Extraordinary Alien (eBook)
410 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-6867-5 (ISBN)
Die österreichische Autorin, Ingrid Seemann ist zu Hause, glücklich verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern und Enkelkindern. Ihre Leidenschaften sind das Schreiben, das Lesen von Romanen mit Happy End und Sport als Ausgleich. Ihre Romane werden nach dem Zufall geschrieben. Ohne großes Konzept, schreibt sie drauflos. Ihr fällt unterwegs eine Begebenheit ein, die sie in ihrem Roman unterbringen will. Wenn sie weiterschreibt, kommt es doch wieder ganz anders. Der vorgedachte Verlauf geht in eine ganz andere Richtung. Die Alien Reihe ist ein neues Konzept. Sie ist immer nach einem neuen Genre bemüht. Ihre ersten Romane sind Rocker Romanzen gewesen. Generationsübergreifende Romane der Rocker Romanzen sind auf dem Markt und auch sehr beliebt. Einige weitere Bad Boy Romane hat sie auch geschrieben. Weiters hat sie einen Psychothriller in der Schublade, der noch auf eine Veröffentlichung wartet.
Kapitel 2
Das kleine Dorf ihrer Bestimmung
Viele aufregende Tage später sitzen sie beim Essen, dabei sieht Alecha Benjamin bedauernd an. „Benjamin ich muss weiterziehen. Du weißt, …meine Mission!“
„Aber…“ Benjamin ist wie vor dem Kopf gestoßen. Sie will jetzt einfach so gehen? Er dachte, dass sie ihn, nach Tagen der innigen Zweisamkeit, liebt? Sie ist unersättlich gewesen und er hat es ihr gegeben, sooft es seine Zeit zugelassen hat. Was soll er jetzt ohne sie machen? Er hat sich schon so an sie gewöhnt! Er sitzt an dem Tisch und starrt sie ungläubig an. Er weiß nicht mehr, was er denken soll.
„Benjamin!“ Sie sieht ihn scharf an. „Ich muss! Es steht vieles auf dem Spiel. Vieles ist im Argen bei euch hier auf der Erde! Aber wenn du willst, komme ich wieder zu dir! Aber denke daran, wenn du in Gefahr bist, denke an mich und es wird dir nichts geschehen!“ Eindringlich spricht sie auf ihn ein. Sie würde ja auch lieber hier bei ihm bleiben. Es ist für ihn unvorstellbar, was sie meint. „Du wirst es wissen, wenn es soweit ist.“ Sie sitzen sich stumm gegenüber am Tisch. Sie greift zart auf seine Stirn. Dann ist sie plötzlich weg. Benjamin steht auf und macht, was er immer macht. Er geht zu seinen Tieren und versorgt sie. Seine Stimmung ist wie immer. Er ist nicht traurig. Er hat sie vergessen…
Alecha ist auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort. Mit ihrem irdenen Körper ist sie nicht so schnell. Sie überlegt, ob sie ihn wieder abwerfen soll. Aber dann erinnert sie sich, dass sie nur diesen einen für diesen Planeten bekommen hat. Es bleibt ihr nichts anderes übrig als den irdischen Weg zu nehmen. Sie rennt über die breite Straße. Sie sprintet über drei Stunden über die Landstraße. Sie hat schon einige Dörfer umrundet. Sie will kein Aufsehen. Viele Fahrzeuge haben sie überholt, bis eines vor ihr stehen bleibt. Ein alter Mann steigt aus. „Mädchen! Kann ich dich mitnehmen?“ „Wohin fährst du?“, fragt sie. „Ich bin noch drei Stunden unterwegs, bis über die nächste Staatsgrenze!“
Sie steigt ohne weitere Erwiderung ein. Sie ist zufrieden damit, dass sie ihrem Körper eine Ruhepause gönnen kann. Sie spürt Abnützung. Das lange Laufen hat ihm nicht gut getan. Seufzend setzt sie sich neben ihn und schnallt sich den Gurt, auf seine Aufforderung hin, an.
