Taking a chance of Love (eBook)
280 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-247-4 (ISBN)
Anthony Bertram hat sich ein Imperium aufgebaut - mit harter Arbeit, eisernem Willen und ohne Ablenkungen. Seit seiner Scheidung ist für Gefühle kein Platz mehr in seinem Leben. Doch dann taucht während seines Urlaubs eine Fremde in seiner abgeschiedenen Hütte auf - wunderschön, temperamentvoll und absolut nicht gewillt, sich von ihm einschüchtern zu lassen ...
Thea Younger liebt ihre Freiheit - und verachtet alles, wofür Männer wie Anthony stehen. Als ein Sturm sie zwingt, mit ihm unter einem Dach zu bleiben, beginnt sie hinter seine eiskalte Fassade zu blicken. Stark, leidenschaftlich - und gefährlich unwiderstehlich. Aber Thea hütet ein Geheimnis, das alles zerstören könnte. Ist sie bereit, zu vertrauen und ihr Herz zu riskieren?
Kapitel eins
Thea Younger warf einen Blick über die Schulter, um sicherzugehen, dass ihr Boss gerade nicht in der Nähe war, und öffnete einen neuen Tab im Internetbrowser. Sie war schon einmal in Schwierigkeiten geraten, weil sie auf diese Website gegangen war, doch sie konnte einfach nicht anders.
Die Fotos faszinierten sie. Sie machten ihr den Mund wässrig und ließen ihr Herz schneller schlagen. Ihr wurde ganz warm vor Vorfreude, als sie durch die Bilder klickte, eins nach dem anderen. Sie kannte sie schon, aber sie musste sie sich ansehen, nur noch einmal.
Wer hätte gedacht, dass es so einen Reiz darstellen könnte, sich Bäume anzuschauen?
»Was machst du da?«, fragte Nicole, Theas Kollegin in der Anwaltskanzlei, wo sie beide als Verwaltungsassistenzen arbeiteten. Als Nicole sah, was Thea tat, kicherte sie. »Siehst du dir etwa schon wieder diese Hütte an?«
Thea seufzte glücklich. »Ist sie nicht wundervoll? In drei Tagen bin ich dort, Nicole. Nur. Noch. Drei. Tage.«
Sie blätterte zu dem Foto, das das Innere der Hütte zeigte, mit einem ausladenden Kamin und hohen Decken, die ganz aus wundervollem Eichenholz gefertigt waren. Thea wünschte sich schon seit über zwei Jahren einen Aufenthalt in einer Hütte von Mighty Pine. Vor einem Monat war es ihr endlich gelungen, eine der Hütten zu buchen, und dort oben im Kaskadengebirge würde sie dann zwei Wochen ganz allein verbringen.
Nicole seufzte. »Süße, wenn du zum tausendsten Mal diese Woche beim Anblick von Kiefern ins Sabbern gerätst, müssen wir dir echt ein Date besorgen. Was ist überhaupt so toll an dem Ort? Ist ja nicht so, als gäbe es in Washington nicht überall Bäume.«
»Aber es ist die Gegend. Die freie Natur. Man kann die Sterne sehen! Mal aus der Stadt rauskommen …«
»Wir leben wohl kaum in einer Stadt …«
Nun ja, da konnte Thea nicht widersprechen. Sie lebten in Fair Haven, Washington, das mit dem Begriff »Dorf« treffender beschrieben war.
»Spielt keine Rolle, denn zwei Wochen lang lasse ich alles hinter mir.« Thea seufzte noch einmal selig.
Genau da hörte sie Schritte. Sofort schloss sie die Website, gerade noch rechtzeitig, bevor ihr Boss um die Ecke kam und auf ihren Schreibtisch zusteuerte.
Als Kind hätte sie nie gedacht, dass sie als Erwachsene einmal in einem Büro arbeiten und sich zu Tode langweilen würde. Kaum der Stoff, aus dem Träume waren.
Um ehrlich zu sein – als Thea klein war, hatte sie ein Einhorn sein wollen. Dann, als ihr klar wurde, dass sie als Einhorn nicht wirklich einen Job bekommen konnte, hatte sie beschlossen, Künstlerin zu werden. So konnte sie wenigstens nach Herzenslust Einhörner zeichnen.
Auch jetzt noch wollte sie eine Künstlerin werden, die für ihre Kunst tatsächlich bezahlt wurde – wenngleich sie keine Einhörner mehr zeichnete. Aber das würde bedeuten, dass sie ihre Arbeit anderen Menschen zeigen musste. Und das war etwas, das sie immer noch nicht fertigbrachte.
»Oooooh, ist der heiß. Thea, komm und sieh dir das an.« Nicole steckte den Kopf über die Wand ihrer Bürozelle wie ein Murmeltier. »Dein Lieblingstyp redet wieder.«
Thea sollte der Versuchung nicht nachgeben. Sie hatte Arbeit zu erledigen. Belege zu erfassen, Terminpläne zu erstellen … Allein der Gedanke an diese beiden Aufgaben brachte sie dazu, stattdessen von ihrem Stuhl aufzustehen und in Nicoles Bürozelle zu gehen. Sie hatte nie behauptet, die tollste Angestellte der Welt zu sein. Außerdem war der Tag fast vorbei.
Thea verzog den Mund, als sie sah, wer da auf Nicoles Bildschirm prangte: niemand anderes als Anthony Bertram, CEO von Bertram, Sons und Co., der schlimmsten Firma in der Geschichte. Die Firma war nicht nur ein Multimilliarden-Dollar-Unternehmen, dessen CEO ein obszön riesiges Gehalt kassierte, sondern führte auch immer noch Tierversuche für ihre Kosmetik- und Reinigungsprodukte durch, obwohl es dafür keinerlei Grund gab. Letztlich folterten sie Tiere für Geld. Es war abstoßend.
