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Die Welt der Hedwig Courths-Mahler 775 (eBook)

Der gute Geist von Altenwalde

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8637-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Welt der Hedwig Courths-Mahler 775 - Eva Berger
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Eva freut sich auf ihre neue Stelle als Sekretärin auf Gut Altenwalde, und tatsächlich scheint sie einen echten Glücksgriff getan zu haben. Der Gutsherr begegnet ihr mit Offenheit und Herzlichkeit, die Umgebung ist atemberaubend schön, und Eva spürt schnell: Hier könnte sie ankommen. Doch es gibt viel aufzuholen - die Position war lange unbesetzt, und so krempelt Eva entschlossen die Ärmel hoch. Mit Tatkraft und Elan nimmt sie ihre neue Aufgabe in Angriff und erntet bald Lob und Anerkennung. Doch nicht jeder auf Gut Altenwalde heißt sie willkommen. Die kleine Komtess Heidi, Tochter des verwitweten Grafen, sieht in Eva eine Bedrohung. Während ihr Vater in höchsten Tönen von der neuen Gutssekretärin schwärmt, wachsen in dem Mädchen Neid und Ablehnung. Heimtückische Streiche sollen Eva vertreiben - doch dabei bleibt es nicht. Aufgestachelt von einer intriganten Mitspielerin im Hintergrund, steigert sich Heidis Feindseligkeit schließlich in gefährliche Ausmaße. Am Ende steht nicht nur Evas Ruf, sondern ihr Leben auf dem Spiel ...

Der gute Geist von Altenwalde


Evas gefährliches Abenteuer auf einem einsamen Gut

Eva freut sich auf ihre neue Stelle als Sekretärin auf Gut Altenwalde, und tatsächlich scheint sie einen echten Glücksgriff getan zu haben. Der Gutsherr begegnet ihr mit Offenheit und Herzlichkeit, die Umgebung ist atemberaubend schön, und Eva spürt schnell: Hier könnte sie ankommen. Doch es gibt viel aufzuholen – die Position war lange unbesetzt, und so krempelt Eva entschlossen die Ärmel hoch. Mit Tatkraft und Elan nimmt sie ihre neue Aufgabe in Angriff und erntet bald Lob und Anerkennung.

Doch nicht jeder auf Gut Altenwalde heißt sie willkommen. Die kleine Komtess Heidi, Tochter des verwitweten Grafen, sieht in Eva eine Bedrohung. Während ihr Vater in höchsten Tönen von der neuen Gutssekretärin schwärmt, wachsen in dem Mädchen Neid und Ablehnung. Heimtückische Streiche sollen Eva vertreiben – doch dabei bleibt es nicht. Aufgestachelt von einer intriganten Mitspielerin im Hintergrund, steigert sich Heidis Feindseligkeit schließlich in gefährliche Ausmaße. Am Ende steht nicht nur Evas Ruf, sondern ihr Leben auf dem Spiel ...

»Kind, ich habe ein ungutes Gefühl bei dieser Geschichte.« Die gütig aussehende alte Frau seufzte.

»Aber Tantchen, dich schüchtert der Grafentitel ein. Doch ein Graf und eine Gräfin sind schließlich auch nur Menschen.« Eva lächelte herzlich. »Diese Stellung als Gutssekretärin ist eine einmalige Chance für mich. Sie wird erstens sehr gut bezahlt, und außerdem lebt die gräfliche Familie auf ihrem alten Stammsitz. Das bedeutet sicher, man braucht nur aus dem Haus zu treten und ist in der Natur. Ich werde mit Katzen, Hunden, Kühen, Pferden und anderen Tieren leben.«

»Du warst von jeher eine Romantikerin und Träumerin, Eva«, sagte die alte Dame nachsichtig. »Du machst dir ganz bestimmt falsche Vorstellungen von deiner zukünftigen Tätigkeit. Die gräfliche Familie ist sicher schrecklich hochmütig, du wirst dich dort nicht wohlfühlen. Hier hast du eine gute Stellung, wirst von deinem Chef geschätzt, bist bei deinen Kollegen beliebt.«

Um den schönen, ausdrucksvollen Mund des jungen Mädchens lief ein schmerzliches Lächeln.

