Fürsten-Roman 2740 (eBook)
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7517-8834-2 (ISBN)
Johanna Komtess von Bentheim ist standesbewusst, verlobt mit einem Erbprinzen und gewillt, das alljährige traditionsreiche Royal Race zu gewinnen. Doch in diesem Jahr werden die Paare neu gemischt. Plötzlich sieht sich Johanna gezwungen, mit Wolf Baron von Schönburg, dem skandalumwitterten Rebell und Bay Boy mit gefährlich verführerischem Blick, diesen Wettkampf zu bestehen. Was als unerwünschte Zweckgemeinschaft beginnt, wird bald zu einer intensiven Begegnung voller prickelnder Spannungen und ungeahnter Nähe. Zwischen Sportaufgaben, festlichen Empfängen und leisen Momenten unter Sternenlicht beginnt Johanna, an allem zu zweifeln, woran sie glaubte - auch an ihre bevorstehende Ehe ...
Royal Race
Mitreißender Adelsroman um einen ganz besonderen Wettkampf
Von Carolin von Campen
Johanna Komtess von Bentheim ist standesbewusst, verlobt mit einem Erbprinzen und gewillt, das alljährige traditionsreiche Royal Race zu gewinnen. Doch in diesem Jahr werden die Paare neu gemischt. Plötzlich sieht sich Johanna gezwungen, mit Wolf Baron von Schönburg, dem skandalumwitterten Rebell und Bad Boy mit gefährlich verführerischem Blick, diesen Wettkampf zu bestehen. Was als unerwünschte Zweckgemeinschaft beginnt, wird bald zu einer intensiven Begegnung voller prickelnder Spannungen und ungeahnter Nähe. Zwischen Sportaufgaben, festlichen Empfängen und leisen Momenten unter Sternenlicht beginnt Johanna, an allem zu zweifeln, woran sie glaubte – auch an ihre bevorstehende Ehe ...
»Verdammt noch mal! Doch nicht mit der runden Seite!«, brüllte Rüdiger Fürst von Hohnhorst, und Johanna Komtess von Bentheim verschüttete neben ihm vor Schreck fast ihre Limonade. Dass ihr Schwiegervater in spe die jüngsten Familienmitglieder verzärtelte, konnte man nun wirklich nicht behaupten. Der sechzigjährige Rüdiger war früh verwitwet und hatte nicht wieder geheiratet. Johanna vermutete, dass das weder ihm noch seinen Kindern und Enkeln gutgetan hatte.
Mitleidig sah Johanna von Bentheim zum provisorischen Hockeyfeld, wo ein achtjähriger Enkel des Fürsten, der eben den Frevel mit dem Schläger begangen hatte, mit hochrotem Gesicht und Tränen in den Augen versuchte, seinen Fauxpas wiedergutzumachen.
»Halt gefälligst Abstand!«, donnerte Rüdiger zu Hohnhorst dem Jungen hinterher und schüttelte verärgert den Kopf. »Er nimmt es nicht ernst genug«, stellte er grimmig fest und setzte sich wieder. Er verschränkte die Arme vor der Brust, sodass der erlesene Stoff seines Gehrocks leichte Falten schlug, und blickte mit grimmig zusammengezogenen Brauen aufs Spielfeld. »So war Ruben auch. Aber das habe ich ihm abgewöhnt!«
Johanna überlief ein Schaudern. Dass auch ihr Verlobter Ruben von Hohnhorst durch diese harte Schule gegangen war, merkte man ihm an. Für einen Moment verschwamm das Spielfeld mit der privaten U12-Mannschaft vor ihren Augen, und sie stellte sich ihn als unbeholfenen kleinen Jungen vor, der von seinem Vater wegen eines Fehlpasses angebrüllt wurde. Genau so würden wohl auch ihre Kinder hier aufwachsen.
»Johanna?« Die Stimme des Fürsten schreckte sie aus ihren Gedanken. »Was ist denn jetzt mit euch und Bellagio?«
Die Komtess schluckte. Der Fürst erwartete, dass sie ihn an den Comer See begleiteten, doch sie hatte andere Pläne.
»Ich kann nicht. Ich bin beim Royal Race angemeldet«, antwortete sie vorsichtig, »und ich hoffe, dass Ruben mich begleitet.«
Rüdiger hob mit verächtlichem Blick eine Braue.
