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Das Ikarus Prinzip (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Auflage
220 Seiten
Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-7187-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Ikarus Prinzip -  Devin McColey
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2044 in Neo Kalkutta. Martin Whitfield erhält den Auftrag, ein Sicherheitsleck bei einem Pharma-Unternehmen zu ermitteln. Zeitgleich wird er erpresst, etwas aus der Asservartenkammer zu entwenden. Um die nötige Unterstützung zu bekommen, fordert er bei 0byte und Redhat jeweils einen noch ausstehenden Gefallen ein. Währendessen nimmt Firiel einen Auftrag an, der für eine Assasine eher ungewöhnlich ist: Eine Person aus einem Wohnheim zu extrahieren. Was als einfacher Auftrag beginnt, entwickelt sich für alle Beteiligten zu einem fordernden und komplizierteren Unterfangen als erwartet. Welche Rolle dabei eine Datenanalystin von Osaka-Cyber-Tech spielt, wird noch für Aufregung sorgen. Der Roman bildet eine in sich geschlossene Geschichte, die auch ohne Vorkenntnisse aus "Pandoras Prozessor Sockel" funktioniert. Die Handlung setzt einige Monate nach den Ereignissen aus "Pandoras Prozessor Sockel" an und erzählt die Geschichte der Charaktere weiter.

Devin McColey lebt, zusammen mit seiner besseren Hälfte, irgendwo im Rhein-Ruhr-Megaplex. Er begann 2023 mit dem Schreiben und veröffentlichte in 2024 mit "Pandoras Prozessor Sockel" seinen ersten Roman. Sein Erzählstil ist geprägt von verschiedenen futuristischen & phantastischen Pen & Paper Rollenspielsystemen, mit denen er sich in der Freizeit beschäftigt.

5. 2339136345 MO Feb-15-2044 08:05:45 GMT+0000


Whitfield hatte ein Taxi bestellt und war auf dem Weg um Redhat einzusammeln. Es war noch Zeit genug bis sie bei New-Pharma-Research sein mussten und er wollte diese nutzen um Redhat vorzubereiten.

Das Taxi bog um eine Straßenecke und im Ausgangsbereich einer U-Bahn-Haltestelle stand bereits Redhat. Er schaute verloren in die Gegend.

»Halten Sie da mal an, den Typ mit dem Aktenkoffer nehmen wir mit«, wies er den Taxifahrer an. Er ließ das Fenster runter und rief, »Los, steig ein, die Zeit wartet auf niemanden.«

Redhat folgte der Aufforderung und legte vorsichtig den Aktenkoffer auf die Sitzbank. Er hatte seine beste Alltagskleidung angezogen und seine Haare mit Gel in Form gebracht.

»Chic siehst du aus, besser als ich es erwartet hatte. Sogar die Turnschuhe sind sauber. Wofür ist der Koffer?«

»Da ist das TX-38 drin. Das lass ich doch nicht einfach Zuhause.«

»Ich sagte doch...«

»Du sagtest, dass du das Teil nicht sehen willst. Und? Siehst du es?«

Whitfield seufzte. »Schön. Was auch immer.« Er rückte seine Krawatte zurecht. »Also, wir haben gleich einen Termin bei New-Pharma-Research, der Laden ist nicht sonderlich groß. Kleine vierstellige Anzahl an Mitarbeitenden. Die Details werden die uns gleich noch lang und breit erzählen. Wie neulich schon gesagt, du bist mein extra Paar an Augen und Ohren.«

»Da hättest du dir auch einen Stift mit integrierter Kamera in die Hemdtasche stecken können, wenn es dir nur darum geht.«

»Aber du hast das gewisse je n’ai sais quoi, das so ein Stift nicht hat.«

»Das fühlt sich jetzt irgendwie wie ein Kompliment an.«

»Ja«, entgegnete Whitfield. »Eines hast du mit 0byte gemeinsam, du weißt nicht wann du einfach mal den Mund halten solltest.«

