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G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 83 (eBook)

3 Western in einem Band

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
192 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8191-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

G. F. Unger Western-Bestseller Sammelband 83 - G. F. Unger
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3 spannende Westernromane lesen und sparen!

G.F. Unger ist der erfolgreichste deutschsprachige Western-Autor. Mit einer Rekordauflage von über 250 Millionen Exemplaren gehört er zur internationalen Spitzenklasse der Spannungsliteratur. Und das zu Recht!

Niemand vermag es wie er, die unermesslichen Weiten des amerikanischen Westens und die Stärke der unerschrockenen Männer, die sie erschlossen, zu beschreiben. Erleben Sie den amerikanischen 'Wilden Westen', wie nur G.F. Unger ihn schildern kann: hart, authentisch, leidenschaftlich.

Dieser Sammelband enthält die Folgen 2596 bis 2598:

2596: Fort der Gejagten
2597: Coltritter-Weg
2598: Verdammt schlechte Karten

Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 192 Taschenbuchseiten.
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Irgendwann erwachte ich. Mein Kopf schmerzte unerträglich, doch langsam begann ich zu denken und mich zu erinnern.

Ich spürte Luftmangel, und mir war fürchterlich übel. Mir war noch immer schwarz vor Augen. Ich glaubte plötzlich, blind zu sein. Diese Angst jagte mir einen Schock ein.

Aber dann wurden aus den schwarzen Nebeln vor meinen Augen feurige Kreise. Und danach erkannte ich über mir die funkelnden Arizonasterne wie in den vergangenen Nächten.

Ich nahm meine Arme hoch und tastete mit zitternden Händen vorsichtig nach meinem Kopf.

Er war tatsächlich noch da. Aber mit einer bösen Platzwunde, die zu einer großen Beule anschwoll.

»Ay, Hombre«, sagte eine Stimme, »du bekommst einen zweiten Kopf. Er ist schnell gewachsen. Und es tat weh, nicht wahr?«

Ich wischte mir über das Gesicht und sah endlich den Sprecher in der hellen Nacht. Er saß keine drei Schritte von mir entfernt ruhig auf einem Stein, rauchte einen langen, dünnen mexikanischen Glimmstängel und trug einen dieser typischen Mexikanerhüte mit spitzer Krone, dessen breite Krempe sein dreieckiges Gesicht beschattete. Obwohl er immer wieder spanische Worte gebrauchte, war er kein Mexikaner. Seine Kleidung täuschte, oder er war von angloamerikanischen Leuten aufgezogen worden.

Ich richtete mich langsam auf und hielt mir dabei den Kopf fest. Nebel wogten vor meinen Augen.

Mein Colt war weg. Auch mein Gewehr lag nicht in meiner Reichweite. Und drüben lag mein Partner Juan Rodriges leblos da. Ich begriff, dass sie ihn zusammengeschossen hatten, damit er nicht den ersten Schuss abgeben konnte.

Ich aber war einem der Banditen vor die Füße gerollt. Er hatte mit dem Gewehrkolben zugeschlagen.

Nach einer Weile lichteten sich die Schleier vor meinen Augen.

Ich sagte: »Amigo, warum habt ihr das mit uns gemacht?«

Der Mann lachte leise. »Ay, man muss leben«, sagte er. »Diese schönen Caballos bringen viel Geld für Putas und noch eine Menge mehr. Diese Welt wird immer schlechter. Nirgendwo bekommt man etwas geschenkt. Wenn ich aufgeraucht habe, werde ich dich töten. Ich bin zurückgeblieben, um dich zu töten. Dein Partner wird sterben. Der macht es nicht mehr lange.«

Nun wusste ich Bescheid.

Sie waren eine Bande, die sich nach einem Verdienst umgesehen hatte. Unsere siebenundfünfzig Wildpferde – zum Teil schon etwas zugeritten – waren ihnen eine willkommene Auffrischung ihrer Kasse. Und weil sie harte Jungs waren, hatten sie Juan zusammengeschossen und mir eins auf den Kopf gegeben.

Ich sah den Mann an, der zurückgeblieben war, um auch mich zu töten. Doch ich konnte nicht viel von ihm erkennen. Der große Hut beschattete sein Gesicht.

