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Cats and Crime III -  Brigitta Rudolf

Cats and Crime III (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
336 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-6951-3894-4 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
6,99 inkl. MwSt
(CHF 6,80)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
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Hier handelt es sich um zwei Kriminalgeschichten des Privatdetektivs "Düse". Lady Mouse und ihre Familie ermittelt wieder. Es geht um Mord, Wirtschaftskriminalität und die Entführung eines kleinen Mädchens. Zusätzlich bekommen sie Unterstützung von Kater Arthur.

Die Autorin lebt mit ihrem Mann und Kater Tiger in einer kleinen Kurstadt am Rande des Wiehengebirges in Ostwestfalen. "Cats & Crime 3 "st der 3. Band einer Krimireihe, in der auch tierische Ermittler eine Rolle spielen. Ausserdem sind bereits einige Bücher mit Tiergeschichten, Weihnachtsbücher mit je 24 Weihnachtsgeschichten und Geschichten aus dem Leben erschienen. Weitere Projekte stehen an.

KI – Katzenintelligenz


Nachdem meine Lady Mouse aus ihren Nachmittagsschläfchen erwacht war, gähnte sie herzhaft und reckte und streckte sich wohlig. Dann begann sie damit, sich ausgiebig zu putzen. Sie hat viele gute Eigenschaften, meine Lady Mouse, und ich bewundere sie sehr. Nachdem sie ihre Katzenwäsche beendet hatte, fragte sie: „Na, was liegt an?“

„Wie meinst Du das?“

„Was unternehmen wir heute? Sollen wir mal wieder bei Arthur vorbeischauen? Er würde sich bestimmt freuen. Schließlich haben wir versprochen, ihn mal wieder zu besuchen. Das letzte Mal ist schon so lange her“, schlug sie vor.

Arthur hatte uns bei unserem letzten Kriminalfall tatkräftig unterstützt, denn die Tote im Fluss war eine Bewohnerin des Amalienstifts, in dem er lebt. Wie sich im Laufe unserer Ermittlungen herausstellte, war sie eine Kriminelle, die dort nur für eine Weile untertauchen wollte. Aber ihr Ehemann hat sie dort aufgestöbert und umgebracht, weil sie ihn um das bei einem Banküberfall gemeinsam erbeutete Geld betrogen hatte. Schlimme Sache, sowas! Menschen sind gierig, sagt Mats immer, und ich glaube, er hat recht. Unser Katzenpapa ist nämlich Kommissar bei der Kriminalpolizei und hat leider immer wieder mit Verbrechen zu tun. Wenigstens hatte er nun Zeit, nach ihrer Hochzeit im Sommer, mit Henrike die Flitterwochen nachzuholen. Dafür hatten die beiden von ihren Eltern einen Gutschein erhalten. Sie waren in einem Luxushotel im Rheinland, haben sich dort die Gegend angeschaut und auch die Weinlese erlebt. Von diesem Urlaub haben sie hinterher ganz begeistert erzählt. In der Zeit wurden wir von Markus, unserem Mitbewohner, und den beiden Mädchen von nebenan, Clara und Hanna, betreut. Das hat prima geklappt, aber natürlich haben wir Henrike und Mats trotzdem sehr vermisst und uns tüchtig gefreut, als sie wieder da waren. Zum Glück waren sie ja nicht lange fort, aber jetzt ist längst der normale Alltag wieder eingekehrt.

Bei einigen Fällen konnten wir Mats schon helfen, aber im Moment ist unser Leben sehr ruhig. Ich glaube fast, Lady Mouse sehnt sich inzwischen wieder nach etwas mehr Aufregung. In dieser Hinsicht ist sie keine typische Katze. Weil ich ihr einen Gefallen tun wollte, stimmte ich zu Arthur einen Besuch abzustatten. Wie erwartet freute er sich sehr, uns zu sehen, nachdem wir ihn in dem weitläufigen Park des Amalienstifts gefunden hatten. Auch zu dieser Jahreszeit, inzwischen war es Herbst geworden, ist der Park sehr schön, das muss ich zugeben.

