Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Fürsten-Roman 2738 (eBook)

Amrum, die Wellen und du

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8769-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Fürsten-Roman 2738 - Marion Alexi
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Claudius Prinz von Rosenow steht vor einer Entscheidung, die sein Leben verändern soll: Sein Großvater will ihn zum Nachfolger der Familie ernennen. Doch der junge Adlige fürchtet die Verantwortung - und flieht. Weit weg, auf die raue Nordseeinsel Amrum, ins Haus seiner Ex-Freundin. Dort will er untertauchen. Allein, anonym, unerreichbar. Doch das Schicksal hat andere Pläne. Mitten in der Nacht liest Claudius eine junge Frau auf - erschöpft, verletzt, und ohne zu wissen, wohin. Terry, eine engagierte Tierärztin und Klimaaktivistin, flieht selbst vor einer privaten Katastrophe. Zwei völlig unterschiedliche Welten prallen aufeinander. Widerwillig raufen sich die beiden zusammen. Doch bald wirbelt nicht nur der Inselwind ihre Gefühle durcheinander ...

Amrum, die Wellen und du


Wenn eine Insel zum Schicksal wird

Von Marion Alexi

Claudius Prinz von Rosenow steht vor einer Entscheidung, die sein Leben verändern soll: Sein Großvater will ihn zum Nachfolger der Familie ernennen. Doch der junge Adlige fürchtet die Verantwortung – und flieht. Weit weg, auf die raue Nordseeinsel Amrum, ins Haus seiner Ex-Freundin. Dort will er untertauchen. Allein, anonym, unerreichbar.

Doch das Schicksal hat andere Pläne. Mitten in der Nacht liest Claudius eine junge Frau auf – erschöpft, verletzt, und ohne zu wissen, wohin. Terry, eine engagierte Tierärztin und Klimaaktivistin, flieht selbst vor einer privaten Katastrophe. Zwei völlig unterschiedliche Welten prallen aufeinander. Widerwillig raufen sich die beiden zusammen. Doch bald wirbelt nicht nur der Inselwind ihre Gefühle durcheinander ...

Vielleicht gab es ja keine Lösung. Aber dann gab es auch keine Zukunft für ihn, jedenfalls keine, die ihm gefallen hätte. Er hob die Hand und hielt das Glas in die golden flimmernden Strahlen der untergehenden Sonne. Stirnrunzelnd bewunderte er den Rubinglanz des erfreulich stimmigen, gehaltvoll nach dunklen Beeren duftenden Rotweins, während er sich aufbegehrend fragte: Konnte es wirklich sein, dass er seit seinem ersten Tag zu diesem insgesamt doch reichlich unbefriedigenden Leben verdammt war?

Flirts mochten ja amüsant sein, auch reiste er gern und mochte sportliche Aktivitäten, sein Freundeskreis war riesig, aber ja, doch all das war definitiv kein Ventil für die Energie eines fast dreißigjährigen Lebens. Ganz zu schweigen von seinen einst hohen Erwartungen.

»Dir steht eine große Freude bevor, mein lieber Junge!«

»Das ist schön, Mama.« Er fuhr sich durchs kurze dunkle, ganz leicht lockige Haar, überschaubar neugierig. »Aber könnten wir vielleicht ein andermal darüber sprechen?«

»Du bist verabredet? Mit wem denn diesmal?« Weil Claudius nicht sofort antwortete, folgte gleich die nächste Frage: »Bist du noch mit dieser aparten kleinen Juristin zusammen? Wie war noch mal ihr Name? ... Stella? Nein, Louise! Ich erinnere mich jetzt genau an sie. Du hast sie mir vorgestellt, als wir uns zufällig in der Oper begegneten. Im Foyer, weißt du noch? Und sie trug ein grünes Kleid mit einem raffinierten Rückenausschnitt. Wie geht es ihr denn so?«

»Hoffentlich gut«, gab er zurückhaltend Auskunft.

