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Bewusstsein und Heilung -  Helena Müller

Bewusstsein und Heilung (eBook)

Krankheit, eine Manifestation
eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
204 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-2158-8 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
9,99 inkl. MwSt
(CHF 9,75)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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"Ohne, dass dies meine Absicht gewesen war, erweist sich durch meinen Weg und meine Erfahrung einiges als fragwürdig, was in der Medizin bis heute angenommen wird." Die Autorin, die 2004, mit achtunddreißig Jahren an Brustkrebs erkrankt war, ist ihren Weg der Heilung abseits der medizinischen Lehre gegangen. Sie lebte eineinhalb Jahre mit einem wachsenden Tumor, ohne dass es zu einer Ausbreitung des Krankheitsgeschehens kam und erfreut sich entgegen der üblichen medizinischen Erwartung seit 2008 bester Gesundheit. Das Buch begleitet den Bewusstseinsprozess der Autorin 2006 und 2007 autobiographisch, im Wechsel mit grundlegenden Überlegungen und Erfahrungen, sowie Hintergründen zum Thema und wurde 2025 um Rückblicke, Schlussfolgerungen und weitere allgemeine Informationen ergänzt. Möge dieses Buch vielen Menschen Mut machen. "Wenn ich mich dafür öffne, dass all meine körperlichen Erscheinungen Ausdruck meiner unbewussten Persönlichkeitsstruktur sind, dann ändert diese Erkenntnis meine Sichtweise grundlegend."

Helena Müller, geb 1966 in Ludwigsburg, studierte Bildhauerei an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart und arbeitete dann als freischaffende Künstlerin. In Folge einer gesundheitlichen Krise richtete sie ihr Leben neu aus und ist heute als Heilpraktikerin mit fachlichem Schwerpunkt Psychotherapie und Bewusstseinsarbeit (körperorientierte Regressionsanalyse) und als Autorin tätig.

Das Bewusstsein und die Schichten darunter


Große Teile unserer westlichen Gesellschaft leben heute in der Vorstellung, dass unser Intellekt unsere wichtigste Fähigkeit sei. Kinder werden von klein an auf Leistung geschult, in ihrer kognitiven Wahrnehmung gefördert und dementsprechend bewertet. Auch ich bin so aufgewachsen, in einer Familie, die zumindest mütterlicherseits dem konservativen Bildungsbürgertum entstammt (in dem man traditionell Töchtern Bildung angedeihen lässt, damit sie ihrem Ehegatten „angemessene Gesprächspartnerinnen“ sein sollen) und mit Lehrern, die aus dem Schulbetrieb (als Schüler / Studenten) in den Schulbetrieb (als Lehrer) wechselnd, ihren Schülern vermittelten, dass der Intellekt die beste Qualität des Menschen sei. Als ich die Schule verließ fühlte ich mich, als hätte ich einen riesigen, rechteckigen Wasserkopf und mein Körper darunter wäre nur das Gestell, das ihn trägt ...

Natürlich kann es in unserer leistungsorientierten Gesellschaftsstruktur Vorteile haben intelligent oder gebildet zu sein – mit persönlichem Glück und Lebensfreude hat dies jedoch nichts zu tun. Leben bedeutet fühlen. Wenn ich nicht in der Lage bin, meine Gefühle wahrzunehmen, sie zu äußern, nach ihnen zu handeln, dann kann ich mich an meinem Leben nicht freuen: Denn woher soll ich wissen, was ich mir wünsche, wenn ich nicht fühlen kann, was mir Freude macht?

Unsere mentalen Fähigkeiten sind hilfreich aber begrenzt: Unser Verstand sortiert und bewertet unsere Erfahrungen und zieht Schlüsse daraus. Weil wir jedoch alle in unseren Mustern verhaftet sind, ist die Bewertung unseres Verstandes voreingenommen: Manche Erfahrung verdrängt er (das kann er so gut, dass wir tatsächlich glauben, diese Erfahrung nie gemacht zu haben), andere verändert er so, dass sie ihm erträglicher erscheinen. Er passt sie seinem Weltbild an, ohne dass wir dies bemerken. In vielen Fällen argumentieren wir aus Angst, ohne dass uns dies bewusst ist, und je mehr wir logische Gründe für oder gegen etwas hervorbringen, desto größer ist vermutlich die zugrunde liegende, tief verdrängte Angst, die in Wahrheit unsere Entscheidung prägt. Viele Menschen haben nicht gelernt zu sagen: „Nein, das möchte ich nicht, es macht mir Angst, ich weiß nicht warum.“ Und sie haben auch nicht gelernt, dies als vollkommen berechtigten Grund zu akzeptieren.