»Du meinst dieses Turnier auf dem Land? Das ist doch nichts für euch. Nein. Ich werde der Dienerschaft in Italien melden, dass ihr kommt.«
Johanna öffnete den Mund und wollte protestieren, doch dann schloss sie ihn wieder. Rüdiger war ein grässlicher Despot, und sie hatte keine Lust auf eine Diskussion in der Öffentlichkeit. Resigniert nippte sie an ihrer Limonade und blickte sich suchend nach Ruben um.
Hinter dem ehrwürdigen Schloss Hohnhorst war ein Kunstrasen ausgerollt worden. Weiße Pagodenzelte rahmten das Hockeyfeld ein, flankiert von silbernen Stehtischen.
Etwa zwölf Damen, zumeist in pastellfarbenen Leinenkleidern und federleichten Kaschmircapes, und ebenso viele Herren in maßgeschneiderten Sommeranzügen waren zu dem traditionellen Feldhockeyturnier der Hohnhorster Kinder anwesend. Zumeist handelte es sich um Familienmitglieder oder enge Freunde. Diener in diskreter Livree reichten Erfrischungstücher und kühle Getränke, während auf einem Büfett unter einem Baldachin Limonade, Champagner und winzige Sandwiches bereitstanden.
Erleichtert fiel Johannas Blick auf ihren Verlobten, der hinter einem der weißen Pavillons hervorgeschlendert kam.
Blitzschnell nutzte sie die Gelegenheit, murmelte eine Entschuldigung, und da Rüdiger sowieso gerade von einem weiteren Fehler seiner Nachkommen abgelenkt war, floh sie erfolgreich aus der ersten Reihe zu Ruben.
Ihr Verlobter hatte sein etwas gelangweiltes Erbprinzen-Lächeln aufgesetzt, als sie auf ihn zukam. Er glich seinem Vater, hatte dieselben grauen Augen, die aristokratische Nase und das längliche Gesicht. In dem dunkelblauen Sommeranzug mit der Seidenkrawatte machte er eine tadellose Figur. Das weißblonde Haar war ordentlich geschnitten, seine rosigen Wangen waren glatt rasiert, und wenn er sie wie jetzt immer etwas gelangweilt anlächelte, musste sie immer an eine Zahnpasta-Werbung denken. Er war oberflächlich betrachtet der perfekte Ehemann für sie.
Dennoch war Johannas Miene vorwurfsvoll.
»Wo warst du denn? Dein Vater ist furchtbar wie immer. Er befiehlt uns übrigens, dass wir mit an den Comer See fahren.«
Ruben, der ungeniert einer hübschen Serviererin nachgesehen hatte, wandte sich wieder seiner Verlobten zu und grinste ironisch.
»Du Arme! Privatstrand, Diener, Dinnerpartys ...«
Johanna seufzte. »Natürlich ist es wunderbar dort, aber ...« Sie griff seinen Arm und zog ihn mit sich. »Du weißt, dass ich zum Royal Race fahre. Und du sollst mitkommen.«
Ruben schüttelte den Kopf. »Niemals!«
»Ich weiß ja, dass du keine Lust hast«, sagte Johanna etwas sanfter. »Aber es würde mir sehr viel bedeuten. Und es ist doch für einen guten Zweck. Wenn einer von uns gewinnt, geht die Siegerprämie direkt an die Mädchenschule in Manipur.«
Ruben zuckte die Schultern.
»Ach. Und deshalb muss ich zwei Tage Pfadfinder spielen? Nein, kommt nicht infrage.« Er sah über sie hinweg und stöhnte. »Jetzt kommt die Tratschtante auch noch ...«
Johanna drehte sich um. Mit strahlendem Lächeln steuerte die kleine, stämmige Odette zu Hohlleben in ihre Richtung. Als Schwester der Schwägerin eines Schwagers von ihm, hielt Odette sich für eine Verwandte der Hohnhorsts, und außerdem nutzte sie jede Gelegenheit, um Männer kennenzulernen. Die brünette Grafentochter studierte mit Johanna an derselben Privatuniversität, und über sie hatten Johanna und Ruben sich kennengelernt.
»Hallo, ihr zwei!«, rief sie fröhlich und verteilte Begrüßungsbussis.
