Ein pikanter Sommernachtstraum (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7515-3504-5 (ISBN)
Betörend schön, mit Wildblumen im langen blonden Haar: Dominic Lancaster spürt heißes Verlangen! Er kennt die Frau, die er heimlich beim Bad im Teich auf seinem Anwesen beobachtet: Vor ein paar Monaten, als er einen frivolen Maskenball veranstaltet hat, ist sie ihm im Wald begegnet. Wie eine Fee hat sie ihn in jener Mittsommernacht bezaubert und seine Leidenschaft enthemmt erwidert. Nun will er endlich wissen, wie sie heißt und was sie hierher führt. Doch als sie langsam dem Wasser entsteigt, stockt ihm der Atem. Offenbar erwartet sie ein Kind - von ihm?
<p>Jackie Ashenden schreibt düstere, gefühlsgeladene Stories über Alphamänner, denen die Welt zu Füßen liegt, bevor sie von ihren umwerfenden Gegenspielerinnen in Stücke gerissen wird. Sie lebt mit ihrem Ehemann, dem unvergleichlichen Dr Jax, zwei Kindern und zwei Ratten in Auckland, New Zealand. Wenn sie nicht gerade Alphamänner und ihre kühnen Heldinnen quält, dann trinkt sie Chocolate Martinis, liest alles, was ihr in die Finger kommt, verschwendet die Zeit in der Welt der Social Media oder wird zu einer Mountainbike-Tour mit ihrem Mann gezwungen.</p>
1. KAPITEL
Dominic Lancaster lehnte sich zurück in die Seidenkissen und überlegte, ob er sich noch mehr Wein einschenken sollte.
Nicht, weil er noch mehr Alkohol gebraucht hätte. Er hatte schon einige Gläser getrunken und fühlte sich sehr wohl. Andererseits war es ein sehr guter französischer Rotwein, dies war eine Orgie, und er war der Gastgeber. Was wäre das für eine Orgie, wenn der Gastgeber nicht auch selbst feierte?
Jedes Jahr im Hochsommer veranstaltete er im Wald seines Anwesens eine Orgie mit allem, was dazugehörte – römische Togen, Masken, Pavillons aus weißer Seide im Wald, Liegen, Trauben, Wein – und viel Sex.
Er verkehrte in der gesellschaftlichen Elite Europas, und seine Freunde nahmen mit Begeisterung teil. Wenn die Einladungen verschickt wurden, waren die Klatschspalten voll mit Spekulationen, wer zu den Gästen gehören würde und wer nicht und warum. Es war immer eine sehr … erlesene Gruppe.
Es gab keinen Grund für die Einladungen. Dominic wählte seine Gäste einfach aus einer Laune heraus aus.
Doch dies würde seine letzte Orgie sein. Zwanzig Jahre waren genug. Es war an der Zeit, das Haus seiner Kindheit loszuwerden. Er würde Darkfell Manor und den dazugehörigen Wald dem ersten Interessenten verkaufen, der ihm einen guten Preis bot. Mit etwas Glück machte der Käufer das ganze Anwesen dem Erdboden gleich. Dann konnte Dominic sich die Mühe ersparen, es selbst zu tun.
Während die weiße Seide seines Pavillons in der Nachtluft wehte, schaute er von seiner Liege aus zum Wald hinüber. Der Pavillon stand am Rand einer Lichtung. In der Nähe flackerte eine Fackel und warf seltsame Schatten auf die Stämme der alten Eichen.
Weitere Fackeln markierten die Wege, die zu anderen kleinen Lichtungen mit Pavillons führten. Alle waren mit Sofas und Kissen, Wein und Essen ausgestattet. Er konnte die Stimmen einiger Gäste hören, die meisten von ihnen waren bereits betrunken.
Den Wald zu verlieren, war wirklich schade – schließlich hatte er hier eine Menge Spaß gehabt. Vielleicht konnte er das Haus ohne den Wald verkaufen. Oder vielleicht auch nicht. Vielleicht sollte er ihn zusammen mit dem Herrenhaus und allem anderen, was seinem Vater gehört hatte, hinter sich lassen.
