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SPQR - Der Falke von Rom: Teil 13 Legatus (eBook)

eBook Download: EPUB
2025
348 Seiten
BoD - Books on Demand (Verlag)
978-3-8192-5793-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

SPQR - Der Falke von Rom: Teil 13 Legatus - Sascha Rauschenberger
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Präfekt Leonidas Alexander Falkenberg steht vor einer großen Herausforderung: er muss dem Imperium Zeit erkaufen. Alesia nutzt die Schwäche des Imperiums und weitet seinen Einflussbereich weiter aus. Der Technologieschub durch Gallilei und die Konzentration auf wenige Schiffsklassen hat Alesia zunehmend dazu befähigt moderne Kriegsschiffe wie am Fließband zu bauen und sein Flottenbauprogramm massiv zu beschleunigen. Doch anders als Rom verfügt das Königreich über eine eigene ergiebige Quelle an hochwertigen Energiekristallen, um diesen Flottenaufbau auch langfristig durchhalten zu können. Dazu kommt, dass Alesia nun auch eigene SCS-Einheiten zur Frontreife gebracht hat und diese beginnt einzusetzen. Im Dienste von Germania stehend wird Admiral-Präfekt Falkenberg angewiesen diese geheime Quelle der Energiekristalle auszuschalten. Die Minen von Calypso zu zerstören. Das Problem ist allerdings, dass sich diese Minen weit im Outback hinter dem Königreich befinden und jeder Angriff auf diese Welt durch tiefen feindlichen Raum erfolgen muss. Auf eine Welt, deren Koordinaten eine gute Schätzung sind. Kann der Falke von Rom diesen Auftrag erfüllen? Gegen jede Chance und alle Feinde? Der Lohn für diese Tat wäre der ersehnte Adler auf der Brust.

Sascha Rauschenberger, geboren 1966 in Wattenscheid, ging nach dem Abitur zur Bundeswehr, wo er als Panzeraufklärer und Nachrichtenoffizier Dienst tat. Er diente, unter anderem als Reservist, in vier Auslandseinsätzen, zuletzt als Militärberater in Afghanistan. Seit 2000 ist er als Unternehmensberater im Bereich strategisches Projektmanagement und Arbeitswelt der Zukunft (Demographie / Future Work) tätig. Seine Hobbies Militärgeschichte und Science Fiction setzte er in einem Military SciFi - und einem marinehistorischem Projekt (SPQR - Die Flotte von Rom) um, die hier nun beide vorliegen.

2


Outback, 7 Sprünge hinter Topas, an Bord Fregatte F-21 Mainz 17.01.2491, 11:34 GST


„Verdammt, wo kommen die denn her“, fuhr Korvettenkapitän Eduard Schmitt-Brand aus seinem Kommandosessel hoch und trat an den Holotank heran.

„Die vier Spacebugs kamen aus dem Nichts, Herr Kapitän“, entschuldigte sich der Ortungsoffizier Oberleutnant zur See Steffen Miller und man hörte seine Ratlosigkeit aus der Stimme heraus. „Die kamen direkt aus dem Ortungsschatten von Felix-Zwo.“

Damit meinte er den zweiten Trader-Frachter, der mit seinem Begleiter durch das System zog und nun stark beschleunigte, nachdem die Fregatte hinter dem Mond vom sechsten Planeten des Systems hervorgekommen war, wo sie auf der Lauer gelegen hatte.

Die vier Drohnen rasten der den kleinen Konvoi abfangenden Fregatte entgegen. An sich kein Problem, wenn die Fregatte über Javelin-Werfer verfügt hätte und die Lage eindeutig gewesen wäre. Als alte Echo-Fregatte hatte man aber keine AMMs und die Lage war alles andere als eindeutig.

Wie es aussah trieb sich hinter den zwei Trader-Frachtern ein Gegner herum, der minimal vier Drohnen an Bord hatte. Und das konnte nach Einschätzung aller Dinge nur ein getarntes Schiff sein, das sich den Sensoren der alten Echo-Klasse entziehen konnte. Und auf diese Entfernung war so ein Kunststück nur einem Newton-Kreuzer möglich.

Dem einzigen Schiffstyp im Arsenal von Alesia der beide Prämissen erfüllte.

Da diese schweren Kreuzer aber in allen Belangen einer kleinen und schon recht alten Fregatte überlegen waren, bot es sich an abzudrehen und Fersengeld zu geben.

