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Flüsterndes Echo zwischen den Welten (eBook)

eBook Download: EPUB
2025 | 3. Auflage
187 Seiten
epubli (Verlag)
978-3-8197-8816-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Flüsterndes Echo zwischen den Welten -  Sindy Schröter
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Alles begann an einem scheinbar gewöhnlichen Tag - nichts deutete darauf hin, dass sich Alexandra Jane Lewis' Leben in einem einzigen Moment grundlegend verändern würde. Ein plötzlicher Unfall riss sie aus der Wirklichkeit und stürzte sie in beklemmende Stille, gefangen in ihrem eigenen Körper, unbeweglich und ausgeliefert. Während die Welt sich weiterdrehte, offenbarte sich ihr eine neue Realität: voller Rätsel, Schatten und Stimmen, die nicht von dieser Welt zu stammen schienen. Das Echo in ihr war mehr als Erinnerung - es war ein Flüstern aus einer anderen Dimension. Neue Freundschaft, eine außergewöhnliche Fähigkeit, die alles bisher Dagewesene übertraf, und ein dunkler Gegner. All das musste Alexandra entdecken - und sich der Wahrheit stellen.

Sindy Schröter wurde 1984 in Wurzen/Sachsen geboren. Ihr Lebensmotto lautet: Wer nur von den Zielen des Lebens träumt, wird sie niemals erreichen. Mit Ihrer Familie lebt Sie im sächsischen Eilenburg.

Sindy Schröter wurde 1984 in Wurzen/Sachsen geboren. Ihr Lebensmotto lautet: Wer nur von den Zielen des Lebens träumt, wird sie niemals erreichen. Mit Ihrer Familie lebt Sie im sächsischen Eilenburg.

Ich habe mich oft gefragt, ob es nach dem Tod etwas gibt, oder ob man einfach die Augen schließt und dann nichts mehr kommt. Keine Gedanken, keine Erinnerungen, kein Bewusstsein. Alles einfach vorbei. Aber wäre das nicht ein bisschen zu simpel? Kann es sein, dass wir geboren werden, nur um ein paar Jahrzehnte auf dieser Welt zu verbringen, geprägt von Höhen und Tiefen, Hoffnungen und Träumen, nur damit am Ende alles im Nichts verschwindet? Diese Vorstellung erfüllt mich mit einer eigenartigen Mischung aus Angst und Faszination. Einerseits scheint sie erschreckend endgültig, andererseits macht sie die Zeit, die wir haben, kostbar. Doch wie soll man leben, wenn man das Leben selbst kaum begreift? Wie kann man jemals wirklich verstehen, was es bedeutet, zu existieren? Vielleicht liegt genau darin die Schönheit des Ganzen – in der Unsicherheit, im Rätsel, in den unbeantworteten Fragen, die uns am Leben halten. Dennoch glaube ich fest daran, dass es mehr gibt, als wir sehen, fühlen und wissen können. Etwas, das unsere Vorstellungskraft übersteigt. Es gibt diesen Moment, diesen winzigen, fast ungreifbaren Augenblick, in dem man spürt, dass da noch etwas ist. Es ist wie ein Flüstern, ein leises Summen tief im Inneren, das uns sagt: „Da draußen wartet noch so viel mehr.“

Aber ich glaube, es ist wichtig, die Dinge nacheinander anzugehen. Alles hat seine Zeit, und jedes Rätsel wird irgendwann ein Stück weit gelüftet. Für mich beginnt dieser Prozess genau hier – mit dieser Geschichte. Es ist mein Versuch, das Unbegreifliche zu erfassen und meinen eigenen Weg durch das Mysterium des Lebens zu finden. Mein Name ist Alexandra Jane Lewis. Und dies ist meine Geschichte – ein Fragment meines Lebens, geprägt von Ereignissen, die alles, woran ich je geglaubt habe, in Frage gestellt haben. Am Ende werdet ihr selbst entscheiden, ob ihr glaubt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir erklären können. Aber vielleicht, nur vielleicht, wird auch euch dieses leise Flüstern erreichen, das sagt: „Das ist noch nicht alles.“

 

15. Dezember 2020

„Schatz, hast du die Autoschlüssel gesehen?“, hörte ich meinen Freund Jasper von unten rufen. Ich musste lächeln und schüttelte den Kopf, während ich mich auf den Weg nach unten machte.