»Ich werde aus dem Jenseits auf dich niederspucken, wenn du mir keine Chance gibst. Wenn du ein richtiger Hombre bist, dann gibst du einem anderen Hombre eine Chance.«

Er lachte leise, und es klang etwas Ärger in seiner Stimme.

»Amigo, wie stellst du dir denn eine Chance vor?«, fragte er nach einigen Atemzügen.

»Wenn du ein Mann wärst, ein richtiger Hombre«, sagte ich, »dann brauchtest du nicht erst zu fragen. Gib mir meinen Colt und versuch es dann mal, mich umzulegen. Ich stecke den Colt in den Hosenbund. Du kannst ihn ins Holster tun. Und dann ...«

Er lachte nun laut.

»Bin ich verrückt? Vielleicht bist du ein berühmter Pistolero, dem ich nicht das Wasser reichen kann, obwohl ich noch keinen Gegner fand, der mich schlagen konnte. Aber ich bin nicht nur ein Bandit und Revolvermann, ich bin auch ein Mann, der einem anderen keine Chance gibt.«

Er schnippte mir den Rest seines Glimmstängels vor die Füße und erhob sich mit einer leichten Bewegung, die mir zeigte, wie geschmeidig er war. Ein Wolf, der lässig in der Sonne kauerte, erhebt sich auf die gleiche geschmeidige Art.

Er ging zu seinem wartenden Pferd und saß auf. Es war ein verrückt gefleckter Schecke, den ich unter hundert anderen Pintos erkennen würde. Als der Bursche im Sattel saß, überlegte er es sich noch einmal. Er holte seinen linken Colt heraus, lässig und schnell.

Dann zielte er auf mich.

Ich hatte mich inzwischen auf die Füße gestellt und stand schwankend da wie ein Betrunkener. Mit meinem Gleichgewichtsgefühl war etwas nicht in Ordnung. Manchmal verschleierte sich alles vor meinen Augen. Und mein Kopf schien immer noch platzen zu wollen.

Aber ich vergaß und verdrängte meine Not. Ich stand schwankend da und wartete auf die Kugel. Ich konnte nichts tun, gar nichts. Denn ich hätte mich nur sehr langsam und unsicher bewegen können. Für einen verzweifelten Angriff war ich zu langsam. Ich war noch wie gelähmt.

»Denk dran, Hombre!«, sagte ich. »Aus dem Jenseits werde ich auf dich niederspucken. Jeder Mann muss einem anderen eine Chance geben. Das ist einfach so und kann nicht anders sein.«

Da lachte er wieder auf seine merkwürdige Art. Es war eine wilde Belustigung und zugleich ein ärgerlicher Widerwillen in diesem Lachen.

»Okay, ich mache eine Ausnahme und gebe dir eine Chance, Hombre«, sagte er dann. »Ich lasse dich leben. Vielleicht schaffst du es, aus dem Horsemesa-Land herauszukommen. Das ist deine Chance.«

Er steckte den Revolver weg und ritt an.

»Adios, Hombre!«, rief er noch über die Schulter.

»Adios, Hombre!«, wiederholte ich heiser und musste dann schlucken.

Als der Hufschlag seines Pferdes verklungen war, hörte ich meinen Partner Juan Rodriges stöhnen.

Ich ging zu der ausgestreckten Gestalt. Als ich niederkniete, wurde mir wieder schlecht. Mein Kopf machte einfach nicht mit. Als ich ihn neigte, um auf Juan zu blicken, schien er wieder zu platzen.

»Wasser«, sagte Juan schwach, »gib mir Wasser, Amigo.«

Ich sah nun, dass ihn die Kugel in den Magen getroffen hatte.

Er würde langsam und schwer sterben. Und wenn ich ihm Wasser gab, würde es ihm noch schlimmer ergehen.

Ich sah mich um.

Die Banditen hatten uns nicht nur die Pferde gestohlen. Diese Bande hatte alles gebrauchen können, einfach alles. Von unserer Ausrüstung war nichts mehr vorhanden. Was auch nur drei Cent wert war, hatten diese Aasgeier mitgenommen.

Sogar die Stiefel hatten sie mir gestohlen. Bisher war mir das noch gar nicht aufgefallen. Meine Not war viel zu groß. Erst jetzt, da ich mich umsah, erkannte ich es.

Ich nahm mein Halstuch, ging zur Quelle, machte es möglichst nass und hielt auch einen Moment meine schmerzende Beule unter den dünnen Wasserstrahl, der aus einer Felsspalte floss.