»Darf ich dich mal was fragen?«

»Tust du doch schon.«

»Whitfield ist dein echter Name, oder?«

»Ja.«

»Aber warum?«

»Weil meine Eltern auch so hießen. Du weißt, wie das in Familien so läuft?«

»Klar, weiß ich das. Ich meine, warum kennt jeder deinen Namen? Denn bei 0byte weiß ja zum Beispiel auch keiner wie der wirklich heißt. Warum bist du da eine Ausnahme?«

»Glaub mir, den bürgerlichen Namen von 0byte kennen bestimmt mehr Leute als ihm lieb ist. Aber ja, ich bilde da eine Ausnahme. Hast du vom Veronese-Virus gehört?«

»Gesundheit! Was ist das denn für ein bescheuerter Name?«

»Also hast du noch nichts davon gehört, dachte ich mir. Das ist ein paar Jahre her, da warst du noch ein Funkeln in den Augen deiner Eltern. Es gab eine Zeit, da wurden fast alle Computer-Viren nach Malern aus der Renaissance benannt, war so ein verdammtes Klischee. Auf jeden Aall fräste sich das Drecksding gerade durch ein Computersystem nach dem anderen. Ich hatte es geschafft eine Kopie des Virus auf einem System in Quarantäne festzusetzen und konnte es dort in Ruhe dekompilieren. Und dabei fiel mir etwas auf, das Ding hatte eine Funktion zur Selbstabschaltung im Quellcode hinterlegt.«

»Warum das denn?«

»Was weiß ich denn warum. Ich hab dann kurzentschlossen einen Server online gebracht, ihm die passende Adresse gegeben und die nötigen Parameter eingestellt. Zack, fünf Minuten später waren die Bedingungen für die Abschaltung erfüllt und alle Kopien des Virus haben sich weltweit deaktiviert.«

»Voll krass Bruder!«

»Das hat mir letztendlich den Hintern gerettet. Denn wegen einer anderen Sache hatte mich die FIA am Wickel.«

»Wirklich?«

»Ja, das ganze ging vor Gericht. Aber das ich eine weltweit anrollende digitale Katastrophe gestoppt habe, wurde mir angerechnet. Da bin ich mit einem blauen Auge davongekommen. Und was soll ich mich jetzt noch hinter irgendwelchen Code-Namen verstecken? für die einen bin ich der Held, der das Veronese-Virus gestoppt hat, für die anderen ein Hacker der seine Wurzeln auf einem Darknet-Board hat. Ich kann mich in beiden Welten bewegen, legal und illegal, für beides habe ich die nötige Reputation. Aber es bleibt letztendlich immer ein Drahtseilakt.«

»Warum hast du die Story nie aufgeschrieben? Ey, die Leute, die Welt sollte das wissen.« Redhat war immer noch verblüfft und starrte sein Gegenüber mit großen Augen an.

»Ach komm schon. Bleib auf dem Teppich. Wenn du wüsstest...«

»Wir sind da. Macht achtundvierzig N₩«, unterbrach der Taxifahrer das Gespräch.