Aber Gedanken an seinen Vater taten Dominics Stimmung nie gut, und er war fest entschlossen, sich heute Abend zu amüsieren. Darum beugte er sich vor und füllte mehr Wein in den Keramikbecher, den er nur bei seinen Orgien benutzte. Dann lehnte er sich wieder zurück und nahm einen großen Schluck von dem Wein.
Aus der Dunkelheit der Bäume ertönte ein Quieken, das nur von Marissa stammen konnte. Sie war ein reizendes französisches Mädchen aus Cannes. Sie hatte ihn auf verschiedenste Weise um eine Einladung gebeten und ihm sehr deutlich klargemacht, dass sie gerne eine unvergessliche Nacht für ihn daraus machen würde. Aber so wie es sich anhörte, war sie bereits anderweitig beschäftigt. Andererseits wäre es ja keine Orgie, wenn er nicht mitmachen könnte.
Er seufzte und fragte sich, ob er sich die Mühe machen sollte. Natürlich hatte er Spaß an einer guten Orgie, aber manchmal konnte es schon ziemlich anstrengend sein. Ganz zu schweigen von der Langeweile. Hier gab es nichts, was er nicht schon viele Male getan hatte, und er konnte nicht einmal mehr sagen, was überhaupt der Sinn davon war.
Sex war schön, solange er dauerte, aber es war Jahre her, dass er sich dabei hatte fallenlassen. Das waren Spiele eines jungen Mannes gewesen, und so jung war er nun auch nicht mehr.
Ehrlich gesagt, begann Sex ihn zu langweilen. Partys fingen an, ihn zu langweilen. Sogar sein Investmentunternehmen, das er vor fünfzehn Jahren gegründet hatte, begann ihn zu langweilen. Er hatte mehr Geld, als er jemals brauchen würde, und wenn er Darkfell Manor verkaufte, war damit das letzte Stück der vergifteten Hinterlassenschaft seines Vaters verschwunden. Welche Herausforderungen blieben ihm dann noch im Leben?
Dominic lehnte sich auf der Liege zurück und schaute auf die weiße Seide über seinem Kopf. Er könnte ins Weltall fliegen oder ein U-Boot kaufen. Oder vielleicht einen Bunker in Island bauen und sich dort in einsamem Luxus zur Ruhe setzen. Er könnte ein Kamel kaufen und durch die Wüste reiten wie Lawrence von Arabien, oder vielleicht eine Entdeckungsreise durch den Amazonasregenwald machen … Die Möglichkeiten waren endlos.
In diesem Moment quietschte Marissa noch einmal, dann tauchte sie auf der anderen Seite der Lichtung zwischen den Bäumen auf. Sie lachte atemlos, als sie vor Dominics Pavillon stehen blieb.
Sie trug nichts weiter als eine kurze weiße Tunika und eine Eulenmaske, das lange, glänzend schwarze Haar fiel wild über ihren Rücken, und jeder Teil ihres goldbraunen Körpers war durch die Tunika sichtbar.
Eine schöne Frau.
Doch er spürte nichts. Er hatte ihren Körper schon gesehen, kannte alles, was sie im Bett tun konnte, die Geräusche, die sie machte, die Dinge, die sie bevorzugte. Es gab nichts an ihr, was ihn interessierte.
Niemand interessierte ihn, nicht seit langer Zeit.
Als sie langsam und anmutig zu seiner Couch hinüberkam, ließ das flackernde Fackellicht ihre Tunika durchsichtig erscheinen. Doch er blieb … gelangweilt.
Sein mangelndes Interesse an ihr hätte ihn eigentlich stören müssen, aber das tat es nicht. In vielerlei Hinsicht war es sogar eine Erleichterung.
„Dominic“, säuselte Marissa mit ihrem sexy französischen Akzent. „Ich habe überall nach dir gesucht.“
„Nein, hast du nicht“, erwiderte er und sah zu, wie sie mit wiegenden Hüften zu seiner Couch herüberkam. „Ich bin immer noch hier, wo du mich zuletzt gesehen hast.“
Sie lachte und blieb vor ihm stehen. Ihre blauen Augen leuchteten durch die Augenlöcher ihrer Maske. „Hast du auf mich gewartet?“
„Eigentlich habe ich über die Mysterien des Universums nachgedacht.“ Er lächelte und versuchte, etwas Enthusiasmus aufzubringen. Schließlich war dies die letzte Orgie, und er hatte sich vorgenommen, heute Nacht Spaß zu haben. „Und auch über die Mysterien der Frauen.“
Marissa erschauerte – eine der Bewegungen, für die sie bekannt war –, dann griff sie nach dem Verschluss an der Schulter ihrer Tunika, löste ihn und ließ den Stoff zu Boden flattern. „Nun, hier bin ich“, sagte sie leise und stand nackt vor ihm.
