Fliegen um zu stürzen
Seiten
2026
Castrum Verlag
978-3-903664-02-9 (ISBN)
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Wer sich den Gedichten Maria Magdalena Leonhards nähert, betritt einen Raum der Stille, einer Stille, die nachhallt von verklingenden Worten, von flüchtigen Berührungen, von verstörenden Begegnungen. Diese Sammlung vereint etwas ebenso Kostbares wie Verletzliches: lyrische Annäherungen an jene Momente, in denen unser fragmentiertes Dasein sich verdichtet. Leonhard beherrscht die Kunst der Verdichtung im doppelten Wortsinn: Sie presst Erfahrung in eine knappe Form und verdichtet zugleich ihre Bedeutung zu äußerster Prägnanz.
Die äußere Form vermittelt den Eindruck von Diskretion und asketischer Strenge. Maria Magdalena Leonhard verzichtet auf Reim und feste Strophenformen. Ihre Verse atmen frei, aber nicht willkürlich. Oft spürt man ein pulsierendes, rhythmisches Grundgerüst, eine annähernde Gleichzahl der Betonungen, die dem Gedicht einen inneren Herzschlag verleiht, ohne ihn jemals zu einem festen Metrum erstarren zu lassen. Diese formale Zurückhaltung ist kein Mangel, sondern eine radikale Entscheidung. Sie schafft Raum für das Wesentliche: die sprachliche Dichte. Jedes Wort steht unter Spannung, jeder Zeilenbruch wird zu einem Bedeutungsträger. Die Kürze der Gedichte – oft sind es nur wenige Zeilen – zwingt zur Präzision und erzeugt eine ungeheure Intensität. Poetisiert sind Momente: ein Blick, eine Geste, ein sich öffnendes Land der Seele, die plötzliche Präsenz eines Du.
Diese Gedichte sind daher Einladungen und Warnungen zu-gleich: Einladungen, sich auf die Kühnheit des Augenblicks einzulassen, auf die plötzliche Gegenwart des Mythos, auf die tröstliche wie schmerzhafte Auflösung der Gegensätze; Warnungen vor der Illusion, wir könnten aus einer Begegnung unverändert, unverwundet hervorgehen. In ihrer knappen, harten und zugleich zarten Sprache zeigt Maria Magdalena Leonhard, dass jeder Augenblick, der uns berührt, ein potenzieller Ort der Dichtung ist.
Die äußere Form vermittelt den Eindruck von Diskretion und asketischer Strenge. Maria Magdalena Leonhard verzichtet auf Reim und feste Strophenformen. Ihre Verse atmen frei, aber nicht willkürlich. Oft spürt man ein pulsierendes, rhythmisches Grundgerüst, eine annähernde Gleichzahl der Betonungen, die dem Gedicht einen inneren Herzschlag verleiht, ohne ihn jemals zu einem festen Metrum erstarren zu lassen. Diese formale Zurückhaltung ist kein Mangel, sondern eine radikale Entscheidung. Sie schafft Raum für das Wesentliche: die sprachliche Dichte. Jedes Wort steht unter Spannung, jeder Zeilenbruch wird zu einem Bedeutungsträger. Die Kürze der Gedichte – oft sind es nur wenige Zeilen – zwingt zur Präzision und erzeugt eine ungeheure Intensität. Poetisiert sind Momente: ein Blick, eine Geste, ein sich öffnendes Land der Seele, die plötzliche Präsenz eines Du.
Diese Gedichte sind daher Einladungen und Warnungen zu-gleich: Einladungen, sich auf die Kühnheit des Augenblicks einzulassen, auf die plötzliche Gegenwart des Mythos, auf die tröstliche wie schmerzhafte Auflösung der Gegensätze; Warnungen vor der Illusion, wir könnten aus einer Begegnung unverändert, unverwundet hervorgehen. In ihrer knappen, harten und zugleich zarten Sprache zeigt Maria Magdalena Leonhard, dass jeder Augenblick, der uns berührt, ein potenzieller Ort der Dichtung ist.
Maria Magdalena Leonhard studierte in ihrer Geburtsstadt München Archäologie und Kunstgeschichte sowie Etruskologie in Florenz und Rom. Nach ihrer Promotion lebte sie längere Zeit in Italien. 20 Jahre war sie als Dozentin für Deutsche Sprache am Goethe-Institut in München tätig. 1990 erhielt Leonhard den »Münchner Förderpreis Literatur« für ihren deutsch-italienischen Lyrikband »Poesie 1962/82« (1985), mehrere Publikationen in der Zeitschrift »Literatur in Bayern« folgten. 2013 veröffentlichte sie mit großem Erfolg die historische Aufarbeitung des »Falls« der Fanny von Ickstatt.
| Erscheint lt. Verlag | 2.2.2026 |
|---|---|
| Vorwort | Achim Aurnhammer |
| Verlagsort | Wien |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 130 x 190 mm |
| Gewicht | 250 g |
| Themenwelt | Literatur ► Lyrik / Dramatik ► Lyrik / Gedichte |
| Schlagworte | Dichtung • Formstrenge • Mythos |
| ISBN-10 | 3-903664-02-2 / 3903664022 |
| ISBN-13 | 978-3-903664-02-9 / 9783903664029 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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