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»Ich merke mich nur im Chaos«

Interviews 1976–2001

(Autor)

Martina Hanf (Herausgeber)

Buch | Hardcover
316 Seiten
2009
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-42064-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

»Ich merke mich nur im Chaos« - Thomas Brasch
CHF 43,90 inkl. MwSt
Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer, eine der markantesten Figuren der neuen deutschen Literatur, wurde 1945 in Westow/Yorkshire (England) als Sohn jüdischer Emigranten geboren. Bis zu dem Jahr, in dem er die DDR verließ (1976), lebte er in Ostberlin. 1977 erschien sein bekanntestes Buch, der Erzählband Vor den Vätern sterben die Söhne. 2001 starb Brasch in Berlin.Die deutschen Turbulenzen bilden einen wichtigen Erlebenshintergrund für Braschs Werk - sein Unbehagen erst auf der einen, dann auf der anderen Seite der Grenze. Aber Thomas Brasch war, auch wenn Deutschland für seine Arbeit eine Art Resonanzboden bedeutete, wesentlich Kosmopolit - ein Weltbürger. Auf der Suche nach neuen künstlerischen Konzepten setzte er dem Bestehenden etwas Eigenes entgegen. Er entwarf Gegenbilder.Die Interviews, die mit Braschs Ankunft im Westen (1976) einsetzen, sind bemerkenswert und unverzichtbar, weil sie aus erster Hand über Braschs Leben informieren, über die politischen Ansichten und die ästhetischen Überzeugungen des vielseitigen Künstlers, die Entstehung einzelner Werke (Übersetzungen inklusive) sowie deren Einschätzung durch Brasch selber.Zuletzt erschienenWas ich mir wünsche. Gedichte aus Liebe, 2007 (Bibliothek Suhrkamp 1413)Lovely Rita, Rotter, Lieber Georg. Drei Stücke, 1989 (edition suhrkamp 1562, Nachauflage)

Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer, eine der markantesten Figuren der neuen deutschen Literatur, wurde 1945 in Westow/Yorkshire (England) als Sohn jüdischer Emigranten geboren und starb 2001 in Berlin. Bis zu dem Jahr, in dem er die DDR verließ (1976), lebte er vorwiegend in Ostberlin. Vor allem Braschs Übersetzungen der Werke von Shakespeare und Tschechow werden auf deutschsprachigen Bühnen viel gespielt. Am 19. Februar 2025 wäre Brasch 80 Jahre alt geworden.

»Ich stehe für niemand anders als für mich«
Schriftsteller Thomas Brasch über seine Emigration aus der DDR.
»Eine geschichtslose Generation«
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Der Mensch und die Maschine
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Für jeden Autor ist die Welt anders
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»Die Schärfe ist immer Hoffnung«
Thomas Brasch über Tschechow und »Platonow«.
»Vielleicht wird die Kunst immer individueller«.
»Ich merke mich nur im Chaos«.
Der Samurai ist ein großes Thema
omnibus-Gespräch mit Thomas Brasch in Zürich.
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Thomas Brasch. Die neuen Tschechow-Übersetzungen.
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Thomas Brasch rechnet ab mit dem westdeutschen
Theater und den »Moden des Kulturbetriebs«.
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Wunschmaschinen
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Welcome to Germany.
Farbe und Licht am Ort der Angst
Aus einem Gespräch mit Thomas Brasch über seinen Film »Der Passagier«.
Man braucht den Schmerz
Ein Gespräch mit dem Lyriker, Dramatiker, Prosaisten und Filmemacher Thomas Brasch über Sartre,
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Die Beschreibung des Angsttraums
Gespräch mit Thomas Brasch vor der »Rotter«Premiere im Berliner Ensemble.
Sich eine dünne Haut zulegen und nicht aus ihr fahren
Thomas Brasch über die Arbeit mit Shakespeare, Chancen von Kunst und seine deutschen Erfahrungen.
Die Flamme entsteht aus der Reibung.
»Das Leben ist nur die Vorstufe zum Schlaf«
Der Schriftsteller und Übersetzer Thomas Brasch über Shakespeare und die Müdigkeit der Intelligenten.
»Der vierte Band ist entweder ein Selbstmordversuch, oder es ist der Versuch, eine Tür aufzustoßen«
Ein Gespräch mit Thomas Brasch über Uwe Johnson.

»Der Interviewband ist angesichts der Sprachgenauigkeit, der Intelligenz und Wortmacht des Befragten, nicht nur das Beste, was man seit langem an Schriftstellerinterviews gelesen hat.« Julia Encke Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 20090315

»Der Interviewband ist angesichts der Sprachgenauigkeit, der Intelligenz und Wortmacht des Befragten, nicht nur das Beste, was man seit langem an Schriftstellerinterviews gelesen hat.«

»Ein erstaunliches Kontinuum durchzieht diese Gespräche aus 25 Jahren, die immer wieder um Braschs Blick auf die zurückgelassene DDR, um Utopieverlust und Lebensermattung kreisen, die Suche nach Reibungsflächen und Intensitäten ... Die Interviewsammlung ist ein noch in allen polemischen Entgleisungen mitreißendes Zeugnis einer Künstler-Existenz, für die das mittlere Maß dem Tod bei lebendigem Leibe gleichkam.«

Erscheint lt. Verlag 22.4.2009
Co-Autor Annette Maennel
Zusatzinfo Mit Fotografien
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Maße 128 x 204 mm
Gewicht 436 g
Themenwelt Literatur Essays / Feuilleton
Schlagworte Brasch • Brasch Thomas • Brasch, Thomas • Geschichte 1976-2001 • Interview • Interviews/Gespräche • Thomas
ISBN-10 3-518-42064-X / 351842064X
ISBN-13 978-3-518-42064-5 / 9783518420645
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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