»Das habe ich mir selbstverständlich auch vor Augen geführt, Tantchen. Aber ich bin nun einmal ein Landkind, und obwohl ich schon seit Jahren hier in der Stadt lebe, kann ich die schöne Zeit meiner Kindheit und Jugend nicht vergessen.«

»Du lebtest als Kind auch in einem wahren Paradies, Eva. Ich habe nie ganz verstanden, warum deine Mutter das stattliche Haus nach dem Tod deines Vaters verkauft hat.«

»Ich auch nicht, Tantchen. Aber Mama hat sich wohl auf dem Lande niemals ganz wohlgefühlt. Es zog sie in die Stadt zurück. Außerdem war das Haus bei Papas Tod leider Gottes noch längst nicht schuldenfrei. Und in der Stadt fand Mama schneller eine Beschäftigung als in unserem kleinen Dorf.«

»In der Beziehung war es für deine arme, verstorbene Mutter natürlich leichter«, stimmte Elfriede Großmann ihrer Nichte zu. »Sie war ja aufs Geldverdienen angewiesen. Die Witwenrente, die sie bezog, war viel zu klein, um davon leben zu können. Und du gingst ja noch zur Schule.«

»Ja, das stimmt. Papas Tod hat Mama und mich damals völlig aus dem Gleis geworfen. Ich war noch so jung, gerade sechzehn Jahre alt.«

»Wenn ich damals nicht gerade selbst so krank gewesen wäre, hätte ich es vielleicht verhindert, dass du das Gymnasium verlässt, um auf eine Handelsschule zu gehen. Du wolltest unbedingt bald Geld verdienen. Und deine arme Mutter war nach dem plötzlichen Tod deines Vaters völlig durcheinander. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie es zuließ, als du auf die Handelsschule gewechselt bist.«

»Ich glaube, Papa hat Mama immer zu sehr verwöhnt und alles Schwere von ihr ferngehalten. Dadurch war sie schrecklich unselbstständig. Wenn ich es mir jetzt so überlege, bin ich auch der Meinung, Mama hätte mich davon abhalten müssen, so Hals über Kopf die Schule zu verlassen.«

»Zumal du eine der besten Schülerinnen deiner Klasse warst.«

»Ja, das Lernen fiel mir nicht schwer.«

»Zum Glück ist trotzdem etwas aus dir geworden«, stellte die alte Dame stolz fest. »Gut, dass deine Mutter das noch erlebt hat.«

»Ja«, sagte Eva. »Sie hat Papa leider nur wenige Jahre überlebt. Papas Tod hatte sie nie ganz verkraftet. Als sie dann die schreckliche Krankheit bekam, ertrug sie sie bis zuletzt mit bewunderungswürdiger Tapferkeit. Kurz vor ihrem Tode sprach sie einige Male davon, wie froh sie sei, bald wieder mit Papa vereint zu sein.«

Frau Elfriede schenkte noch einmal Kaffee nach.

»Nun iss, Kind«, ermunterte sie ihre Nichte.

»Deine Torte schmeckt wie immer vorzüglich«, lobte Eva sie.

»Das freut mich. Ich wünsche dir jedenfalls für deine neue Stellung als Gutssekretärin alles Gute, mein Kind.«

»Vielen Dank, Tantchen. Ich habe mal im Atlas nachgesehen. Dieses Altenwalde liegt ganz zauberhaft«, sagte das junge Mädchen und schaute ihre Tante mit leuchtenden Augen an.

Tante Elfriede, Papas unverheiratete Schwester, war Eva von jeher die liebste ihrer Tanten gewesen. Seit dem Tode ihrer Eltern hatte sich die alte Dame rührend um sie gekümmert.

♥♥♥

Sechs Wochen später lud Eva ihre zahlreichen Gepäckstücke in ihren alten Wagen und machte sich auf den Weg nach Altenwalde, das im Mittelgebirge lag. Sie fuhr in mäßigem Tempo und genoss die Fahrt durch die schöne Landschaft.

Der Frühling zog mit aller Macht ins Land. Überall blühten die Forsythien und die Mandelbäumchen. In den Vorgärten blühten Krokusse und Schneeglöckchen.

Eva summte ein fröhliches Lied. Je näher sie Altenwalde kam, desto hügeliger wurde das Land.

In einem Dorf hielt sie an und fragte nach dem Gut des Grafen. Ein behäbiger Bauer mit dreckiger Arbeitshose zeigte ihr freundlich den Weg.