Wenn ich hier, als Laie, in einigen Kapiteln über psychologische Zusammenhänge spreche, so tue ich dies im Rahmen meines persönlichen Bewusstseinsprozesses und zum Zweck des Verständnisses meiner „Heilungsgeschichte“. Ich bin mir bewusst, dass ich hier vielschichtige Zusammenhänge vereinfacht und auf einzelne Aspekte beschränkt darstelle. Wer mehr darüber wissen möchte, dem möge es einen Einstieg bieten und wer bereits mehr darüber weiß, der möge es überspringen.

Die Erfahrung der Rückführungen23 haben mir gezeigt, dass das menschliche Sein sehr viel komplexer ist, als mir dies zuvor bewusst war: All unsere Erlebnisse und Erfahrungen werden mit all ihren umfassenden Wahrnehmungen zu jeder Zeit unseres Menschseins in unserem Unterbewusstsein gespeichert und stehen uns in diesem unbewussten Speicher zur Verfügung. Dies umfasst unser jetziges Leben, beginnend mit der Zeugung, und unsere sämtlichen Vorleben. Vorleben, also die Einbeziehung unserer früheren Inkarnationen, gehören heute nicht zum Weltbild unserer christlichen Kultur (auch, wenn dies nicht immer so war), so dass viele Menschen die Vorstellung von Reinkarnation nicht mit einbeziehen, obwohl es bis heute keinen einzigen Nachweis gibt, der belegt, dass es Reinkarnation nicht gibt. Im Gegenzug gibt es eine Menge gut dokumentierte und wissenschaftlich begleitete Fallgeschichten und Erfahrungen die davon berichten, dass unsere Seele sich über viele Menschenleben inkarniert.

Mehr als einmal fand ich mich in einer Diskussion wieder, in der mein Gegenüber behauptete, der Glaube an Reinkarnation sei entstanden, weil diese Vorstellung nicht so endgültig sei und daher leichter zu ertragen (also ein Glaube, der entstünde, weil die Absolutheit des Todes nicht ertragen würde) – im Gegenzug möchte ich auf den Vorteil hinweisen den es bietet, wenn jemand glaubt, dass wir nur dieses eine Mal leben: Es ist viel weniger komplex und es gibt das gute Gefühl, sein Leben „im Griff“ zu haben. In dem Moment, in dem wir auch nur die Möglichkeit von Reinkarnation zulassen, verlassen wir unwiederbringlich unsere überschaubare Vierdimensionalität und gewinnen Dimensionen hinzu, deren Größe und Auswirkungen wir nur schwer erahnen können.

Ich behaupte nicht, dass ich auch nur annähernd verstehe, wie die komplexen Zusammenhänge auf uns wirken, was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann ist, dass alle Erfahrungen unserer Leben, unabhängig von Raum und Zeit, vollständig und bis ins Detail in uns gespeichert sind, und dass die Erlebnisse unseres gegenwärtigen Lebens auf den Erfahrungen unserer vergangenen Leben basieren. Ohne dass uns dies bewusst ist, wirken sich Erfahrungen von damals auf unsere Entscheidungen von heute aus, auf unser Verhalten und auf unsere Gefühle. Vor allem leidgeprüfte Vorleben mit traumatischen Erlebnissen prägen sich uns ein wie ein Muster.