»Das heißt, ihr seid nicht mehr zusammen?«

»Louise hat einen tollen Job in New York.«

»Dann macht sie eine glänzende Karriere.« Kleine Pause. Als Nächstes folgte betont beiläufig: »War das jemals eine Option für dich, Claudius? Immerhin sprichst du fließend Englisch. Unter anderem. Und du bist wie Louise Volljurist.«

Er lachte kurz und trocken auf und nippte am Rotweinglas. Dieser Tag war eine Zumutung, denn seit dem Aufstehen hatte ihn mal wieder dieses grässliche Gefühl von der Nutzlosigkeit seiner Existenz in den Klauen. Sein müßig schweifender Blick streifte den royalblauen Schal auf dem Sofa.

Die Frage war jetzt nicht, ob Georgia ihren Schal dort absichtlich hinterließ oder schlicht vergaß, sondern, weshalb sie noch nicht zurückgekommen war, um ihn zu abzuholen. Immerhin hatte sie ihn bald nach dem Frühstück verlassen.

»Das sollte keine Kritik an deinem Lebensstil sein, mein Lieber«, setzte seine Mutter hastig hinzu. »Selbstverständlich ist es dir überlassen, wie du deinen Alltag gestaltest. Wir, also dein Großvater und ich, sind da gänzlich einer Meinung.«

»Eure Liberalität ist enorm großzügig«, erwiderte er trocken.

»Höre ich eventuell einen ironischen Unterton heraus?«

»Verehrte Mama, ich freue mich immer, wenn du anrufst, du weißt es. Dummerweise bin ich momentan ein bisserl in Eile.«

Wenigstens war ihm die Schwindelei peinlich. Und hatte er nicht längst entschieden, den Opernabend sausen zu lassen?

»Dann werde ich mich kurz fassen.«

»Oder wir telefonieren am Sonntag miteinander.«

»Du wirst das Wochenende allein verbringen?! Nein!«

»Wenn man dich so hört, verehrte Mama, könnte man den Eindruck bekommen, ich sei so eine Art Casanova.«

»Du bist jung, du bist charmant und äußerst attraktiv, wie ich übrigens nicht allein finde. Du bist überaus gescheit und gebildet, kommst aus sehr gutem Haus. Natürlich geht von dir eine gewaltige Anziehungskraft auf Frauen aus.«

»Überaus freundlich, vielen Dank«, seufzte der Prinz.

»Ich will dich partout nicht drängen, zu gar nichts, du weißt es, Claudius. Wir lassen dir sämtliche Freiheiten, dein Großvater und ich. Aber mir, deiner Mutter, würde es schon gefallen, um ehrlich zu sein, wenn du so allmählich mal darüber nachdenken könntest, ganz locker, meine ich ...«

Wieso, fragte er sich, inzwischen relativ angespannt, kam seine Mutter in letzter Zeit bei jedem Anruf darauf zu sprechen, mehr oder weniger eindringlich, na eher mehr, ob es schon irgendwelche Optionen für seine Zukunft gäbe.

»Ich verspreche dir, künftig mehr nachzudenken, Mama.« Er bemühte sich um einen heiteren Tonfall. »Auch über die Dinge, die dir und Großpapa offenbar mächtig wichtig sind. Und nun würde ich mich gern von dir verabschieden.«

»Aber ja. Nur eins noch zum Schluss.«

»Ich höre.« Claudius mochte seine Mutter sehr gern. Eine großartige Frau war sie, modern und elegant. Und sie hatte eine gediegene Sicherheit an sich, um die er sie beneidete. Und nie war sie laut oder herablassend: Christiane von Rosenow protestierte nicht, sie ignorierte – und das virtuos.

»Es geht um Großvaters Geburtstag, Claudius.«

Auch seinen Großpapa liebte er. Und er bewunderte die vollkommen natürliche Autorität, die er auf seine Umgebung ausübte.

»Bis dahin fließt noch viel Wasser die Isar runter.«

Der junge Prinz legte die Beine auf den Rand des Balkongeländers und gab sich betont gelassen.

Seine Mutter erinnerte ihn eindringlich: »Es ist nicht irgendein Geburtstag, sondern Großvaters Neunzigster, Claudius.«

»Möge er noch lange leben.« Er trank einen großen Schluck Rotwein auf das Wohl des alten und fabelhaft vitalen Herrn.

»Großvater möchte seinen Ehrentag im großen Stil feiern.«

»Ach ja?«, rief Claudius, tatsächlich überrascht. Weshalb er die Beine wieder vom Geländer schwang.