Thea hasste Anthony und alles, wofür er stand.
»Schau dir nur sein dummes, selbstgefälliges Gesicht an«, zischte sie.
»Scht!« Nicole stellte den Ton des Livestreams lauter. Offensichtlich interessierte es sie nicht, ob sie erwischt wurden. Das war eben die Anziehungskraft des gut aussehenden und reichen Anthony Bertrams.
Thea konnte einräumen, dass er tatsächlich gut aussah, auf eine reiche, selbstgefällige, dumme, arrogante und egoistische Art. Er hatte dunkles Haar, ein markantes Kinn und die Art Lächeln, bei der eine Frau ganz weiche Knie bekam. Offensichtlich trieb er Sport, denn seine Anzüge saßen perfekt und betonten die muskulösen Schultern und den breiten Brustkorb. Aber er war nicht wuchtig, sondern hochgewachsen und durchtrainiert. Im Moment trug er einen dunkelgrauen Anzug mit blauer Krawatte, und seine Manschettenknöpfe funkelten im Licht des Nachrichtenstudios. Wahrscheinlich hatten sie mehr gekostet, als Thea in einem Jahr verdiente.
»Wie ist das Unternehmen bisher mit der Kontroverse in den sozialen Medien umgegangen?«, fragte die Nachrichtensprecherin. Thea konnte nur mit Mühe ein Schnauben unterdrücken, da die forsche und vollbusige Sprecherin sich über die Unterlippe leckte, als sie Anthony die Frage stellte.
»Solche Dinge kommen und gehen«, antwortete er, ohne eine Miene zu verziehen. »In dieser Kampagne gab es sehr viele falsche Darstellungen und glatte Lügen, und leider haben solche Dinge die Neigung, sich wie ein Buschfeuer im Internet zu verbreiten. Das Beste ist, abzuwarten, bis sich das Ganze verzogen hat, statt direkt darauf einzugehen.«
»Können Sie zur Kontroverse selbst etwas sagen? Wird Bertram, Sons und Co. weiterhin Tierversuche durchführen?«
Anthonys Mundwinkel gingen hoch, aber es war kein Lächeln. Nicht wirklich. Es wirkte, als würde ein Raubtier seine Beute ausmachen. Thea schauderte, als sie den Ausdruck in seinen Augen sah.
»Dazu kann ich keine Aussage machen«, meinte er, »doch wie wir schon in unserer Stellungnahme diese Woche mitteilten, sind wir sehr stolz auf die Produkte, die wir verkaufen. Keines davon enthält Parabene oder Toxine, und alle sind zu einhundert Prozent organisch. Wir waren eins der ersten Unternehmen in der Branche, die damit anfingen.«
»Ja, aber die Vorwürfe gegen Sie …«
»… sind aberwitzig«, unterbrach Anthony. »Nichts als unbegründete Gerüchte und sensationslüsterner Tratsch. Ich applaudiere allen Aktivisten, die die Welt zu einem besseren Ort machen wollen. Aber wenn sie dabei anderen Menschen schaden, wen retten sie dann? Oder was retten sie? Nichts. Sie klopfen sich nur selbst auf die Schulter dafür, dass sie tun, was sie für richtig halten.«
Thea wurde rot vor Zorn, als sie das hörte. Sie wünschte, sie könnte Anthony Bertram durch den Bildschirm hindurch erwürgen. Was für ein arroganter Arsch! Bei dieser viralen Aktion war es darum gegangen, die Wahrheit zu enthüllen und Verbrauchern zu zeigen, wohin ihr Geld ging.
Thea musste es wissen: Sie war einer der wichtigsten Köpfe hinter der Aktion gewesen.
Die Grundidee dazu hatte ihr bester Freund gehabt, Mittens. Milton Haverford III., besser bekannt als Mittens, war immer der Impulsgeber in ihrem Kreis, während Thea Ideen aufgriff und in die Tat umsetzte. Doch diesmal war die ursprüngliche Idee zu einer viralen Aktion in den sozialen Medien gegen Anthonys Unternehmen von Thea gekommen.
Schon bald hatten sich ihnen andere Mitglieder ihrer Aktivistengruppe angeschlossen. Die Social-Media-Kampagne gegen Bertram, Sons und Co. war nur langsam vorangekommen, doch dann hatte eine hochberühmte Person die Fotos von den leidenden Tieren geteilt – Kaninchen und Ratten vor allem –, und das Ganze war explodiert.
In den letzten zwei Wochen hatten Bertram, Sons und Co. auf die Anschuldigungen eingehen müssen, und ihre Aktie war offenbar auch abgestürzt. Die Menschen boykottierten ihre Produkte. Erst gestern, als Thea im Lebensmittelladen gewesen war, hatte sie die Reinigungsprodukte des Unternehmens auf dem Ausverkauf-Regal gesehen, wo sie Staub ansetzten.
Der Anblick hatte Thea mit Stolz erfüllt. Das war ihr Werk. Sie...
| Erscheint lt. Verlag | 9.9.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Die Younger´s Family Saga |
| Übersetzer | Silvia Gleißner |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Taking a Chance on Love |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Fantasy |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Anziehung • Emotion • Familie • forced proximity • From Enemies to Lovers • Gefühle • Geheimnisse • Kleinstadt • Leidenschaft • Liebe • Miss Sunshine • Romance • Seelenverwandte • Sehnsucht • Small Town • Small Town Romance • Soulmate • Träume • Vergangenheit |
| ISBN-10 | 3-96797-247-X / 396797247X |
| ISBN-13 | 978-3-96797-247-4 / 9783967972474 |
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