Beautiful Alien (eBook)
308 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-6869-9 (ISBN)
Die österreichische Autorin, Ingrid Seemann ist zu Hause, glücklich verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern und Enkelkindern. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben, das Lesen von Romanen mit Happy End und Sport als Ausgleich. Ihre Romane werden nach dem Zufall geschrieben. Ohne großes Konzept, schreibt sie drauflos. Ihr fällt unterwegs eine Begebenheit ein, die sie in ihrem Roman unterbringen will. Wenn sie weiterschreibt, kommt es doch wieder ganz anders. Der vorgedachte Verlauf geht in eine ganz andere Richtung. Die Alien Reihe ist ein neues Konzept. Sie ist immer nach einem neuen Genre bemüht. Ihre ersten Romane sind Rocker Romanzen gewesen. Generationsübergreifende Romane der Rocker Romanzen sind auf dem Markt und auch sehr beliebt. Einige weitere Bad Boy Romane hat sie auch geschrieben. Weiters hat sie einen Psychothriller in der Schublade, der noch auf eine Veröffentlichung wartet.
Kapitel 1
Unliebsame Tochter und ein Grausames Volk
„Wie sieht diese vermaledeite Kreatur nur aus?!“ Captain Gosko ist geschockt gewesen. Dieses neugeborene, nackte Etwas, das seine Frau in den Händen gehalten hat, ist keinesfalls eine Katalanerin! Wenn er es nicht besser gewusst hätte, hätte er behauptet, dass seine Frau einen fremden Mann zu Willen gewesen ist, was sich ja auch so zugetragen hat. Allerdings mit seinem Einverständnis. Gisha hat ihn aus zusammen gezogenen Augen zornig angesehen.
„Du wolltest es so, Gosko! Sie ist deine Tochter und die Erlöserin von Katalanien!“
Was ist passiert? Katalanien droht auszusterben. Die Einwohner des Planeten sind wahllos übereinander hergefallen. Inzucht steht seit jeher an der Tagesordnung und nun haben die Katalaner ein großes Problem. Ihre Kinder sind oftmals deformiert und sterben allzu bald. Katalanien ist dem Untergang geweiht, wenn nicht bald etwas geschähe!
Captain Gosko ist keine andere Wahl geblieben, als Captain Brab, von dem intergalaktischen Schiff Oleandros, um Hilfe zu bitten. Sie brauchen Weibchen, die nicht von Katalanien sind. Dies ist in der Vergangenheit, aufgrund der Unwilligkeit und des falschen Stolzes der katalanischen Männer, die sich vorab von Wissenschaftlern untersuchen hätten lassen sollen, gescheitert.
Daraufhin ergab sich eine unvorhergesehene Gelegenheit für Gisha, sich mit einem Erdenmann zu paaren. Dieser Mann hat sich zufällig auf dem Schiff von Captain Brab aufgehalten und für Gisha war es ein Leichtes diesen Mann zu verführen. Aus dieser Verbindung ist Miska, ihre Tochter entstanden. Sehr zum Missfallen des Stiefvaters ähnelt Miska mehr einem irdischen Kind, als einem katalanischen Wesen.
Dass der Stiefvater Gosko nun so erzürnt darüber ist versteht Gisha überhaupt nicht. Ihre Tochter bringt neues Blut in ihren Stamm! Aber Gosko hat sich angewidert abgewandt. Traurig muss sich die Mutter eingestehen, dass Miska es nicht leicht haben wird. Ihr kriegerisches Volk wird sie ablehnen und das junge Volk sie hänseln. Sie muss sie persönlich schützen. Sorgenvoll sieht sie in die Ferne, derweil sie ihr kleines Baby im Arm wiegt.
Irgendwann muss Gisha ihre Tochter ziehen lassen. Miska geht in eine Schule wie alle anderen Kinder ihres Alters auch. Dort lernt sie die einfachen Dinge, die sie und ihr Volk zum Überleben brauchen. Jagen. Fischen. Kochen. Kinder großziehen. Miska ist alleine auf sich gestellt. Gisha macht sich große Sorgen. Zu Recht!