„Stufe-III-Scan“, ordnete der Kapitän an. “Ruder 180 Grad. Wir weichen aus. Antrieb auf 105%.“

Er kontrollierte nochmals die Kursvektoren und kalkulierte seinen Ausweichkurs und die Geschwindigkeit der Drohnen neu. Er könnte mit ihnen zwar fertig werden, aber es bestand immer die Gefahr, dass diese alten Baumuster für Kamikaze-Attacken eingesetzt wurden. Und das war dann eher schlecht.

Wo immer das gegnerische Trägerschiff der Drohnen stand, die Reichweite der Spacebugs betrug maximal fünfzehn Licht-Mike und die geladenen KSR schafften nochmals vier. Die Entfernung bei Ortung der Drohnen betrug zehn Licht-Mike und die Fregatte hatte sofort abgedreht, was es den Drohnen unmöglich machen würde sie rechtzeitig einzuholen.

Nur die insgesamt zwomal acht leichten KSR könnten zum Problem werden. Besonders wenn beide Salven schnell hintereinander abgeschossen wurden.

Andererseits brauchten sie die Daten um Gewissheit zu haben, ob da nicht ein Newton lauerte. Wenn dem so wäre, wäre diese Information wertvoller als zwei Trader-Frachter.

Bisher waren Newtons im Outback nicht in Erscheinung getreten. Diese seltenen Schiffe hielt sich das alesianische Oberkommando eigentlich für veritablere Aufgaben vor, als im Outback germanische Raider zu jagen.

Wenn dem aber so war, dann würde es hier draußen plötzlich ganz andere Spielregeln geben. Und diese Information war daher wichtiger als das Aufbringen von zwei Frachtern.

Was aber komisch war, und das stank schon fast, war der verfrühte Einsatz der Drohnen. Hätten sie noch sechs Minuten gewartet, wäre die Falle zugeschnappt. Gerade dann, wenn man alle zwanzig Drohnen gestartet hätte…

‚Warum haben die das verpatzt‘, dachte Korvettenkapitän Schmitt-Brand und wartete auf die Ergebnisse des Tiefenrichtscans.

„Nichts“, meldete sich wieder Oberleutnant Miller. „Ich kann keine Ortungsschatten erkennen, die auf die Anwesenheit eines Newton hindeuten würden.“

„Wiederholen, Sie den Scan“, befahl der Kommandant der Fregatte und ging zur Station seines Ortungsoffiziers, um ihm über die Schulter zu sehen.

Die Fregatte lief nun mit Höchstgeschwindigkeit auf den Jump Point in Richtung Bifrost zu. Die Daten mussten Germania erreichen. Nur welche Daten? Die Sache ergab keinen Sinn…

Der leichte Kreuzer der Corona-Klasse Arras griff nun an. Der Kommandant, Tribun Gustavus Tercius Ravkov, war alles andere als erfreut so lange genarrt worden zu sein. Acht lange und überflüssige Minuten hatte er etwas gesucht, was nicht da war. Senior-Tribun Gibson, der Kommodore der LRRG 1, würde ihn vierteilen, dass er es so dem kleinen Konvoi ermöglicht hatte zu entkommen.

Während er mit seinen ECM-Hochleistungssystemen eine Fregatte der Echo-Klasse vorgetäuscht hatte, hatte der Gegner ihm vier Spacebugs entgegen geworfen, die theoretisch nur von einem Newton-Kreuzer hätten kommen können. Und dieser hätte dann auch noch acht weitere Bugs an Bord...

Dieser schwere Kreuzer des ehemaligen Direktorates verfügte über ähnlich gute oder sogar bessere ECM- und ECCM-Systeme wie der leichtere Corona-Kreuzer. Nur war ein Newton ungleich besser bewaffnet, was dann eine plötzliche Begegnung in Waffenreichweite problematisch machen konnte.

Also hatte Ravkov weiter die nun abgeschreckte Echo gespielt, um möglichst viel über den getarnt agierenden Newton herauszufinden. Und das hatte er dann zu lange getan, denn der Newton hatte sich nicht identifizieren lassen. Noch nicht einmal eine ungefähre Ortung an sich war ihnen gelungen. Es gab da einfach keinen Newton-Kreuzer.