„Wie geht’s, wie stets?“, fragte er höflich. „Was macht die Familie?“

Ich wusste, damit meinte er in erster Linie Lady Mouse, die bewundert er nämlich sehr, dass weiß ich genau. Ab und zu bin ich deshalb immer noch ein wenig eifersüchtig.

„Alles im grünen Bereich“, antworteten wir.

„Und gibt es bei Dir schon etwas Neues?“, erkundigte sich Lady Mouse.

„Letzte Woche ist eine neue Stiftfrau in das leere Appartement von der Toten gezogen“, berichtete Arthur. „Natürlich hat ihr keiner erzählt, dass ihre Vorgängerin vor Kurzem ermordet worden ist.“

„Das ist sicher besser“, fand Lady Mouse. „Wie ist sie denn so, die Neue?“

„Sie scheint ganz nett zu sein. Und sie mag mich. Sie sagt, sie hatte früher auch eine Katze“, berichtete Arthur. „Wenn meine Katzenmama mal wieder in den Urlaub fährt, dann möchte sie sich gern um mich kümmern, das hat sie jedenfalls gesagt. Die wäre mir viel lieber als die doofe Künzle, obwohl sie etwas netter zu mir geworden ist, seitdem wir die Beute in der Kapelle gefunden haben.“

„Das freut mich für Dich“, meinte Lady Mouse.

„Schon, aber meine Freundin wird sie trotzdem nicht“, beharrte Arthur.

In dieser Hinsicht war ich mit ihm einer Meinung, mir war diese Frau auch nicht sonderlich sympathisch. Zum Glück hatten wir wenig mit ihr zu tun gehabt. Nachdem wir eine Weile gemeinsam durch den Park gestromert und dabei den durch die Luft wirbelnden Blättern hinterhergejagt waren, wurden wir müde und suchten uns ein stilles Plätzchen, um uns auszuruhen.

„Es ist so langweilig geworden, ohne Euch ist hier nichts los“, beklagte sich Arthur.

„Dann müssen wir eben selbst dafür sorgen, dass etwas geschieht, es muss ja nicht gleich Mord und Totschlag sein“, scherzte meine süße Lady Mouse. „Nein, natürlich nicht“, versicherte Arthur.

„Komm Du uns doch endlich auch mal besuchen. Das wäre eine Abwechslung für Dich“, schlug Lady Mouse vor.

Bisher hatte Arthur sich strikt geweigert, das zu tun, aber nun antwortete er: „Warum nicht, wann passt es Euch?“

Für heute war es eindeutig zu spät, denn die Sonne stand schon ziemlich tief am Himmel und von fern hörten wir die Äbtissin nach Arthur rufen. Aber wir versprachen, ihn am nächsten Tag abzuholen, bevor wir uns von ihm verabschiedeten und schnell nach Hause liefen.

Wie erwartet, waren Henrike und Mats schon zu Hause, und unsere Futternäpfe wurden gerade neu gefüllt. Titus und Panino schmausten schon, als wir ankamen. Schnell begrüßten wir unsere Katzenmama, die sich offensichtlich freute, uns zu sehen.

„Wo habt Ihr Euch denn nur wieder rumgetrieben?“, wollte sie wissen.

Was für eine dumme Frage; natürlich wusste sie, dass wir darauf nicht antworten würden. Sie hätte uns ja sowieso nicht verstanden. Nachdem wir satt waren, zogen wir uns in den Wintergarten zurück, um noch ein kurzes Schläfchen zu machen, bevor wir später in der Nacht noch ein wenig um die Häuser ziehen würden. Schließlich muss man doch wissen, was im Revier so los ist. –

Am nächsten Tag fühlte Henrike sich nicht wohl. Sie war müde und hatte sich sogar, gleich nachdem sie aufgestanden war, übergeben. Deshalb wollte sie heute nicht zur Arbeit gehen, und Mats würde sie entschuldigen müssen.

