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Holy City - Henry Wise

Holy City

(Autor)

Buch | Hardcover
344 Seiten
2026 | 1. Erstausgabe
Polar Verlag
978-3-910918-40-5 (ISBN)
CHF 38,90 inkl. MwSt
  • Noch nicht erschienen (ca. Januar 2026)
  • Portofrei ab CHF 40
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Ausgelöst durch den tragischen Tod seiner Mutter kehrt Will Seems aus Richmond in die ländliche Gegend von Süd-Virginia heim. Er tritt eine Stelle als Deputy Sheri in Euphoria County an, das von Kriminalität und Niedergang geprägt ist. Seine Bemühungen, sein Leben weiterzuführen, indem er das heruntergekommene Anwesen seiner Familie restauriert, werden zunichte gemacht, als ein brutaler Mord das Leben seines alten Freundes Tom Janders fordert, der bei einem Brandanschlag ums Leben kam. Die Schuld gegenüber einem alten schwarzen Freund, der vor Jahren Will beschützt hat und dafür eine bleibende Entstellung davongetragen hat, verfolgt ihn, als ausgerechnet dessen Vater wegen des Mordes an Tom verhaftet wird. Zeke Hathom wurde
beim Verlassen des brennenden Gebäudes gesehen und der Sheri nimmt ihn umgehend in Gewahrsam. Aus Schuldgefühlen dem Sohn gegenüber will Seems die Unschuld des Vaters beweisen. Er gerät in Konflikt mit dem Sheriff, der offenbar froh ist, den Fall abschließen zu können. Als die lokale schwarze Gemeinde Bennico Watts, eine Privatdetektivin aus Richmond, engagiert, um Will bei der Suche nach dem wahren Mörder zu helfen, macht das den Fall für ihn nicht einfacher.

Henry Wise ist Absolvent des Virginia Military Institute und des MFA-Programms der University of Mississippi. Seine Werke wurden unter anderem in Shenandoah, Nixes Mate, Radar Poetry und Clackamas verffentlicht. HOLY CITY ist sein erster Roman. Ausgezeichnet mit dem Edgar 2025

„HOLY CITY ist ein großartiges Werk. Ein Südstaatenroman, der das Pathos und Ethos des Kleinstadtlebens und die Last von Trauer und Hass untersucht. Ich liebe es.“
S.A. Cosby

„Thomas Wolfe schrieb, dass man nicht wieder nach Hause zurückkehren kann, und in diesem mit Spannung erwarteten Debütroman untersucht Wise, was passiert, wenn man es doch tut und sich nichts – und gleichzeitig alles – verändert hat. ... Wises Schreibstil erinnert stark an die einzigartige Kulisse, die von den Eindrücken und Geräuschen einer Kleinstadt in Virginia geprägt ist. Fans von Südstaaten- und Krimiliteratur werden diese neue Stimme, eine Mischung aus Faulkner und Grisham, im Genre begrüßen.“
booklist

„Henry Wise schreibt, als wäre er schon immer dabei gewesen, und verwebt meisterhaft das Bild aus abgeholzten Wäldern und weitläugen Tabakplantagen mit intimen Porträts der Menschen, die im ländlichen Süden Virginias leben. Selten kommt ein
Debütautor mit einer so kühnen, einzigartigen Stimme daher.“
Eli Cranor

Er saß steif da, wie eine tote Katze, tastete nach dem Gri der Pistole unter dem Sitz, atmete auf. Die Nacht kehrte zurück, eine von vielen, in denen er endlos unterwegs war und dem zornigen Wort Gottes im dünnen statischen Knistern lauschte, einer zugleich strengen und nahen Stimme, die mit schneidender Gewissheit direkt zu ihm zu sprechen schien. Er hörte zu, denn es gab nichts anderes – keinen anderen Radiosender – hier draußen zwischen den Weilern oder Dörfern oder Straßenkreuzungen, die früher vielleicht einmal Städte gewesen waren, dazwischen nichts als hügeliges Land im Streben nach irgendeiner Art Gleichgewicht, ein Puls, nur spürbar, wenn man die Weiten durchfuhr, der überraschte, denn ansonsten fühlte sich die Landschaft tot an. Von der weichen, grünen, dschungelartigen Vegetation, die einen großen Teil von Virginia bedeckte, war nichts zu sehen, hier war das Land hart, rau, dornig. Die einsamen Straßen wanden sich wie Schlangen durch dichte Wälder oder weite Felder oder gerodete Brachen, in denen der Boden so nackt und bizarr aussah wie ein gehäuteter Bär. Er fuhr an verblichenen Häusern vorbei, von Kudzu oder von Liguster und Efeu überwuchert, blätternde Farbe, und aus der holzvertäfelten Dunkelheit erklang die dunkle, väterliche, vertraute Stimme, freundschaftlich und nach Gewalt und Arglist klingend, die Stimme glatt rasiert, streng, schneidend und erwartungsvoll, irgendein lokaler Prediger in einem Landstrich voller verwirrender Verbrechen. Will Seems war nach zehn Jahren in Richmond – genannt HOLY CITY – in eine Gegend zurückgekehrt, die er in jedem dieser zehn Jahre „Heimat“ genannt hatte, und die, wie er jetzt erkannte, von einer Schar der Verlorenen und Versprengten bevölkert wurde. Letztes Jahr hatte ein Mann seiner Frau die Kehle mit einem Klappmesser durchgeschnitten und sich dann mit einer Walther PPK erschossen, aber in beiden Fällen versagt. Der Frau war es gelungen, die Blutung an ihrem Hals mit einem Kissen zu stoppen und den Notruf zu wählen, und als der Mann im Krankenhaus wieder zu sich kam, fehlte ihm der Großteil seines Kiefers, dafür trug er Handschellen.

Erscheint lt. Verlag 12.1.2026
Übersetzer Karen Witthuhn
Verlagsort Stuttgart
Sprache deutsch
Original-Titel Holy City
Maße 135 x 195 mm
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Kleinstadt • Schuld • Südstaaten • Vater und Sohn • Vergebung • William Faulkner
ISBN-10 3-910918-40-9 / 3910918409
ISBN-13 978-3-910918-40-5 / 9783910918405
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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