Die Insel der zerstörten Träume
Merlin Verlag
978-3-87536-355-5 (ISBN)
- Noch nicht erschienen (ca. Mai 2026)
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Das literarische Debüt der indigenen Autorin Chantal Spitz – sie ist die erste veröffentlichte indigene Autorin aus Französisch-Polynesien – löste bei Erscheinen 1991 sowohl Lobeshymnen als auch heftigste Kritik aus, denn der Roman „Die Insel der zerstörten Träume“ behandelt das allgegenwärtige Unbehagen, das das heutige Französisch-Polynesien spaltet.
Chantal Spitz erzählt über drei Generation hinweg die Geschichte einer tahitianischen Familie und verknüpft diese Familiensaga mit der Historie Tahitis. Kraftvoll und vom Rhythmus der mündlichen Überlieferung inspiriert liest sich dieser Roman wie der Alarmruf einer verlorenen Identität, ein Aufschrei gegen bestehende Ungleichgewichte, ein Liebeslied für diese kolonialisierten Frauen und Männer, deren Freiheit und Gleichheit noch zurückerobert werden müssen, aber auch wie die stille Klage der Alten, der Vergessenen, deren Träume zerstört wurden.
Politisch unkorrekt, poetisch selbstbewusst, kompromisslos, aber nicht mitleidig – ein hinreißender Roman, der zum Nachdenken einlädt.
Chantal Spitz (geb. 1954 auf Paofai) ist eine Maohi Autorin und lebt auf Huahine (Tahiti). Sie war nacheinander Lehrerin, pädagogische Beraterin und technische Beraterin im Kulturministerium und bemüht sich seit vielen Jahren, den Mythos eines heimtückischen Neokolonialismus zu widerlegen, der darauf basiert, die Geschichte umzuschreiben und ein kollektives Bild aufrechtzuerhalten, das die Tahitianer in einer Karikatur der „edlen Wilden” erstarren lässt. Chantal Spitz hinterfragt die offizielle Geschichtsschreibung, die die Ureinwohner Französisch-Polynesiens zu passiven Statisten ihres eigenen Schicksals macht. Als engagierte Unabhängigkeitskämpferin auf kulturellem Gebiet beteiligt sie sich auch an der Anti-Atomkraft-Bewegung, die nach den ersten französischen Atomtests 1966 entstanden ist. Sie wirkt mit an dem im Jahr 2000 begonnenen Projekt der Literaturzeitschrift Littéramā’ohi, deren Hauptziel die Förderung der einheimischen Literatur Französisch-Polynesiens in ihrer Vielfalt, ihrem Reichtum und ihrer Besonderheit ist.
Christiane Kayser, geb. 1954 in Luxemburg, studierte Wirtschaftswissenschaften in Paris sowie Pädagogik, Soziologie und Psychologie in Marburg und Köln. Als Spezialistin für die Dritte Welt führen sie seit 1984 regelmäßige Arbeitsaufenthalte nach Zentral- und Westafrika. Sie ist außerdem seit Jahrzehnten als Übersetzerin sowohl wissenschaftlicher Texte, vor allem aber literarischer Werke tätig. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören Tahar Ben Jelloun, Vautrin, Benacquista, Fouad Laroui, Boualem Sansal und Jean Genet. Christiane Kayser lebt und arbeitet abwechselnd in Berlin, Afrika und in einem Dorf in der Nähe von Toulouse.
| Verlagsort | Gifkendorf |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | L'île des rêves écrasés |
| Maße | 135 x 215 mm |
| Themenwelt | Literatur ► Historische Romane |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2. Generation • Familiensaga • Frankreich • Interkulturelles • Kolonialismus • Tahiti • Ungleichheit |
| ISBN-10 | 3-87536-355-8 / 3875363558 |
| ISBN-13 | 978-3-87536-355-5 / 9783875363555 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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