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Das Erbe der Inselvilla | Ein geheimnisvoller Roman an der Küste Schottlands (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Ausgabe
444 Seiten
dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH (Verlag)
978-3-69090-227-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Erbe der Inselvilla | Ein geheimnisvoller Roman an der Küste Schottlands - Sarah Maine
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Ein Geheimnis. Zwei Frauen. Und ein Herrenhaus, das nicht vergessen will.
Ein bewegendes Familiengeheimnis auf den schottischen Inseln

Als Harriet Deveraux ihr Erbe auf den schottischen Hebriden antreten möchte, steht ihr Plan fest: Aus dem alten Herrenhaus will sie ein Luxushotel errichten. Doch bei ihrem Eintreffen kommt es anders als erwartet: das alte Herrenhaus gleicht einer Ruine. Zudem wird unter den morsch gewordenen Dielen ein menschliches Skelett gefunden, daneben ein Medaillon mit einer Haarlocke und einer einzelnen Feder. Die Spuren führen Harriet hundert Jahre zurück – zu einer verbotenen Liebe, einem lange gehüteten Verrat und einem Geheimnis, das nie ans Licht kommen sollte. Je näher sie der Wahrheit kommt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen damals und heute … und mit jedem Schritt in die Vergangenheit scheint sie ein Stück ihres Halts in der Gegenwart.

Erste Leser:innenstimmen
„Wer nach einem spannenden Familiengeheimnis-Roman sucht, ist hier genau richtig!“
„Die Autorin versteht es einen Ort lebendig wirken zu lassen. Die schottischen Hebrideninseln waren nahezu greifbar.“
„Eine historische Geschichte über Geheimnisse und Intrigen und starken Charakteren – einfach super!“
„Fesselnd, berührend und spannend – so stelle ich mir einen Roman mit Familiengeheimnis und starken Frauen vor.“



<p>Sarah Maine wurde in England geboren, wuchs dann aber in Kanada auf, bis sie in ihre Heimat zur&uuml;ckkehrte, um Architektur zu studieren. Schon als Kind lernte sie die einzigartige Sch&ouml;nheit Schottlands lieben, wenn sie dort mit ihren Eltern Urlaub machte, eine Tradition, die sie heute mit ihrer Familie fortf&uuml;hrt. Sarah Maine lebt in York im Nordosten Englands.</p>