Bei Kindern sieht man diese Prägungen manchmal sehr leicht, zum Beispiel wenn ein Baby, ohne dass es in diesem Leben schlechte Erfahrungen damit hatte, panische Angst vor Wasser hat, oder ein Kind immer in der Angst lebt, zu wenig zu essen zu bekommen. Dabei scheint es relativ unerheblich zu sein wie lange ein Vorleben zurück liegt: Begegnen uns heute ähnliche Situationen oder werden ähnliche Sätze gesagt, so kann die heutige Situation mit jedem beliebigen Vorleben verknüpft werden, was bedeuten kann, dass ein heutiges Erlebnis das de Facto nicht lebensbedrohlich ist, uns (ohne dass uns dies in dieser Dimension bewusst ist) in Todesangst versetzen kann, weil es mit einer Erfahrung aus einem Vorleben verknüpft wird, in der ein vergleichbares Ereignis mit dem Tode endete. Wenn ich zum Beispiel einmal umgebracht wurde, in Folge einer Verschwörung, so wird mein Unterbewusstsein sehr wachsam sein, gegenüber jedem möglichen Ansatz einer sich bildenden Verschwörung und jede einer Verschwörung ähnliche Situation wird den Teil in mir, der diese Erfahrung gemacht hat, in höchsten Alarm versetzen – das sind die Momente die wir alle kennen, in denen wir überreagieren, uns in einer Weise angegriffen und bedroht fühlen, wie dies tatsächlich im Heute nicht die Realität ist (Regression).

Wenn ich dies in mein Weltbild aufnehme, dann werde ich mir bewusst darüber, dass ich in meinen Entscheidungen bei weitem nicht so frei bin wie ich bisher dachte, ich werde mir bewusst, dass ich mit meinem Handeln an meine Muster gebunden bin und geleitet von meinen innersten Gefühlen, jenseits all der Begründungen meines Verstandes. Dann erkenne ich, dass wir alle (ohne Ausnahme) aus unseren Mustern, unseren Prägungen, unseren inneren Notwendigkeiten heraus leben, egal ob diese gesellschaftlich anerkannt sind (Intelligenz, Leistungsstreben), oder nicht (Armut, Verwahrlosung).

Ein Beispiel: Wenn ich Erfahrungen gemacht habe, die dazu führen, dass ich nicht mehr vertraue, dann werde ich in der Folge alles kontrollieren, um mich sicher zu fühlen. Um alles kontrollieren zu können, muss ich es erkennen, es durchschauen, es analysieren, die möglichen Folgen abschätzen und eine entsprechende persönliche Haltung dazu einnehmen. Auf diese Weise entwickeln sich eine Menge Fähigkeiten. Ich bin dabei aber nicht frei mein vorhandenes Potential nach belieben zu nutzen, sondern ich entfalte diesen Teil meines Potentials aus dem Muster heraus, dass ich kontrollieren muss, weil ich nicht vertrauen kann. Ich kann mich also nicht entscheiden, ob ich meine Fähigkeit zu kontrollieren einsetzen möchte oder nicht.

Bevor ich das erste Mal in ein Vorleben rückgeführt wurde, konnte ich mir nicht vorstellen, wie es gelingen kann, bei vollem Bewusstsein (also ohne Hypnose) mit jenen unbewussten Schichten meiner Seele in Kontakt zu treten24. Noch mehr, als dass dies möglich ist, überraschte mich jedoch die Wahrnehmungsbreite die dort verzeichnet lag: Nicht nur, dass ich dabei sagen konnte wie alt ich gerade war, wo ich mich aufhielt, wie es dort aussah, wer noch da war, was gesagt wurde und welche Gefühle ich zu jedem Zeitpunkt hatte, nein, ich konnte sogar sagen was die Menschen, die um mich herum waren fühlten und mit welcher Energie sie mir begegneten. Das bedeutet im Rückschluss, dass ich auch heute jede Sekunde sehr viel mehr wahrnehme, als in mein Bewusstsein gelangt. Je nachdem wie gut ich verbunden bin, kann ich mir über die Gefühle meines Gegenübers und meine eigenen Gefühle bewusst sein oder auch nicht. Meine unbewusste Wahrnehmung ist dabei immer vollständig, der Grad meiner Bewusstheit dagegen bestimmt, wie viel davon für mich fassbar ist.

Durch die Rückführungsarbeit werden tiefsitzende Muster ins Bewusstsein gehoben, bearbeitet und aufgelöst, was sich in der Folge wiederum auf unsere kommenden Erlebnisse und Erfahrungen auswirkt....

Erscheint lt. Verlag 13.11.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Biografien / Erfahrungsberichte
ISBN-10 3-6951-2158-0 / 3695121580
ISBN-13 978-3-6951-2158-8 / 9783695121588
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