„Du wirst es niemals lernen. Habe ich recht?“ Sein Blick glitt zu mir, und er legte den Kopf schief. Ich bemerkte, wie es hinter seiner Stirn arbeitete, aber so, wie ich ihn kannte, wusste er längst nicht, worauf ich hinauswollte.

„Schau in deine linke Jackentasche“, zwinkerte ich ihm zu und lief an ihm vorbei, während ich das Haus verließ. Ich hätte in dem Moment von drei rückwärts zählen können. Spätestens bei eins würde er seine Hand heben und sich leicht gegen die Stirn schlagen, weil er den Schlüssel – wie immer – in die linke Jackentasche gesteckt hatte und ihn hinterher fast schon theatralisch suchte. Einmal Schussel, immer Schussel. Aber genau so hatte ich ihn kennengelernt und genau so liebe ich ihn heute noch. Niemals hätte ich gedacht, dass ausgerechnet ich mich eines Tages für einen Mann interessieren würde. Mein Leben war mir viel zu heilig, um es mit jemandem zu teilen. Ich wollte nie Rechenschaft ablegen oder Rücksicht nehmen müssen. Die Vorstellung, mein Leben womöglich mit ein und demselben Menschen verbringen zu müssen, ließ mir die Nackenhaare zu Berge stehen. Aber manchmal macht einem das Leben selbst einen Strich durch die Rechnung und dafür bin ich dankbar. Jasper hat mir gezeigt, was es bedeutet, jemanden bedingungslos und zutiefst zu lieben. Dass es absolut nicht schlimm ist, sein Leben zu teilen, sondern es sich als etwas ganz Besonderes herausstellt. Selbst Rechtfertigung offenbarte sich nicht als etwas Negatives, sondern zeugte von Ehrlichkeit. Ganz gleich also, wie ich damals über die Liebe dachte, meine Überlegungen waren völlig falsch, und ich musste erst die Erfahrung selbst machen, um davon überrascht zu werden.

Seitdem ist Jasper aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken, auch wenn ich meine Zeit trotzdem gerne mal allein verbringe. Doch unser gegenseitiges Vertrauen macht diese Freiheit möglich und dafür bin ich sehr dankbar.

„Dann wollen wir mal“, rissen mich seine Worte aus meinen Gedanken, und ich war überrascht, wie tief ich darin versunken war.

„Freust du dich schon auf das Wochenende bei deinen Eltern?“ „Ja, sehr sogar. Es wird zwar stressig, aber trotzdem wunderbar, davon bin ich überzeugt.“ Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss. Mehr als einen Kopf größer zu sein als ich, war manchmal anstrengend, aber oft auch ein Vorteil.

„Und ich fahre“, sagte ich und nahm ihm dabei den Schlüssel aus der Hand. Ich konnte sehen, wie er genervt die Augen zusammenkniff.

„Ach komm schon. Da sind wir morgen noch nicht da.“ „Dein Ernst? Hast du meinen Fahrstil gerade als Schneckentempo bezeichnet?“, lachte ich und stieg auf der Fahrerseite ein. „Aber egal, du wirst dich auf der Hinfahrt auf dem Beifahrersitz vergnügen und dabei meine Schneckentempo genießen.“

„Ich habe nichts gesagt“, hob er resignierend die Hand und stieg mit einem leichten knurrigen Unterton ein. Jasper war kein guter Beifahrer, aber ich hatte auch nicht die Absicht, ihn während der langen Autofahrt zu quälen. Von Anfang an war ich entschlossen, an der nächsten Tankstelle auf den Beifahrersitz zu wechseln. Ich wusste ja, dass mein geliebter Schatz nichts lieber tat, als selbst zu fahren. Er war eben der geborene Autofahrer und ließ sich das nur ungern nehmen. Und wenn, dann nur unter leisem und stillem Protest.

„An der nächsten Tankstelle halte ich.“ „Was? Aber wir haben doch einen vollen Tank“, zog er seine Augenbrauen hoch, und ich konnte nahezu spüren, wie mich seine Blicke musterten.

