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Silvia-Gold 246 (eBook)

Zeichen der Zeit

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8839-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Silvia-Gold 246 - Julia Rosenthal
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Leyla und David - zwei junge Menschen, deren Welten nicht weiter voneinander entfernt sein könnten. Und doch begegnen sie sich im entscheidenden Moment ihres Lebens. Was wie ein Zufall beginnt, wird zum Schicksal: ein flüchtiger Kuss, ein versäumter Abschied, eine Erinnerung, die nie vergeht. Jahre vergehen. Das Leben trennt sie, prägt sie - und hinterlässt Narben. Doch tief in ihren Herzen lebt das unausgesprochene Versprechen jener Nacht weiter. Als sich ihre Wege unter dramatischen Umständen erneut kreuzen, steht mehr auf dem Spiel als eine verpasste Liebe. Es geht um alles: um Würde, um Wahrheit - und um den Mut, sich selbst zu retten, indem man einen anderen liebt ...

Zeichen der Zeit


Zwei Leben, zwei Wege – verbunden durch ein unsichtbares Band

Von Julia Rosenthal

Leyla und David – zwei junge Menschen, deren Welten nicht weiter voneinander entfernt sein könnten. Und doch begegnen sie sich im entscheidenden Moment ihres Lebens. Was wie ein Zufall beginnt, wird zum Schicksal: ein flüchtiger Kuss, ein versäumter Abschied, eine Erinnerung, die sich für immer in ihnen festbrennt.
Jahre vergehen. Das Leben trennt sie, prägt sie – und hinterlässt Narben, die Zeichen der Zeit sind. Doch tief in ihren Herzen lebt das unausgesprochene Versprechen jener Nacht weiter.
Als sich ihre Wege unter dramatischen Umständen erneut kreuzen, steht mehr auf dem Spiel als eine verpasste Liebe. Es geht um alles: um Würde, um Wahrheit und um den Mut, sich selbst zu retten, indem man einen anderen liebt ...

Eine weise Frau sagte einst: Wahre Liebe ist der Tanz zweier Seelen im Auge des Sturms. Eine Liebe, die den Tod nicht scheut. Aber was soll Liebe mit dem Tod zu tun haben? Es gibt doch nichts Gegensätzlicheres als diese zwei Pole des menschlichen Lebens, oder?

Wie so oft bei Gegensätzen besteht auch hier eine unverhoffte Nähe, denn manchmal muss man Vieles aufgeben, um einen anderen Menschen wahrhaft zu lieben.

Manchmal muss man Sicherheiten und Gewohnheiten aufgeben, die einem so viel bedeuten, und oft muss man sogar ein kleines bisschen sterben, ein Stück von sich selbst aufgeben – ein Stück Egoismus vielleicht, das man schon ein ganzes Leben lang mit sich herumschleppt und irrigerweise glaubt, es würde zu einem gehören, wäre ein Teil des Charakters. Obwohl es im wahrhaftigen Sinne überhaupt nichts mit einem zu tun hat und man eigentlich gar kein egoistischer Mensch ist.

Das bedeutet also, man muss sich selbst überwinden, um auf die andere Seite zum Geliebten oder zur Geliebten zu gelangen – dazwischen liegen all die Berge, all die menschlichen Unzulänglichkeiten, die den Weg zu wahrem Glück, zur wahren Liebe versperren.

Die Ironie des Schicksals ist, dass es viel einfacher ist, sich auf jemanden einzulassen, der einem nicht wirklich etwas bedeutet, ja, dass es viel einfacher ist, sich mit einem Menschen für lange Zeit zusammenzutun, für den man keine Unzulänglichkeiten überwinden und auch keine Berge versetzen muss. Weil dieser Mensch uns nicht bewegt und keine großen Gefühle in uns erzeugt, weder negative noch positive.

Dabei kann es durchaus sein, dass wir diesen Menschen, den wir gar nicht lieben, dennoch in irgendeiner Art und Weise gefällig finden – sein Lachen vielleicht oder seine Hände, sein attraktives breites Kreuz und auch, dass er so gut küssen kann, und vielleicht, dass er so angesehen ist.

