Gelbe Gedichte
eta Verlag
978-3-949249-25-9 (ISBN)
und Geifer, Edles und Ekles fließen ineinander. In ihren
Punk-Märchen hegen die Meerjungfrauen Suizid-Absichten
und den Engeln, diesen Vandalen-Insekten, wird mit
Chlor der Garaus gemacht. Aber bei aller Weltverachtung,
Todessehnsucht und auch Derbheit ist diese Poesie
von einer großen Liebe getragen, die allen Kreaturen und
der Erde Gutes will.
Bulgarisch-russischsprachig aufgewachsen, mit ukrainisch-
kasachischen Wurzeln, mischen sich schon in Maria
Virchovs Biografie (1969–2011) die Sprachtöne und die
Traditionen, gehen Neoavantgarde und Postmoderne
eine seltene Symbiose ein. Die Wucht und die Wut ihrer
Gedichte, geboren aus den anarchisch-utopischen 1990er
Jahren, erinnern uns heute, angesichts von Krieg und
neuem Autoritarismus in Europa, an die Geschichte, wie
sie hätte sein können.
»Wichtig für dieses Buch scheint mir auch zu sein,
dass es weder ganz in die bulgarische noch ganz in
die russische Tradition eingeordnet werden kann.
Vielmehr blicken ihre Gedichte durch die ›gläserne
Luke‹ der Beat-Poesie ... das Gelb in Maria Virchovs
Gelben Gedichten ist ... auch die Farbe des Yellow
Submarine.« Georgi Gospodinov
Maria Virhov war eine bulgarische Dichterin und Übersetzerin. Sie studierte Russische Philologie an der Universität Sofia. Von 1988 bis 1991 lebte sie in der UdSSR und war Backgroundsängerin in der Punkband Assoziatsiya Pykh. 1995 gewann sie einen Wettbewerb des Literaturforums, dank dessen sie ihren ersten Gedichtband „Жълта поезия“ (Gelbe Gedichte) veröffentlichte. Sie übersetzte Gedichte von Nick Cave, Tom Waits, David Bowie, Velimir Chlebnikov, Ossip Mandelstam, Wladimir Majakowski, Janka Dagiwowa und anderen. In ihrer Übersetzung ins Bulgarische erscheinen die Theaterstücke „Russische Volkspost“ von Sergej Bugaev, „Verona“ von Alexei Schipenko und „Die Möwe“ von Anton Tschechow. 1998 erscheint ihr zweites Buch „Der Wind, eine tote Sprache“ als Teil der Reihe „Die Erdbeerfelder“. Im Jahr 2005 erschien ihr drittes Buch „Tänze“ als elektronische Publikation auf der Website LiterNet. 2007 war sie Mitglied der Formation Triteleta & Virh, die das Album „Io“ veröffentlichte. 2009 wurde sie für den Preis „Russkaja premija“ in der Kategorie „Poesija“ nominiert. 2010 erschien in Moskau ihr russischsprachiger Gedichtband „Nikomeja“. Sie starb am 15. Juli 2011.
| Erscheinungsdatum | 01.10.2025 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | Bulgarian; deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Lyrik / Dramatik ► Lyrik / Gedichte |
| Schlagworte | Bulgarisch • Deutsch • Lyrik • Neoavangarde • Postmoderne • Schlagkraft • Sehnsucht • Symbiose • Tod |
| ISBN-10 | 3-949249-25-7 / 3949249257 |
| ISBN-13 | 978-3-949249-25-9 / 9783949249259 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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