Die Ernte der Sterne (eBook)
354 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-7693-9226-5 (ISBN)
Geboren in Kassel und aufgewachsen in Nordhessen. Nach vielen Jahren in die Schweiz ausgewandert...schreibe ich vorwiegend Kinder- und Science-Fiction-Geschichten. Aber auch Krimis oder Thriller gehören zu meinem Portfolio, so stehen Geschichten wie "Die Übernahme" oder auch "Vergewaltigung" vor der Veröffentlichung. Mein aktuelles Werk ist aber "Warum ich Deutschland so hasse" und erscheint in wenigen Monaten.
Draußen
Sie harrten weitere Wochen im Keller aus, bevor sie sich aufgrund mangelnder sauberer Luft und den streikenden Batterien, dazu entschlossen aus dem Keller nach oben zu gehen. Fred öffnete langsam die Kellertüre. Das Treppenhaus war komplett voller Betonbrocken, die Treppen an sich waren verschwunden. Nach oben hin war ansonsten alles weg, überall konnten sie durch die Reste der Decke schauen. Dass die Kellerdecke intakt geblieben war, lag wohl an der Tiefgarage die entsprechend stabil gebaut sein musste. Zumindest konnten Fred und Elena da keine andere Erklärung für finden. Trotz einigem überflüssigem Geschwafel, warum sie unten in ihrem Keller von dem Dreck und Schutt nicht erdrückt worden waren, begannen Sie den sofort mit dem Aufstieg. Zusammen kletterten sie so gut und weit es ging an den Betonbrocken hoch. Mal war zu viel Platz vorhanden, dann wieder zu wenig. Sie schafften es auch ohne weitere Blessuren, nur Fred sein Arm war jetzt wieder schlimmer geworden. Elena tastete ihn ab.
„Der ist immer noch gebrochen!“, sagte sie schließlich. „Suchen wir einen Arzt, oder jemanden der uns helfen kann“, erwiderte Fred.
Zusammen schauten sie sich um. Es war nichts mehr da, überall nur Dreck, Staub oder Geröll! Alles war grau und kaputt. Trümmer zierten die Umgebung, man konnte noch nicht einmal mehr Straßen erkennen. Da wo vorher der Ort war, in dem sie gelebt hatten, war nur noch das blanke Nichts! Verzweifelt sackte Elena zusammen. Sie heulte und schluchzte. Fred konnte sie einfach nicht beruhigen, zumal keiner von ihnen verstand, was um sie herum passiert war. Was sollten sie jetzt nur machen, es schien aussichtslos. Gregor und Paula schauten sich in der näheren Umgebung um, während Fred bei Elena blieb und weiter versuchte sie zu beruhigen. Irgendwann tief in der Nacht war Elena vor Erschöpfung endlich wieder eingeschlafen. Fred, Gregor und Paula saßen zusammen und hatten zwischen ein paar Geröllbrocken ein kleines Feuer gemacht. Vor lauter Angst, dass man es sehen konnte schaute Fred sich immer wieder um und starrte teils minutenlang in die Dunkelheit. An schlafen war einfach nicht zu denken! Zu viele Fragen gingen ihm durch den Kopf. Wer hatte sie angegriffen und wo waren all die Leute, die hier um sie herum gewohnt hatten. Sie konnten doch nicht die einzigen sein, die dieses Grauen überlebt hatten.
„Legt Euch schlafen Ihr beiden!“, sagte Fred zu seinen Kindern.
„Aber wir können nicht schlafen!“, erwiderte Paula. Noch bevor Gregor etwas dazu sagen konnte, hatte Fred die beiden angeblafft und ihnen sehr deutlich gemacht, dass er nicht in der Stimmung war mit den beiden eine Diskussion zu führen. Schließlich legten die beiden sich hin und versuchten zu schlafen. Zumindest taten sie so. Fred wollte die Nacht hindurch Wache halten. Am nächsten Morgen wachte Fred auf, als er ein ihm unbekanntes Geräusch hörte. Es war ein Sirren oder ein pfeifendes Sirren.