„Keine Sorge. Ich weiß das wir einen vollen Tank haben. Ich will dir nur dein geliebtes Zepter wieder überlassen“, konnte ich mir ein hämisches Grinsen nicht verkneifen, und ich spürte, wie sich Gelassenheit und Fröhlichkeit in ihm breit machten. Schon erstaunlich, wie eigen die Hälfte der Männerwelt sich benehmen konnte, wenn es ums Autofahren geht. Da liegt der Sachverhalt klar auf der Hand: Die Frau nimmt bitte auf dem Beifahrersitz Platz. Aber mir war es von jeher egal, wer fährt. Auch wenn ich mich mit seinem Fahrstil nicht so wirklich anfreunden konnte. Nein, jetzt nicht der falschen Annahme verfallen, er wäre ein schlechter Fahrer. Das ist er nicht. Vielmehr aber ist er der Typ Fahrer, der gerne mal übertreibt, wenn er sich auf der Straße, insbesondere der Autobahn, befindet. Nichtsdestotrotz tauschte ich an der nächsten Tankstelle mit ihm die Seiten, und er durfte wieder vollkommener er selbst sein, hinterm Steuer und mit geschwellter Brust.

Ich freute mich schon riesig auf meine Eltern, inklusive der fehlenden Erholung und der überfürsorglichen Art meiner Mutter, die es zwar immer gut meinte, aber damit Jasper nahezu an den Rand des Wahnsinns trieb. Schon jetzt konnte ich sie hören, wie sie ihn anschaute und sagte: „Du wirst von Mal zu Mal attraktiver. Wann läuten nochmal die Hochzeitsglocken?“

Es war kein Geheimnis, dass meine Mutter mich am liebsten gestern statt morgen, verheiratet sehen würde. Aber ich wollte mir mit diesem Thema noch ein wenig mehr Zeit lassen. Zwar sind wir schon seit über fünf Jahren ein Paar, aber deshalb gleich die Hochzeitsglocken läuten zu lassen, empfand ich noch nicht als notwendig. Wie es bei Jasper diesbezüglich aussah, wusste ich ehrlich gesagt auch gar nicht. Würde es in seinem Interesse liegen? Zieht er es vielleicht doch lieber vor, eine Partnerschaft auf Lebenszeit zu haben? Empfindet er die Ehe als Krönung einer Liebe oder ist sie für ihn nur ein Name auf dem Blatt Papier, lediglich eine formelle Zugehörigkeit zueinander? Ich weiß es nicht. Damit habe ich mich noch nie beschäftigt. Und auch wenn meine Mutter immer damit angefangen hatte, war es hinterher bei uns nie ein Thema. Genauso wenig wie die Frage, ob wir eines Tages Kinder haben werden. Aber das war ein Punkt, den ich definitiv ziemlich weit hinten auf meiner To-Do-Liste zum Abhaken hatte. Davor reihten sich diverse andere Dinge, die ich auf jeden Fall bevorzugte. Aber wer weiß, manchmal kommt es sowieso immer anders als man denkt. Das Leben hatte immer die eine oder andere Überraschung parat. Von daher lebte ich jeden Tag und genoss ihn in vollen Zügen.

An der nächsten Tankstelle überließ ich ihm das Fahren und wechselte auf die Beifahrerseite. Ihm war regelrecht anzusehen, wie froh er darüber war, endlich wieder Herr des Lenkrades zu sein. Umso mehr belustigte mich das kindliche Leuchten in seinen Augen in diesem Moment. „Na? Jetzt ist hier aber jemand glücklich“, schmunzelte ich und legte meinen Sicherheitsgurt an, während ich ihm ins Gesicht blickte.

„Worauf du dich verlassen kannst. Ein Mann wie ich gehört nicht auf die Beifahrerseite. Ich bin eben der geborene Fahrer, Herr des Asphalts und der glühenden Räder“, scherzte er und fuhr los. Ich konnte darauf nichts mehr erwidern und lachte.

„Na dann, mein Herr des Asphalts, übertreib nur nicht mit den glühenden Rädern“, mahnte ich ihn scherzhaft und lehnte mich zurück. Ich blickte aus dem Seitenfenster und genoss die Umgebung. Malerisch zogen die Bäume an mir vorbei, während auch der ein oder andere See in seinem Blau erstrahlte. Ich liebte diese Strecke, die zu meinen Eltern führte, auch wenn wir meistens im Schnitt drei Stunden unterwegs waren. Aber diese Fahrt war für mich immer ein ganz besonderes Highlight.

„Du kannst die Augen ruhig schließen. Ich werde vorsichtig fahren“, rissen mich Jaspers Worte aus den Gedanken und ich drehte mich zu ihm.

„Du...

Erscheint lt. Verlag 5.8.2025
Verlagsort Berlin
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Schlagworte Abenteuerreise • Emotional • Freundschaft • Mut • Parallelwelten
ISBN-10 3-8197-8816-6 / 3819788166
ISBN-13 978-3-8197-8816-1 / 9783819788161
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