»Im ganz großen Stil.« Ein geheimnisvoller Unterton mischte sich in die Stimme der Prinzessin. »Die Gästeliste umfasst jetzt schon sechs Seiten. Und wir sind erst beim Buchstaben R., meine tüchtige Schmitz-Wandrey und ich.«

Bisher hatte Fürst Stephan es souverän verstanden, sich der Öffentlichkeit zu entziehen. Glamouröse Auftritte waren nicht nach seinem Geschmack, er mied jeden Kontakt mit der Presse und war seiner Schwiegertochter Christiane dankbar, dass sie sich um die Hofberichterstattung kümmerte.

»Selbstverständlich wirst du hier auf Hunderteichen erwartet, mein lieber Junge. Und es wäre äußerst hilfreich, wenn du zwei, drei, besser vier Tage früher hier sein könntest. Es gibt ja noch wahnsinnig viel zu besprechen!«

Wieso hatte er das Gefühl, als hätte jemand ein unsichtbares Netz über ihn geworfen, das sich grausam langsam zuzog?

»Claudius? Bist du noch da?«

»Natürlich, Mama«, brachte er mühsam hervor.

»Es hörte sich eben an, als seien wir getrennt worden. Dabei komme ich jetzt zum eigentlichen Anlass meines Anrufs.« Sie holte tief Luft. »Wie schon gesagt, Claudius, dir steht eine große Freude bevor. Eine ungeheuer große Freude.«

»Diesmal wird mir dank deines freundlichen Einflusses erspart bleiben, Großcousine Leopoldinas Tischherr zu sein?«

Ihre ansonsten ruhigwarme Stimme schwang sich empor vor lauter Begeisterung: »Eigentlich sollte ich es noch für mich behalten. Weil das, was du gleich erfährst, selbstverständlich hohe Wellen schlagen wird. Dein Großvater beabsichtigt, es unseren Gästen erst kurz vor Mitternacht zu verkünden, sozusagen als Höhepunkt der Feier. Das Feuerwerk schließt sich direkt an. Und du wirst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, mein lieber Claudius. Dass du deine Sache famos machen wirst, daran zweifeln weder dein Großvater noch ich.«

Der Prinz hatte das unerfreuliche Gefühl, als legten sich zwei Hände um seine Kehle, um diese zuzudrücken.

»Ach ja, ich habe dir ja noch gar nicht verraten, worum es geht.« Christiane lachte auf. »Dein wunderbarer Großvater hat vor, dich zu seinem Nachfolger zu bestimmen, Claudius!«

»Mama platzt natürlich vor Stolz, ist ja nachvollziehbar. Aber warum interessiert dich die Meinung meiner Mutter?!«

Leichte Irritation ließ ihn das Smartphone fester packen, als wolle er es zerquetschen. Was natürlich nicht seine Absicht...

Erscheint lt. Verlag 2.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • adelsintrigen • Adelsromane • Adelsromane kindle • Adelsromanze • Arztromane • Baccara • Bastei • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bestseller • Der kleine Fürst • Deutsch • dieter adam • dr norden • eBook • E-Book • eBooks • Ehe • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Fürst • Fürstenkrone • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy-End • Heftchen • Heftroman • heftromane bastei • High-Society • Hochzeit • Kindle • Liebe • Liebes-Geschichten • Liebesroman • Liebesromane • liebesromane kindle • liebesromane kindle deutsch • liebesromane kindle deutsch millionär • liebesromane kindle deutsch romantisch • Liebesroman Milliardär • liebesroman millionär • Liebesroman Reihe • liebesroman schicksal • liebesroman serie • Luxus • Milliardär • Millionär • Modern • Prinz • Prinzessin • Reich • Reichtum • Romance • Romanheft • Roman-Heft • romantik deutsch • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • schicksalsromane • Schön • schöne romane • Serie • Sexy • spannend
ISBN-10 3-7517-8769-0 / 3751787690
ISBN-13 978-3-7517-8769-7 / 9783751787697
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von Wolf Haas

eBook Download (2025)
Carl Hanser (Verlag)
CHF 18,55

von Takis Würger

eBook Download (2025)
Diogenes Verlag AG
CHF 22,45