„Seht sie euch nur an! Sie ist eine nackte Kanone!“, schreit Shosko grölend und gibt Miska hämisch einen grausamen Stoß, sodass sie durch den feuchten Schlamm schliddert. Sie fällt vornüber in den Schmutz. Sie bleibt unten, um nicht der Gefahr zu erliegen, dass sie erneut gestoßen wird. Unterwürfig hält sie den Kopf gesenkt.
Shosko ist der gefährlichste aller Jungen. Er ist grausam und lässt keinen ungeschont. Besonders auf sie hat er es ständig abgesehen. „Du dreckiges Weibchen eines Erdenschlampen!“, beschimpft er sie wieder einmal.
Miska muss sich ständig anhören, dass sie anders ist, als alle anderen. Sie hat es langsam satt. Sie muss sich etwas einfallen lassen. Zurzeit könnte sie sich nur unsichtbar machen. Niemand weiß von ihrer Gabe, die sie nur einsetzt, wenn sie niemand dabei beobachtet. Es ist ihr einziges und wohlgehütetes Geheimnis!
Sie wartet, bis die Jungens, die lachend und grölend um sie herum stehen, sich vertrollen. Dann steht sie mühsam auf. Sich jetzt sauber zu klopfen bringt nichts. Der Dreck klebt nass und schmierig auf ihrer Kleidung und ihren nackten Beinen.
„Warum bin ich anders, Mem?“, fragt sie ihre Mama.
„Ach Miska, mein Baby, dein biologischer Pep ist ein Erdenmann. Deshalb siehst du anders aus. Aber vergiss nie, du bist etwas Besonderes!“
„Wie sieht mein richtiger Pep aus?“, fragt sie dann ein ums andere Mal, nachdem sie schon wieder ihre Mutter gefragt hat, warum sie anders ist.
„Weißt du, dein Pep ist groß, dünn und so ganz anders als Gosko! Aber das ist egal. Er wird nie hierher kommen. Er weiß nicht einmal, dass es dich gibt, Miska.“
In Wirklichkeit kann sich Gisha nicht einmal mehr auf den anderen Mann erinnern. Sie hat ihn unter Drogen gesetzt und seinen Samen empfangen.
„Wieso nicht? Mem! Wieso kann ich meinen wirklichen Pep nicht kennen lernen?“ Verzagt beobachtet sie ihre seufzende Mutter.
„Gosko erlaubt es nicht!“, gibt Gisha leise zu.
Am nächsten Tag liegt Miska wieder im aufgeweichten Schlamm vor der Schule. In der Nacht hat es geregnet, weshalb sie jetzt über und über mit schwarzen, stinkigen Dreck überdeckt ist.
„Du bist so gemein!“, jammert sie.
„Wirst du wohl still sein, unreine Ausgeburt eines Erdenschlampen?“ Shosko gibt ihr einen Tritt in den Hintern. Prompt fällt sie wieder mit dem Gesicht voran und noch tiefer in den Morast.
„Shosko, es reicht!“ Koshko, sein Kumpel hält ihn an der Schulter zurück und sieht ihn scharf an. Koshko ist zwar einen Kopf größer, als Shosko. Aber der Kleinere gibt den Ton an. Sein Vater steht über dem des Freundes.
Shosko gibt tatsächlich nach. Die Kleine liegt ja schon jämmerlich vor ihm. Morgen wird es wieder mehr Spaß machen. Die Jungs gehen in das Haus hinein.
Miska hat sich aufgesetzt, umgeben von dem schlammigen Dreck. „Seht sie euch an! Wie ein kleiner Mistkäfer wühlt sie im Dreck! Ha… ha… ha…!“ Mitschüler machen sich auf ihre Kosten lustig. Keiner will zu ihr halten. Sie sind so gemein!
Mühsam wischt sie sich, leider vergebens, ab. Finster guckt sie den Davonschlendernden hinterher. Aufseufzend wird ihr nichts anderes übrigbleiben, als wieder nach Hause zu gehen. So kann sie sich nicht in die Klasse setzen.
