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Dr. Stefan Frank 2827 - Stefan Frank

Dr. Stefan Frank 2827 (eBook)

Lillys krankes Herz

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 1. Aufl. 2025
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8820-5 (ISBN)
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1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
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Als die lebhafte Lilly beim Schulsport plötzlich bewusstlos zusammenbricht, gerät das Leben ihrer Mutter schlagartig aus den Fugen. Für Anna beginnt ein Albtraum aus Diagnosen, Klinikfluren und banger Hoffnung. Ein schwerer Herzfehler bedroht das Leben ihres Kindes - nur eine riskante Operation kann Lilly retten. Als alleinerziehende Mutter, zerrieben zwischen Verantwortung und Erschöpfung, kämpft sie mit aller Kraft um ihr Kind - und stößt doch an ihre Grenzen. Und ausgerechnet da tritt Dr. Felix Horn nach Jahrzehnten wieder in ihr Leben - Annas Kindheits- und Jugendfreund, heute ein angesehener Herzchirurg. Er ist es, der Lilly operieren wird. Während Felix im OP-Saal um Lillys krankes Herz kämpft, wächst in Anna die Hoffnung, dass auch ihres heilen könnte ...

Lillys krankes Herz


Warum es plötzlich nicht mehr richtig schlägt

Als die lebhafte Lilly beim Schulsport plötzlich bewusstlos zusammenbricht, gerät das Leben ihrer Mutter schlagartig aus den Fugen. Für Anna beginnt ein Albtraum aus Diagnosen, Klinikfluren und banger Hoffnung. Ein schwerer Herzfehler bedroht das Leben ihres Kindes – nur eine riskante Operation kann Lilly retten. Als alleinerziehende Mutter, zerrieben zwischen Verantwortung und Erschöpfung, kämpft sie mit aller Kraft um ihr Kind – und stößt doch an ihre Grenzen. Und ausgerechnet da tritt Dr. Felix Horn nach Jahrzehnten wieder in ihr Leben – Annas Kindheits- und Jugendfreund, heute ein angesehener Herzchirurg. Er ist es, der Lilly operieren wird. Während Felix im OP-Saal um Lillys krankes Herz kämpft, wächst in Anna die Hoffnung, dass auch ihres heilen könnte...

Es war ein wunderbarer Sommertag! Die Sonne stand hoch über München und tauchte die Gartenstraße in ein goldenes Licht. Es war einer dieser Vormittage, an denen die Hitze noch nicht drückend war, sondern angenehm wärmend auf der Haut lag. Ein leichter Wind wehte durch die alten Bäume und trug den Duft blühender Rosen und frisch gemähten Grases mit sich. Autos fuhren vorbei, doch ohne Hektik, als wären alle Bewohner der Stadt bereits von einer Urlaubsstimmung erfasst. Irgendwo bellte ein Hund, und aus einem der Gärten erklang das Lachen von spielenden Kleinkindern.

Und dann klang ein Rufen durch die Straße.

»Weiter. Lauft! Ja, ihr macht das super, jetzt nicht nachlassen. Und die hinteren Reihen – aufschließen, lasst euch nicht zurückfallen. Und nicht reden, sonst kriegt ihr Seitenstechen.«

Frau Schneider, die Klassenlehrerin der vierten Klasse, joggte voraus, dann folgte die Klasse, und den Abschluss bildete die Referendarin, die sich mit der Joggingrunde am schwersten von allen tat. Für diesen Tag hatte sich Frau Schneider etwas Besonderes ausgedacht: Die Sportstunde sollte heute einmal anders verlaufen – statt der üblichen Übungen in der stickigen und schlecht belüfteten Turnhalle hatten sie sich entschieden, eine Runde im Freien durch Grünwald zu drehen. Bewegung an der frischen Luft tat schließlich jedem gut, und die Kinder waren von der Idee begeistert gewesen. Nun liefen sie, ihre bunten Sportklamotten leuchteten in der Sonne, ihre Turnschuhe klatschten rhythmisch auf den Asphalt.

»Nicht so schnell vorauslaufen, sonst geht euch bald die Puste aus!«, rief Frau Schneider mit einem Lächeln der Vierergruppe von Jungs zu, die ihre Energie kaum zügeln konnten.

Sie wusste, dass gerade die Jungs aus dieser Freundesgruppe dazu neigten, am Anfang zu übertreiben, um die Mädchen zu beeindrucken, nur um wenige Minuten später keuchend mit vorgebeugtem Oberkörper am Wegrand stehen zu bleiben.

