One Bossy Offer (eBook)
470 Seiten
MORE by Aufbau Digital (Verlag)
978-3-96797-519-2 (ISBN)
Jenn hat das Traumleben ihrer Großmutter geerbt - doch leider auch einen gewaltigen Haken: Miles Cromwell.
Miles Cromwell ist grimmig, kontrollsüchtig, Milliardär - und Jenns unausstehlicher Nachbar. Sein Angebot für ihr Grundstück endet in einer Katastrophe. Doch das ist erst der Anfang. Die Wiedereröffnung des Gasthauses ihrer Großmutter kostet ein Vermögen, und als Miles mit einem verlockenden Jobangebot zurückkehrt, bleibt ihr keine Wahl.
Jenn war sich sicher, sie könnte ihn ignorieren: seine Befehle, seinen Blick, sein sündhaft gutes Aussehen. Doch Miles ist ein wandelnder Widerspruch - und je mehr sie gegen ihre Gefühle kämpft, desto mehr zieht er sie in seinen Bann.
Wird sein letztes Angebot ihr Herz gewinnen - oder brechen?
Nicole Snow ist eine Wall Street Journal und USA Today Bestseller Autorin. Sie entdeckte ihre Liebe zum Schreiben, als sie sich in ihren Mittagspausen oder in langweiligen Büromeetings Liebesszenen ausdachte und sich in Liebesgeschichten wegträumte.
Im Mittelpunkt von Nicole Snows Büchern stehen sexy Alpha-Helden, viel Spannung und noch mehr Leidenschaft.
II: KEIN KOSTENLOSES MITTAGESSEN (MILES)
Ich presse die Schultern gegen das Lederpolster meines Autositzes. Ich finde einfach keine bequeme Position, obwohl ich schon unzählige Male im Fond dieses Wagens gesessen habe.
»Von allen bescheuerten, dickköpfigen, unüberlegten Dingen, die sie hätte tun können …«
»Darf ich Ihnen einen Rat geben, Boss?«, fragt mein Chauffeur Benson schmunzelnd, als wir losfahren. Wütend erwidere ich seinen Blick im Rückspiegel. »Vielleicht war es ein taktischer Fehler, davon auszugehen, dass sie jetzt schon würde verkaufen wollen. Immerhin ist ihre Großmutter erst kürzlich verstorben. Sie ist noch in der Trauerphase. In dieser sehr emotionalen Zeit fühlt es sich für sie sicher falsch an, das Erbe ihrer Gram an den Erstbesten zu verkaufen.«
»Unsinn. Eine Million über Marktwert sind ein ordentliches Trostpflaster. Ich an ihrer Stelle hätte nicht gezögert.«
Er mustert mich einen Moment schweigend. »Es sind aber nicht alle wie Sie, Mr. Cromwell. Sie sind eiskalt.«
Endlich ein Kompliment nach meinem Geschmack.
Ich seufze.
»Ich habe den Brief von Lotties Anwalt Waldo drei Tage nach ihrem Tod erhalten. Lottie war selbst der Meinung, dass ihr altes Inn eine Last für ihre Enkelin wäre. Ich bin davon ausgegangen, dass sie erleichtert sein würde. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich so tief in die Tasche würde greifen müssen, um diese Kratzbürste zum Verkauf zu bewegen.«
Ich bin es nicht gewohnt, dass Leute sich so irrational verhalten.
Mich lässt man nicht abblitzen.
Manche Verhandlungen sind schwieriger als andere, aber bis heute hat noch niemand einen Millionenscheck zerrissen und mir ins Gesicht geworfen.
Als sich wegen des Hundes der Gürtel ihres Morgenmantels gelöst hat und sie plötzlich halb nackt vor mir stand, dachte ich, ich wüsste, womit ich es zu tun habe.
Eine verzweifelte zierliche Schönheit mit kastanienbrauner Mähne, langen Wimpern und sündhaft langen Beinen.