Gisha bemerkt den desolaten Zustand ihrer Tochter und ist mehr als traurig darüber, dass sie ihr nicht helfen kann. Wie oft hat sie Gosko schon darauf angesprochen.
„Sie muss lernen, sich selbst durchzusetzen!“ Widerspruch ist zwecklos. Gosko ist sehr bestimmend und stur.
Nach solchen Unterredungen mit ihrem unnachgiebigen Ehemann, überlegt Gisha ein ums andere Mal, ob sie Miska nicht nachgeben und sie ihrem Erdenvater vorstellen soll. Bei ihm hätte sie es sicher besser, zumal sein Freund der Commander des intergalaktischen Raumschiffes von Oleandros ist. Da kann ihr Gosko und die ganze Brut seiner Freunde nichts mehr anhaben.
Am nächsten Tag geht Miska wieder außer Haus. Aber dieses Mal macht sie sich sofort unsichtbar, sobald sie sich von ihrer Mutter nicht mehr beobachtet fühlt. Es ist ihr eigenes großes Geheimnis. Schnell geht sie durch den Wald und auf das Schulgebäude zu.
Shosko und Koshko sind schon da und warten auf sie. Dieses Mal kann sie an ihnen ungesehen vorbei schlüpfen.
„Wo ist diese vermaledeite Kreatur?“, ruft Shosko.
„Vielleicht ist sie krank?“
Miska versucht sich, lautlos an ihnen vorbei zu schleichen. Just in dem Moment, als sie auf gleicher Höhe ist, knackst ein Holz unter ihren nackten Füßen. Sie hat nicht aufgepasst. Sie bleibt wie angewurzelt und erstarrt stehen. Furchtsam verharrt sie. Dabei vergisst sie, dass sie nicht gesehen werden kann. Tränen kullern über ihre Wangen, wartend auf das Unausweichliche.
„Was war das?“
„Ich weiß nicht! Vielleicht eine Zoozkoratte?“, mutmaßt Koshko und sieht sich still um.
Er glaubt nicht an das, was er Shosko vermitteln will. Er erschnuppert einen bekannten Geruch. Miska? Er kann sie nicht sehen. Aber er spürt und riecht sie. Wo ist sie nur? Er sieht sich um, kann sie aber nicht sehen. Achselzuckend sieht er Shosko an.
„Komm gehen wir rein. Miska kommt heute nicht mehr!“, winkt Shosko seinem Kumpel.
Miska geht ihnen vorsichtig nach. Auf der Toilette macht sie sich wieder sichtbar und hat Glück, dass sie vor dem Lehrer in der Halle ist. Vorsorglich setzt sie sich, wie immer, in die hintere Ecke. Sie will nicht allzu viel auffallen.
Shosko rempelt seinen Kumpel an und nickt zu Miska hinüber. Böse sieht er sie an. „Du entkommst mir nicht, du kleine Zoozkaratte“, zischt er.
Dieses Mal ist Miska aber schneller und entkommt heute unbehelligt nach Hause.
Miska scheint nun eine Taktik gefunden zu haben, ungeschoren in die Halle zu kommen. Doch sie hat sich zu früh gefreut. Shosko findet bald eine Gelegenheit, sie abzufangen und prügelt auf sie ein.
„Du kleine Ratte! Endlich habe ich dich! Da… hast… du… es!“
Miska schreit sich die Seele aus dem Leib, bis nur mehr ein Wimmern übrig bleibt. Shosko hat sie auf das Übelste verletzt. Gebrochene Rippen, eine verrenkte Schulter und ein gebrochenes Becken. Sie bleibt regungslos am Boden liegen.
„Shosko wirst du jetzt endlich zufrieden sein? Du prügelst sie noch zu Tode!“, warnt Koshko und hält den Rasenden mit letzter Kraft zurück.
„Du weißt, sie ist die Hoffnung unseres Volkes! Du wirst dir den Zorn von Captain...
| Erscheint lt. Verlag | 7.1.2026 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| ISBN-10 | 3-6951-6869-2 / 3695168692 |
| ISBN-13 | 978-3-6951-6869-9 / 9783695168699 |
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