“Verflucht!“, rief Fred aus.
Er schaute sich um, während Gregor und Paula noch schliefen war von Elena keine Spur. Wo war Elena? Panik breitete sich in ihm aus. Hektisch richtete Fred sich auf und irrte durch die Trümmer und umher liegenden Gesteinsbrocken. Wo er auch schaute, von Elena gab es einfach keine Spur. Verzweifelt rief er ihren Namen. Doch nichts, einfach keine Spur und auch keine Antwort von ihr. Er rannte wahllos in der Gegend herum. Nach einer Weile konnte er in einiger Entfernung jemanden stehen sehen. Aber dieses Sirren störte ihn enorm! Es war so ein nerviges Geräusch und er konnte einfach nicht ausmachen, wo es herkam. Fred eilte in Richtung der Person, die er gesehen hatte. Auch das Sirren kam näher! Sein gebrochener Arm schmerzte sehr, aber er versuchte sich so gut es ging zusammenzureißen. Jetzt konnte er erkennen, dass es sich tatsächlich um Elena handelte. Schnell eilte er zu ihr. Sie stand unterhalb eines Hauses vor einem kleinen Teich. Auf seine Rufe reagierte sie nicht und plötzlich war etwas über ihr. Fred blieb stehen und schaute vor Schock starr in Richtung seiner Frau, als ein Flugobjekt direkt über ihnen Halt gemacht hatte. Es sah aus wie eine übergroße Zigarre mit mehreren Stummelflügeln und einem blau leuchtenden Heck. Ein greller Blitz krachte auf Elena nieder und sie klappte zusammen. Scheinbar ohne Bewusstsein fiel sie auf den Boden und wäre fast kopfüber in den Teich gefallen, wenn das Netz aus dem Flugobjekt sie nicht im letzten Moment aufgefangen hätte. Schnell wurde sie hochgezogen und verschwand schließlich im Bauch der fliegenden Zigarre. Fred rannte los und schrie nach seiner Frau. Aber es war aussichtslos, denn sie war weg und das Flugobjekt beschleunigte schnell. Zusammen mit ihm war auch das Geräusch verschwunden. Um Fred herum herrschte totenstille, nicht einmal die Vögel konnte er hören.
Panik machte sich in Fred breit! Was war das nur, was war hier los??? Plötzlich schossen ihm die Gedanken an Gregor und Paula in den Kopf. Die beiden schliefen ja noch zwischen den Trümmern. So schnell er konnte rannte er in ihre Richtung. Als er nach einer Unendlichkeit endlich dort angekommen war, wo er und seine Familie übernachtet hatten, waren die beiden nicht mehr da. Aber das Feuer brannte wieder. Die beiden mussten aufgewacht sein und hatten wohl das Feuer entzündet. Fred rief nach den beiden.
„Gregor, Paula, wo seid Ihr denn?“, schrie er immer wieder, während er wieder in der Gegend umherlief. Seine Kinder waren weg! Plötzlich hörte er das Sirren wieder und es kam auf ihn zu. Schnell versteckte er sich unter einem Trümmerhaufen. Ein kleiner Kieselstein traf ihn an der Stirn. Fred dachte zuerst das er zufällig von oben auf ihn herabgefallen war. Aber nach einem kurzen Moment hatte ihn noch ein kleiner Kieselstein getroffen und der kam definitiv nicht von oben. Das Sirren hatte wieder dieselbe unerträgliche Lautstärke erreicht wie an dem Teich, kurz bevor Elena von dem Flugobjekt gefangen worden war. Durch einen kleinen Spalt zwischen den Trümmern konnte Fred die fliegende Zigarre genau erkennen. Sie war fast direkt über ihm. Wieder traf Fred ein kleiner Kieselstein und ein paar Meter von ihm entfernt sah er schließlich Gregor aus dem Kellerfenster eines eingestürzten Hauses sehen und neben ihm war Paula. Beide winkten ihm zu. Paula wollte aus dem Kellerfenster klettern, aber Fred winkte ihr hektisch zu und zeigte immer wieder nach oben. Nach einem lauten Knall war das Flugobjekt auf einmal weg. Vorsichtig krabbelte Fred unter seinem Trümmerhaufen hervor und suchte den Himmel nach dem Objekt ab. Aber es war nichts zu sehen. Nachdem er sich sicher fühlte, ging er langsam auf das Kellerfenster zu. Er kletterte hinein und nahm seine Kinder in den Arm.