Dann wusch ich Juans schweißbedecktes Gesicht. Er saugte an einem Zipfel, und die ganze Zeit hielt er die Hände über seinem Leib.

Ich konnte ihm nicht helfen. Wahrscheinlich hätte nicht mal ein richtiger Doc ihm helfen können.

Juan wusste, dass er sterben musste.

Plötzlich war sein Verstand wieder scharf.

Er sagte: »Compadre, hast du eine Zigarette für mich?«

Ich fand meinen Tabakbeutel in der Brusttasche meines Hemdes. Er enthielt noch ein wenig Tabak. Ich rauchte die Zigarette an und steckte sie Juan zwischen die Lippen.

Nach zwei Zügen sagte er mühsam: »So ist das im Leben. Fünfhundert Dollar fehlten mir noch für den kleinen Rancho, den ich kaufen wollte. Ich habe ihn schon angezahlt. Geh zu meiner Rosita und sag ihr, dass es mir leidtut, Amigo.«

»Ja, Hombre«, sagte ich, »das werde ich tun. Ich werde Rosita alles erklären.«

»Ich bin gern mit dir geritten, Bac Catshum«, sagte er zu mir. »Adios, Hombre! Ich glaube, dass wir uns eines Tages wiedersehen werden. Adios!«

Dann starb er.

Ich drückte ihm die Augen zu und dachte: Adios, Hombre!

Juan hatte nicht verlangt, dass ich ihn rächen sollte, aber ...

Ich unterbrach meine Gedanken.

Es war ziemlich unwahrscheinlich, dass ich Juan rächen und für das, was man uns angetan hatte, Schadenersatz und Genugtuung fordern konnte, denn nach menschlichem Ermessen war ich verloren.

Ich besaß nicht mal mehr Stiefel und einen Hut. Der Weg aus dem Horsemesa-Land war für mich kaum zu schaffen.

Aber ich wollte es schaffen. Ich wollte sogar auf der Fährte bleiben.

Diese Banditen hatten sich den falschen Mann ausgesucht. Ich war kein Hammel, dem man einfach das Fell abziehen konnte.

Ich legte mich neben meinen toten Partner nieder. Ich brauchte Ruhe wie eine lebensrettende Medizin. Ich konnte nicht länger in Bewegung bleiben.

Erst mussten meine schrecklichen Kopfschmerzen einigermaßen erträglich werden. Ich legte mir das nasse Tuch auf die Beule. Dann entspannte ich mich und machte es wie ein erfahrener Indianer, der sich den unvermeidlichen Dingen geduldig ergibt.

Ich schlief sogar ein, bis mich gegen Ende der Nacht die Kälte weckte. Die Felsen, die während des heißen Tages die Wärme speicherten, hatten diese längst abgegeben. Und ich besaß keine Decken, keinen wärmenden Mantel. Selbst das Feuer brannte nicht mehr. Das hatte der Mann ausgetreten, der mich eigentlich töten sollte.

Meine Kopfschmerzen waren zwar noch da, doch nicht mehr so schlimm und böse wie am Anfang.

Ich musste Juan Rodriges in seinem Unterzeug beerdigen. Denn seine Hose, das Reithemd und die Jacke brauchte ich, um mir die Füße zu umwickeln. Auch Juan hatten die Banditen die Stiefel abgenommen. Aber...

Erscheint lt. Verlag 2.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer-Roman • alfred-bekker • Anthologie • Bestseller • Box • bud-spencer • buffalo-bill • Bundle • Cassidy • Chaco • clint-eastwood • Collection • Country • Cowboy • Deutsch • eBook • E-Book • eBooks • e-bundle • eBundle • Erwachsene • Exklusiv • für • GF • g f barner • Großband • Indianer • jack-slade • Jugend • Karl May • kelter-verlag • Kindle • Klassiker • Krimi • Laredo • larry-lash • Lassiter • lucky-luke • Männer • martin-wachter • Paket • pete-hackett • peter-dubina • Reihe • Ringo • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • Serie • sonder-edition • Staffel • Western-roman • Wilder Westen • Wilder-Westen • Winnetou • Wyatt Earp • Wyatt-Earp
ISBN-10 3-7517-8191-9 / 3751781919
ISBN-13 978-3-7517-8191-6 / 9783751781916
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