„Woher kommst du?“ Der alte Mann ist schon lange alleine unterwegs und will sich mit jemandem unterhalten. Da kommt eine Anhalterin von der Straße gerade recht. „Ich bin viele Stunden gelaufen! Ich war auf einem Bauernhof mit Kühen, Schweinen, einem Esel und einer Ziege!“ Der alte Mann schnaubt. „Warum bist du von diesem schönen Ort weg?“ Ihre Sprechweise und ihre Aussagen muten ihm komisch an.
„Ich habe eine Mission zu erfüllen!“
„Aha!“ Er sagt vorerst nichts mehr. Sie scheint nicht richtig im Kopf zu sein. Stumm verharren sie weiter. Teils ratternd, teils surrend frisst sein alter Chevy Kilometer um Kilometer.
Plötzlich bittet sie ihn, stehen zu bleiben. „Kannst du mich hier hinauslassen? Ich muss da weiter!“ Sie zeigt in die andere Richtung, als die staubige Landstraße verläuft. „Hier? Da ist doch weit und breit nichts als Einöde!“ Ungläubig sieht er sie von der Seite an. Dennoch bremst er ab und bleibt schließlich am Straßenrand stehen. „Mach’s gut Mädchen und pass auf dich auf!“, meint er aufseufzend und gutmütig. Er schüttelt den Kopf. Diese junge Frau ist eigenartig. Aber er ist nicht für sie verantwortlich. Alecha bedankt sich und läuft querfeldein weiter. Sie dreht sich auch nicht mehr um.
Ihr Weg führt sie über die, von Menschen gezogenen Grenzen und kommt schließlich an einem kleinen Dorf an. Sie sieht sich um. Dort vorne steht ein kleines Häuschen aus Lehm und strohbedeckten Dach. Sie beobachtet vorerst dieses Häuschen. Sie will zu diesen Menschen, vor allem zu einen kleinen irdischen Kind. Es ist wirklich noch ein Kind. Aber seine Vorbestimmung ist von großer Bedeutung. Es muss gerettet und von ihr beschützt werden. Es kommen schwere Zeiten auf die Menschen hier auf der Erde zu.
Sie denkt an Benjamin. Er ist in Sicherheit. Was er jetzt wohl tut? Er hat ihr gefallen. Er hat ihr schöne Dinge gezeigt. Streng verbietet sie es sich, ihn im Geiste zu besuchen. Er lenkt sie zu sehr von ihrer Mission ab. Vielleicht darf sie ihn wieder aufsuchen, bevor sie wieder zurück auf ihren Planeten zurückkehrt? Sie hofft es.
Heimlich, hinter einem Baum versteckend, beobachtet sie das Treiben des Dorfes und des kleinen Häuschens, das ihr Ziel darstellt. Schnell speichert ihr Gehirn alles ab. Es gibt einen kleinen Laden, der vorrangig von den weiblichen Geschöpfen besucht wird und das einige Zeit lang. Es gibt auch ein Haus auf dem Joes Kneipe steht. Hier gehen vor allem die männlichen Körper ein und aus. Auch diese verweilen eine sehr lange Zeit in diesem Haus. Insgesamt scheinen die Bewohner zufrieden mit sich zu sein. Ihr Gehirn speichert alles ab. Dann, als es finster wird, legt sie sich auf den harten Erdboden und lässt ihren Körper sich ausruhen. Morgen wird sie die Bewohner des einen Hauses aufsuchen und sich nach dem Baby umsehen. Es wird so lange unter ihrem Schutz stehen, bis es groß genug ist und seine besondere Rolle einnehmen kann. Sie stellt sich auf eine sehr lange Zeit auf der Erde ein.
Früh am Morgen steht sie auf und klopft sich den Staub von ihrer Kleidung, die sie von Benjamin bekommen hat. Sie hat keine andere und nimmt sich vor, dass sie sich passendere Kleidung besorgen muss. Sie ist müde und ihr Körper schmerzt. Sie muss in Zukunft daran denken, dass sie sich nicht mehr so sehr vorausgaben darf. Hier auf der Erde ist ihr Körper den gleichen Bedingungen ausgesetzt, wie jeder andere auch. Der schnelle und lange Lauf hat ihr nicht gut getan. Seufzend geht sie in das Dorf.