»Stimmt so.« und Whitfield drückte ihm einen Fünfzi-ger in die Hand.

~~~

Das Gebäude von New-Pharma-Research war eher schlicht gehalten. Ein großer Klotz aus grauen und schwarzen Betonblöcken. Der Firmenname war in großen Buchstaben aus Edelstahl über der Tür angebracht.

Redhat und Whitfield standen vor der massiven Tür und schauten sich um. Niemand war zu sehen. Auf der rechten Seite war eine Klingel, neben der sich eine Kamera befand. Whitfield zuckte mit den Schultern und drückte den Knopf.

»Ja bitte?«, krächzte es aus dem Lautsprecher.

»Martin Whitfield. Ich habe einen Termin bei Frau Viola Felixdóttir.«

»Bitte einen Schritt zurück, die Tür öffnet nach außen.«

Mit einem leisen Surren schwang die Tür auf. Dahinter lag eine Schleuse, ähnlich einem Metalldetektor in einem Flughafen. Beide schritten hindurch, was mit einem Piep-ton quittiert wurde. Als sich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte, öffnete sich die innere Tür der Schleuse und sie konnten die Lobby betreten.

Hier sah es aus wie in jeder anderen beliebigen Firma. Fußboden in Holzoptik und ein Tresen mit Empfangspersonal.

»Herzlich Willkommen bei New-Pharma-Research, bitte füllen Sie diese Zettel aus. Und bitte tragen Sie diese Kärtchen immer gut sichtbar an ihrer Kleidung.«

»Datenschutzerklärung, Verschwiegenheitserklärung, Belehrung gemäß §14, Datum, Unterschrift...«, murmelte Whitfield vor sich hin, als er den Zettel ausfüllte.

»Sie können dann dort drüben Platz nehmen, Frau Felixdóttir wird gleich bei Ihnen sein. Und vergessen Sie nicht ihre Kärtchen anzustecken.«

Erst jetzt fiel den beiden auf, dass im toten Winkel der Tür zwei Wachleute in schusssicherer Weste und mit einer Maschinenpistole im Anschlag standen.

»Immer diese Spießer mit ihren Kärtchen am Hemd, als müssten sie die interne Hackordnung auch als Teil des Dresscode omnipräsent manifestieren«, knurrte Redhat vor sich hin.

»Du bist doch nur sauer, weil auf deinem nicht dein Alias aufgedruckt ist, sondern nur eine zufällige Nummerierung«, kommentierte Whitfield.

Es dauerte nicht lange bis Frau Felixdóttir die Lobby betrat. Sie hatte das kompromisslose Auftreten einer Chefin eines global operierenden Konzernes. Auch wenn sie jetzt nicht diese Position bekleidete, der Hosenanzug und die strenge Hochsteckfrisur sagten ganz klar, dass sie noch innerhalb der nächsten fünf Jahre mit den ganz großen mitspielen wollte.

»Schön, dass Sie da sind.« Sie wartete bis beide sich von ihren Sesseln erhoben hatten und gab jedem einen festen Händedruck. »Kommen Sie am besten direkt mit, der Besprechungsraum ist vorbereitet.«

Sie gingen einen Gang hinunter, vorbei am Besprechungsraum “Pasteur”. Beim Raum “Paracelsus” öffnete Felixdóttir die Tür und lies ihre Gäste in den Holz vertäfel-ten Raum eintreten. Sie schloss die Tür hinter sich.

»Bitte nehmen Sie sich Kaffee oder was immer Sie möchten, dort drüben steht alles bereit.« Sie zeigte auf einen Servierwagen an der Seite des Raumes.

»Ich will Ihre Zeit nicht mit der üblichen Einleitungs-präsentation für Investoren vergeuden. Ich bin CEO dieses Unternehmens, wir betreiben Forschung auf dem medizinischen Gebiet der Synthese zwischen Mensch und Maschine. Jedoch haben wir ein Sicherheitsleck. Dieses werden Sie suchen und finden. Fragen?«

»Woher wissen Sie, dass Sie ein Problem mit der Sicherheit haben?«, wollte Whitfield wissen.

»Einige Personen sind in den letzten Tagen nicht zur Arbeit gekommen. Keine Krankmeldung oder sonstige Abmeldung. Wir zahlen großzügige Boni, wodurch die Personalfluktuation nur minimalst ist. Eine längere Abwesenheit, noch dazu unentschuldigt, ist eher ungewöhnlich. Nächste Frage. «

»Eine erhöhte Abwesenheitsquote alleine sagt noch nichts aus. Sie erinnern sich bestimmt noch an MERS, SARS oder NARS«, meinte Whitfield skeptisch.

»Die Überwachung des internen Netzwerkes hat in den Tagen vor der erhöhten Abwesenheitsquote einen signifikanten Anstieg an Datenübertragungen angezeigt. Das können Sie nicht mit einer Krankheitswelle erklären. Und wo Rauch ist, da ist auch Feuer.«

»Verstehe. Zu welchen Daten können Sie uns Zugang gewähren?«

»Welche benötigen...

Erscheint lt. Verlag 19.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Literatur Krimi / Thriller / Horror
Schlagworte action • Cyberpunk • Dystopie • Industriespionage • Science Fiction
ISBN-10 3-8192-7187-2 / 3819271872
ISBN-13 978-3-8192-7187-8 / 9783819271878
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