„Eure Mutter ist weg!“, sagte Fred.
„Was?“, fragte Gregor.
„Weg! Sie ist weg! Dieses fliegende Ding hat sie sich geholt und ist mit ihr davongeflogen!“. Fred konnte nicht weitersprechen, seine Stimme versagte. Er war innerlich vollkommen verzweifelt. Es war einfach nichts Natürliches und erklären konnte er sich die ganze Sache schon gar nicht. Erst die vielen vermeintlichen atomaren Explosionen, dann liegt alles in Trümmern und zum Schluss kommen dann fliegende Zigarren und holen seine Frau. Das war alles einfach zu viel für ihn. Schluchzend setzte er sich in eine Ecke.
“Papa!“, rief Paula. „Bitte sag uns, was mit Mama ist.“ Paula konnte das nicht verstehen, was sollte das heißen mit diesem fliegenden Ding.
„Sag mir, wo Mama ist“, flehte Paula ihren Vater schließlich an.
„Paula, lass mich in Ruhe! Gib mir einen Moment...ich verstehe das alles auch nicht.“, erwiderte Fred.
Er drehte sich weg und gab sich seiner Trauer und Verzweiflung hin. Gregor kletterte aus dem Fenster hinaus und stellte sich vor das Haus und schaute in den Himmel. Der Himmel war strahlend blau, keine einzige Wolke war zu sehen. Die Sonne schien und blendete ihn. Als er sich umdrehte stand Paula mit einem Mal vor ihm. Er hatte gar nicht bemerkt das sie ihm gefolgt war. Fred saß weiter in der Ecke und schluchzte vor sich hin. Das Sirren ließ ihn hochschrecken. Schnell war er am Kellerfenster und rief nach seinen beiden Kindern, die immer noch dastanden. Noch bevor er den Versuch unternehmen konnte aus dem Fenster zu klettern blendeten ihn zwei grelle Blitze. Nach einem kurzen Moment war die Blendung aus seinen Augen verschwunden und er konnte seine beiden Kinder in einiger Entfernung vor sich auf dem Boden liegen sehen. Im nächsten Moment waren sie auch schon in den Netzen zweier über Ihnen schwebender Zigarren gefangen und sofort im deren Bauch verschwunden. Das Sirren wurde mit einem Mal leiser und dann war es weg. Wieder diese Totenstille! Als ihm bewusst wurde, was da gerade geschehen war, sackte er zusammen und blieb bewusstlos auf dem Kellerboden liegen. Erst am Abend des nächsten Tages wachte Fred wieder auf. Sein Hals war trocken und der Magen knurrte vor Hunger. Die Stille um ihn herum war beängstigend. Der Hunger und auch der Durst waren ihm vollkommen egal! Er hatte seine Familie verloren und war nun allein. Allein! Was sollte er hier noch und so beschloss er aus dem Keller zu klettern und sich von einem dieser Dinger einfangen zu lassen. Vielleicht konnte er auf diese Weise...
| Erscheint lt. Verlag | 6.10.2025 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| Schlagworte | Apokalypse • Atomexplosion • Ausserirdische • Bedrohung • Invasion |
| ISBN-10 | 3-7693-9226-4 / 3769392264 |
| ISBN-13 | 978-3-7693-9226-5 / 9783769392265 |
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