Und dann hat sich das vermeintlich bedürftige Wesen als Wildkatze entpuppt, die mein dummes Gesicht genossen hat, als sie mein fürstliches Angebot rundweg abgelehnt hat.
Ich habe nicht mit Widerstand gerechnet.
Benson lacht. »Lottie war immer für einen Spaß gut, was?«
»Unter Spaß verstehe ich etwas anderes.« Trotzdem war Lottie Risa die einzige Einheimische, der ich den Zugangscode für mein Tor verraten habe. Ich werde den Apfelkuchen und den frischen Honig vermissen, die sie mir bei jedem ihrer Besuche mitgebracht hat. »Sie hätten sie mal sehen sollen, Benson. Wie sie mit glühenden Wangen das Haar zurückgeworfen und mich angegiftet hat, als wäre ich ein dahergelaufener Ganove, der sie übers Ohr hauen will, und das, nachdem ich ihr für den alten Kasten das Doppelte seines aktuellen Werts geboten habe.«
Ich balle unwillkürlich die Hand auf dem Knie zur Faust.
»Nachdem die Verhandlungen im ersten Anlauf gescheitert sind, werden Sie die hübsche Lady noch einmal aufsuchen müssen. Wie furchtbar.«
Ich werfe ihm wieder einen vernichtenden Blick zu, aber er zeigt sich auch diesmal hiervon wenig beeindruckt.
»Wie kann man bockig mit hübsch verwechseln?«
Insgeheim muss ich zugeben, dass Miss Landers eine Augenweide ist und ich zu meinem Ärger für ihre Reize sehr wohl empfänglich bin.
Ich wusste vorweg, dass sie hübsch ist, aber die Fotos von ihr, die Lottie mir gezeigt hat, werden ihr nicht gerecht. Ich habe vorab über sie recherchiert. Auf dem Foto ihrer neuen Website sieht sie professionell aus, proper und schick zurechtgemacht, inklusive türkisfarbener Cat-Eye-Brille.
Ich hatte erwartet, dass sie sich ebenso professionell benehmen würde, anstatt sich an ein altes Haus mitten im Nirgendwo zu klammern, weit weg von den trendigen Großstadt-Cafés und Yogastudios, in denen sie bestimmt verkehrt.
Verflucht, ich dachte wirklich, die Sache wäre geritzt.
Benson grinst so breit, dass sich Falten um seine Augen bilden, und ich frage mich, warum ich ihn nicht längst gefeuert habe. »Sie vergessen, dass ich schon öfter erlebt habe, wie Deals geplatzt sind. Normalerweise lassen Sie sich dann wüst schimpfend über irgendwelche Blutsauger aus, die den Hals nicht voll kriegen. Ganz ehrlich, Sir … ich kann mich nicht erinnern, dass Sie je das Haar oder die ›glühenden Wangen‹ eines Verhandlungspartners erwähnt hätten.«
Ich drehe abrupt das Gesicht zum Seitenfenster und suche nach einer passenden Erwiderung. »Ich gebe zu, dass sie eine Schönheit ist«, sage ich schließlich langsam. »Aber sie ist auch eine Furie, die Aussicht auf weitere Verhandlungen mit ihr ist also alles andere als reizvoll.«
»Erzählen Sie«, fordert er mich auf und wirft mir im Spiegel einen skeptischen Blick zu.
»Warum habe ich Sie eigentlich nicht längst gefeuert?«
»Weil sonst niemand Lust hat, Sie zu fahren und Ihre Launen zu ertragen, schätze ich.«
Ich nicke knapp.
Er hat recht.
Doug Benson hat es lange genug mit mir ausgehalten, um sich gewisse Freiheiten herausnehmen zu können. Ich erwarte viel von meinen Angestellten.
Im Übrigen bin ich weniger wütend auf ihn als auf meinen Misserfolg.