Lilly lief vorne mit, ihre langen, blonden Zöpfe wippten bei jedem Schritt. Neben ihr rannte Clara, ihre beste Freundin, die sich lachend eine Strähne aus dem Gesicht strich.

»Ich wette, ich schaffe es bis zur Schule zurück, ohne aus der Puste zu kommen!«, rief Clara herausfordernd.

»Nicht, wenn ich schneller bin!«, erwiderte Lilly, doch ihre Stimme klang nicht so ausgelassen wie sonst.

»Alles okay mit dir, Lilly?«, fragte Frau Schneider.

Je genauer sie Lilly beobachtete, umso mehr Sorgen machte sie sich. Das Mädchen war extrem kurzatmig, und es schien, als kämpfte es mit jedem Schritt.

»Ich weiß nicht.« Lilly hielt an. »Irgendwas stimmt nicht.« Ihr Atem ging plötzlich schwerer, ihre Beine zitterten.

Schnell griff Frau Schneider unter Lillys Achseln, weil sie Sorge hatte, dass ihre Schülerin zusammenbrechen würde.

»Lilly?« Frau Schneider beobachtete die Schülerin aufmerksam. Sie hatte schon oft erlebt, dass Kinder sich überschätzten oder von der Hitze erschöpft wurden. Doch etwas an Lillys Körperhaltung ließ sie stutzen. Ihr Gesicht war blass, und sie presste sich eine Hand an die Brust.

»Lilly?«, rief Frau Schneider noch einmal besorgt, weil Lilly auf die erste Frage gar nicht geantwortet hatte. Es war, als bekäme das Mädchen gar nicht mehr mit, was Frau Schneider sagte.

»Nicht. Ich kann das selber«, sagte Lilly und wehrte die Hand von Frau Schneider ab, mit der sie ihre Schülerin noch immer unter der Achsel stützte.

Lilly drehte den Kopf leicht zur Seite, als wollte sie noch etwas sagen, doch in dem Moment stolperte sie. Ihr Körper kippte nach vorne, ihre Knie gaben nach, und sie fiel mit einem dumpfen Geräusch auf den Gehweg.

Für einen Sekundenbruchteil schien die Zeit stillzustehen. Frau Schneider hielt den Atem an. Dann brach Unruhe unter den Kindern aus.

»Lilly!« Clara war die Erste, die sich neben ihre Freundin kniete.

»Sie ist ohnmächtig geworden!«, rief Lukas panisch.

»Sie ist tot!« Ein anderes Kind begann zu weinen, während sich die restlichen Schüler in einer unruhigen Traube um das zusammengesunkene Mädchen versammelten.

»Nein, sie ist nicht tot. Sie lebt. Sie ist nur bewusstlos.«

Frau Schneider handelte sofort. Sie ließ sich neben Lilly auf die Knie sinken, legte eine Hand auf ihre Stirn – heiß und feucht – und fühlte mit einem Finger unter dem Naseneingang ihren flachen, unregelmäßigen Atem. Lillys Lippen waren bläulich, ihr Brustkorb hob und senkte sich nur schwach.

Die Schüler drängten sich immer näher um Lilly.

»Ruhig, Kinder! Ich brauche Platz!«, rief Frau Schneider in einem Ton, der keinen Widerspruch duldete.

Sofort wichen die Schüler einige Schritte zurück, wenn auch widerstrebend. Clara blieb neben Lilly hocken, ihre Finger zitterten, als sie nach der Hand ihrer Freundin griff.

Frau Schneider atmete tief durch. Sie durfte jetzt keine Zeit verlieren. Ihr Blick fiel auf die Villa in der Gartenstraße, direkt gegenüber mit einem gepflegten Vorgarten, in dem Rosen in allen Farben blühten. Über dem Eingang prangte ein Schild mit der Aufschrift eines Arztes: Dr. Stefan Frank.

Ein Glücksfall! Frau Schneider atmete auf.

»Lukas, lauf sofort zur Praxis von Doktor Frank!«, befahl sie. »Sag, es gibt einen Notfall! Schnell!«

Dann wandte sie sich an die Referendarin und gab ihr den Auftrag, den Notruf zu wählen und einen Rettungswagen anzufordern.

Lukas zögerte nicht, drehte sich auf dem Absatz um und rannte los. Die Tür der Villa war nur wenige Meter entfernt, doch es erschien Frau Schneider endlos, bis Lukas endlich an seinem Ziel angekommen war.