All diese Dinge sind anziehend, aber wenn sie nicht von tiefer Liebe erfüllt sind, wenn da eben keine Seelen sind, die miteinander im Auge des Sturms tanzen – dann nützt das alles nichts.

Anfangs vielleicht noch schön, nutzen diese Dinge sich ab, können Beziehungs- und Ehejahre nicht überdauern. Sie vergehen und werden zu leeren Handlungen, zu Ritualen ohne Sinn. Ein Kuss, der dann nicht viel mehr ist als ein Aufeinandertreffen von zwei Mündern. Sex, der nicht viel mehr ist als die gewohnheitsmäßige Vereinigung zweier Körper. Eine Berührung, die nicht viel mehr ist als Haut auf Haut.

Eine Liebe allerdings, die den Tod nicht scheut, vermag tiefe Abgründe und hohe Grenzzäune zu überwinden, die eigenen und auch solche, die einem von außen gesetzt worden sind.

Eine solche wahre Liebe gab es zwischen Leyla und David.

Ihre Welten hätten nicht unterschiedlicher sein können.

Während sie mit ihren türkischen Eltern in einem verwitterten Wohnblock lebte, wohnte er mit seiner Familie in einer betuchten Wohnsiedlung in einem riesigen Haus mit zwei dicken Autos in der Garage. Er war Athlet und Sport-Ass, sie hatte zwei linke Hände. Er war der Held aller Mädchen, sie die typische Unscheinbare – kurzum: Sie waren einander wie Tag und Nacht.

Und wären sie in jener Nacht im Juli 1999 nach der Abiturfeier nicht zusammen in der Turnhalle der Schule eingeschlossen worden, wären sie einander für immer fremd geblieben, unerkannt und ungeliebt.

Doch wenn das Schicksal etwas will, setzt es seinen Kopf immer durch. Und so kam es, dass Leyla und David, zwei junge Menschen, die frisch ihr Abitur in der Tasche hatten und scheinbar sonst nicht viel gemeinsam, in jener schicksalhaften Nacht entdeckten, was wahre Liebe ist.

♥♥♥

»Hey! Lasst uns hier raus! Hey! Macht die Tür auf!«, rief David und hämmerte mit der Faust gegen die Doppeltür der Turnhalle.

Leyla ließ sich davon nicht beirren und schaute durch das Glas, ob sich vielleicht doch noch unverhofft irgendeine Person finden würde, die ihnen hätte helfen können. Doch der lange Flur hinter der Tür gähnte leer in der Dunkelheit – alle Songs waren bereits verklungen, und die übermütigen Abiturienten tobten sich inzwischen auf irgendwelchen wilden Wohnzimmerpartys aus.

»Scheiße – wir sitzen hier fest ...«, sagte David leise und lehnte seine Stirn enttäuscht gegen die Glasscheibe.

»Es ist jetzt wahrscheinlich ein oder zwei Uhr, der Hausmeister kommt bestimmt erst gegen neun mit seiner Kolonne putzen ...«, sagte Leyla, während sie David betrachtete, der immer noch seiner Enttäuschung nachhing. »Verpasst du jetzt dein heißes Abi-Date?«, fragte sie plötzlich und überraschte sich selbst mit dieser forschen Herangehensweise.

Langsam schaute David von seinem Trauerspiel auf. »Was? Du bist doch sonst nicht so gesprächig ...«

»Sonst bin ich ja auch nicht nachts betrunken in irgendwelchen Turnhallen eingesperrt ...«, versetzte sie.

Die forsche Herangehensweise schien ihr Spaß zu machen, und außerdem: Was soll's! Sie würde diesen Typen, dem alle Mädchen hinterherrannten und der zugegeben göttlich aussah, sowieso nie wiedersehen. Also konnte sie ihn genauso gut aus der Reserve locken.

»Auch wenn's dich nichts angeht – du hast mitten ins Schwarze getroffen, ich verpasse gerade mein heißes Abi-Date ...«, sagte er, fuhr plötzlich herum und ließ sich mit dem Rücken gegen die Glastür sinken.