„Wusste ich es doch!“, triumphierte Lady Mouse.

„Was wusstest Du?“, fragte ich arglos.

„Na, dass sie ein Baby erwartet, Beppo. Seit einigen Tagen riecht sie ganz anders als vorher. Und nun hat sie sich auch noch übergeben und fühlt sich matt. Das sind bei Menschen doch ganz typische Anzeichen für eine Schwangerschaft. Ich wette, sie weiß es selbst noch nicht, sondern glaubt, sie hat lediglich eine kleine Magen-Darm-Verstimmung. Menschen sind ja oft begriffsstutzig.“

Wir wussten, dass Mats und Henrike sich schon länger eine Familie wünschten. Mit einem Baby würde sich vieles ändern, das war klar.

„Meinst Du, sie werden das Baby lieber haben als uns?“, fragte ich ängstlich.

„Nein, das denke ich nicht. Mats und Henrike sind tierliebe Menschen. Bisher waren wir ihre Kinder, und jetzt kommt eben noch eines dazu“, orakelte Lady Mouse.

So ganz überzeugt war ich noch nicht, aber ich hoffte, sie hatte recht. Jedenfalls würde sie sich demnächst sicher nicht mehr über Langeweile beklagen können, denn ein Kleinkind brachte bestimmt Unruhe in die Bude. -

Das fand Arthur auch, als wir ihn abholten und ihm unterwegs die Neuigkeit erzählten. „Meine Menschen haben mich deshalb ausgesetzt“, sagte er traurig. „Kurz nachdem das Baby da war, durfte ich schon nicht mehr ins Haus. Und eines Tages lag es auf einer Decke auf dem Rasen. Ich schwöre, ich wollte es mir nur ansehen, mehr nicht. Ich hätte dem Kleinen nie etwas getan. Aber sie dachten, ich wollte ihn beißen und sind sofort herbeigestürzt und haben mich verjagt. Am nächsten Tag wurde ich in die Katzenbox gesteckt und ich dachte, es geht wieder mal zum Tierarzt. Aber wir sind lange gefahren, bevor sie irgendwo angehalten haben. Da ahnte ich schon, da stimmt was nicht. Dann wurde die Box aus dem Auto geholt und geöffnet. Natürlich war ich neugierig und bin rausgekommen, um mich umzuschauen. Ehe ich mich versah, wurde die Box wieder ins Auto gestellt, und ich sah nur noch die Rücklichter. So bin ich schließlich hier im Amalienstift gelandet“, beendete er seinen Bericht.

Lady Mouse, die ein weiches Herz hat, sah ihn mitfühlend an.

„Das war sicher nicht leicht für Dich.“

„Nein, war es nicht, das könnt Ihr mir glauben, aber ich bin froh, dass ich nun ein besseres Zuhause gefunden habe. Hier verjagt mich keiner, das weiß ich. Meine Katzenmama liebt mich über alles. Sie wird mich nie im Stich lassen, das hat sie mir mehr als einmal versprochen. Und ein Baby kriegt sie bestimmt auch nicht mehr.“

Arthur staunte, als er unser schönes, altes Haus sah. Mats hat unsere ehemalige Geistervilla in ein richtiges Schmuckstück verwandelt. Auch der Garten gefiel ihm. Mats und Henrike tun was sie können, aber der ist trotzdem ein wenig verwildert.

Aber uns gefällt er gerade deshalb so gut, und Arthur fand das auch. Dann sah Lady Mouse kurz nach Henrike, aber die lag immer noch im Bett. Unsere Futternäpfe waren leider noch nicht wieder aufgefüllt, aber wir zeigten unserem Gast die Stelle am Fluss, wo Titus die...

Erscheint lt. Verlag 30.9.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Schlagworte Humor • Kriminalgeschichten • Leicht zu lesen • Spannung • tierische Ermittler
ISBN-10 3-6951-3894-7 / 3695138947
ISBN-13 978-3-6951-3894-4 / 9783695138944
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