»Weit ist es nicht mehr, Fräulein«, fügte er hinzu.

»Danke«, sagte Eva heiter und fuhr weiter.

Kurz hinter dem Dorf streikte plötzlich der Motor, und ihr Wagen blieb stehen.

Nach einigen Schrecksekunden stieg Eva aus und ging um ihr Fahrzeug herum. Mit Autos kannte sie sich nicht aus. Es hätte wenig genützt, wenn sie die Motorhaube geöffnet hätte.

Sie überlegte gerade, ob sie zurück ins Dorf gehen und dort eventuell eine Werkstatt ausfindig machen sollte, als sie ein Motorgeräusch hörte. Sie stellte sich an ihr Auto und winkte. Zum Glück hielt der Wagen an.

Aus der Luxuslimousine stieg ein relativ junger Mann, der recht salopp gekleidet war. Unter einer schon etwas abgeschabten Tweedjacke trug er einen Rollkragenpullover und dazu eine blaue Hose.

»Wo brennt es denn?«, fragte er.

»Mein Auto streikt«, klagte Eva ihm ihr Leid. »Das ist echt ärgerlich, so kurz vor dem Ziel.«

Der hilfsbereite Ritter der Landstraße zog schon sein Jackett aus, um zu helfen.

»Wohin wollen Sie denn?«, fragte er interessiert.

»Nach Altenwalde.«

Darauf erwiderte der fremde Mann nichts und machte sich auf die Suche nach dem Fehler.

»Haben Sie einen Messstab für das Benzin?«, fragte er.

»Nein«, musste Eva bekennen. Da holte er seinen aus seinem Wagen.

»Wollen Sie etwa das Benzin im Tank messen?«, fragte Eva ihn empört, als sie sah, was er vorhatte.

»Allerdings!«, erwiderte er freundlich.

»Das ist völlig unnötig, ich ...« Sie kam nicht weiter, denn ihr fiel ein, dass sie einer Freundin vorgestern, kurz nachdem sie getankt hatte, das Auto geliehen hatte.

Schon zog der Fremde den Messstab wieder aus dem Tank.

Eva fand, er hätte nicht so überheblich zu grinsen brauchen. Sie errötete vor Verlegenheit. Eine spöttische Bemerkung von wegen »Frau am Steuer« ersparte er sich. Er fragte sie allerdings gar nicht erst nach einem Ersatzkanister, sondern ging zu seinem Auto und nahm seinen heraus.

Als er das Benzin in ihren Tank gefüllt hatte, brachte er den Kanister zurück.

Wie peinlich! Eva hätte sich ohrfeigen können. Dabei hatte ihre Freundin ihr noch zehn Mark direkt aufgezwungen und gesagt, dass sie eine recht lange Strecke gefahren sei.

»Ich danke Ihnen«, würgte Eva hervor. Sie öffnete die Wagentür und langte nach ihrer Umhängetasche. Sie hatte gerade ihr Portemonnaie in der Hand, als sie das Starten eines Motors vernahm. Im nächsten Moment sah sie nur noch die Schlusslichter des großen Wagens.

Wer nicht will, der hat schon, dachte sie.

Eva stieg wieder in ihren Wagen und setzte ihre Fahrt fort. Nach einer Weile musste sie von der Landstraße rechts abbiegen. Ein Straßenschild mit der Aufschrift: Gut Altenwalde, deutete darauf hin.

Dann tauchte das schlossartige Gebäude mit Zinnen und Türmchen vor ihr auf. Eva kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. So herrschaftlich und...

Erscheint lt. Verlag 2.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2018 • 2019 • Adelsromanze • Bestseller • Cora • Deutsch • Doktor • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • E-Books • Familiensaga • feelgood • Fortsetzungsroman • Frauen • Frauenroman • für • Gefühle • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy End • Heimatroman • Heirat • Herzschmerz • Hochzeit • Kindle • Klassiker • leni-behrendt • Liebe • Liebesgeschichte • Liebesroman • Märchen • Märchen-Erwachsene • Mira • Modern • Romance • Roman-Heft • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • Schmonzette • Schön • Serie • spannend • Wohlfühl • wohlfühlen
ISBN-10 3-7517-8637-6 / 3751786376
ISBN-13 978-3-7517-8637-9 / 9783751786379
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