Johanna musste schmunzeln. In dem rosa Kostüm wirkte Odette so niedlich und harmlos, dabei hatte sie ein loses Mundwerk und liebte Klatsch.
»Und wie schlagen sich die armen Kleinen?«, wandte sie sich an Ruben. »Machen sie der Familie Schande und übertreten womöglich eine Linie?«
»Das würden sie niemals wagen«, entgegnete Ruben.
Odette lachte, obwohl Johanna wusste, dass es wahrscheinlich nicht als Scherz gemeint war.
»Meine Güte, was für eine Dressur.«
Ruben zuckte die Schultern. »Was uns Hohnhorsts nicht kaputt macht, härtet uns ab.«
»Hart ist immer gut, was?« Odette knuffte Johanna in die Seite und kicherte.
Die Komtess warf ihr einen warnenden Blick zu. Anstatt ihrer blöden Sprüche sollte sie ihr lieber helfen!
»Du bist doch nächstes Wochenende auch beim Royal Race, oder?«, fragte Johanna sie scheinheilig und zwirbelte eine blonde Haarsträhne.
»Natürlich!«, rief Odette, die sich nun erinnerte, was sie Johanna versprochen hatte. »Das kann ich mir doch nicht entgehen lassen«, sagte sie in begeistertem Ton. »Es wird das Ereignis des Sommers. Ich kenne Bernard und Ricarda aus dem Organisationsteam. Sie haben etwas Tolles auf die Beine gestellt. Wir müssen sogar zelten!« Sie lachte und knuffte nun Ruben in die Seite, der die Augen verdrehte.
Johanna presste genervt die Lippen zusammen. Odette machte es ja noch schlimmer! Es gab kaum etwas, das der Erbprinz mehr verabscheute als Camping.
Während Odette nun begann, ein paar Namen von Bekannten und entfernten Verwandten aufzuzählen, von denen sie wusste, dass sie ebenfalls teilnehmen würden, arrangierte Johanna sich innerlich damit, dass sie wohl doch allein fahren müsste.
»Stellt euch vor, wer auch kommt ...« Odette machte eine Kunstpause. »Heidi von Schulz!«, verkündete sie triumphierend.
Johanna fand das wenig spektakulär, denn sie hatte den Namen noch nie gehört.
Ruben jedoch kniff überrascht die Augen zusammen. »Ach ja?«
»Jawohl«, erwiderte Odette zufrieden. »Bernard hat mir nicht verraten, wie die es geschafft hat, eine Einladung zu ergattern, aber sie ist dabei. Ich wette, sie denkt, dass sie das Preisgeld selbst behalten kann.« Odette lachte.
»Du bist ein Aas«, tadelte Ruben. »Heidi ist arm, aber nicht dumm. Sie hatte es nicht leicht«, ergänzte er und sah seine Großschwägerin mit strenger Miene an.
»Wer ist denn das überhaupt?«, fragte Johanna genervt, doch Ruben winkte ab.
»Unwichtig. Nur für...
| Erscheint lt. Verlag | 30.8.2025 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • adelsintrigen • Adelsromane • Adelsromane kindle • Adelsromanze • Arztromane • Baccara • Bastei • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bestseller • Der kleine Fürst • Deutsch • dieter adam • dr norden • eBook • E-Book • eBooks • Ehe • Fortsetzungsroman • Frauen romane • Frauenromane • für Frauen • Fürst • Fürstenkrone • Glück • Großdruck • große-schrift • Happy-End • Heftchen • Heftroman • heftromane bastei • High-Society • Hochzeit • Kindle • Liebe • Liebes-Geschichten • Liebesroman • Liebesromane • liebesromane kindle • liebesromane kindle deutsch • liebesromane kindle deutsch millionär • liebesromane kindle deutsch romantisch • Liebesroman Milliardär • liebesroman millionär • Liebesroman Reihe • liebesroman schicksal • liebesroman serie • Luxus • Milliardär • Millionär • Modern • Prinz • Prinzessin • Reich • Reichtum • Romance • Romanheft • Roman-Heft • romantik deutsch • romantisch • Romanze • Schicksalsroman • schicksalsromane • Schön • schöne romane • Serie • Sexy • spannend |
| ISBN-10 | 3-7517-8834-4 / 3751788344 |
| ISBN-13 | 978-3-7517-8834-2 / 9783751788342 |
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