Und während drei Schiffe des Konvois nun unerreichbar auf den Jump Point in Richtung St. Charles zuhielten war das letzte Schiff, ein Trader, gerade noch abzufangen.

„Trader Drei springt“, meldete der Ortungsoffizier und Ravkov sah den dritten Trader-Transporter im Jump Point verschwinden. Er versuchte sich seine Frustration nicht anmerken zu lassen. Er hatte sich vorführen lassen…

„Ruder. Volle Fahrt aufnehmen. Abfangkurs neu berechnen. Waffen:

Eigene Drohnen aussetzen, Feuerleitlösung für die Bugs und diese Nummer Vier.“ Das letzte Wort kam zwischen zusammengepressten Lippen heraus. „Und räumt diese Drohnen aus dem Weg.“

Die Arras enttarnte sich, um alle verfügbare Energie für Antrieb und Schutzschirme zu haben.

Die vier Spacebugs verschossen ihre leichten KSR-Raketen in zwei schnellen Salven auf Höchstschussweite und drehten dann auf die vier Eagle-Drohnen ein.

Damit hatte Ravkov gerechnet und lächelte nun fast schon wie eine zufriedene Katze. Die Eagles hatten nämlich je vier Javelins an den Waffenträgern hängen.

Ravkov war der Auffassung, dass eine Eagle hier draußen ein Abfangjäger zu sein hatte, der Schiffe aufbringen und nicht sofort vernichten sollte. Eine leichte KSR oder ein leichter Torpedo waren dafür nicht die Mittel der Wahl, da ein fliehender und unfolgsamer Frachterkapitän eine Machtdemonstration kaum überleben würde. Dazu war es schlicht Munitionsverschwendung.

Eine Javelin war stark genug selbst einen Frachter noch zu vernichten aber auch gegen überraschend auftauchende Scimitars von Vorteil. Und letztere waren im Hinterland des Königreichs zunehmend auf provisorischen Mond- und Planetenbasen staffelweise stationiert worden.

Auch so eine dieser bösen Überraschungen, die hier immer öfters auftraten.

„Hier Boxer“, meldete sich sein Drohnenschwarmführer Optio James „Boxer“ Evans. „Gegner bis auf einen vernichtet. Teile Schwarm und setzte Verfolgung von Bug und Trader fort."

Die Meldung war eine indirekte Anfrage, ob er das so machen sollte.

„Tu das, Optio. – Ich will den Frachter. Der hat Priorität. Aber behalte das Reiseziel des Bugs im Auge.“

„Verstanden. Ende!“

Der Schwarm der Eagles trennte sich. Zwei Drohnen blieben am Bug und hielten ihn auf Abstand zur Arras und dem Frachter, was ihnen mit ihren Javelins problemlos gelang. Die anderen zwei Eagles rasten auf den Frachter zu, dessen Kapitän nun einsehen musste, dass die Reise zu Ende war. Er würde zwar den Jump Point vor dem leichten Kreuzer und sogar vor den Drohnen erreichen, nur halt nicht vor den Raketen.

„Hier ist der römische Kreuzer Arras“, meldete sich Ravkov. „Gehen Sie auf Kursvektor 180:80:02. Stoppen Sie und fahren Sie sofort Ihre Waffen und Schilde herunter. Wir kommen an Bord.“ Er nickte seinem XO zu, der das wartende Boardingteam im Shuttle freigab, der sich auch sofort auf den Weg machte und aus der Hangerbucht heraus startete.

„Sollte auch nur ein Positionslicht von Ihnen falsch blinken, eröffne ich das Feuer.“

„Hier die die Henry William.“ Haben verstanden. Wir kapitulieren.

Wiederhole: William Henry kapituliert.“

„Hier Boxer. Der Bug hat sich deaktiviert und driftet auf angehängten Kurs weiter.“

„Bestätigt“, kam von der Ortung.

Ravkov schaute seinen XO an und sagte nur: „Interessant.“

Legat-3 Titus Corinus Haix, der Kommandeur des Flottenkommandos 7 auf Germania, stand neben Reichsmarschall Rademacher und Großadmiral Martinson, dem...

Erscheint lt. Verlag 9.7.2025
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
Schlagworte Military Science Fiction • Raumkrieg • SciFi • SPQR • Thriller
ISBN-10 3-8192-5793-4 / 3819257934
ISBN-13 978-3-8192-5793-3 / 9783819257933
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