Stimmen aus der Stille
Akono Verlag
978-3-949554-30-8 (ISBN)
Ein wichtiges, seltenes Zeitzeugnis über weibliche Selbstbehauptung in einem weitgehend abgeschotteten Staat – und ein Aufruf zur internationalen Aufmerksamkeit.
Yahya Ekhou ist Mauretanischer Autor und säkularer Menschenrechtsverteidiger in Deutschland. Er hat einen Bachelor-Abschluss in Rechtswissenschaften von der Universität Kairo und erhielt 2017 den Distinguished Arab Youth Award des Arabischen Jugendrats und der Liga der Arabischen Staaten. Ekhous Schriften konzentrieren sich auf die Bedeutung der Gedankenfreiheit, insbesondere in islamischen Ländern, in denen sie oft eingeschränkt ist. Seine Artikel wurden von namhaften Organisationen wie der Richard Dawkins Foundation, „Blätter für deutsche und internationale Politik“ und dem Deutschen Humanitarian Press Association veröffentlicht. Darüber hinaus ist er Gründer und Präsident des "Netzwerks der Liberalen Mauretanien"-Organisation und nahm aktiv an internationalen Konferenzen und Seminaren teil. Yahya Ekhous Autobiographie erschien unter dem Titel "Freie Menschen kann man nicht zähmen" im Alibri Verlag
Ein kleines Zimmer mit einem kleinen Balkon in einem Gebäude nahe der Küste von Beirut. Ich öffne die Tür und setze mich draußen auf einen Stuhl. Unten laufen einige Fischer vorbei, die von der Arbeit zurückkehren. Sofort bin ich an meine Kindheit und Jugend und an mein Zuhause erinnert. Mein Name ist Magedah und ich bin 44 Jahre alt. Ich wurde in einem kleinen Dorf namens Ain Tamourt geboren. Dieser Name bedeutet so viel wie »Frischwasserquelle«. Das Dorf liegt 120 Kilometer von Nouadhibou in Richtung der Hauptstadt Nouakchott entfernt. Die Bevölkerung des Dorfes ist nicht größer als 700 Menschen. Ain Tamourt wird von der Amraghan-Gemeinschaft bewohnt. Viele blaue Blechschuppen versammeln sich auf einem Stück Land, das von Wasser umgeben ist. Wir haben eine besondere gesprochene und ungeschriebene Sprache. Einige von uns sprechen auch Arabisch, um mit der Außenwelt zu kommunizieren. Die Männer gehen fischen und die Frauen verdienen Geld mit dem Verkauf von getrocknetem Fisch und der Herstellung von Fischöl. Unser Stamm lehnte die Hilfe einer internationalen Organisation ab, die uns mit fortschrittlichen Booten unterstützt hätte. Wir haben sie nicht angenommen, weil wir den Ozean als unsere Heimat betrachten und ihn nicht mit etwas verschmutzen wollen, das die Fische und an- dere Tiere stört. Wie die Gezeiten des Meeres bewegt sich der Rhythmus unseres Lebens langsam hin und her. Der Geruch von Fisch ist allgegenwärtig: auf unserer Haut, in unseren Handflächen, in unseren Häusern und in den Gassen dazwischen. Jeden Morgen vor Sonnenaufgang fahren mein Vater und die Dorfmänner mit ihren kleinen Booten zu den nahegelegenen Inseln, um dort Fischernetze auszubringen. Am Abend kehren sie zurück, um die Netze einzuholen und sie zu leeren. Die Menschen sind bekannt für ihr ständiges Lächeln und ihre endlose Großzügigkeit. »Fisch ist immer reichlich vorhanden«, sagen sie, und: »Das Meer lehrt uns Geduld und Optimismus und bringt jeden Tag neue Chancen mit sich.«
| Erscheinungsdatum | 04.09.2025 |
|---|---|
| Verlagsort | Leipzig |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Schlagworte | Afrika • Bildung • Diaspora • Flucht • Frauen • Frauenbildung • Geschlechtergerechtigkeit • Islam • Mädchen • Mauretanien • Menschenrechte • Migration • Sahara • Säkularismus • Sklaverei • Wüste |
| ISBN-10 | 3-949554-30-0 / 3949554300 |
| ISBN-13 | 978-3-949554-30-8 / 9783949554308 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
aus dem Bereich