brille' zu betrachten, sondern auch andere Ansichten zu respektieren, kritisch zu hinterfragen und danach im Dialog die für alle Seiten beste Lösung zu realisieren. Er fürchtet eine Ideologisierung der Technik, die jetzt schon dazu führt, dass in Deutschland saubere Diesel (Euro IV) und thermische Kraftwerke (Kohle und Kernkraft) abgeschafft werden, um die Welt von weniger als 3% der Luftschadstoffe zu befreien. Hier möchte er Wege aufzeigen, wie man durch alternative Konzepte weniger Schadstoffe erzeugt und volkswirtschaftliche Schäden verhindert.
4. NACHWACHSENDE ROHSTOFFE
4.1 VORBEMERKUNG
Seit Menschengedenken hat der Wald dafür gesorgt, Sauerstoff zu produzieren, Menschen, Tieren und Pflanzen eine Heimat zu geben, Wetterphänomene zu dämpfen, einen Klimaausgleich zu schaffen und Rohstoffe vorzuhalten zum Bauen und Heizen.
Ackerland wurde dazu benutzt, Nahrungsmittel für die Menschheit herzustellen und keine Betriebsstoffe für technische Anwendungen.
Die Sonneneinstrahlung sorgte im Wald, auf den Feldern und in Gewässern dafür, dass die Pflanzen optimal wuchsen.
Holzt man Wälder ab, um Windräder aufzustellen oder Waldflächen anderweitig zu nutzen, stört man das Gleichgewicht der Natur.
Stellt man Photovoltaik-Paneele auf landwirtschaftliche Flächen sind diese für die Landwirtschaft verloren genau wie sie Wasserpflanzen abschatten, wenn man sie auf dem Wasser installiert.
Nutzt man biologische Produkte (außer dem Flüssigabfall zur Erzeugung von Methan) für die Energieerzeugung sind diese für die Ernährung verloren.
Mit aktuell (1.1.2021) 7,8 Milliarden Menschen auf der Welt müssen wir aufpassen, dass wir die Nahrungs- und Sauerstoffgrundlagen erhalten. Das ist nachhaltig und lebensnotwendig.
4.2 DIE WÄLDER DER WELT
Der Allgemeinzustand der Wälder ist sehr gut im WWF-Waldzustandsbericht 2011 zusammengefasst [5], Zitate daraus kursiv (s. Kapitel 4.2.1 bis 4.2.5):
4.2.1 Allgemein
Knapp ein Drittel der Landfläche der Erde ist mit Wäldern bedeckt. Wälder sind die artenreichsten Lebensräume der Welt. Von den 1,3 Millionen beschriebenen Tier- und Pflanzenarten leben etwa zwei Drittel im Wald. Zugleich sind Wälder Lebensraum und Lebensgrundlage für 1,6 Milliarden Menschen, darunter sind viele indigene Völker.
Wälder bieten Schutz vor Erosion, Lawinen und Überschwemmungen und regulieren als natürliche Wasserspeicher den Wasserhaushalt.
Ein Drittel der weltgrößten Städte beziehen einen bedeutenden Teil ihres Trinkwassers aus Waldschutzgebieten.
Wälder speichern etwa die Hälfte des auf der Erde gebundenen Kohlenstoffs. Sie enthalten 20- bis 50-mal mehr Kohlenstoff in ihrer Vegetation als andere Ökosysteme.
Tropische Regenwälder sind dabei von besonderer Bedeutung. Sie bedecken zwar nur 7 % der Erdoberfläche, beherbergen aber 50 % aller Tier- und Pflanzenarten weltweit.
Ihre Bäume speichern um die Hälfte mehr Kohlenstoff als Bäume außerhalb der Tropen. Übernutzte Wälder und Plantagen verlieren diese Vorteile.
4.2.2 Globale Waldzerstörung
Die globale Waldfläche beträgt heute mit 4 Milliarden Hektar nur noch 65 % der ursprünglichen Waldbedeckung vor 8000 Jahren. Gerade noch ein Drittel davon besteht aus Urwäldern.
78 % der Urwälder wurden in den letzten 8000 Jahren zerstört, und jedes Jahr gehen weitere 4,2 Millionen Hektar Urwaldverloren. Ebenso geht die Fläche der natürlichen Wälder zurück, während die Fläche der stark veränderten Wälder und Plantagen weltweit zunimmt.
In den 1980er und 1990er Jahren wurden jährlich 16 Millionen Hektar Wald vernichtet. In den 2000er Jahren ist die Entwaldung zwar leicht zurückgegangen, befindet sich aber mit 13 Millionen Hektar pro Jahr immer noch auf einem erschreckend hohen Niveau. Jedes Jahr werden damit Wälder in einer Größenordnung vernichtet, die der Fläche Griechenlands entspricht.
Der Waldverlust findet nahezu ausschließlich in den Tropen statt; in Europa, Nordamerika und vor allem China nimmt die Waldfläche dagegen zu. Netto betrug der Rückgang der weltweiten Waldfläche zwischen 2005 und 2010 daher 5,6 Millionen Hektar pro Jahr – dies entspricht der Fläche Kroatiens…..
4.2.3 Ursachen des Waldverlusts
Die drei Hauptursachen der Entwaldung sind die Expansion von Landwirtschaft und Infrastruktur sowie die Holznutzung.
Der Amazonas-Regenwald wird in Sojaplantagen und Rinderweiden umgewandelt. Knapp 20 % dieses einmaligen Lebensraumes sind bereits unwiederbringlich verloren. Geplante Straßenbaumaßnahmen drohen die Waldzerstörung weiter voranzutreiben.
