Nach der Grenze
Black Ink (Verlag)
978-3-930654-81-9 (ISBN)
»An der Grenze hält man sich nicht auf. Man passiert sie.
Grenzen aufmachen und sie anderswo schließen.«
Die Malerin Silke Markefka und der Schriftsteller und Künstler Nikolai Vogel entwickeln neben ihren Soloprojekten seit vielen Jahren auch gemeinsame Vorhaben und Ausstellungskonzeptionen. In ihrem Projekt »Nach der Grenze« besuchten sie 2008 und 2009 Grenzübergänge der Bundesrepublik Deutschland zu allen neun an die Bundesrepublik anliegenden Länder, um festzuhalten, wie es sich nach den in Folge der Schengener Abkommen weggefallenen Grenzkontrollen anfühlt. Silke Markefka hat das in Bildern festgehalten, Nikolai Vogel die Grenzsituation mit Bandmaschinen und analogen Diktiergeräten aufgezeichnet und in assoziativen Texten beschrieben.
»Von vorne und aus dem Rücken kommende Autos,
die Grenze ist ein Ort für Automobile.«
»Nach der Grenze« umfasst die Kunstformen Malerei, Fotografie, Literatur, Field Recording und Performance. Diese Veröffentlichung ist ein »Reader« und ein »Künstlerbuch« zu diesem langjährigen Projekt. Sie bringt Auszüge aus Nikolai Vogels »Grenztexten« und gibt einen Eindruck von Silke Markefkas »Grenzmalerei«. Die Farben darin, die Stimme und der »Grenzsound« dazu, werden freilich erst in Ausstellungen erlebbar. So wie zuletzt 2024 im Zentrum für Aktuelle Kunst (ZAK) in der Zitadelle in Berlin in der Schau »Vom Teilen | About Sharing | O Dzieleniu – Kunst an der (polnisch-deutschen) Grenze« und im November 2025 im Muffatwerk München, wo »Nach der Grenze« erstmalig in einer großen Einzelausstellung sichtbar wird.
Geboren 1974 in Mühldorf am Inn, lebt in München. Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Günther Förg ab 2002, Meisterschülerin 2006, Diplom 2008. Villa Romana-Preis 2007. Projektstipendium für Bildende Kunst der Stadt München 2008. Debutanten-Förderung BBK München, 2010. Bayerischer Kunstförderpreis Bildende Kunst, 2013. Ihre Malerei nähert sich oft in Serien Schicht für Schicht ihren Themen an. Sie holt Gedächtnis und Erinnerung als Projektionsflächen von Selbstdarstellung und Intimität in den Blick. Mit verglimmendem Licht und nur vorgeblichen Durchsichtigkeiten schafft sie Balanceakte, die weder in realistischer Abbildung, noch abstraktem Konzept aufgehen. Womit sie etwas sichtbar macht, wiederholt. Erinnerung entsteht erst aus dem Gegensatz von Gegenständlichkeit und Abstraktion, sie wird erzeugt, nicht abgerufen. Dabei werden Assoziationen evoziert, die mit Abwesenheit und Unwiederbringlichkeit als Ausdruck einer uneinlösbaren Sehnsucht zu tun haben. 2010 erschien ihr erster Einzelkatalog unter dem Titel »Licht, Lüster« bei Black Ink. 2025 veröffentlichte sie ebenda zusammen mit Nikolai Vogel »Nach der Grenze«.
Geboren 1971 in München, lebt in München, ist Schriftsteller und bildender Künstler. Er studierte Germanistik, Philosophie und Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gründete zusammen mit Kilian Fitzpatrick 1993 den Literaturverlag und das Label »Black Ink«. In Kunst und Literatur arbeitet er auf eine ganz besondere Weise assoziativ und betont dabei das Fragmentarische der Wirklichkeit, das dieser aber auch eine Offenheit ermöglicht. Finalist beim Open Mike 2004 und beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2005. Stipendiat der Autorenwerkstatt im Literarischen Colloquium Berlin 2005. Bayerischer Kunstförderpreis 2007, Sparte Literatur. Projektstipendium Bildende Kunst der Stadt München 2008. Gewinn im Wettbewerb »Let's perform – Kunst im öffentlichen Raum« des Kulturreferats München 2012. Publikationen (Auswahl): »Spam Diamond« (Roman), Haymon 2012. »Große ungeordnete Aufzählung (Detail)« in Einzelveröffentlichungen aus dem über die Jahre entstehenden Text, u. a. Parasitenpresse, Köln 2009, SuKuLTuR, Berlin 2014, und als Privatdruck bei Peter Ludewig, München 2008 sowie Kirchseeon 2015. »Taubentext, Vogeltext«, gemeinsam mit der slowenischen Lyrikerin Anja Golob, hochroth München, München 2018. Sein 2520 Verse umfassender Gedichtband »Fragmente zu einem Langgedicht« erschien im gutleut Verlag, Frankfurt am Main 2019, und sein zweites langes Gedicht »Vielzweckbuch« in der edition offenes feld (eof), Dortmund 2021. Vom 18.03. bis 26.04.2020 las er in quarantäneähnlicher Zeit 40 Tage lang seinen noch nicht publizierten Roman »Angst, Saurier« ein und veröffentlichte die Lesungsvideos täglich auf YouTube. Zu Anfang des Jahres 2021 folgten als Lesung vor seinem Kleiderschrank in fünf Sitzungen die 2520 Verse der »Fragmente zu einem Langgedicht« ebenfalls auf seinem YouTube-Channel. 2021 erschien bei Black Ink Lyrik sein Band »Anthropoem«, 2023 ebendort »Eine Sprache, die sagt, dass sie außer mir ist«, 2024 ebendort »Das Notizbuch mit den Affen«. 2025 publizierte er zusammen mit Silke Markefka »Nach der Grenze«.
| Erscheinungsdatum | 21.11.2025 |
|---|---|
| Zusatzinfo | Mit Bildern (Malerei) von Silke Markefka und Fotografien von Nikolai Vogel und Silke Markefka |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 125 x 205 mm |
| Gewicht | 50 g |
| Themenwelt | Literatur ► Lyrik / Dramatik ► Lyrik / Gedichte |
| Schlagworte | Grenzen • Kunst • Malerein • Schengen |
| ISBN-10 | 3-930654-81-4 / 3930654814 |
| ISBN-13 | 978-3-930654-81-9 / 9783930654819 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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