»Ist es die total hängengebliebene, aber sehr hübsche rothaarige Anita, die ganze zwei Hirnzellen ihr Eigen nennt, oder tröstest du dich über dein frisch erworbenes Abitur mit Claudia, dem Spatzenhirn, hinweg?«

Er sah sie das erste Mal aufmerksam an und grinste über das ganze Gesicht. »Wie bist du nur so bösartig geworden?«

Sie grinste zurück und sagte: »Entweder es liegt an dir oder an mir – und findet erst jetzt den Weg nach draußen.«

»Anita war's«, sagte er ohne Umschweife und rutschte mit dem Rücken an der Glastür entlang, bis er unten angekommen war und sich setzte, « ... die total Hängengebliebene, wenn's nach dir geht. Aber eigentlich ist sie voll nett, zu mir jedenfalls, zu dir wahrscheinlich eher weniger ... – ich hab's, du bist eifersüchtig auf sie!«, rief David und lachte.

Fuchsteufelswild drehte sich Leyla zu ihm um und rief: »Niemals! Glaub bloß nicht, dass ich auf dich stehe – nicht alle Mädchen tun das!« Dann rutschte sie ebenfalls mit dem Rücken an der Glastür entlang und setzte sich auf den Boden. »Ich frag mich gerade ernsthaft, ob dein Ego und ich hier in dieser Turnhalle genug Platz haben.«

»Hey, komm schon, das war doch nur ein dummer Spruch – außerdem hast du angefangen, über Anita herzuziehen, immerhin ist sie mein Abi-Date«, sagte er, in der Hoffnung, sie damit zu beruhigen.

Zu seinem Glück war sie nicht nachtragend. »Schon okay.«

Mit einem Ruck stand er auf, stellte sich vor sie, lächelte sie an und hielt ihr seine Hand hin. »Ich weiß, was wir machen.«

Sie schaute verdutzt zu ihm auf. »Entschuldigung, hab ich nicht ›Was‹ gesagt?« Als er immer noch nicht antwortete, sondern weiter lächelte, sagte sie theatralisch: »WAS?«

»Lass dich überraschen!«

Daraufhin nahm sie seine Hand, ließ sich von ihm hochziehen und folgte ihm in die große Turnhalle.

♥♥♥

Heute Nacht rannten hier keine unmotivierten Schüler mehr durch die Hallen, alles war mit Gold und Glitzer geschmückt, in der Luft hingen noch Träume, aber auch Wehmut, und das Gefühl von Abschied und Neuanfang.

Viele Tränen waren in dieser Nacht geflossen, und alte Fehden waren neu aufgeflammt – das alles war die Jugend: bitter und schön und grausam. Das Leben der jungen Menschen verlief auf einem schmalen Grat: Permanent verschwendeten sie ihre Jugend mit Partys, Sex und allerlei Ausschweifungen, während sie gleichzeitig aus einem grenzenlosen Reservoir neue Kraft schöpften, als könnten sie für immer jung sein, als würde dieser Brunnen nie versiegen.

David ging durch eine Tür hinter die Bühne, während Leyla in der Halle wartete.

Plötzlich ging...

Erscheint lt. Verlag 30.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • adelsintrigen • adels-romane • Adelsromane • Anna-basener • Arztromane • Bastei • Bestseller • Bianca • Cora • Courths • Deutsch • dr norden • Dr Stefan Frank • eBook • E-Book • eBooks • Familiensaga • Fortsetzungsroman • Frauen • für • Fürsten-Roman • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy End • Hedwig • Hedwig Courths Mahler • Heftchen • Heimat • Historical • Julia • Kelter • Kindle • leni-behrendt • Liebe • Liebesgeschichten • Liebes-Geschichten • Liebesromane • Mahler • martin-Kelter • Mira • Modern • patricia-vandenberg • Romance • Roman-Heft • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • schicksals-romane • schicksalsromane • Serie • spannend • Tiffany • Verlag
ISBN-10 3-7517-8839-5 / 3751788395
ISBN-13 978-3-7517-8839-7 / 9783751788397
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