<h2>Prolog</h2> <div class="style_time_loc"> <p>1945</p> </div> <p>Die Frau, eine dunkle Silhouette vor grauen Mauern, schaute kurz von der alten Auffahrt aus hinauf zu den mit Brettern vernagelten Fenstern, bevor sie dem Haus den R&uuml;cken zukehrte und zu dem Feuer am Strand hinunterging. Menschen bewegten sich in den rauchgeschw&auml;ngerten Schatten, kleine Gruppen, die nach der spannenden Versteigerung noch staunend verharrten. Als sie sich ihnen n&auml;herte, eine hagere Fremde im schwarzen Mantel, wichen sie raunend zur&uuml;ck.</p> <p><i>Piuthar Blake!</i></p> <p>Sie trat zu den Flammen.</p> <p><i>Bho Lunnainn &hellip;</i></p> <p>Der Wind wirbelte Funken auf, denen die Frau mit dem Blick folgte, bis sie sich &uuml;ber dem trockenen Sand verloren.</p> <p><i>Blakes Schwester. Aus London.</i></p> <p>Dinge aus dem Haus landeten krachend auf dem Scheiterhaufen &ndash; eine kaputte Vitrine aus dem Arbeitszimmer, eine wurmstichige Staffelei. Einen Augenblick lang dr&uuml;ckten sie die Flammen nieder, dann umz&uuml;ngelten diese die Opfergabe und verschlangen sie &ndash; und mit ihnen die Zeugen eines Lebens.</p> <p>Es war eine bizarre Szene gewesen, als man die mottenzerfressenen V&ouml;gel und die anderen ausgestopften Tiere herausgebracht hatte und die Flammen den Glasaugen einen vorwurfsvollen Ausdruck verliehen. Ein Hotelbesitzer hatte den ausgestopften Hirschkopf aus dem Treppenhaus erstanden, die wertvolleren St&uuml;cke waren nach Edinburgh gebracht worden, w&auml;hrend eine ramponierte Lumme schon f&uuml;r ein paar Pennys zu haben war. Der verstaubte, verblichene Rest war ins Feuer gewandert. Die Frau hatte das Ganze beobachtet und sich lediglich abgewendet, als man den einst so geliebten schwarz-wei&szlig;en Eistaucher aus dem Esszimmer ebenfalls heraustrug. Man hatte ihn, von M&auml;usen angenagt, zusammen mit einigen in Sackleinwand eingewickelten Gem&auml;lden ganz hinten in einem alten Schuhschrank entdeckt, zu sp&auml;t, als dass er noch unter den Hammer des Auktionators h&auml;tte kommen k&ouml;nnen.</p> <p>Die Frau hatte die Vernichtung der Bilder verf&uuml;gt, mit groben Pinselstrichen gemalte Erg&uuml;sse eines gequ&auml;lten Geistes, die sie erschreckten und nur zu deutlich die psychischen N&ouml;te ihres Bruders offenbarten. Nur eines hatte sie behalten, ein Aquarell, an das sie sich gut erinnerte, entstanden in seiner besten k&uuml;nstlerischen Phase. Sie betrachtete es, w&auml;hrend die anderen verbrannten. Dann legte sie es beiseite.</p> <p>Jemand n&auml;herte sich ihr. &raquo;Das w&auml;r&rsquo;s dann, Mrs Armstrong.&laquo;</p> <p>Donald. Sie nickte l&auml;chelnd, und gemeinsam blickten sie in die Flammen, die flackernde Schatten auf ihre Gesichter warfen. &raquo;Erinnerst du dich noch an das letzte Feuer, an dem wir miteinander gesessen haben?&laquo;, fragte sie wehm&uuml;tig.</p> <p>&raquo;Der Tag, an dem wir alle zu den Seehundjungen hinausgefahren sind und am Strand Fisch gegrillt haben?&laquo; Einen Moment lang leuchtete ihr altes verschmitztes L&auml;cheln in ihrem Gesicht auf. &raquo;Ein wunderbarer Tag. Ich denke oft daran.&laquo; Eine M&ouml;we zog ihre Kreise, stie&szlig; einen Schrei aus und flog &uuml;ber den Machair davon. &raquo;Jetzt sind nur noch wir beide &uuml;brig.&laquo; Die lichterloh brennende Staffelei rutschte auf dem Scheiterhaufen herunter, dass die Funken spr&uuml;hten. &raquo;Ich meinte damals, dieser Tag w&auml;re der Beginn einer neuen Welt, doch es war der Anfang vom Ende &hellip;&laquo; Und auf den Feldern von Flandern war die H&ouml;lle losgebrochen.</p> <p>Sie sah zu den Booten hin&uuml;ber, die am Strand lagen, und wandte sich dann noch einmal Donald zu. In dem Mann mittleren Alters erkannte sie den Jungen wieder, mit dem sie als Kind in der hei&szlig;en Sonne barfu&szlig; durch glitzernde Pf&uuml;tzen geplanscht war, ohne dass der Klassenunterschied eine Rolle gespielt hatte. Aber da waren noch andere Kinder gewesen. Ihr Bruder und seiner. Sie schob den Schmerz beiseite und hob den Blick zum leuchtenden Hebridenhimmel. Mittsommerlicht. Wenn die letzten Farben im Westen verschwunden waren, w&uuml;rde ein fahles Licht im Osten auftauchen, das wusste sie. An diesen Gedanken klammerte sie sich, den R&uuml;cken entschlossen dem Haus zugekehrt.</p> <p>Die M&auml;nner waren den ganzen Tag damit besch&auml;ftigt gewesen, die Fenster mit Brettern zu vernageln, aus dem Haus eine Gruft zu machen. Das Klopfen ihrer H&auml;mmer hallte noch in ihrem Kopf nach, doch sie war froh, dass die Arbeit getan war und sie am Morgen abreisen konnte.</p> <p>&raquo;Was wird damit geschehen, Donald? Wenigstens das Land ist in guten H&auml;nden, und das Farmhaus geh&ouml;rt jetzt dir.&laquo; Sie winkte ab, als er sich bedanken wollte. &raquo;Noch ein paar Unterschriften, dann ist die Sache erledigt.&laquo; Die Flammen ersch&ouml;pften sich; das Feuer hatte schnell gebrannt, angefacht vom Wind, der ungehindert &uuml;ber drei Kilometer offenes Land wehte. &raquo;Ich glaube nicht, dass ich je wieder hierherkommen werde.