Ich verstehe nicht, wie es sein kann, dass dieses heruntergekommene Hotel am Arsch der Welt immer noch nicht mir gehört.
»Was kann ich ihr bieten, um mir den alten Schuppen unter den Nagel zu reißen?«, murmele ich geistesabwesend.
»Sie sollten damit anfangen, sich nicht so herablassend über Miss Risas Haus zu äußern, wenn Sie ihre Enkelin für sich einnehmen wollen.«
»Was meinen Sie damit?«
»Naja, ›den alten Schuppen unter den Nagel reißen‹ … offenbar hat sie an ihrer Großmutter gehangen. Wenn sie deren Haus zu einer reinen Investition degradieren, zu einem Feld eines Monopolyspiels, verletzen Sie damit ihre Gefühle.«
Ich verdrehe die Augen. »Warum müssen alle so furchtbar sentimental sein? Außerdem ist es kein Spiel. Ich brauche das Grundstück, um mich auch zur letzten Seite hin vor den Leuten aus dem Ort und Touristen abzuschotten. Ich will nur meine Ruhe, das wissen Sie doch.«
»Ja, das weiß ich«, antwortet er leise. »So wie ich weiß, dass Sie vermutlich der mit Abstand eingefleischteste Einzelgänger auf dem Planeten sind.«
Ich halte mit einer Hand die Leinwand fest und führe mit der anderen den extrafeinen Pinsel darüber.
Das ist meine Oase.
Göttliche Ruhe, in der ich mit jedem Pinselstrich neue Welten erschaffe, in denen es weder unschöne Überraschungen gibt noch sturköpfige Schönheiten, die mich in den Wahnsinn treiben.
Ausnahmsweise denke ich nicht einmal an meinen Vater, während ich mit flüssigen, langen Pinselstrichen die Leinwand bearbeite.
Bis unvermittelt mein Handy auf dem Schreibtisch klingelt und mich aus meiner Tiefenentspannung reißt.
Ich werfe einen Blick auf das Display und sehe den Namen einer Assistentin.
Verdammt, habe ich nicht erst vor ein paar Tagen mit ihr gesprochen?
Seufzend stelle ich den Pinsel in das Wasserglas und wische mir mit einem Papiertuch die kobaltblaue Farbe von der Hand, bevor ich nach dem Telefon greife.
»Louise.«
»Hallo, ich rufe nur an, um Sie planmäßig auf dem Laufenden zu halten, Mr. Cromwell. Wir haben einen Anstieg der Werbeeinnahmen verzeichnet, dank spezieller Interessengruppen, die in das Rennen um den Stadtrat von Seattle investieren. Dieser Aufwärtstrend dürfte bis zu den Wahlen anhalten. Wie Sie wissen, ging es bei der letzten Fernsehdebatte hoch her. In Anbetracht der Tatsache, dass die Situation so spannend ist wie eine Folge Haus des Geldes, werden die Lobbyisten noch eine Schippe drauflegen.«
Was sie mir berichtet, sollte mich eigentlich interessieren. Immerhin kann schon eine geringe Änderung in der politischen Ausrichtung sich extrem positiv oder eben extrem negativ auf meine Firma auswirken.
Tatsächlich aber geht mir das gerade am Allerwertesten vorbei.
»Weiter«, sage ich ausdruckslos.
»Also, die kurzen Videos, die wir über die Robbenstation...
| Erscheint lt. Verlag | 1.9.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Bossy Seattle Suits |
| Übersetzer | Cécile Lecaux |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | One Bossy Offer |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | abgewiesene Liebe • adult romance • boss romance • enemies to lovers • forced proximity • From Enemies to Lovers • Happy End • Nicole Snow • Office romance • Seattle • Streit • Vi Keeland • Workplace Romance |
| ISBN-10 | 3-96797-519-3 / 3967975193 |
| ISBN-13 | 978-3-96797-519-2 / 9783967975192 |
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