In Indonesien werden die Wälder durch großflächigen Holzeinschlag für die Zellstoff- und Papierindustrie sowie durch die Umwandlung in Zellstoff- und Palmölplantagen zerstört. Das Land verlor seit 1990 ein Fünftel seiner Waldfläche.
Der Klimawandel wird den Druck auf die Wälder weiter verschärfen.
Die Häufigkeit und das Ausmaß von Dürren, Insektenbefall und Waldbränden werden deutlich steigen. So hat sich in Portugal die Zahl der Waldbrände von 1980 bis heute verzehnfacht. In den Tropen, wo Waldbrände natürlicherweise kaum auftreten, werden nun im Zuge der Brandrodung Millionen Hektar jährlich durch Feuer vernichtet.
4.2.4 Folgen der Waldzerstörung
Die Zerstörung der Wälder leistet einen bedeutenden Beitrag zum Klimawandel.
Änderungen in der Landnutzung, vor allem die Rodung und Degradierung tropischer Regenwälder, tragen circa 15 % zum weltweiten, vom Menschen verursachten Ausstoß von Treibhausgasen bei – mehr als der gesamte Verkehrssektor.
Ein besonderer Klimakiller ist die Zerstörung Kohlenstoffreicher Torfmoorwälder, die vor allem in Indonesien zu finden sind, denn noch Jahre nach deren Rodung werden weiterhin Treibhausgase aus den ehemaligen Waldböden freigesetzt.
Die rapide voranschreitende Zerstörung der Wälder ist eine der größten Bedrohungen für die weltweite Biodiversität.
86 % der gefährdeten Säugetier- und Vogelarten sind dadurch in ihrem Fortbestand bedroht. Auch die Menschen leiden unter dem Waldverlust: Indigene Völker verlieren ihre Lebensgrundlage.
Viele Naturkatastrophen der letzten Zeit, wie Überschwemmungen und Erdrutsche, werden auf Abholzungen zurückgeführt.
4.2.5 Lösungen zum Erhalt der Wälder
Um die letzten unberührten Naturwälder der Welt zu erhalten, setzt der WWF neben dem Aufbau effektiver Netze von Schutzgebieten, die unter Einbindung der Bevölkerung entwickelt werden, auf eine nachhaltige Bewirtschaftung der bereits genutzten Wälder. So gewährleistet das FSC-Zertifikat (Forest Stewardship Council), dass Holz und andere Waldprodukte aus einer verantwortungsvollen, umwelt- und sozialverträglichen Waldbewirtschaftung stammen.
Um die Umwandlung der Wälder in Agrarflächen einzudämmen, wurden mit dem Roundtable on Responsible Soy (RTRS) und dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) ähnliche Zertifizierungssysteme für die verantwortungsbewusste Produktion von Soja bzw. Palmöl entwickelt.
Allerdings müssen wir uns auch bewusst sein, dass die natürlichen Ressourcen begrenzt sind.
Damit die Entwicklungs- und Schwellenländer ihre Entwicklungsmöglichkeiten im Sinne einer globalen Gerechtigkeit wahrnehmen können, ohne dass weiterhin Wälder und andere wertvollen Ökosysteme verloren gehen, müssen die entwickelten Länder ihren übermäßigen Konsum einschränken und die vorhandenen natürlichen Ressourcen effizienter nutzen.
Beispiele hierfür sind das Recycling von Papier und Holz, aber auch eine Reduktion des Fleischkonsums, für den eine weit größere Fläche benötigt wird als für die Produktion anderer Nahrungsmittel.
In seiner politischen Arbeit setzt sich der WWF dafür ein, dass bedeutende holzverbrauchende Länder wie die europäischen Staaten oder die USA ihre internationale Verantwortung wahrnehmen und die holzproduzierenden Länder auf ihrem Weg zu einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung unterstützen und die Einfuhr von illegal eingeschlagenem Holz gesetzlich verbieten.
Die Rolle der Walderhaltung für den Klimaschutz ist mittlerweile auch ein Thema in den internationalen Klimaverhandlungen. 2010 wurde auf der UN-Klimarahmenkonferenz in Cancun beschlossen, die Entwaldung und die dadurch entstehenden Treibhausgasemissionen zu stoppen.
Über das Finanzierungsinstrument REDD+ erhalten waldreiche Entwicklungsländer von den Industrieländern finanzielle Unterstützung, um die Entwaldung aufzuhalten und entgangene Entwicklungsmöglichkeiten zu kompensieren.
Um den Klimawandel insgesamt in einem erträglichen Rahmen zu halten, sind allerdings eine Senkung des Energieverbrauchs in den Industrieländern und eine höhere Energieeffizienz unabdingbar.
4.2.6 Wichtige Nebenaspekte der...
| Erscheint lt. Verlag | 6.9.2021 |
|---|---|
| Reihe/Serie | GRÜNE VOLKSWIRTSCHAFT |
| GRÜNE VOLKSWIRTSCHAFT | |
| GRÜNE VOLKSWIRTSCHAFT | Umweltthemen |
| Verlagsort | Ahrensburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Sachbuch/Ratgeber ► Natur / Technik ► Naturwissenschaft |
| Mathematik / Informatik ► Mathematik | |
| Technik | |
| Schlagworte | Arbeitsplätze • Autoindustrie • Energiewende • Gutes und schlechtes CO2 • Photovoltaik • Versorgungssicherheit • Windkraft • Wirtschaft |
| ISBN-10 | 3-347-39668-5 / 3347396685 |
| ISBN-13 | 978-3-347-39668-5 / 9783347396685 |
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