&laquo; Ihre Stimme war kaum lauter als ein Fl&uuml;stern, und ihre Wangen gl&auml;nzten feucht im Schein des Feuers.</p> <p>Donald trat einen Schritt n&auml;her zu ihr, und sie legte den Kopf wie ein Kind, nicht wie die fast schon alte Frau, die sie nun war, an seine Schulter &ndash; den Geruch von Holzrauch in dem Tweedstoff seiner Jacke empfand sie als tr&ouml;stlich. Da knackte es laut, und ein Funke sprang aus dem Feuer, entz&uuml;ndete das trockene Gras und loderte kurz auf, bevor er verl&ouml;schte und einen schwarz verkohlten Fleck hinterlie&szlig;.</p> <p>&raquo;Ich habe die Geister der Vergangenheit besucht, Donald.&laquo; Er dr&uuml;ckte sie wortlos an sich. &raquo;Gott sei Dank hast du den armen Theo gefunden und nach Hause gebracht.&laquo;</p> <p>Die Schaulustigen entfernten sich &uuml;ber den Strand oder den Machair zu ihren H&auml;usern.</p> <p>&raquo;Lass die Geister ruhen, Emily.&laquo; Er nahm ihren Arm. &raquo;Und komm jetzt mit zu uns.&laquo;</p> <p>Sie verlie&szlig;en die ersterbende Glut, ein Leuchtfeuer in der hereinbrechenden Dunkelheit, und gingen den ausgetretenen Pfad entlang, der die beiden H&auml;user verband. Die Frau blieb nur ein einziges Mal stehen, um sich zu Bhalla House umzudrehen, das d&uuml;ster vor dem westlichen Abendhimmel aufragte. Er lie&szlig; ihr ein paar Sekunden Zeit, bevor er sie weiterschob, auf den freundlich hellen Schimmer des Verwalterhauses zu.</p> <h2>Eins</h2> <div class="style_time_loc"> <p>2010</p> </div> <p>Den ersten hatte er noch f&uuml;r einen Schafsknochen gehalten, weil er inmitten von Kaninchenk&ouml;tel und Schutt schon auf andere Gerippe gesto&szlig;en war. Doch der n&auml;chste war ziemlich lang, und er hielt ihn eine Weile nachdenklich in der Hand, bevor er sich abrupt aufrichtete. Das war kein Schaf. Neugierig geworden, begann er im Boden zu scharren, unter dem sich weitere fleckige Knochen mit Stofffetzen daran verbargen. Er versuchte, das verrottete Brett, das die sterblichen &Uuml;berreste bedeckte, zu entfernen, doch es lie&szlig; sich nicht bewegen. Erschrocken richtete er sich auf, als ihm klar wurde, dass es sich um eine alte festgenagelte Bodendiele handelte, und darunter lag ein Skelett. Er schob mit trockenem Mund vorsichtig die Erde beiseite, bis er auf einen hellen Sch&auml;del stie&szlig;. Das Skelett ruhte, den Kopf auf einen Stein im Fundament des Hauses gest&uuml;tzt, auf der Seite, das Kinn auf der Brust. Am Sch&auml;del befand sich eine mit Sand gef&uuml;llte rissige Delle.</p> <p>Die Gedanken des Mannes &uuml;berschlugen sich, als er M&ouml;rtelreste von dem halb unter der Erde liegenden Kiefer entfernte, eine Bohrassel von den entbl&ouml;&szlig;ten Z&auml;hnen wegschnippte und mit zitternder Hand mehr von der zertr&uuml;mmerten Schl&auml;fe und der dunklen Augenh&ouml;hle freilegte. Er richtete sich, die Kelle achtlos in der Hand, auf und betrachtete sein Werk. Fl&uuml;gelschlag riss ihn aus seinen Gedanken. Er duckte sich unwillk&uuml;rlich, als eine Taube aus ihrem Nistplatz in einer Nische flatterte.</p> <p>Der Mann sah auf die Uhr, r&uuml;ckte sie an seinem Handgelenk zurecht. Er hatte die Zeit vergessen. Die Flut kam bereits seit &uuml;ber einer Stunde herein, starker Wind k&uuml;ndigte einen Sturm an. Er sch&uuml;ttete das Skelett rasch wieder zu, ergriff seine Jacke und hastete zum Land Rover.</p> <p>Der menschenleere Strand wurde schnell schmaler, als der zerbeulte Wagen, eine Font&auml;ne hochspritzend, durchs seichte Wasser brauste. Hatte er zu lange gewartet? Er fuhr in hohem Tempo um die Felsnase, die sich auf halbem Weg zwischen Bhalla Island und der Hauptinsel befand, und folgte den schwindenden Spuren seiner Hinfahrt am Nachmittag. Herabst&uuml;rzende Seeschwalben begleiteten die hereinkommende Flut, die den Sand zwischen den Landspitzen hinter ihm &uuml;bersp&uuml;lte. Im R&uuml;ckspiegel betrachtete er das gro&szlig;e graue Haus, dessen Konturen sich auf dem H&uuml;gel abzeichneten, und schloss die H&auml;nde fester ums Lenkrad.</p> <p>G&uuml;tiger Himmel, <i>ein Skelett</i>!</p> <p>Auf seiner rasanten Fahrt &uuml;ber den feuchten Sand entdeckte er eine Gestalt in einem langen dunklen Mantel, die von einer Landzunge aus zum Haus hin&uuml;berblickte. Eine Frau? Er sah genauer hin. Eine Fremde. Der Land Rover holperte in die letzte tiefe Furche, und der Mann gab Gas, um wieder herauszukommen. Als er festen Boden unter den Reifen sp&uuml;rte, stie&szlig; er einen Seufzer der Erleichterung aus, lenkte den Wagen nach rechts, wischte sich die feuchten Handfl&auml;chen an der abgetragenen Jeans ab und folgte der einspurigen Stra&szlig;e entlang der Bucht, um Ruairidh aufzusuchen.</p>

Erscheint lt. Verlag 1.10.2025
Übersetzer Sonja Hauser
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Historische Romane
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Drama • Familiengeheimnisse • Frauenroman • Geheimnis • Herrenhaus • Küstenroman • schottische Hebriden • Urlaubsroman
ISBN-10 3-69090-227-4 / 3690902274
ISBN-13 978-3-69090-227-4 / 9783690902274
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