Sie war schön, das konnte er nicht abstreiten. Aber er hatte die letzten fünfundzwanzig Jahre seines Lebens damit verbracht, über die Mysterien des weiblichen Geschlechts nachzudenken, und wie er bereits vermutet hatte, gab es bei diesem speziellen Exemplar nichts, was ihn faszinierte.
Vielleicht war das der Grund, warum er sich langweilte.
Es gab keine Mysterien mehr.
Dominic war ein Experte darin, sich seine Gedanken und Gefühle nicht anmerken zu lassen, doch Marissa musste sein Desinteresse bemerkt haben, denn plötzlich beugte sich über ihn und strich mit ihrem Mund über seinen. Dann wich sie zurück und schenkte ihm ein sinnliches Lächeln. „Du kannst mich haben, wenn du mich fängst.“
Dann drehte sie sich um und lief nackt in den dunklen Wald.
An den Stamm einer uralten Eiche gelehnt, stand Maude Braithwaite in der Dunkelheit des Waldes von Darkfell. Als die nackte Frau kaum einen Meter entfernt an ihr vorbeirannte, hielt sie den Atem an und rührte sich nicht.
Offensichtlich hatte die Frau sie nicht gesehen, denn sie hielt nicht inne, sondern verschwand kichernd in der Dunkelheit.
Maude stieß den Atem aus. Mit ihren nackten Füßen und dem Nachthemd fröstelte sie. Es war nicht kalt – es war Hochsommer –, aber um ein Uhr morgens war es auch nicht gerade warm.
Sie wohnte in dem Cottage des Wildhüters am Waldrand und hatte in ihrem kleinen Zimmer fest geschlafen, als ein Schrei sie abrupt aus einem Traum geweckt hatte.
Heute Abend fand die Mittsommernachts-Orgie statt. Zwar hatte man die Partygäste gebeten, sich vom Cottage fernzuhalten. Aber offensichtlich hatten sich einige von ihnen nicht an die Regel gehalten.
Das war sehr ärgerlich. Es war zwar nicht ihr Job, sich mitten in der Nacht aus dem Bett zu quälen und nach dem Rechten zu sehen, aber da die Verwaltung des Waldes zu ihren Aufgaben gehörte, wollte sie sich vergewissern, dass die reichen Freunde ihres Arbeitgebers nicht versehentlich ein Feuer gelegt hatten.
Maude war eine der vier Besitzerinnen einer ganz speziellen Consulting-Agentur. Speziell deshalb, weil ihre Agentur Dienstleistungen für die Reichsten der Reichen anbot. Maudes Fachgebiet waren Landschaftsgestaltung und Forstwirtschaft, also alles, was mit der Natur zu tun hatte.
Sie liebte die Natur, und als man ihr einen Vertrag als Landschaftspflegerin in Darkfell Manor angeboten hatte, hatte sie die Chance ergriffen. Allein für die Bewirtschaftung eines Waldes verantwortlich zu sein, hatte sich faszinierend angehört.
Irgendwann würde sie ein Stück Land wiederbewalden, das ihre Großeltern ihr versprochen hatten. Aber dafür brauchte sie nicht nur mehr Fachwissen, sondern vor allem auch Geld. Praktischerweise wurde der Job in Darkfell, den sie für ein Jahr übernommen hatte, außergewöhnlich gut bezahlt.
Aber ihr hatte gar nicht gefallen, dass ein Teil dieses schönen, wilden Waldes in einen Veranstaltungsort für eine Orgie...
| Erscheint lt. Verlag | 2.9.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Übersetzer | Petra Pfänder |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7515-3504-7 / 3751535047 |
| ISBN-13 | 978-3-7515-3504-5 / 9783751535045 |
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