Während die restlichen Kinder mit aufgerissenen Augen dastanden, sprach Frau Schneider weiter beruhigend auf Lilly ein, obwohl sie nicht sicher war, ob das Mädchen sie hören konnte.

»Alles wird gut, Lilly. Hilfe ist unterwegs.«

Der Wind rauschte weiter durch die Bäume, Blätter raschelten, die Sonne strahlte weiter vom Himmel, und von fern drang das leise Summen einer Hummel herüber, was Frau Schneider nun wie der blanke Hohn vorkam. Die Welt um sie herum war so friedlich – im krassen Gegensatz zu dem bangen Warten, das sie kaum noch ertrug, das sich in diesem Moment wie eine Ewigkeit anfühlte.

***

Dr. Frank saß im Behandlungsraum neben einer älteren Patientin, Frau Brenner, und tastete vorsichtig ihren geschwollenen Knöchel ab. Ein klassischer Fall von Arthritis, aber die Schmerzen schienen diesmal schlimmer zu sein als sonst.

»Es sieht aus, als hätten Sie wieder eine Entzündung, Frau Brenner. Ich verschreibe Ihnen ein entzündungshemmendes Gel und ...«

Ein plötzlicher Tumult draußen ließ ihn innehalten. Durch die geschlossene Tür drangen aufgeregte Stimmen bis in den Behandlungsraum, ein Schrei, dann zwei Kinderstimmen, schrill und durcheinander.

»Herr Doktor! Herr Doktor!«

Dr. Frank hielt inne und richtete sich auf.

Die Tür zum Behandlungszimmer wurde hastig von außen geöffnet, etwas, was sonst nie vorkam. Marie-Luise Flanitzer, seine Arzthelferin, stand mit weit aufgerissenen Augen im Türrahmen. Ihre Wangen waren gerötet, ihr Atem ging schnell.

»Herr Doktor, ein Notfall – ein Kind ist zusammengebrochen, direkt vor der Praxis! Dort steht eine ganze Schulklasse, der Notarzt ist wohl schon alarmiert, aber ...«

»Frau Brenner, entschuldigen Sie mich.« Dr. Frank war sofort in Bewegung. »Ich kümmere mich.«

Ohne ein weiteres Wort verließ er das Behandlungszimmer, warf einen kurzen Blick auf Martha Giesecke, die an der Anmeldung saß. Sie hatte bereits zum Telefon gegriffen.

»Ick habe Kontakt zur Notrufzentrale. Ein Notarztwagen ist unterwegs, muss auch jeden Moment eintreffen!«, bestätigte sie knapp.

Der Grünwalder Arzt eilte zur Tür, trat hinaus auf den warmen Gehweg – und sah die Szene, die sich nur wenige Meter entfernt abspielte.

Ein Dutzend Kinder stand aufgeregt durcheinander, manche weinten, andere hielten sich erschrocken an den Händen. In ihrer Mitte lag ein Mädchen auf dem Pflaster. Ihre blonden Zöpfe hatten sich gelöst, ihre schmalen Finger lagen reglos auf der...

Erscheint lt. Verlag 23.8.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Arzt • arzt deutsch • arzt kindle • arzt krimi • arzt-krimi • arzt liebe • Arzt Liebesroman • arzt liebesroman deutsch • Arzt Roman • arztroman buch • arzt romance • Arztromane • arztromane deutsch • arztromane e-books • arztromane e-books und liebesromane • arztromane hefte • arztromane kindle • arztromane kindle ebook • arztromane kindle ebooks deutsch • arzt roman familie • arzt romanhefte • arzt romantik • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bergdoktor • Bestseller • Bianca • Chefarzt • Cora • Deutsch • Doktor • dr daniel • dr laurin • dr norden • Dr Stefan Frank • eBook • E-Book • eBooks • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Großdruck • große-schrift • Happy End • Happy-End • Hedwig Courths Mahler • Heftchen • Heft-Roman • heftromane bastei • Julia • kaipurgay • Kelter • Kindle • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landarzt • Liebe • Liebesroman • liebesroman arzt • Liebesromane • liebesroman kindle deutsch romantisch • Liebesroman Reihe • liebesroman serien • Medizin • Mira • Modern • Notarzt • Patient • Praxis • Romance • Romanheft • romantik deutsch • romantisch • Schicksal • Schicksalsroman • schöner roman • Serie • spannend • Wohlfühlroman
ISBN-10 3-7517-8820-4 / 3751788204
ISBN-13 978-3-7517-8820-5 / 9783751788205
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