Die Menschen sind schon unterwegs. Dabei ist es noch früh am Morgen. Sie strahlen gute Laune aus, denn sie lachen und scherzen sich zu. Sie scheinen sich gut zu kennen. Alecha kann es deutlich hören. Die Leute nennen sich beim Namen und rufen mahnend ihre kleinen Kinder zurecht, die um ihre Füße herumtollen. Es ist eine gute Stimmung. Alecha gefällt es. Sie geht auf zwei Frauen zu, die sich angeregt unterhalten. „Hallo! Können Sie mir sagen, wo ich Mutter Agnes finde?“ Die Blicke der zwei weiblichen Individuen blicken sie erstaunt und dennoch zurückhaltend an. Sie ist eine Fremde. Stumm wartet sie ab.
„Wer sind Sie?“ Eine der beiden antwortet ihr mit einer Gegenfrage. Zu Recht. „Ich bin Alecha vom Planeten Oleandros!“ Im gleichen Moment hätte sie sich gerne auf die Zunge gebissen. Was faselt sie da? So kann sie kein Vertrauen erwecken! Die Frauen sehen sie verdattert an. Dann lacht die eine los. Alecha seufzt. Das hat sie nun davon! „Entschuldigen Sie, ich rede schon wieder Unsinn… Es ist eine blöde Gewohnheit von mir! Ich komme natürlich nicht von diesem Planeten. Ich komme von einem Bauernhof mit vielen Kühen, einigen Schweinen, einem Esel und einer Ziege.“, versucht sie die Lage zu retten. Aber vergebens.
Die Frau lacht noch lauter. „Sie sind wirklich komisch! Agnes, was sagst du?“ Die Frau namens Agnes nickt ebenso erheitert. Aber dann wird sie ernst. „Was willst du von Agnes?“
Irgendetwas hat sie falsch gemacht. Alecha kommt nicht darauf. Da sie noch nicht lange auf diesem Planeten ist, kennt sie die Gepflogenheiten noch nicht. Sie denkt nach. Was kann sie von Agnes wollen? Sie versucht es doch mit der Wahrheit. Sie ahnt, dass die Frauen es ihr nicht glauben werden. „Ich bin hier, um das auserwählte Kind vor Unbill zu schützen. Meine Mission ist es, das Kind bis zu seiner Vorbestimmung zu begleiten!“ Sie sagt es mit aller Ernsthaftigkeit, die sie aufbringen kann, in der Hoffnung, nicht wieder ausgelacht zu werden.
Die beiden Frauen werden ernst und nehmen sichtlich Abstand. „… und wer soll das sein?“ Alecha sieht sie an. Sagte sie das nicht? Das Kind von Agnes! Haben sie ihr nicht zugehört? Sie wiederholt ihren Satz von vorhin. Die eine Frau fängt an zu schreien. „Gehen Sie weg von hier! Sie werden das Kind nicht bekommen! Hilfe! Hiiiilfe! Polizei! Helft mir doch!“ Panisch und hektisch wedelt sie abwehrend mit den Armen. Ihr schrilles Geschrei macht die Menschen auf sie aufmerksam und strömen in Scharen neugierig herbei und gaffen.
„Macht Platz! Geht wieder an eure Arbeit! Agnes! Was ist hier los?“ Statt Agnes anzusehen, betrachtet der korpulente Polizist aufmerksam die Fremde in seinem Dorf. „Wer sind Sie?“ „Ich bin Alecha! Ich muss das Kind zu seiner Bestimmung führen!“ „Vielleicht kommen Sie erstmals mit in mein Büro und erzählen mir alles?“, meint der Polizist gutmütig und scheucht die aufgeregte Schar von Menschen auseinander. Alecha hofft, dass dieser Mann nicht auch gleich zu schreien anfängt, wenn sie von ihrer Mission erzählt und folgt ihm zu einem Haus auf dem Polizeistation steht.
Wordfinder…
Staatliche und kommunale Institution, die für...
| Erscheint lt. Verlag | 5.1.2026 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| ISBN-10 | 3-6951-6867-6 / 3695168676 |
| ISBN-13 | 978-3-6951-6867-5 / 9783695168675 |
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